Knoblauch, Knoblauch…gibt Leib und Seele Kraft!

Na toll…jetzt ist er da der Ohrwurm aus dem Tanz der Vampire, aber am Tag des Knoblauchs drücke ich mal beide Augen zu. Der Knoblauch (Allium sativum) gehört zu der Gattung der Lauchgewächse und wird sein Jahren als Gewürz-  und Heilpflanze  genutzt. 1989 wurde er sogar zur Arzneipflanze des Jahres gewählt! Seine gesundheitsfördernde Wirkung hat der Knobi seinen Inhaltsstoffen zu verdanken: zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe, unter anderem Vitamin A, B und C, sowie Kalium und Selen, sowie  wertvoller sekundärer Pflanzenstoffe wie Polyphenolen oder Sulfiden. Auch ein vergleichsweise hoher Gehalt an Adenosin – ein Baustein, der für den Zellstoffwechsel wichtig ist, wird ihm zugeschrieben. Auf alle Fälle schmeckt Knoblauch sehr lecker, zumindest für denjenigen, der ihn mag….ich esse ihn am allerliebsten angegrillt, geräuchert und dann auf ein frisches Stück selbstgebackenes Brot gestrichen!

Aber auch zwei andere Knoblauchrezepte aus meinem Fundus möchte ich euch nicht vorenthalten:

Wilfrieds Knoblauchsuppe nach Nachteulenart (für 4 Portionen sollte es reichen)

10 Stiele Thymian und noch etwas zur Deko

32 Knoblauchzehen und 1 kleine Knolle extra (wer möchte)

2 EL Olivenöl

750 Milliliter Gemüsefond

250 Milliliter Weißwein (trocken, Sauvignon Blanc aus dem Bordeaux)

Meersalz (fein), Pfeffer (frisch gemahlen), etwas Zucker

150 Gramm Sahne

Baguette (Menge nach Belieben)

Thymian abspülen, trocken tupfen und die Blättchen von den Stielen zupfen. Knoblauchzehen abziehen. 1 EL Öl in einem Topf erhitzen. Knoblauchzehen (ca.25-30) und Thymian bei kleiner Hitze etwa 15 Minuten goldbraun braten. Etwa 1 TL Thymian herausnehmen und beiseite stellen. Den Knoblauch nur goldgelb anbraten – wird er zu stark gebräunt, schmeckt er leicht bitter.

Den Backofen auf 200 Grad, Umluft 180 Grad, Gas Stufe 4 vorheizen. Fond und Wein zugießen und aufkochen. Etwa 15 Minuten bei kleiner Hitze gerade eben kochen lassen.

Knoblauchknolle halbieren und  auf ein Backblech legen und im Ofen etwa 20 Minuten rösten. Dann ein Teil des Baguettes  in dünne Scheiben schneiden und auf das Backblech legen und mit den restlichen Knoblauchzehen belegen. Kurz (5-10 min) goldbraun rösten.

Die Suppe vom Herd nehmen und mit dem Stabmixer fein pürieren. Wieder aufkochen und mit Salz und Pfeffer würzen. Die gerösteten weichen Knoblauchzehen aus der Schale drücken und auf die Brotscheiben streichen. Mit Salz, Pfeffer, Zucker und Thymian würzen und das restliche Olivenöl darüberträufeln. Die Sahne halbsteif schlagen und mit einem Schneebesen unter die heiße Suppe rühren (Kochsahne einfach so unterrühren, sie lässt sich nicht steif schlagen). Eventuell mit Thymian bestreuen. Zusammen mit dem Knoblauchbrot servieren.

Nach knapp 40 Minuten heißt es dann – Bon Appétit!

