Urlaubsnachlese…und ein leckerer Ostfriesentee!

Das Problem am Urlaub? Er ist meistens zu schnell vorbei! So war es auch bei uns in diesem Jahr. Okay – es war leider eh nur ein Kurzurlaub von 4,5 Tagen, aber der war richtig toll und gerne hätte ich noch ein paar Tage mehr dran gehängt!

Dieses Jahr haben wir uns mal den Norden vorgenommen – genauer gesagt Ostfriesland. Wir haben ein schönes Hotel im Landkreis Aurich – genauer in Greetsiel – gefunden und sind von dort zu schönen Touren aufgebrochen.

Am Samstag standen die Städte Norden/Norddeich und Emden auf dem Programm – zuerst ging es in die Seehundstation Nationalpark-Haus. Sehr spannend und toll gemacht und einen Besuch wert (www.seehundstation-norddeich.de). Bei kühlem und leicht regnerischem Nordsee-Wetter musste es dann zum Mittagessen auch gleich eine Krabbensuppe sein im Restaurant Seestern – sehr gehaltvoll muss ich sagen!

Um 14 Uhr stand dann ein großer Wunschtermin von mir an – eine original ostfriesische Teezeremonie im Teemuseum in Norden…ich liebe ja Tee, wie man an den nicht wenigen Besuchen im Messmer Momentum in Hamburg sieht! Während der Teezeremonie haben wir dann den für uns am geschmackvollsten schmeckenden Tee gefunden: Ono Behrends Schwarzer Friese – ein starker Schwarztee! Mehr dazu auch unter www.onnobehrends.de

Wie läuft so eine ostfriesische Teezeremonie jetzt ab:

Zuerst muss der Tee richtig zubereitet sein, dazu erstmal kochendes Wasser in die Teekanne gegeben und die Kanne damit ausgespült – zum Anwärmen. Als Nächstes wird der abgemessene Ostfriesentee in die warme Kanne gegeben. Eine gebräuchliche Formel ist: ein Teelöffel Tee pro gedeckter Tasse und ein weiterer „für die Kanne“. Sodann wird die Kanne zur Hälfte mit kochendem Wasser befüllt. Man lässt den Tee so mit geschlossenem Deckel etwa drei bis vier Minuten ziehen. Abschließend wird die Teekanne ganz gefüllt, und der Tee ist fertig. Der Tee kann jetzt durch ein Sieb in eine Servierkanne umgefüllt werden, um zu vermeiden, dass Teeblätter in die Tassen gelangen. Alternativ verbleibt der Tee in der bereits befüllten Kanne, in diesem Fall wird ein Handsieb oder ein im Kannenauslauf angebrachtes Sieb benutzt – eine sog. Teetülle.

Dann kommt ein großes Stück Kandis (Kluntje) in die Teetasse, anschließend wird der Tee langsam eingegossen. Das Knacken des Kandis bedeutet dann, dass der Tee richtig temperiert (heiß) war. Dann die Sahne langsam am Innenrand der Tasse mit einem Löffel gegen den Uhrzeigersinn einlaufen lassen. Jetzt gilt es nicht umzurühren, sondern erst mal beobachten, wie die „Wulkje“ langsam aufsteigen. Wenn man den Tee jetzt trinkt, schmeckt man erst die Sahne, dann den etwas bitteren Tee und zum Abschluss wird es süß! Herrlich…und „Dree is Oostfresen Recht“ – drei Mal kann und sollte dieses Procedere wiederholt werden. Der Teelöffel wird erst dann in die Tasse gelegt, wenn man keine weitere Tasse Tee mehr wünscht!

Über einen kurzen Stopp beim schiefsten Turm der Welt in Suurhusen (Neigung von 5,19 Grad) ging es nach Emden, wo wir uns mit einer Freundin getroffen haben. Und sie gab uns den Tipp für das Ausflugsziel für den nächsten Tag…es ging per Fähre auf die Insel Norderney. Per Rad haben wir die Insel dann erkundet und sogar ein bisschen Nordsee-Wasser genossen (zumindest mit den Füßen war ich in der Nordsee :-)) ! Abends ging es meistens noch an den Greetsieler Hafen zum Ausklingen des Tages.

