02- Weihnachtskulinarium 2016

An diesem frostigen Tag geht es um die Geschichte und die Besonderheiten bei Weihnachtsmärkten und ich stelle euch die Weihnachtsmärkte in Heidelberg, Stuttgart, Ulm und Bad Wimpfen etwas genauer vor.

Weihnachtsmarkt  -  Weihnachtsdekoration

Geschichte des Weihnachtsmarkt

Vieles lässt sich nicht finden zur Geschichte…ein kleiner Auszug aus dem Wikipedia-Artikel zum Thema steht unten. Eine sehr schöne Seite rund um das Thema „Weihnachtsmarkt“ findet sich unter www.weihnachtsmarkt.net. „Im 14. Jahrhundert kam in der Vorweihnachtszeit der Brauch auf, Handwerkern wie Korbflechtern, Spielzeugmachern oder Zuckerbäckern die Erlaubnis zu erteilen, auf dem Marktplatz Verkaufsstände zu errichten, um dort ihre Erzeugnisse und Produkte für das Weihnachtsfest zu verkaufen. Der Grundstein für die Weihnachtsmärkte war so gelegt und Jahr um Jahr verbreitete sich die Tradition der Weihnachtsmärkte weiter.

Von Anfang an wurde bei den Weihnachtsmärkten an das leibliche Wohl der Marktbesucher gedacht und so wurden neben Spielzeug und nützlichen Dingen auch geröstete Kastanien, Mandeln und Nüsse angeboten. Ein typischer Weihnachtsmarkt besteht heute aus zahlreichen Verkaufsständen auf den Straßen und Plätzen eines Ortes, oft vor historischer und publikumswirksamer Kulisse. Es werden weihnachtliche Backwaren wie Printen, Lebkuchen, Berliner Pfannkuchen, Spekulatius, Christstollen, diverse Süßigkeiten wie Schokoladenfiguren, Zuckerwatte, gebrannte Mandeln, heiße Maronen und warme Speisen angeboten, z. B. Ofenkartoffeln. Gegen die Kälte wird Glühwein (daher auch der Name „Glühmarkt“), Feuerzangenbowle, sowie Glühmost und Punsch (in Österreich) zum Durchwärmen ausgeschenkt, aber auch andere Getränke wie Weihnachtsbock. Die meisten Regionen haben ihre weihnachtlichen Spezialitäten. Zum obligatorischen Programm eines Weihnachtsmarktes gehören Verkaufsstände für Weihnachtsartikel oder Schmuck für den Christbaum wie Glaskugeln, Adventssterne, Lametta oder kunsthandwerkliche weihnachtliche Artikel wie Krippen, Erzgebirgische Schwibbogen. und Räucherfiguren.

Zu den meisten Weihnachtsmärkten gehört ein künstlerisches oder kulturelles Rahmenprogramm. Für die Kinder erscheint Nikolaus mit seinen Helfern, der Weihnachtsmann oder das Christkind und teilt kleine Geschenke aus. Gelegentlich werden Weihnachtskrippen oder andere Figurengruppen aufgestellt (z. B. Szenen aus Märchen). Bei manchen Weihnachtsmärkten gibt es auch lebende Krippen, mit echten Schafen, Eseln und Ziegen. Auf einer geeigneten Bühne, z. B. dem Balkon eines Rathauses, werden Krippenspiele oder weihnachtliche Konzerte aufgeführt.

Seinen besonderen Reiz erlangt der Weihnachtsmarkt meist durch einen großen Weihnachtsbaum und die festliche Beleuchtung, die im Kontrast zur früh einsetzenden Dunkelheit steht, und zuweilen durch eine erste Schneebedeckung.