Und jetzt noch eine richtig gute, selbstgemachte Knoblauchmayonaise – Aioli:

1 ganz frisches Ei (nur das Eigelb wird gebraucht)

200 ml Olivenöl, Salz, Pfeffer

2-3 (oder mehr) Knoblauchzehen

Das  Eigelb mit Salz und Pfeffer würzen.  Das Olivenöl unter ständigem Rühren unter das Eigelb schlagen. Öl dabei zunächst tröpfchenweise, dann in einem dünnen Strahl hinzugießen, sodass eine Mayonnaise entstehen kann. 2-3 – oder auch mehr, je nach Geschmack,  Knoblauchzehen schälen und direkt hineinpressen. Danach umrühren.

So, genug Knoblauch für heute! Viel Spaß beim Genießen!

Eure Nachteule

 

Advertisements

Das Geheimnis des roten Regenschirms…

Am 17. Dezember findet der internationale Tag gegen Gewalt an SexarbeiterInnen statt.
Begangen wird dieser Aktionstag seit 2003 – ursprünglich um an die Opfer von Gary Ridway zu erinnern, welche über 90 Frauen tötete.
Das Symbol für heute wäre ein roter Regenschirm und dieser Tag soll eine Aufforderung sein, die Diskriminierung und gesellschaftlichen Marginalisierung von SexarbeiterInnen zu beenden.

red umbrella in mass of black umbrellas

Eine sehr gute und hilfreiche Seite, wenn man sich über dieses Thema informieren möchte befindet sich unter http://www.voice4sexworkers.com – die ich sehr empfehlen kann!

Liebe Grüße, eure Nachteule!

Inklu…was? Heute ist der internationale Tag der Menschen mit Behinderung!

Rolli-Fahrer, seh- und hörgeschädigte Menschen,…was fällt euch denn ein, wenn jemand fragt, was ist denn Behinderung eigentlich? Von einer Behinderung spricht man, sobald die Teilnahme an einem gesellschaftlichen Leben durch körperliche, geistige oder seelische Einschränkungen erschwert ist. Die WHO definiert die Behinderung folgendermaßen: Behinderungen sind Mängel oder Abnormitäten der Körperfunktionen und -strukturen oder auch Funktionsbeeinträchtigungen aufgrund von Schädigungen, die Alltagssituationen beeinträchtigen.

Exklusion,Separation,Integration,Inklusion

Schon im Artikel 1 des Grundgesetz steht, dass die Würde des Menschen unantastbar ist und dass diese Würde, wie auch die persönlichen Rechte und das persönliche Wohlergehen jeden Menschen betreffen, soll am 03. Dezember mit dem Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung nochmals erinnert werden.

Zur Geschichte diesen Tages liest man bei Wikipedia z.B.:

„Nachdem die Vereinten Nationen das Jahr 1981 als das „Jahr der Behinderten“ gefeiert hatten, wurde im Dezember 1982 ein Aktionsplan für die Belange behinderter Menschen entwickelt. Die Jahre 1983 bis 1993 wurden zum „Jahrzehnt der behinderten Menschen“ ausgerufen. Zum Abschluss der Dekade verabschiedete die Generalversammlung der Vereinten Nationen eine Resolution, in der der 3. Dezember als „Internationaler Tag der Behinderten“ ausgerufen wurde. Er wurde erstmals im Jahr 1993 begangen. Im Dezember fand eine Umbenennung in den „Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung“ statt.“

International Day of Persons with Disabilities. December 3

Dieser Gedenktag soll das Bewusstsein der Öffentlichkeit für die Probleme von Menschen mit Behinderung wachhalten und den Einsatz für die Würde, Rechte und das Wohlergehen dieser Menschen fördern.

Viele weiteren und spannende Informationen findet ihr auf den Seiten des Deutschen Behindertenrat (www.deutscher-behinderternrat.de) und den Seiten der Aktion Mensch (www.aktion-mensch.de).

Für die juristisch interessierten Leser hier der Link zum Gesetz zum Übereinkommen der UN vom 13. Dezember 2006 über die Rechte von Menschen mit Behinderungen: http://www.un.org/Depts/german/uebereinkommen/ar61106-dbgbl.pdf

Ein schönes Adventswochenende wünscht Eure Nachteule!