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Den Montag haben wir dann ganz entspannt in Greetsiel verbracht, mit langen Spaziergängen und einer schönen Kanal-Boot-Tour!…und dann hieß es am nächsten Tag schon wieder…Koffer packen und zurück ins Ländle!

Es war wirklich schon in Ostfriesland und wir waren sicher nicht das letzte Mal dort!

Jetzt gönn ich mir erstmal mind. eine Tasse Ostfriesen-Tee ;-)!

Eure Nachteule

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Halloween und ein bisschen was kulinarisches passend zur Jahreszeit

Habt ihr auch vorgestern einen tollen „All Hallows’ Eve“ gehabt? 😉

Nicht nur in Amerika sondern inzwischen auch hier erfreut sich Halloween einer immer größer werdenden Beliebtheit. Ob Halloween-Schwimmen bei der DLRG, diverse Halloween-Gruselparty oder auch der Brauch, von Tür zu Tür zu ziehen und „Trick or Treat“ – „Süßes oder Saures“ zu fordern, all das findet sich am 31.Oktober wieder. Wir haben es gestern etwas ruhiger gestaltet – ein kleiner Besuch bei „Emma“, meinem sibirischen „Paten“-Uhu in der Greifvogelanlage am Spatzenwald in Wüstenrot und noch ein bisschen Grusel-Feeling in der Halloween-Wilhelma.

Aber noch ein bisschen was zu Halloween (..wer noch mehr wissen will – auf der Seite www.halloweenies.de gibt es noch ganz viele weitere Ideen, Geschichten, Rezepte etc. rund um Halloween!)…die Idee von beleuchteten Kürbissen stammt aus Irland – dort war/ist es Brauch, Rüben auszuschneiden und als Erinnerung an Jack Oldfield,zu beleuchten. Jack Oldfield war ein Bösewicht der versucht hatte, den Teufel zu betrügen und deswegen nach seinem Tod weder im Himmel noch in der Hölle willkommen war. Einzig mit einer Rübe und einem Stück Kohle durfte er durchs Dunkel wandern.  Da Kürbisse aber insbesondere in Amerika weiter verbreitet waren, wurde aus der Rübe schnell ein Kürbisgesicht!

Apropos Kürbis…heute gibt es mal wieder ein zwei leckere Rezepte von mir – als Tipp für die herbstliche Jahreszeit:

Kürbissuppe – schnell, einfach, lecker

Zutaten:

500 g Kürbisfleisch (z.B. Hokkaido – gerne mit Schale), gewürfelt
300 g Kartoffeln, gewürfelt
1/2 Liter Gemüsebrühe
200 g Sahne oder Kokosmilch
  Petersilie, Muskat
  Kürbiskernöl und Kürbiskerne (zur Deko und Geschmacksverfeinerung)

Kürbiswürfel und Kartoffelwürfel kurz in Butter andünsten und mit Gemüsebrühe bedecken. Ca.  15-20 Minuten köcheln lassen und dann pürieren.  Mit Muskat würzen und mit Sahne/Kokosmilch abschmecken bzw. verfeinern.

Kürbis-Hack-Auflauf mit Paprika (die „Low carb“ Variante des Sheperds Pie)

Zutaten (3 Portionen):

500 g Kürbisfleisch (z.B. Hokkaido – gerne mit Schale), gewürfelt
300 g

150 ml

Rinderhackfleisch

Gemüsebrühe

1

1

rote Paprika, gewürfelt

Zwiebel, gewürfelt

  Salz, Muskat, 1 Ei, Parmesan
   
  • Kürbiswürfel mit etwas Wasser, etwas Salz und ein wenig frisch geriebener Muskatnuss in einen Topf geben und zugedeckt aufkochen. Bei milder Hitze 20 Min. weich dünsten und anschließend pürieren (ruhig etwas stückiger lassen)
  • Zwiebeln und Paprika kurz anbraten, Hackfleisch dazu geben und krümelig braten. Mit Gemüsebrühe aufkochen und würzen nach belieben.
  • Hackfleisch in eine Auflaufform geben, Kürbisstampf mit einem Ei vermischen, würzen und darüber verteilen.
  • Frischen Parmesan darüber reiben und bei 200 Grad ca. 20 Minuten überbacken lassen
  • Für die Nährwert-Interessierten: pro Portion ca. 444 kcal / KH: 8 g / Eiweiß: 24 g / Fett: 33 g

Was ist nun der Unterschied zum Originalen Sheperds Pie: Hier ist die Haube aus cremigen Kartoffelbrei und anstatt Paprika werden im original Rezept (zumindest aus Kilkenny) Erbsen und Karotten unter das Hackfleisch gemischt. Hier nimmt man auch oft Lammhackfleisch anstatt Rind…und okay…ein bisschen Rotwein zum Ablöschen ;-)!