Auf den größeren Weihnachtsmärkten, oft auch als Adventmärkte bezeichnet, werden hauptsächlich Waren als reguläres Geschäft von professionellen Marktfahrern angeboten. Es gibt aber auch viele Märkte, die von einem oder mehreren Vereinen organisiert werden und auch die verkauften Gegenstände selbst hergestellt wurden, wo der Erlös des Verkaufes karitativen Zwecken zufließt.“

Der Heidelberger Weihnachtsmarkt – 21. November bis 22. Dezember 2016; täglich von 11-21 Uhr

Christmas market in Heidelberg, Germany, a panorama shot at dusk showing illuminated kiosks, historic architecture and blurred people

Rund 140 Buden laden zum Bummeln und Schlemmern im Bereich des Bismarckplatz, Anatomiegarten, Universitätsplatz, Marktplatz, Kornmarkt und der Karlsplatz ein. Auf letzterem lassen sich zudem ein paar Runden auf Schlittschuhen drehen – und zwar auf der „Christmas on Ice“, einer der schönsten Eislaufbahnen Deutschlands.

Eine weitere Besonderheit war in den letzten Jahren immer die Heidelberger Schlossweihnacht. Diese fällt in diesem Jahr leider wegen einer Fledermaus-Population aus, die dort ihr Winterquartier eingerichtet haben.

Weitere Informationen sind zu finden auf www.heidelberg-marketing.de.

Der Weihnachtsmarkt in der schwäbischen Metropole – in der Landeshauptstadt Stuttgart

Weihnachtliche Hütten und Verkaufsstände des Stuttgarter Weihnachtsmarkt

Weihnachtlich glitzernde Stände mit liebevoll gestalteten Dächern, funkelnder Lichterschmuck und ein stimmungsvolles Programm: Vom 23. November bis 23. Dezember 2016 lädt der Stuttgarter Weihnachtsmarkt zum Verweilen ein. 31 Tage lang herrscht ein vorweihnachtliche Stimmung in der baden-württembergischen Landeshauptstadt. Der Markt erstreckt sich vom Neuen Schloss und Königsbau über den Karls- und Schillerplatz mit dem Alten Schloss und der Stiftskirche bis zum Marktplatz.

Aus der Historie des Stuttgarter Weihnachtsmarkt (www.Stuttgarter-Weihnachtsmarkt.de) : „Eine Tradition seit mehr als 300 Jahren – der Stuttgarter Weihnachtsmarkt gehört nicht nur zu den schönsten und größten, sondern auch zu den ältesten Weihnachtsmärkten in ganz Europa. Im Jahr 1692 fand er erstmals urkundlich Erwähnung. Seine Wurzeln reichen jedoch weiter zurück: Aus dem Jahr 1507 ist ein offizielles Marktprivileg bekannt, in dem Herzog Ulrich von Württemberg der Stadt Stuttgart den Einzug des Standgeldes an den Jahrmärkten überlässt. Aller Wahrscheinlichkeit nach handelt es sich bei dem Marktprivileg aber lediglich um die Bestätigung einer bereits bestehenden Befugnis. In dieser wird ein Pferdemarkt an St. Ottmar (16. November) erwähnt, aus welchem sich später ein Jahrmarkt entwickelte, der zeitlich immer näher an Weihnachten heranrückte. Hieraus entstand schließlich ein „Christkindleinmarkt“, der sich von Dienstag bis Samstag vor Weihnachten erstreckte.

Mehr als 3,5 Millionen Besucher kommen mittlerweile jährlich in die baden-württembergische Landeshauptstadt. Gäste aus dem In- und Ausland treffen sich in deren Herzen, um sich gemeinsam auf die besinnliche Weihnachtszeit einzustimmen. Im Sortiment der Händler befinden sich immer noch die traditionellen Krämermarktartikel, doch das Angebot an den inzwischen rund 290 Ständen ist wesentlich vielfältiger geworden: Holzspielzeug, Krippenfiguren, Kunsthandwerk, Schmuck, süße Leckereien und kulinarische Köstlichkeiten aus aller Welt gehören dazu. Aber auch das Rahmenprogramm bietet einiges: tägliche Live-Konzerte, ein großes Kindermärchenland mit nostalgischen Karussells, einer echten Mini-Dampflok zum Mitfahren und vielen Mitmachaktionen wie die Kinder-Bäckerei oder die Kerzen-Werkstatt sowie der Antikmarkt auf dem Karlsplatz machen den Stuttgarter Weihnachtsmarkt besonders.“