 

Gegen Sklaverei und noch ein kleiner Fasnets-Nachschlag ;-)

Am 2. Dezember finden – meiner Meinung nach – zwei sehr gegensätzliche Gedenktage statt… Zum einen der Internationale Tag zur Abschaffung der Sklaverei (International Day for the Abolition of Slavery) und in den USA wird zur gleichen Zeit der „National Fritters Day“ – der Nationaltag der Krapfen begangen.

Broken Chain - Freedom And Separation Concept

Die Vereinten Nationen haben diesen Tag zur „Abschaffung der Sklaverei“ ins Leben gerufen um an die 1949 verabschiedete Konvention zur Bekämpfung des Menschenhandels und der Ausbeutung von Personen zu erinnern. Mehr dazu auch unter: www.un.org/en/events/slaveryabolitionday/ .

Alle Regierungen, aber auch die Bevölkerung der Mitgliedsstaaten sind dazu aufgerufen, eine geschlossene Einheit gegen alle Formen der Sklaverei (u.a. Zwangsprostitution, Kinder- und Zwangsarbeit) zu bilden und gemeinsam dagegen vorzugehen. Es geistert die Zahl „mehr als 20 Millionen Menschen“ durch die Medien – wobei die Dunkelziffer wahrscheinlich noch viel höher ist – , die in Sklaverei oder sklavenähnlichen Verhältnissen leben. Auch der UN-Generalsekretär Ban Ki-moon fordert den Einsatz aller rechtlichen einem Staat zur Verfügung stehenden Mittel, um der Sklaverei in allen Formen ein Ende zu setzen.

Auf den Seiten der UN (www.un.org) findet ihr noch weitere Informationen zu diesem wichtigen Thema!

Nun noch ein paar kurze Worte zum Nationaltag des Krapfen…Der Krapfen ist ein frittiertes Teiggebäck mit süßen oder herzhaften Füllungen. Dieses Gebäck bekommt immer am 2.Dezember in den USA seinen eigenen Nationaltag. Bei uns kennt man Krapfen auch unter den Namen Berliner, Fastnetsküchle und noch vielen weiteren Bezeichnungen und wird vor allem rund um die Fasnet gebacken. Allerdings bieten die meisten Bäckereien das ganze Jahr über dieses „Brandteiggebäck“ an!

Bis Bald!

Eure Nachteule

Der Tag der Organspende – Informationen zu Patientenverfügung und Organspende

Seit 2005 findet jedes Jahr am ersten Samstag im Juni der Aktionstag „Tag der Organspende/r)“ statt. Selbsthilfeverbände, Organisationen und andere Menschen haben es sich zur Aufgabe gemacht, an diesem Tag das Thema Organspende / Organtransplantation wieder verstärkt in die Öffentlichkeit zu rücken – durch Veranstaltungen und dem Verteilen  von Organspenderausweisen.

Diese Jahr hat der Tag der Organspende für mich eine ganz besondere Bedeutung, denn ich durfte erleben, wie ein neues Organ einem lieben Kollegen total veränderte und ihn wieder  aussehen lässt wie das blühende Leben. Daumen sind gedrückt, dass es weiterhin so gut angenommen wird!

organspendeausweis-footer

Einen sehr schöne Seite zum Thema kommt von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA): www.organspende-info.de. Dort gibt es alle möglichen Informationen zum Thema Organ- und Gewebespende. Einen Organspende Ausweis zum Ausdrucken und runterladen findet ihr unter : www.organspendeausweis.org.

Die zentrale Großveranstaltung zum Tag der Organspende findet dieses Jahr in München statt und steht unter dem Motto „Richtig. Wichtig. Lebenswichtig.“  und stellt gleichzeitig  den Aufruf „Entscheide dich – Organspende ist Herzenssache „. Das Programm liest sich spannend und unter www.organspendetag.de kann man sich noch genauer darüber informieren. Zu den drei Schlagwörtern des Tages ist auf der Seite des Veranstalters folgendes zu lesen:

RICHTIG: Über 3.000 Menschen in Deutschland wurde im letzten Jahr durch Organspenden die Chance auf ein neues Leben geschenkt. Dafür wollen sie danken. Den Menschen, die mit einer Organspende geholfen haben. Den Menschen, die sich zu Lebzeiten für eine Organspende entschieden haben. Und allen Menschen, die sich Gedanken machen über das Thema Organspende.

