Urlaubsnachlese…und ein leckerer Ostfriesentee!

Das Problem am Urlaub? Er ist meistens zu schnell vorbei! So war es auch bei uns in diesem Jahr. Okay – es war leider eh nur ein Kurzurlaub von 4,5 Tagen, aber der war richtig toll und gerne hätte ich noch ein paar Tage mehr dran gehängt!

Dieses Jahr haben wir uns mal den Norden vorgenommen – genauer gesagt Ostfriesland. Wir haben ein schönes Hotel im Landkreis Aurich – genauer in Greetsiel – gefunden und sind von dort zu schönen Touren aufgebrochen.

Am Samstag standen die Städte Norden/Norddeich und Emden auf dem Programm – zuerst ging es in die Seehundstation Nationalpark-Haus. Sehr spannend und toll gemacht und einen Besuch wert (www.seehundstation-norddeich.de). Bei kühlem und leicht regnerischem Nordsee-Wetter musste es dann zum Mittagessen auch gleich eine Krabbensuppe sein im Restaurant Seestern – sehr gehaltvoll muss ich sagen!

Um 14 Uhr stand dann ein großer Wunschtermin von mir an – eine original ostfriesische Teezeremonie im Teemuseum in Norden…ich liebe ja Tee, wie man an den nicht wenigen Besuchen im Messmer Momentum in Hamburg sieht! Während der Teezeremonie haben wir dann den für uns am geschmackvollsten schmeckenden Tee gefunden: Ono Behrends Schwarzer Friese – ein starker Schwarztee! Mehr dazu auch unter www.onnobehrends.de

Wie läuft so eine ostfriesische Teezeremonie jetzt ab:

Zuerst muss der Tee richtig zubereitet sein, dazu erstmal kochendes Wasser in die Teekanne gegeben und die Kanne damit ausgespült – zum Anwärmen. Als Nächstes wird der abgemessene Ostfriesentee in die warme Kanne gegeben. Eine gebräuchliche Formel ist: ein Teelöffel Tee pro gedeckter Tasse und ein weiterer „für die Kanne“. Sodann wird die Kanne zur Hälfte mit kochendem Wasser befüllt. Man lässt den Tee so mit geschlossenem Deckel etwa drei bis vier Minuten ziehen. Abschließend wird die Teekanne ganz gefüllt, und der Tee ist fertig. Der Tee kann jetzt durch ein Sieb in eine Servierkanne umgefüllt werden, um zu vermeiden, dass Teeblätter in die Tassen gelangen. Alternativ verbleibt der Tee in der bereits befüllten Kanne, in diesem Fall wird ein Handsieb oder ein im Kannenauslauf angebrachtes Sieb benutzt – eine sog. Teetülle.

Dann kommt ein großes Stück Kandis (Kluntje) in die Teetasse, anschließend wird der Tee langsam eingegossen. Das Knacken des Kandis bedeutet dann, dass der Tee richtig temperiert (heiß) war. Dann die Sahne langsam am Innenrand der Tasse mit einem Löffel gegen den Uhrzeigersinn einlaufen lassen. Jetzt gilt es nicht umzurühren, sondern erst mal beobachten, wie die „Wulkje“ langsam aufsteigen. Wenn man den Tee jetzt trinkt, schmeckt man erst die Sahne, dann den etwas bitteren Tee und zum Abschluss wird es süß! Herrlich…und „Dree is Oostfresen Recht“ – drei Mal kann und sollte dieses Procedere wiederholt werden. Der Teelöffel wird erst dann in die Tasse gelegt, wenn man keine weitere Tasse Tee mehr wünscht!

Über einen kurzen Stopp beim schiefsten Turm der Welt in Suurhusen (Neigung von 5,19 Grad) ging es nach Emden, wo wir uns mit einer Freundin getroffen haben. Und sie gab uns den Tipp für das Ausflugsziel für den nächsten Tag…es ging per Fähre auf die Insel Norderney. Per Rad haben wir die Insel dann erkundet und sogar ein bisschen Nordsee-Wasser genossen (zumindest mit den Füßen war ich in der Nordsee :-)) ! Abends ging es meistens noch an den Greetsieler Hafen zum Ausklingen des Tages.

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Den Montag haben wir dann ganz entspannt in Greetsiel verbracht, mit langen Spaziergängen und einer schönen Kanal-Boot-Tour!…und dann hieß es am nächsten Tag schon wieder…Koffer packen und zurück ins Ländle!

Es war wirklich schon in Ostfriesland und wir waren sicher nicht das letzte Mal dort!

Jetzt gönn ich mir erstmal mind. eine Tasse Ostfriesen-Tee ;-)!