Das Stuttgarter Rathaus verwandelt sich jährlich in einen überdimensional großen Adventskalender. Vom 1. bis zum 24. Dezember öffnet sich täglich ein Türchen, nach und nach kommen so die Wappen der 23 Stuttgarter Stadtbezirke und an Heilig Abend das Stadtwappen selbst in den Fenstern zum Vorschein. Passend zum jeweiligen Wappen erwartet die Besucher allabendlich bis zum 23. Dezember um 18 Uhr ein musikalischer Gruß eines Chors oder einer Musikgruppe aus dem entsprechenden Bezirk.“

Eine ausführliche Geschichte zur Historie des Stuttgarter Weihnachtsmarkt und weitere Informationen findet man unter www.stuttgarter-Weihnachtsmarkt.de.

Öffnungszeiten Montag – Samstag  10 – 21 Uhr und Sonntag 11 – 21 Uhr

Auch in Ulm verwandelt sich der Münstervorplatz in einen festlichen Weihnachtsmarkt.

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Rund um das Ulmer Münster mit dem größten Kirchturm der Welt warten über 130 Bunden mit den verschiedensten Köstlichkeiten. Auch lässt sich hier eine lebende Grippe mit Esel und Schafen bestaunt werden.

Die Geschichte des Ulmer Weihnachtsmarktes reicht über 630 Jahre zurück. Erste Berichte darüber reichen sogar bis in das 14. Jahrhundert zurück.

Ein schönes ausführliches Programm zum downloaden und weitere Informationen unter www.ulmer-weihnachtsmarkt.de

Öffnungszeiten: vom 21.11. – 22.12.2016 ; täglich von 10 – 20.30 Uhr

Romantisch und mittelalterlich geht es beim altdeutschen Weihnachtsmarkt in Bad Wimpfen zu.

Bad Wimpfen in der Weihnachtszeit

Auf der Homepage des Weihnachtsmarktes (www.weihnachtsmarkt-badwimpfen.de) liest man: „Die Bad Wimpfener Altstadt, geschmückt mit unzähligen beleuchteten Tannenbäumchen und die einzigartige Atmosphäre der Bad Wimpfener Kaiserpfalz bilden den Hintergrund für ein einmaliges romantisches Erlebnis, bei dem an ca. 120 Ständen kunsthandwerkliche, hochwertige Waren zum bevorstehenden Fest angeboten werden.

Der Blaue Turm, der Rote Turm, die Stadtsilhouette und einige Fachwerkhäuser im Marktgelände erstrahlen mit unzähligen Lichterketten in fröhlichem Licht. Das ist wirklich einmalig in Bad Wimpfen – da werden Erinnerungen an die Kindheit wach, aber nicht nur die Kinder lassen sich gerne anstecken von der Atmosphäre. Der Duft von gebrannten Mandeln, die weihnachtliche Musik und die lichtergeschmückte, mittelalterliche Altstadt Bad Wimpfens lassen auch bei den Erwachsenen die Augen leuchten.

In den Wimpfener Gassen herrscht reges Treiben. Aber anders als in den Großstädten, in denen sich die Weihnachtsmärkte längst zu regelrechten Jahrmärkten entwickelt haben, werden in Bad Wimpfen in erster Linie handwerkliche bzw. kunsthandwerkliche Waren angeboten.“

Und das kann ich nur empfehlen…nehmt ein bisschen Geduld mit und lasst euch durch die gemütlichen Gassen treiben und diese Stimmung auf euch einwirken!