WICHTIG: Seit knapp drei Jahren gilt für die Organspende die sogenannte Entscheidungslösung. Sie sieht vor, dass jeder Mensch sich mit dem Thema Organspende auseinandersetzen und eine selbstbestimmte Entscheidung treffen sollte. Diese kann in einem Organspende Ausweis dokumentiert werden.

LEBENSWICHTIG: Noch immer stehen über 10.000 Menschen auf den Wartelisten für ein Spenderorgan. Viele warten bereits seit Jahren – und zu viele warten leider vergeblich. Denn Organspenden sind noch immer selten und täglich sterben Patienten, denen mit einer Transplantation hätte geholfen werden können..“

logo-organpaten_header

Auf Facebook kann man im Übrigen auch Fan der „Organpaten“ werden…wer oder was ist das eigentlich? Ganz einfach: Menschen die sich für das Thema Organ- und Gewebespende einsetzen und darüber aufklären (näheres auch unter www.organpaten.de).

Also ich bin inzwischen Organpate und habe schon seit vielen Jahren einen Organspende Ausweis in meinem Geldbeutel, nicht nur weil ich das Leben liebe, sondern weil ich einige Freunde habe, die entweder schon einmal ein Organ gebraucht haben oder sogar noch dringend eines brauchen!

Und wie sieht es bei euch so aus mit einem Ausweis?!

Patientenverfgung

Ein weiteres Thema, was in diesem Zusammenhang oft genannt wird, ist die Patientenverfügung…

In einer Patientenverfügung kann ich für den Fall meiner Entscheidungsunfähigkeit im Voraus fest legen, ob und wie ich in bestimmten Situationen ärztlich behandelt werden möchte. Sie richtet sich an den Arzt, das Behandlungsteam und an die Bevollmächtigten bzw. die gesetzlichen Vertreter.

Die ideale Form ist die schriftliche mit einer eigenhändigen Namensunterschrift –  es gibt inzwischen sehr gut Vordrucke, die  man sich gerne zur Hand nehmen kann, wie z.B. hier:

– Bundesjustizministerium:    http://www.bmj.bund.de/enid/Publikationen/Patientenverfuegung_oe.html

– Bayrisches Staatsministerium: http://www.verwaltung.bayern.de/Anlage1928142/VorsorgefuerUnfall,KrankheitundAlter.pdf

Ganz wichtig: die eigene Patientenverfügung kann jederzeit widerrufen werden!

Eure Nachteule!

Der Weltrotkreuztag und das Deutsche Rote Dach!

Einen wunderschönen, sonnigen guten Morgen!

Heute ist wieder Weltrotkreuztag (siehe auch im folgenden Post: https://nachteuleblog.com/2015/05/08/weltrotkreuztag-tutti-fratteli/).

Nachdem ich schon ein bisschen was zur Geschichte erzählt hat, möchte ich heute was zu unserer neuen Kampagne erzählen: zur Einstimmung hier das Video dazu: https://youtu.be/1e0yqlqU4l0

6b4abd3467

Unter dem Motto „Zeichen setzen“ startet das DRK in seine neue Kampagne. Im Zentrum steht das Logo des Deutschen Roten Kreuzes, das sich in die Motiv-Icons und Headlines vielfältiger Angebote und Aufgaben des DRK verwandelt. Die Kampagne möchte so das Bild, das die Menschen vom DRK haben, in Bewegung bringen, ihnen zeigen, wofür das DRK steht und sie gleichzeitig dazu einladen, mit der eigenen Unterstützungsleistung ein Zeichen zu setzen.

5b4e7c91d6Auch das JRK macht mit!

Der nächste Kampagnenhöhepunkt wird am Internationalen Tag der Ersten Hilfe im September 2016 sein.