Und noch ein Tipp für die evtl. übrig gebliebenen Kürbiskerne...Kerne gründlich waschen (es darf kein Kürbisfleisch mehr dran haften!) und  anschließend mind. eine halbe Stunde  in Wasser einlegen. Nach dem trocknen in einem Topf mit Salzwasser zehn Minuten lang kochen, abtropfen lassen und in Olivenöl wenden. Auf einem Küchenpapier abtropfen lassen und mit Kräutersalz bestreuen. Auf einem Backblech verteilen und für ca. 40 Minuten in den vorgeheizten Backofen (180 grad) schieben. Alle zehn Minuten die Kerne wenden – fertig.

In diesem Sinne – ein paar schöne herbstliche Tage  und bis demnächst!

Eure Nachteule!

Exot: Frau?!

Ähm…was?! Müsste es dann nicht Exotin heißen ;-)? Keine Angst – ich will jetzt keine Gender-Debatte oder ähnliches lostreten…aber ich habe mich gestern das erste Mal seit langem wieder als „Exot“ gefühlt – nämlich als Frau auf dem Virtual Fires Congress in Sankt Georgen.

Der eingeladenen Teilnehmerkreis waren “ Leiter und Ausbilder der Landesfeuerwehr-, Katastrophen-/Bevölkerungsschutz- und Rettungsdienstschulen, Fach- und Führungskräfte von Berufs-, Werks- und Freiwilligen Feuerwehren sowie Hilfs- und Rettungsdiensten, privaten Trainingszentren und Brandschutz- bzw. Sicherheitsdienstleistern sowie aus Institutionen aus dem Bereich Verteidigung, Bundeswehr und Polizei. Ebenso richtig er sich an alle, die sich im Kontext von Einsatzplanung und Gefahrenabwehr über neue digitale Möglichkeiten informieren und Anwendungen testen möchten“ – so lautete der Einladungs-/Anmeldetext.

Neben den Damen beim Service und an zwei Ausstellerständen habe ich, wenn ich richtig gezählt habe, ganze 3 Frauen neben mir im Publikum gezählt. Und das bei 100-150 Teilnehmer?

Liegt es am Thema? Sind Frauen dem Thema Ausbildung, virtuelle Realität etc. nicht affin genug? Ich bin mir sicher, dass es genug Frauen gibt, die auch in diesen Bereichen sehr fit und interessiert sind. Vielleicht liegt es tatsächlich daran, dass Frauen in Führungsebenen noch nicht in so großer Zahl vertreten sind. Bei einer kleinen Diskussion gestern Nachmittag mit einem Kollegen, musste ich tatsächlich feststellen, dass mir nicht wirklich viele Frauen einfielen, die in höheren beruflichen Positionen sind.

Nein, ich bin nicht wirklich für eine gesetzlich vorgeschriebene Frauenquote – ich möchte die Position / Stelle haben, weil ich gut bin und die besten Voraussetzungen dafür mitbringe und nicht, weil ich die „Quotenfrau“ bin.

Im Rückblick auf die letzten Jahren muss ich feststellen, dass ich mich nie an „da sind aber nur Männer auf dem Lehrgang“ gestört habe – wenn ich was  erreichen wollte, dann habe ich daran gearbeitet, dass ich es auch machen kann – völlig egal, ob ich das einzige „Mädchen“ in Kursen oder Lehrgängen war.

Also Mädels – traut euch was zu!

Liebe Grüße

Eure Nachteule!

World Gin Day – und das Hanse Spirit Gin Festival!

Passend zum heutigen World Gin Tag fand gestern und heute das 6. Hanse Spirit Gin Festival im Prototyp-Museum in Hamburg statt…und was soll ich sagen…wow!