Eure Nachteule

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Halloween und ein bisschen was kulinarisches passend zur Jahreszeit

Habt ihr auch vorgestern einen tollen „All Hallows’ Eve“ gehabt? 😉

Nicht nur in Amerika sondern inzwischen auch hier erfreut sich Halloween einer immer größer werdenden Beliebtheit. Ob Halloween-Schwimmen bei der DLRG, diverse Halloween-Gruselparty oder auch der Brauch, von Tür zu Tür zu ziehen und „Trick or Treat“ – „Süßes oder Saures“ zu fordern, all das findet sich am 31.Oktober wieder. Wir haben es gestern etwas ruhiger gestaltet – ein kleiner Besuch bei „Emma“, meinem sibirischen „Paten“-Uhu in der Greifvogelanlage am Spatzenwald in Wüstenrot und noch ein bisschen Grusel-Feeling in der Halloween-Wilhelma.

Aber noch ein bisschen was zu Halloween (..wer noch mehr wissen will – auf der Seite www.halloweenies.de gibt es noch ganz viele weitere Ideen, Geschichten, Rezepte etc. rund um Halloween!)…die Idee von beleuchteten Kürbissen stammt aus Irland – dort war/ist es Brauch, Rüben auszuschneiden und als Erinnerung an Jack Oldfield,zu beleuchten. Jack Oldfield war ein Bösewicht der versucht hatte, den Teufel zu betrügen und deswegen nach seinem Tod weder im Himmel noch in der Hölle willkommen war. Einzig mit einer Rübe und einem Stück Kohle durfte er durchs Dunkel wandern.  Da Kürbisse aber insbesondere in Amerika weiter verbreitet waren, wurde aus der Rübe schnell ein Kürbisgesicht!

Apropos Kürbis…heute gibt es mal wieder ein zwei leckere Rezepte von mir – als Tipp für die herbstliche Jahreszeit:

Kürbissuppe – schnell, einfach, lecker

Zutaten:

500 g Kürbisfleisch (z.B. Hokkaido – gerne mit Schale), gewürfelt
300 g Kartoffeln, gewürfelt
1/2 Liter Gemüsebrühe
200 g Sahne oder Kokosmilch
  Petersilie, Muskat
  Kürbiskernöl und Kürbiskerne (zur Deko und Geschmacksverfeinerung)

Kürbiswürfel und Kartoffelwürfel kurz in Butter andünsten und mit Gemüsebrühe bedecken. Ca.  15-20 Minuten köcheln lassen und dann pürieren.  Mit Muskat würzen und mit Sahne/Kokosmilch abschmecken bzw. verfeinern.

Kürbis-Hack-Auflauf mit Paprika (die „Low carb“ Variante des Sheperds Pie)

Zutaten (3 Portionen):

500 g Kürbisfleisch (z.B. Hokkaido – gerne mit Schale), gewürfelt
300 g

150 ml

Rinderhackfleisch

Gemüsebrühe

1

1

rote Paprika, gewürfelt

Zwiebel, gewürfelt

  Salz, Muskat, 1 Ei, Parmesan
   
  • Kürbiswürfel mit etwas Wasser, etwas Salz und ein wenig frisch geriebener Muskatnuss in einen Topf geben und zugedeckt aufkochen. Bei milder Hitze 20 Min. weich dünsten und anschließend pürieren (ruhig etwas stückiger lassen)
  • Zwiebeln und Paprika kurz anbraten, Hackfleisch dazu geben und krümelig braten. Mit Gemüsebrühe aufkochen und würzen nach belieben.
  • Hackfleisch in eine Auflaufform geben, Kürbisstampf mit einem Ei vermischen, würzen und darüber verteilen.
  • Frischen Parmesan darüber reiben und bei 200 Grad ca. 20 Minuten überbacken lassen
  • Für die Nährwert-Interessierten: pro Portion ca. 444 kcal / KH: 8 g / Eiweiß: 24 g / Fett: 33 g

Was ist nun der Unterschied zum Originalen Sheperds Pie: Hier ist die Haube aus cremigen Kartoffelbrei und anstatt Paprika werden im original Rezept (zumindest aus Kilkenny) Erbsen und Karotten unter das Hackfleisch gemischt. Hier nimmt man auch oft Lammhackfleisch anstatt Rind…und okay…ein bisschen Rotwein zum Ablöschen ;-)!

Und noch ein Tipp für die evtl. übrig gebliebenen Kürbiskerne...Kerne gründlich waschen (es darf kein Kürbisfleisch mehr dran haften!) und  anschließend mind. eine halbe Stunde  in Wasser einlegen. Nach dem trocknen in einem Topf mit Salzwasser zehn Minuten lang kochen, abtropfen lassen und in Olivenöl wenden. Auf einem Küchenpapier abtropfen lassen und mit Kräutersalz bestreuen. Auf einem Backblech verteilen und für ca. 40 Minuten in den vorgeheizten Backofen (180 grad) schieben. Alle zehn Minuten die Kerne wenden – fertig.

In diesem Sinne – ein paar schöne herbstliche Tage  und bis demnächst!

Eure Nachteule!