Nähere Informationen findet ihr auch auf der Seite https://www.drk.de/das-drk/setze-ein-zeichen/

Einen schönen Sonntag bzw. Muttertag wünsche ich euch noch!

Eure Nachteule

Heute schon was Rotes getragen? – der Welttag der Hämophilie

Manche Tage gewinnen plötzliche eine ganz andere Bedeutung…Es fingt es ganz harmlos an – mit irgendwelchen blauen Flecken. Als dann aber überall Petechien Blutungen dazu kammen, dann wird einem wirklich etwas anders zumute….genauso erging es mir vor einigen Jahren als ich plötzlich mit einem Morbus Werlhof konfrontiert war. Normalerweise hat man eine Thrombozytenzahl von 150.000 bis 300.000 / µl Blut, ich hatte noch 8000 /µl Blut (glücklicherweise mit einer inzwischen vollständigen Genesung).

WHD_logo_original_EN

Am heutigen 17. April wird weltweit der Hämophilietag begangen – ein Aktionstag, der über Hämophilie und andere Blutungserkrankungen aufmerksam machen will. 1989 wurde er durch die World Federation of Hemophilia (www.wfh.org) ins Leben gerufen – und der 17. April ist der Geburtstag von Hans Schnabel, der diese Organisation 1963 gründete.

Ein paar kurze Informationen zum Thema Blutgerinnung…

Wird ein Blutgefäß verletzt, läuft in einem gesunden Organismus eine komplexe Gerinnungskaskade ab, die in 3 Phasen aufgeteilt ist:

Phase 1 – vorläufiger Gefäßverschluss: die Blutgefäße ziehen sich zusammen und es bildet sich ein Pfropf aus Blutplättchen.

Phase 2 – Blutgerinnung: parallel dazu wird der Pfropf mit Fibrin netzartig verstärkt; hier spielen die Gerinnungsfaktoren eine große und wichtige Rolle.

Phase 3 – Fibrinolyse: nach dem endgültige Wundverschluss wird das Fibrin wieder abgebaut.

Immer wenn in Phase 2 Gerinnungsfaktoren fehlen oder nicht richtig funktionieren kommt es zu den verschiedenen Gerinnungsstörungen. Am häufigsten sind die Hämophilie (Mangel an Gerinnungsfaktor VIII oder IX), das Von-Willebrand-Syndrom und die Thrombozytopenien (thrombotisch thrombozytopenische Purpura – Moschkowitz-Syndrom, Morbus Werlhof (Immunthrombozytopenie), etc.).

imagesDas Logo der DHG.

Eine Seite die viele Informationen zum Thema liefern kann, ist die Seite der Deutschen Hämophilie-Gesellschaft, zu finden unter www.dhg.de.

Schaut mal vorbei und informiert euch!

Ich wünsche euch noch einen schönen und erholsamen Sonntag.

Eure Nachteule

11.2. – kommt euch die Nummer bekannt vor?

Na klar – 112 die Notrufnummer für Notfälle und diesen europäischen Tag des Notrufes gibt es bereits seit 2009! Inzwischen ist die Notrufnummer 112 europaweit gültig (seit 2008)  und kostenfrei. Hier bekommt man immer, rund um die Uhr, an 365 Tage im Jahr kompetente Hilfe und Unterstützung wenn man in der Ersten Hilfe oder auch Bränden Hilfe benötigt.

Roter Stempel - Notruf

Seit dem 01.09.2009 muss in Deutschland zum Herstellen einer Notrufverbindung von einem Mobiltelefon aus eine betriebsbereite SIM-Karte eingelegt sein. Leider gab es in diesem Bereich einen zu hohen Notrufmissbrauch in den Zeiten, wo man ohne eingelegte SIM-Karte, Eingabe eines PIN-Codes oder dem Aufheben einer Tastensperre den Notruf wählen konnte.