Hier gab es mal Gin zum Probieren, den man nicht jeden Tag bekommt…ich hab  einen total leckeren  Zuckeralgen-Gin (Isle of Harris Gin – www.harrisdistillery.com) probiert und auch mal Varianten mit  Rotwein oder Bananenbrotbaum-Frucht. Was mich aber auch sehr fasziniert hat, sind die verschiedenen und zum Teil brandneuen Tonic-Varianten. Ein ausführlicher Bericht folgt in den nächsten Tagen!

Mehr zum Hanse Spirit findet  ihr unter www.hanse-spirit.de bzw. www.ginfestival.de!

Da mich das Thema Gin und Gin Tonic schon seit einiger Zeit fasziniert, wird es – wenn alles klappt – in den nächsten Monaten immer zum 15. einen kleinen Gin-Erfahrungsbericht geben  – auch zu den zwei drei frisch gekauften Gins bzw. Interessantes rund um das Thema Gin!

Freut euch drauf! In diesem Sinne!

Prost! Eure Nachteule!20170610_182806

Knoblauch, Knoblauch…gibt Leib und Seele Kraft!

Na toll…jetzt ist er da der Ohrwurm aus dem Tanz der Vampire, aber am Tag des Knoblauchs drücke ich mal beide Augen zu. Der Knoblauch (Allium sativum) gehört zu der Gattung der Lauchgewächse und wird sein Jahren als Gewürz-  und Heilpflanze  genutzt. 1989 wurde er sogar zur Arzneipflanze des Jahres gewählt! Seine gesundheitsfördernde Wirkung hat der Knobi seinen Inhaltsstoffen zu verdanken: zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe, unter anderem Vitamin A, B und C, sowie Kalium und Selen, sowie  wertvoller sekundärer Pflanzenstoffe wie Polyphenolen oder Sulfiden. Auch ein vergleichsweise hoher Gehalt an Adenosin – ein Baustein, der für den Zellstoffwechsel wichtig ist, wird ihm zugeschrieben. Auf alle Fälle schmeckt Knoblauch sehr lecker, zumindest für denjenigen, der ihn mag….ich esse ihn am allerliebsten angegrillt, geräuchert und dann auf ein frisches Stück selbstgebackenes Brot gestrichen!

Aber auch zwei andere Knoblauchrezepte aus meinem Fundus möchte ich euch nicht vorenthalten:

Wilfrieds Knoblauchsuppe nach Nachteulenart (für 4 Portionen sollte es reichen)

10 Stiele Thymian und noch etwas zur Deko

32 Knoblauchzehen und 1 kleine Knolle extra (wer möchte)

2 EL Olivenöl

750 Milliliter Gemüsefond

250 Milliliter Weißwein (trocken, Sauvignon Blanc aus dem Bordeaux)

Meersalz (fein), Pfeffer (frisch gemahlen), etwas Zucker

150 Gramm Sahne

Baguette (Menge nach Belieben)

Thymian abspülen, trocken tupfen und die Blättchen von den Stielen zupfen. Knoblauchzehen abziehen. 1 EL Öl in einem Topf erhitzen. Knoblauchzehen (ca.25-30) und Thymian bei kleiner Hitze etwa 15 Minuten goldbraun braten. Etwa 1 TL Thymian herausnehmen und beiseite stellen. Den Knoblauch nur goldgelb anbraten – wird er zu stark gebräunt, schmeckt er leicht bitter.

Den Backofen auf 200 Grad, Umluft 180 Grad, Gas Stufe 4 vorheizen. Fond und Wein zugießen und aufkochen. Etwa 15 Minuten bei kleiner Hitze gerade eben kochen lassen.

Knoblauchknolle halbieren und  auf ein Backblech legen und im Ofen etwa 20 Minuten rösten. Dann ein Teil des Baguettes  in dünne Scheiben schneiden und auf das Backblech legen und mit den restlichen Knoblauchzehen belegen. Kurz (5-10 min) goldbraun rösten.

Die Suppe vom Herd nehmen und mit dem Stabmixer fein pürieren. Wieder aufkochen und mit Salz und Pfeffer würzen. Die gerösteten weichen Knoblauchzehen aus der Schale drücken und auf die Brotscheiben streichen. Mit Salz, Pfeffer, Zucker und Thymian würzen und das restliche Olivenöl darüberträufeln. Die Sahne halbsteif schlagen und mit einem Schneebesen unter die heiße Suppe rühren (Kochsahne einfach so unterrühren, sie lässt sich nicht steif schlagen). Eventuell mit Thymian bestreuen. Zusammen mit dem Knoblauchbrot servieren.