Öffnungszeiten: an den ersten drei Adventswochenenden (25.-27.11./ 02.-04.12./ 09.-11.12.16)

Freitag 14 – 21:30 Uhr / Samstag 11 – 21:30 Uhr / Sonntag 11:30 – 20 Uhr

Nach so viel leckeren Informationen gönn‘ ich mir jetzt erstmal einen eulig-warmen Glühwein!

Bis bald! Eure Nachteule

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Inklu…was? Heute ist der internationale Tag der Menschen mit Behinderung!

Rolli-Fahrer, seh- und hörgeschädigte Menschen,…was fällt euch denn ein, wenn jemand fragt, was ist denn Behinderung eigentlich? Von einer Behinderung spricht man, sobald die Teilnahme an einem gesellschaftlichen Leben durch körperliche, geistige oder seelische Einschränkungen erschwert ist. Die WHO definiert die Behinderung folgendermaßen: Behinderungen sind Mängel oder Abnormitäten der Körperfunktionen und -strukturen oder auch Funktionsbeeinträchtigungen aufgrund von Schädigungen, die Alltagssituationen beeinträchtigen.

Exklusion,Separation,Integration,Inklusion

Schon im Artikel 1 des Grundgesetz steht, dass die Würde des Menschen unantastbar ist und dass diese Würde, wie auch die persönlichen Rechte und das persönliche Wohlergehen jeden Menschen betreffen, soll am 03. Dezember mit dem Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung nochmals erinnert werden.

Zur Geschichte diesen Tages liest man bei Wikipedia z.B.:

„Nachdem die Vereinten Nationen das Jahr 1981 als das „Jahr der Behinderten“ gefeiert hatten, wurde im Dezember 1982 ein Aktionsplan für die Belange behinderter Menschen entwickelt. Die Jahre 1983 bis 1993 wurden zum „Jahrzehnt der behinderten Menschen“ ausgerufen. Zum Abschluss der Dekade verabschiedete die Generalversammlung der Vereinten Nationen eine Resolution, in der der 3. Dezember als „Internationaler Tag der Behinderten“ ausgerufen wurde. Er wurde erstmals im Jahr 1993 begangen. Im Dezember fand eine Umbenennung in den „Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung“ statt.“

International Day of Persons with Disabilities. December 3

Dieser Gedenktag soll das Bewusstsein der Öffentlichkeit für die Probleme von Menschen mit Behinderung wachhalten und den Einsatz für die Würde, Rechte und das Wohlergehen dieser Menschen fördern.

Viele weiteren und spannende Informationen findet ihr auf den Seiten des Deutschen Behindertenrat (www.deutscher-behinderternrat.de) und den Seiten der Aktion Mensch (www.aktion-mensch.de).

Für die juristisch interessierten Leser hier der Link zum Gesetz zum Übereinkommen der UN vom 13. Dezember 2006 über die Rechte von Menschen mit Behinderungen: http://www.un.org/Depts/german/uebereinkommen/ar61106-dbgbl.pdf

Ein schönes Adventswochenende wünscht Eure Nachteule!

 

Gegen Sklaverei und noch ein kleiner Fasnets-Nachschlag ;-)

Am 2. Dezember finden – meiner Meinung nach – zwei sehr gegensätzliche Gedenktage statt… Zum einen der Internationale Tag zur Abschaffung der Sklaverei (International Day for the Abolition of Slavery) und in den USA wird zur gleichen Zeit der „National Fritters Day“ – der Nationaltag der Krapfen begangen.

Broken Chain - Freedom And Separation Concept

Die Vereinten Nationen haben diesen Tag zur „Abschaffung der Sklaverei“ ins Leben gerufen um an die 1949 verabschiedete Konvention zur Bekämpfung des Menschenhandels und der Ausbeutung von Personen zu erinnern. Mehr dazu auch unter: www.un.org/en/events/slaveryabolitionday/ .