Die wichtigste Information beim Notruf: WO befinden man sich? Versucht Sie möglichst eine genaue Angabe von Ort, Straße und Hausnummer oder besonderen Merkmalen zu geben. Alle weiteren Fragen werden direkt von der Leitstelle gestellt – diese kann dann während der Notfallsituation den Anrufer auch telefonisch begleiten und Erste-Hilfe-Maßnahmen erklären.

Nochmal eine kleine Anmerkung zum Thema „Kosten“: Man geht grundsätzlich davon aus, dass jede/r nach bestem Wissen und Gewissen hilft und deswegen wird niemand für einen irrtümlichen Notruf bestraft!

Also – keine Angst und traut euch im Notfall zum Telefon zu greifen und den Notruf zu wählen.

Welche Notrufnummern gibt es denn sonst so überhaupt – wird sich bestimmt der eine oder andere fragen. Hier mal eine kleine Auflistung:

112 – Europaweit die Notruf bei lebensgefährlichen Situationen (Unfälle, Vergiftungen, V.a. Herzinfarkt, Schlaganfall etc.)

110 – Hier meldet sich die Polizei – dein Freund und Helfer

Bei persönlichen Sorgen kann man die Telefonseelsorge unter 0800 111 0 111 anrufen

116 117  –  der ärztliche Bereitschaftsdienst.

Der Bereitschaftsdienst der  Kassenärztlichen Vereinigungen ist bundesweit für Patienten gedacht, die außerhalb der Sprechzeiten des Hausarztes eine dringende ambulante Behandlung benötigen – sich aber nicht in einer lebensbedrohlichen Situation befinden, beispielsweise bei hohem Fieber in der Nacht oder einer akuten Magenverstimmung am Wochenende, wenn man normalerweise zum Hausarzt gehen würde.

Der Gift-Notruf hat keine bundesweit einheitliche Nummer. Die zuständige Zentrale findet man im Telefonbuch . Der Gift-Notruf gibt nur Tipps zur Ersten Hilfe bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes oder kann Entwarnung bei harmlosen Substanzen geben. Er ersetzt aber nicht den eigentlichen Notruf (112) – d.h. beim Auftreten von schwerwiegenden Symptomen (Erbrechen, Unruhe, Schläfrigkeit etc. nach dem Kontakt mit verdächtigen Substanzen) bitte immer die 112 alarmieren!

Eine kleine Übersicht habe ich hier mal zusammengestellt, weil eigentlich ist die Nummer der Giftinformationszentralen sehr einfach (es ändert sich nur die Vorwahl):

Berlin:  030 – 19 240

Freiburg:  0761 – 19 240

München:  089 – 19 240

…und wo kann man sein Wissen zum Notruf und zur Ersten Hilfen auffrischen? Richtig! Beim nächsten Rotkreuzkurs. Infos findet ihr unter www.rotkreuzkurs.de!

Viel Spaß beim Helfen!

Eure Nachteule

Heute ist der Welttag der Feuchtgebiete (World Wetlands Day)

Nein…nicht das was ihr denkt 😉

Seit 1997 wird der Internationale Tag der Feuchtgebiete gefeiert, um die Aufmerksamkeit für die Bedeutung dieser Naturgebiete und auch die Bekanntheit der Ramsar-Konventionen, die 1971 im Iran ein Abkommen bzw. Übereinkommen verabschiedet haben, Feuchtgebiete nachhaltig zu nutzen und zu schützen, zu steigern.

Pteronura brasiliensis, Brasilien, Pantanal, 08/2011, T.Milse

Unter einem Feuchtgebiet oder auch Feuchtbiotop genannt, versteht man den Übergangsbereich zwischen tockenen und „nassen“ Ökosystemen. Als typische Beispiele hierfür zu nennen sind: Sumpf, Moor, Feuchtwiese, Aue oder auch das Ried. Hier haben sich Flora und Fauna ganzjährig an diese feuchte Umgebung mit einem Überschuss an Wasser angepasst.

Auf den Seiten des Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz , Bau und Reaktorsicherung www.bmub.bund.de gibt es noch viele weitere interessante Informationen über die Feuchtgebiete. Aber auch unter www.nabu.de, den Seiten des Naturschutzbundes gibt es viel zu lesen.