Nach knapp 40 Minuten heißt es dann – Bon Appétit!

Und jetzt noch eine richtig gute, selbstgemachte Knoblauchmayonaise – Aioli:

1 ganz frisches Ei (nur das Eigelb wird gebraucht)

200 ml Olivenöl, Salz, Pfeffer

2-3 (oder mehr) Knoblauchzehen

Das  Eigelb mit Salz und Pfeffer würzen.  Das Olivenöl unter ständigem Rühren unter das Eigelb schlagen. Öl dabei zunächst tröpfchenweise, dann in einem dünnen Strahl hinzugießen, sodass eine Mayonnaise entstehen kann. 2-3 – oder auch mehr, je nach Geschmack,  Knoblauchzehen schälen und direkt hineinpressen. Danach umrühren.

So, genug Knoblauch für heute! Viel Spaß beim Genießen!

Eure Nachteule

 

Kulinarisches Hamburg – Sommer 2017/Teil 1

Juhu – ich bin wieder zurück in Hamburg und da ein leerer Bauch ja bekanntlich nicht gern studiert, geht auch die kulinarische Reise durch Hamburg weiter…Nach einer kurzen Verschnaufpause ging am 06. April das neue Semester wieder los!  Unglaublich, wie die Zeit verfliegt – inzwischen bin ich im 2. Semester meines Masterstudiengangs Medizinpädagogik (M.Ed.) an der Medical School Hamburg (MSH) und freue mich auf weitere interessante Vorlesungen! Näheres zum Studium an der MSH findet man unter www.medicalschool-hamburg.de .

Der Post geht leider ein paar Tage verspätet online, da ich die Woche  – Dank eines vereiterten Backenzahnes und seit Mittwoch laufender Antibiose –  nicht ganz so fit war.

Heute habe ich wieder ein paar neue kulinarische Tipps für euren nächsten Hamburg-Tripp…

Streetfood auf St-Pauli

Jeden Donnerstag findet auf dem Spielbudenplatz der St.Pauli Straßenmampf statt! Eine Street Food Session von 17 bis 23 Uhr (https://www.facebook.com/streetfoodsession/?fref=ts). Meistens findet man ca. 15 wechselnde Food-Trucks mit den unterschiedlichsten Angeboten dort vor und kann sich oft nicht so einfach entscheiden, was es diesmal werden soll. Beim letzten Besuch habe ich mich an einen Big Apple Burger der Foodwheels gewagt. Der alte gelbe Schulbus ist nicht zu übersehen und Apfelmayo hörte sich interessant an. Wie lecker war der Burger denn!? Hammer, tolles Fleisch, leckere Toppings, schmackhafter Bun…ja, so muss ein guter Burger schmecken! Ihr findet Foodwheels genauso wie mein nächster Tipp – Frau Waffel – unter ihren Namen auf Facebook… ;-). Nach dem Burger sollte es noch ein kleiner Nachtisch werden und da mein Lieblingstruck – Fat Unicorn Sweets leider diesmal nicht dabei waren, habe ich mich an der Waffel des Tages ausprobiert: eine frischgebackene Waffel mit Mangojoghurt und weißen Schokocrossies…sorry, dass es diesmal keine Bilder vom Essen gibt…aber es war alles soooo lecker und so schnell verputzt. Beim nächsten Mal denke ich wieder dran

Auf dem Spielbudenplatz finden immer wieder solche Events statt – näheres dazu unter https://spielbudenplatz.eu/erleben/events/. Hier findet man auch erste Informationen zum nächsten großen Food Truck Festival #5 vom 4.-7.Mai (passend zum gleichzeitig stattfindenden Hafengeburtstag).