Alle Regierungen, aber auch die Bevölkerung der Mitgliedsstaaten sind dazu aufgerufen, eine geschlossene Einheit gegen alle Formen der Sklaverei (u.a. Zwangsprostitution, Kinder- und Zwangsarbeit) zu bilden und gemeinsam dagegen vorzugehen. Es geistert die Zahl „mehr als 20 Millionen Menschen“ durch die Medien – wobei die Dunkelziffer wahrscheinlich noch viel höher ist – , die in Sklaverei oder sklavenähnlichen Verhältnissen leben. Auch der UN-Generalsekretär Ban Ki-moon fordert den Einsatz aller rechtlichen einem Staat zur Verfügung stehenden Mittel, um der Sklaverei in allen Formen ein Ende zu setzen.

Auf den Seiten der UN (www.un.org) findet ihr noch weitere Informationen zu diesem wichtigen Thema!

Nun noch ein paar kurze Worte zum Nationaltag des Krapfen…Der Krapfen ist ein frittiertes Teiggebäck mit süßen oder herzhaften Füllungen. Dieses Gebäck bekommt immer am 2.Dezember in den USA seinen eigenen Nationaltag. Bei uns kennt man Krapfen auch unter den Namen Berliner, Fastnetsküchle und noch vielen weiteren Bezeichnungen und wird vor allem rund um die Fasnet gebacken. Allerdings bieten die meisten Bäckereien das ganze Jahr über dieses „Brandteiggebäck“ an!

Bis Bald!

Eure Nachteule

01- Das Weihnachtskulinarium 2016

„In der Weihnachtsbäckerei, gibt’s so manche Leckerei…“

In den nächsten Folgen wird es -passend zur Jahreszeit – rund um das Thema Weihnachtsmarkt gehen. Einsteigen möchte ich gleich mit dem Tübinger Weihnachtsmarkt und der Sonderrubrik „Schokoladenmarkt“.

Danach geht es um die Geschichte und Besonderheiten bei Weihnachtsmärkten und ich stelle euch die Weihnachtsmärkte in Heidelberg, Stuttgart, Ulm und Bad Wimpfen vor. In der nächsten Folge geht es dann um den Esslinger Weihnachtsmarkt inkl. seinem historischen Marktanteil und die Weihnachtsmärkte in Dortmund und Düsseldorf. Weiter geht das Weihnachtskulinarium 2016 dann mit den verschiedenen Weihnachtsmärkten in der Hansestadt Hamburg.

Zwischendurch wird es auch noch die eine oder andere leckere Rezeptidee geben…mmmhh!

Glhwein und Zimtsterne

 

Seit nun mehr als 11 Jahren treffen sich Top-Chocolatiers aus der ganzen Welt und Schokoliebhaber auf der „chocolART“ in Tübingen. Sechs Tage lang findet das in Deutschland größte internationale Schokoladenfestival in den Gassen der malerischen Innenstadt von Tübingen statt.

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Was inzwischen eine sehr schöne Entwicklung ist, dass es sehr viele fair gehandelten Schokoladenspezialitäten gibt und die Stände, die solche Schokolade verkaufen sind sogar separat gekennzeichnet.

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Das Programm lässt sich wunderbar online unter www. chocolart.de…. Herunterladen. Hier kann man sich beim Durchblättern schon mal Appetit holen…z.B. auch beim sog. Chocokulinarium. Hier nehmen dieses Jahr insgesamt neun Restaurants und Gaststätten teil und bieten ganze Menüs oder auch verschiedene Speisen mit Schokolade verfeinert bzw. kreiert dar.

Ein Beispiel für ein Schokomenü ist z.B. das Menü in der Uhlandstube des Hotel Krone (www.krone-tuebingen.de), welches ich diese Woche schon getestet und für sehr lecker befunden habe.