Spannende Zahlen noch zum Schluss…In Deutschland gibt es insgesamt 34 Feuchtgebiete mit rund 868.000 Hektar Fläche! U.a. sind das Teile des Wattenmeer, der untere Niederrhein, am Bodensee das Wollmatinger Ried, die Donauauen und Donaumoos. Aber auch der Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer gehört u.a. dazu.

Eigentlich ganz passend heute zum feuchten Wetter, dieser Tag der Feuchtgebiete!

Eure Nachteule

 

Der Holocaust-Gedenktag – vom nationalen zum globalen Gedenktag

„Seit 1996 ist der 27. Januar der „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“ und damit ein nationaler Gedenktag, an welchem man in Deutschland, der EU und der Welt der über sechs Millionen Juden und der vielen anderen Opfer gedenkt, die während der nationalsozialistischen Herrschaft ermordet wurden. Das Datum selbst erinnert an die Befreiung der Überlebenden des nationalsozialistischen Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau durch Soldaten der Roten Armee am 27. Januar 1945.

Holocaust-Mahnmal - Stelenfeld

Auf Initiative des damaligen Vorsitzenden des Zentralrates der Juden in Deutschland, Ignatz Bubis, der ab November 1994 mehrfach dafür plädierte, einen nationalen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus einzuführen, und durch die wachsende politische Akzeptanz im Zuge nationaler und internationaler Gedenkveranstaltungen anlässlich des 50. Jahrestages des Kriegsendes in Europa einigten sich die Bundestagsfraktionen im Juni 1995 auf den 27. Januar als nationalen Gedenktag.

Am 3. Januar 1996 proklamierte Bundespräsident Roman Herzog den 27. Januar zum „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“:

„Die Erinnerung darf nicht enden; sie muss auch künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen. Es ist deshalb wichtig, nun eine Form des Erinnerns zu finden, die in die Zukunft wirkt. Sie soll Trauer über Leid und Verlust ausdrücken, dem Gedenken an die Opfer gewidmet sein und jeder Gefahr der Wiederholung entgegenwirken.“ (Proklamation des Bundespräsidenten vom 3. Januar 1996, in: BGBl. I, 16.1.1996, S. 17)

Der Tag solle als „nachdenkliche Stunde inmitten der Alltagsarbeit“ begangen werden, so Herzog. An öffentlichen Gebäuden werden die Flaggen auf Halbmast gehisst als Zeichen der Erinnerung.

2005 wurde der 27. Januar von der EU zum europäischen Gedenktag und im selben Jahr von den Vereinten Nationen zum globalen Gedenktag („International Day of Commemoration in Memory of the Victims of the Holocaust“) erklärt.

2013 stellte UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon den Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocausts unter das Motto „Rettung während des Holocausts – der Mut zu handeln“ und möchte damit denjenigen Anerkennung zollen, „die ihr Leben und das ihrer Familien eingesetzt haben, um Juden und andere vor dem fast sicheren Tod während der NS-Herrschaft zu bewahren. Ihre Geschichten sind unterschiedlich. Einige versteckten die potenziellen Opfer bei sich zuhause, andere führten Familien in die Freiheit oder verschafften ihnen die nötigen Papiere zur Flucht. Alle haben sie etwas gemeinsam: Mut, Leidenschaft und moralische Stärke.“ “

Diesen Text stammt von den Seiten der Landeszentrale für politische Bildung Meck-Pom  und ist so gut – den musste ich einfach „mopsen“. Zum Nachlesen hier der direkte Link :http://www.lpb-mv.de/cms2/LfpB_prod/LfpB/de/the/27.01._-_Tag_des_Gedenkens_an_die_NS-Opfer/index.jsp>

 

Viele Informationen zu diesem Tag und zu diesem Thema findet ihr auch auf den Seiten der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg unter  www.lpb-bw.de/auschwitz-befreiung.html

Eure Nachteule