Meat, meet and eat – das [m]eatery in Hamburg

Auf der Suche nach einem neuen Steak-Restaurant bin ich beim Stöbern auf das [m]eatery gestoßen. Da ich schon länger mal testen wollte, wie Fleisch aus einem Beefer schmeckt und das Restaurant mit „geschmacksintensive Steaks im 800°C heißen Southbend Ofen gegrillt, wodurch sie eine süßlich, saftig schmeckende Kruste erhalten“ wirbt, fiel die Wahl hierauf. Begleitet wurde ich an diesem Abend von meinem lieben Kommilitonen Andreas. Hier sollte man unbedingt vorher reservieren und einen etwas größeren Geldbeutel dabei haben – aber es lohnt sich auf alle Fälle. Als Vorspeise  hatte ich mir ein frisches Thunfisch-Tatar asiatische Art rausgesucht und danach gab es 200g Filet mignon, medium gebraten mit Sauce bernaise, gegrillten Pilzen und Kräuterbutter…ein Traum! Und wäre ich nicht gerade frisch aus dem UKE aus der Zahnnotärztlichen Sprechstunde gekommen und hätte nicht gerade einiges an Novalgin intus, dann hätte ich auch endlich mal den Südafrikanischen Rotwein „The Chocolate Block“ probiert, der mir schon so lange empfohlen wird…aber ich komme sicher wieder!

Die Öffnungszeiten sind Mo-Fr von 12-23 Uhr, Sa und So von 15-23 Uhr (Küchenschluss ist um 22:45 Uhr). Näheres findet ihr unter  http://hamburg.meatery.de/

Auch wenn die Anforderungen jetzt im Masterstudium deutlich anspruchsvoller sind…so ein paar kulinarische Ausflüge pro Blockwochenende müssen sein!

Genießt die restlichen freien Tage noch und bis bald!

Eure Nachteule

 

Weiter geht’s mit dem Weihnachtskulinarium 2016 – Teil 04

Am heutigen 4. Advent geht es im Weihnachtskulinarium 2016 um die verschiedenen Weihnachtsmärkte in der Hansestadt Hamburg….zumindest einer kleinen Auswahl davon ;-)!

Es gibt so unzählig viele tolle Märkte zu dieser Zeit in Hamburg und eigentlich sind alle zu empfehlen…meine Favouriten sind allerdings der St.Pauli- Weihnachtsmarkt und der am Jungfernstieg. Und zu diesen beiden ein paar Worte mehr…

Hamburgs geilster Weihnachtsmarkt – Santa Pauli – öffnet vom 17.11. bis 23.12.2016 seine Tore und hier gibt es den besten Bratapfelglühwein, den ich je probiert habe. Und den kann man schon ab dem 26. Oktober auf dem Winterdeck mit Kaminlounge und Cocktailbar genießen!
Vom Holz-Dildo bis hin zum Strip-Zelt ist alles da, was das Herz begehrt!
Noch mehr Infos und ein paar stimmungsvolle Bilder findet ihr unter
https://spielbudenplatz.eu/erleben/events/santa-pauli-hamburgs-geilster-weihnachtsmarkt

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Auch sehr schön und mit sehr leckerem Feuerzangenbowlen Stand ist der weiße Zauber an der Alster auf dem Jungfernstieg.
Anstatt Holzbuden findet man weiße Pagodenzelte, die eine ganz eigene Stimmung schaffen und wo kann man beim Glühwein oder Bowle auf die glitzernde Alstertanne schauen. Wem das zu wenig ist, der ist auch in wenigen Schritten beim Rathausmarkt und den dortigen Weihnachtsbuden angelangt!

Hamburg Weihnachtsmarkt am Jungfernstieg alster zur weihnachtszeit

Alle weiteren Informationen rund um die vielen Hamburger Weihnachtsmärkte findet ihr unter
http://www.hamburg.de/weihnachtsmarkt/.

Einen schönen Adventssonntag wünscht euch
Eure Nachteule!

Das Geheimnis des roten Regenschirms…

Am 17. Dezember findet der internationale Tag gegen Gewalt an SexarbeiterInnen statt.
Begangen wird dieser Aktionstag seit 2003 – ursprünglich um an die Opfer von Gary Ridway zu erinnern, welche über 90 Frauen tötete.
Das Symbol für heute wäre ein roter Regenschirm und dieser Tag soll eine Aufforderung sein, die Diskriminierung und gesellschaftlichen Marginalisierung von SexarbeiterInnen zu beenden.

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Eine sehr gute und hilfreiche Seite, wenn man sich über dieses Thema informieren möchte befindet sich unter http://www.voice4sexworkers.com – die ich sehr empfehlen kann!