Es gab:

  • Babyspinat mit Balsamico-Dressing mit gerösteten Kakaobohnen, Datteln und Ziegenkäse
  • Kartoffelcremesuppe mit Chili-Haselnüssen und weißer Schokolade
  • Iberico-Schweinefilet mit Brombeer-Schokosauce, Wirsinggröstel und handgeschabte Spätzle vom Brett
  • Schokoladen-Cannelloni mit Ricottafüllung und Limoncello-Sabayon

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Für Groß und Klein wird etwas geboten – von Ausstellungen zum Thema Schokolade, über verschiedene Tastings (Wein-Schoko, Whisky-Schoko…) bis hin zur Schokowerkstatt von RITTER SPORT für Kinder und Jugendliche, wo man seine eigene Schokolade kreieren kann. Auch mal was Besonderes ist der Schokobackkurs mit „Wild Baker“ Joerg Schmid (www.wildbakers.de).

Ein Tipp ist u.a. der Genussabend „Schokoladenmenü & Whisky“ im Boxenstop Tübingen (zum Boxenstop wird es demnächst auch noch mal einen weiteren Beitrag geben – hier lohnt sich der Besuch nicht nur wegen der heißen Schlitten vor Ort ;-)!

Zitat: „Ein außergewöhnliches Schokoladenmenü in drei Gängen kombiniert mit einer erlesenen Auswahl von sechs kontinental-europäischen Whisksy (à 2cl) werden Ihre Sinne verzaubern. Durch den Abend führt Angela V. Weis, zertifizierte Edelbrand-Sommelière und Schwäbische Whisky-Botschafterin.“

Ach ja…zum Thema Whisky gibt es demnächst ebenfalls mehr!

Was auch unbedingt erwähnt (und probiert) werden muss, ist das Tübinger Kirschle. „Tübingen gilt als der „Geburtsort“ der berühmten Schwarzwälder Kirschtorte. Erdacht und erstmals gemacht vom Tübinger Konditormeister Erwin Hildenbrand im Frühjahr 1930 im Cafe Walz in Tübingen. Diesem geschichtlichen Hintergrund gewidmet, folgte die Idee, aus Verbundenheit zur Stadt Tübingen und ihren Bürgern, über die Grenzen hinaus, eine besondere Praline zu kreieren, einzigartig und mit hohem Wiedererkennungswert.“ So lässt es sich auf der Informationsschrift zum Tübinger Kirschle lesen. Das Tübinger Kirschle ist eine ovale Praline aus einer knackigen Zartbitter-Hülle mit einer Sschwarzwälderkirsch-Sahnetrüffelfüllung und einer „beschwipsten“ Kirschwasser Kirsche. Näheres dazu findet ihr auch unter www.tuebinger-kirschle.de.

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Wer nicht nur schlemmern möchte, sondern sich auch noch anders verwöhnen möchte mit Schokolade – dem sei eine Schoko-Massage empfohlen – ja, auch das kann man mit Schokolade machen. Oder man geht ins Kino Atelier – dort verlängert das Festival de Cine Espanol sein Programm und es werden Filme während der chocolART gezeigt, bei denen Schokolade und Kakao die Haupt- oder Nebenrolle spielen (www.spanisches-filmfestival.de).

Die Öffnungszeiten sind von Mittwoch, 30.11. bis Freitag, 2.12. von 10 – 20 Uhr, am Samstag, den 3.12. findet die lange Schoko-Einkaufsnacht statt und man kann bis 23 Uhr über den Markt schlendern. Am letzten Tag, am Sonntag, 4.12. hat man dann noch von 11-19 Uhr Zeit für einen schokoladigen Bummel.

„So lange Kakaobohnen an Bäumen wachsen bleibt festzuhalten: Schokolade ist Obst!“ – lasst es euch schmecken!

Eure Nachteule

Der 1. Dezember – Winteranfang und Welt-Aids-Tag

Jetzt ist der da…zumindest meteorologisch auf der Nordhalbkugel…der Winter. Aber nicht nur auf Schnee und weiße Weihnachten freut sich wohl der eine oder andere, sondern es darf heute auch endlich das erste Türchen des Adventskalender geöffnet werden!

