Frida Kahlo war eine der eindrücklichsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts – und passt deswegen super zu meiner aktuellen Bucket-List im März und dem Themenschwerpunkt „Starke Frauen“….und da gerade auch eine tolle immersive Ausstellung in Stuttgart stattfindet, gibt es heute einen kleinen Einblick in ihr Leben, ihre Kunst, ein paar passende Podcast- & Filmtipps und wir testen ein neues mexikanisches Restaurant in Stuttgart aus.
Viel Spaß beim Lesen und Nachhören 🙂
Frida Kahlo wurde 1907 in Coyoacán bei Mexiko-Stadt geboren, in einem Haus, das später als „Casa Azul“ weltberühmt wurde. Als junges Mädchen, mit einer Spina bifida geboren, erkrankte sie an Polio und erlitt mit 18 Jahren bei einem schweren Busunfall mehrere Knochenbrüche und innere Verletzungen – Ereignisse, die ihr Leben dauerhaft prägten. Während der langen Rekonvaleszenz begann sie zu malen und nutzte einen über dem Bett befestigten Spiegel, um sich selbst zu porträtieren; so entstand der Beginn ihrer radikal ehrlichen Selbstbildnisse.
Später schloss sie sich der kommunistischen Bewegung an und begegnete dem Maler Diego Rivera, den sie 1929 heiratete – eine leidenschaftliche, aber äußerst konfliktreiche Beziehung mit Trennungen, Affären und einer erneuten Hochzeit. Frida litt unter Fehlgeburten, chronischen Schmerzen und zahlreichen Operationen, blieb aber künstlerisch aktiv, unterrichtete an der Kunstschule „La Esmeralda“ und hielt selbst dann noch an der Malerei fest, als sie 1953 zu ihrer ersten Einzelausstellung in Mexiko im Bett eingeliefert werden musste.
Sie starb am 13. Juli 1954 im Alter von 47 Jahren in ihrem Elternhaus, der „Casa Azul“, in Coyoacán bei Mexiko-Stadt.
Frida Kahlo ist vor allem für ihre intensiven Selbstporträts bekannt, in denen sie Schmerz, Liebe, Identität und politische Überzeugungen miteinander verwebt. In „The Two Fridas“ von 1939 zeigt sie zwei Versionen ihres Selbst, deren offene Herzen durch einen Ader verbunden sind – ein Bild für ihre zerrissene Identität zwischen mexikanischen und europäischen Wurzeln und für die seelischen Wunden nach der Trennung von Rivera.
Ebenso bekannt ist ihr „Self-Portrait with Thorn Necklace and Hummingbird“, in dem sie mit einem Dornenkranz um den Hals gezeigt wird, aus dem Blut tropft, während ein toter Kolibri an der Kette hängt – Symbole für körperlichen Schmerz, verlorene Hoffnung und dennoch beharrliche Würde. Ihre Werke vermischen Elemente des Surrealismus mit mexikanischer Volkskunst und schaffen eine Bildsprache, die bis heute feministische, queere und dekoloniale Lesarten inspiriert.
Aktuell lädt die immersive Ausstellung „Viva Frida Kahlo“ in der Schleyer-Halle in Stuttgart dazu ein, Kahlos Welt sprichwörtlich zu betreten und deswegen habe ich mich gefreut für heute Nachmittag noch Karten bekommen zu haben. Bis zum 19. März 2026 werden hier ihre Gemälde großformatig projiziert, begleitet von Sound, Licht und Zitaten – ein multisensorisches Erlebnis, das Besucherinnen und Besucher mitten in die Farben, Symbole und Emotionen ihrer Kunst versetzt.Wer Frida bisher nur aus Reproduktionen kennt, erlebt hier eine neue Nähe: Überdimensionale Details, animierte Elemente und biografische Stationen machen sichtbar, wie eng ihr Werk mit ihrem Körper, ihrem politischen Denken und ihrem Alltag in der Casa Azul verbunden ist. Gerade für Menschen, die sonst wenig mit Kunstmuseen anfangen können, kann diese Form der Präsentation ein sehr niedrigschwelliger Zugang zu moderner Kunst und zu Kahlos radikaler Bildsprache sein.






Podcast-& Filmtipps
Wer Fridas Lebensgeschichte lieber auf die Ohren bekommt, findet im Rebel-Girls-Universum einen guten Einstieg. In der englischsprachigen Folge „Frida Kahlo – Read by Pamela Adlon“ aus dem „Rebel Girls“-Podcast wird ihr Weg vom neugierigen Kind in der blauen Casa Azul hin zur kompromisslosen Künstlerin in einer kindgerechten Erzählung mit Musik und Sounddesign nachgezeichnet. Für deutschsprachige Hörerinnen und Hörer gibt es „Frida Kahlo gelesen von Leyla Piedayesch“ im Podcast „Good Night Stories for Rebel Girls“, der ihre Biografie in etwa 20 Minuten als empowernde Gute-Nacht-Geschichte erzählt – allerdings nur als Podimo-Premium-Hörer möglich!
Hier geht es zu den Podcast Folgen (und auch die anderen Folgen sind toll aus diesen beiden Podcast!):
https://open.spotify.com/episode/6NQu7UW9QpkQHDDByGE7xh?si=xX674ksZT-KA-wkEBlrB6g
https://podcasts.apple.com/de/podcast/good-night-stories-for-rebel-girls-der-podcast/id1576869682
Nach einer wirklich tollen und beeindruckenden Ausstellung ging es noch passend zum Thema zu einem neuen Mexikaner in Fellbach – dem „El mero Mexicano“ – dem „echten Mexikaner“ (https://der-echte-mexikaner.de/). Auch hier ging es bunt weiter was die Ausstattung anging und auch das Essen war sehr lecker und entsprechend scharf – wenn man den richtige Dip gewählt hatte!



Zwei spannende Bücher haben nach der Ausstellung den Weg auf meinen SuB gefunden – ein großes Buch über ihren gesamten Werke mit Erklärungen und ein erster Blick verspricht viele spannende Informationen zur Entstehung und Bedeutung der einzelnen Bilder. Und ein eher etwas allgemeines Buch – „Was würde Frida tun?: 55 Life Lessons von den coolsten Frauen der Weltgeschichte“ – also sehr passend für den aktuellen Monat…und vielleicht das Buch, was demnächst mit ins Café geht zum Lesen in der Sonne!


Wer irgendwann nochmal die Möglichkeit hat in diese Ausstellung zu gehen oder sich sonst ein bisschen mit ihrem Leben und den Werken beschäftigten möchte – macht das – es ist super interessant!
In diesem Sinne – genießt die Sonne und lasst es euch gut gehen!
Eure Nachteule



