Liebe Grüße, eure Nachteule!

MTX…drei Buchstaben mit (hoffentlich) großer Wirkung

1.Oktober 2016 – 22:05 Uhr. Es ist soweit…nach vielen Wochen und Monaten voller Schmerzen starte ich in eine neue Behandlungsform…ab jetzt heißt es einmal pro Woche spritzen…und zwar s.c. (subkutan – bei mir hauptsächlich in den Bauch) am Samstagabend.

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Methotrexat – oder kurz MTX – ist eigentlich ein klassisches Zytostatikum (Antimetabolit) aus dem Bereich der Chemotherapie. Allerdings kann es in viel niedrigeren Dosen auch bei vielen rheumatischen Erkrankungen – wie eben auch bei meiner rheumatoiden Polyarthritis – eingesetzt werden.

MTX ist ein Folsäure (Vitamin B9) Analogon. Es hemmt kompetitiv und reversibel als Folsäure-Antagonist das Enzym Dihydrofolat-Reduktase (DHFR) – deswegen nehme ich 24-48 h nach der Spritze mit 10 mg MTX eine 5 mg Folsäure-Tablette – um einen Teil der (schädigenden) Wirkung wieder aufzuheben.

MTX hemmt die Zellteilung im Körper und damit sich eine Zelle teilen kann, benötigt diese Folsäure. MTX gaukelt dem benötigten Enzym vor, es sei „Folsäure“ und irgendwann steht dann nicht mehr genug Folsäure für eine Zellteilung zur Verfügung. Bei Autoimmunerkrankungen wie z.B. der rheumatoiden Arthritis, bekämpft das Immunsystem die eigenen Zellen im Körper. MTX bewirkt nun, dass sich Immunzellen nicht so stark vermehren können und man erhofft sich eine Verlangsamung des Krankheitsverlauf. Allerdings führt die Therapie zu der einen oder anderen Nebenwirkung…u.a. durch die Immunsuppression.

Diagnose Rheuma

In der Rheumatherapie ist die Dosierung deutlich niedriger wie bei einem Einsatz als Chemotherapeutikum. In der Regel beträgt die Dosis zwischen 7,5 und 20 mg pro Woche – ich bin zur Zeit bei einer 10 mg Spritze einmal pro Woche. Weitere Informationen zum Thema Rheumatische Erkrankungen findet ihr auf den Seiten der Rheumaliga unter www.rheuma-liga.de.

Glücklicherweise halten sich die Nebenwirkungen in meinem Fall in Grenzen – da ich mich am Samstagabend direkt vor dem Schlafengehen spritze, verschlafe ich evtl. Übelkeitsgefühle. Meistens bin ich am Sonntag nicht ganz so spritzig und fit unterwegs wie früher aber sonst ist alles noch im erträglichen Rahmen. Selten habe ich mit Schleimhautentzündungen (Aphten) im Bereich des Mundes oder Magen-Darm-Beschwerden zu kämpfen.

Allerdings merke ich, dass ich Infekt anfälliger geworden bin – und dann geht es mir u.a. Sonntags nach der Spritze gar nicht gut…wie ich leidlich vor 5 Wochen erfahren musste. Mit am meisten Angst hatte ich vor einem möglichen Haarausfall – da bin ich halt einfach ein Mädchen ;-)! Aber beim letzten Besuch im Stilwerk Tübingen bei Patrick, dem besten Friseur der Welt, konnte ich aufatmen…anscheinend hat das MTX (noch) keinen Einfluss auf meine Haarmenge :-).

Warum ausgerechnet am Samstagabend? Man sollte während der MTX-Therapie möglichst keinen Alkohol trinken…insbesondere 24 h vor und nach der Spritze nicht…aber die meistens Partys, etc. finden doch am Wochenende statt? Auch wenn ich gerne mal ein Glas Rotwein, einen guten Gin oder Whisky trinke, ist für mich der Samstagabend am praktikabelsten – zum Einen kann ich hervorragend auch ohne Alkohol auf eine Party gehen und Spaß haben und falls es doch am Tag nach der Spritze nicht gut ist, kann ich mich i.d.R. am Sonntag ohne Probleme gut zu Hause erholen.