Adventskalender Säckchen

Am 1. Dezember findet – inzwischen schon zum 29. Mal – der von der UNAIDS organisierte Welt-Aids-Tag statt. Seit 1988 wird er von der WHO ausgerufen und seit 1996 stellt die Aids-Organisation der Vereinten Nationen (UNAIDS) diesen Tag unter ein programmatisches Motto.

Für die Jahre 2005 bis 2010 lautet das internationale Welt-Aids-Tag-Motto „Stop Aids: Keep the Promise“. Mehr dazu findet ihr auch unter www.welt-aids-tag.de.

Weltweit leben zur Zeit etwa 36,7 Millionen Menschen mit HIV – in Deutschland sind etwa 85.000 Menschen. Allerdings kommen rund 2,1 Millionen kommen jedes Jahr dazu, davon sind etwa 240.000 Kinder…

Dank der inzwischen entwickelten Medikamente kann man heute in der Regel mit HIV gut leben (allerdings haben nur etwa 46 % der Erkrankten auch Zugang zu diesen!) – auch wenn es immer noch nicht heilbar ist, aber leider müssen die Betroffenen weiterhin mit den verschiedensten Diskriminierung, die leider immer noch vorkommen leben.

Die Kampagne zum Welt-AIDS-Tag 2016 wendet sich auch deshalb gegen Ausgrenzung von Menschen mit HIV, denn Ausgrenzung und ständiges Verstecken aus Angst vor Ablehnung oder Mobbing machen krank. Sie führen außerdem dazu, dass Menschen mit HIV oft den engsten Freunden und der Familie nicht von ihrer Infektion erzählen. HIV verschwindet so zunehmend aus der öffentlichen und privaten Wahrnehmung, während gleichzeitig die Schwelle sich mitzuteilen, für die Betroffenen höher wird.

In Deutschland setzen sich u.a. das Bundesministerium für Gesundheit, die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, die Deutsche AIDS-Hilfe und die Deutsche AIDS-Stiftung mit einer gemeinsamen Kampagne für dieses gesellschaftsrelevante Thema ein. Unter dem Motto „Positiv zusammen leben“ macht die diesjährige Kampagne 2016 deutlich, wie Menschen die Diskriminierung aufgrund ihrer HIV-Infektion erleben.

Mehr Informationen zu HIV/ AIDS findet ihr auch unter: www.liebesleben.de

Was hat es eigentlich mit der roten Schleife (Red Ribbon)auf sich, die weltweit ein Symbol der Solidarität mit HIV-Infizierten und AIDS-Kranken darstellt?

Auszüge aus dem Wikipedia-Artikel: „Der Awareness Ribbon wurde 1991 von der New Yorker Künstlergruppe Visual AIDS geschaffen. Vorbild war damals die Gelbe Schleife, die erstmals 1980/81 im Zusammenhang mit der Geiselnahme von Teheran verwendet worden war. Im Golfkrieg 1990/91 war diese zum Ausdruck der Verbundenheit der Vereinigten Staaten mit ihren fern der Heimat kämpfenden Truppen geworden.

Rote Schleifen hatte man erstmals zum Gedenken an den verdeckten Ermittler der Drug Enforcement Administration, Enrique „Kiki“ Camarena, getragen, der am 7. Februar 1985 in Guadalajara (Mexiko) entführt und wenig später ermordet worden war. Daraus entstand die Red Ribbon Week jeweils Ende Oktober, die 1988 zur Ausrufung einer „Drug Free America Week“ durch US-Kongress und Präsident Ronald Reagan führte.

Mit ihrer neuen Bedeutung als „Aids-Schleife“ setzte sich die Rote Schleife schnell über die Kreise von Künstlern und bekennenden Homosexuellen hinaus allgemein durch. Prominente wie Elizabeth Taylor und Lady Diana zeigten sich mit ihr in der Öffentlichkeit. 1992 trugen Alan Menken und Bill Lauch sie, als sie für den 1991 an Aids gestorbenen Howard Ashman den Oscar für den Besten Song entgegennahmen.