Ein Wirkeintritt des MTX wird nach 4-8 Wochen i.d.R. erwartet…ich bin inzwischen in Woche 12 angelangt. Und ja – es scheint tatsächlich zu wirken…meine Schmerzen sind deutlich besser geworden – klar hab ich immer mal noch einen oder zwei Tage dazwischen die nicht ganz so toll sind – aber im großen Ganzen geht es mir besser.

Es lässt sich also hoffen, dass sich auf Dauer und in Zukunft meine RA etwas beruhigt und ich wieder etwas beweglicher durch die Gegend springen kann :-)!

Bis bald! Eure Nachteule!

 

 

von alexgeckeler Veröffentlicht in Rheuma

03 – Weihnachtskulinarium 2016

„Pfeiffer – mit drei F – eins vor und zwei nach dem Ei“ – der Klassiker bei solch kalten Tagen ist und bleibt die Feuerzangenbowle…und die geht auch am heutigen Nikolaustag ;-).

Wenn man den Filmklassiker von 1944 mit Heinz Rühmann stillvoll genießen möchte, dem sei hier ein Rezept einer Feuerzangenbowle nach Nachteulenart und dazu noch ein paar leckere Plätzchen-Rezepte empfohlen… :-).

Feuerzangenbowle

Feuerzangenbowle nach Nachteulenart (schnell, einfach und sehr lecker)

Zutaten für 10 Portionen:

  • 2 Liter Rotwein (trocken)
  • 1 Flasch Rum, mind. 54% Alkohol
  • Jeweils 1 Orange und 1 Limette
  • 1-2 Stangen Zimt
  • 3 Nelken
  • 1 Zuckerhut

Wein in einem Topf heiß werden lassen (aber nicht kochen!). Orange und Limette heiß abwaschen und in Scheiben schneiden und dazu geben. Die Gewürze (Zimt und Nelken) in einen Teefilter packen und ebenfalls zum Wein geben. Anschließend den erwärmten Rotwein auf einen Rechaud zum Warmhalten stellen. Dann kommt das Highlight: den Zuckerhut auf eine Zuckerzange über den Topf legen, mit Rum tränken und anzünden. Mit einem Suppenlöffel vorsichtig den weiteren Rum darüber geben, bis aller Zucker geschmolzen ist…man kann aber muss nicht den ganzen Rum verwenden…i.d.R. wird es eine halbe bis 3/4- Flasche davon (je nachdem, wie stark die Feuerzange werden soll ;-)!

Dazu sollte man eher was Deftiges essen, wie z.B. ein LKW (Leberkäs-Weckle) oder auch was vom Grill geht natürlich immer =)!

Wer es weihnachtlicher mag, dem seien ein paar Bredle-Rezepte empfohlen:

Weihnachten -  Duftende Pltzchen und Gewrze

Zimtsterne mit Mandeln

190 g Puderzucker

300 g gemahlene Mandeln

2   Eiweiß

1 TL   Zimt

1 Spritzer Zitronensaft

Das Eiweiß und den Puderzucker zu einer steifen Eiweißglasur schlagen. 1/3 davon zur Seite stellen und den Rest mit den Mandeln und dem Zimt verarbeiten. Den Teig 8-10 mm dick ausrollen und Sterne ausstechen.

Diese auf ein Backblech mit Backpapier legen und großzügig mit der restlichen Eiweißglasur (mit dem Spitzer Zitronensaft) bestreichen.

Bei 150°C ca. 10-12 min. backen, nach 8 min. mit einem Kochlöffel den Ofen einen kleinen Spalt für die restliche Backzeit öffnen.

Bärentatzen (geht mit und ohne Form)

50 g   Schokolade, zartbitter, fein gerieben

2   Eiweiß

1 Prise(n)   Salz

100 g Zucker

100 g   gemahlene Mandeln

1 EL Kakaopulver

Das Eiweiß sehr steif rühren und mit Zucker aufschlagen. Anschließend die restlichen Zutaten (Nüsse, Schokolade, Kakao, Salz) leicht unterheben. Dann kann man entweder die Masse mittels Spritzbeutel auf ein Blech spritzen oder auch in Tatzen-Förmchen streichen.

Im vorgeheizten Backofen bei 160° Umluft ca. 10-12 min backen.

In diesem Sinne – einen frohen Nikolaustag!

Eure Nachteule