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Der Tag der Organspende – Informationen zu Patientenverfügung und Organspende

Seit 2005 findet jedes Jahr am ersten Samstag im Juni der Aktionstag „Tag der Organspende/r)“ statt. Selbsthilfeverbände, Organisationen und andere Menschen haben es sich zur Aufgabe gemacht, an diesem Tag das Thema Organspende / Organtransplantation wieder verstärkt in die Öffentlichkeit zu rücken – durch Veranstaltungen und dem Verteilen  von Organspenderausweisen.

Diese Jahr hat der Tag der Organspende für mich eine ganz besondere Bedeutung, denn ich durfte erleben, wie ein neues Organ einem lieben Kollegen total veränderte und ihn wieder  aussehen lässt wie das blühende Leben. Daumen sind gedrückt, dass es weiterhin so gut angenommen wird!

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Einen sehr schöne Seite zum Thema kommt von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA): www.organspende-info.de. Dort gibt es alle möglichen Informationen zum Thema Organ- und Gewebespende. Einen Organspende Ausweis zum Ausdrucken und runterladen findet ihr unter : www.organspendeausweis.org.

Die zentrale Großveranstaltung zum Tag der Organspende findet dieses Jahr in München statt und steht unter dem Motto „Richtig. Wichtig. Lebenswichtig.“  und stellt gleichzeitig  den Aufruf „Entscheide dich – Organspende ist Herzenssache „. Das Programm liest sich spannend und unter www.organspendetag.de kann man sich noch genauer darüber informieren. Zu den drei Schlagwörtern des Tages ist auf der Seite des Veranstalters folgendes zu lesen:

RICHTIG: Über 3.000 Menschen in Deutschland wurde im letzten Jahr durch Organspenden die Chance auf ein neues Leben geschenkt. Dafür wollen sie danken. Den Menschen, die mit einer Organspende geholfen haben. Den Menschen, die sich zu Lebzeiten für eine Organspende entschieden haben. Und allen Menschen, die sich Gedanken machen über das Thema Organspende.

WICHTIG: Seit knapp drei Jahren gilt für die Organspende die sogenannte Entscheidungslösung. Sie sieht vor, dass jeder Mensch sich mit dem Thema Organspende auseinandersetzen und eine selbstbestimmte Entscheidung treffen sollte. Diese kann in einem Organspende Ausweis dokumentiert werden.

LEBENSWICHTIG: Noch immer stehen über 10.000 Menschen auf den Wartelisten für ein Spenderorgan. Viele warten bereits seit Jahren – und zu viele warten leider vergeblich. Denn Organspenden sind noch immer selten und täglich sterben Patienten, denen mit einer Transplantation hätte geholfen werden können..“

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Auf Facebook kann man im Übrigen auch Fan der „Organpaten“ werden…wer oder was ist das eigentlich? Ganz einfach: Menschen die sich für das Thema Organ- und Gewebespende einsetzen und darüber aufklären (näheres auch unter www.organpaten.de).

Also ich bin inzwischen Organpate und habe schon seit vielen Jahren einen Organspende Ausweis in meinem Geldbeutel, nicht nur weil ich das Leben liebe, sondern weil ich einige Freunde habe, die entweder schon einmal ein Organ gebraucht haben oder sogar noch dringend eines brauchen!

Und wie sieht es bei euch so aus mit einem Ausweis?!

Patientenverfgung

Ein weiteres Thema, was in diesem Zusammenhang oft genannt wird, ist die Patientenverfügung…

In einer Patientenverfügung kann ich für den Fall meiner Entscheidungsunfähigkeit im Voraus fest legen, ob und wie ich in bestimmten Situationen ärztlich behandelt werden möchte. Sie richtet sich an den Arzt, das Behandlungsteam und an die Bevollmächtigten bzw. die gesetzlichen Vertreter.

Die ideale Form ist die schriftliche mit einer eigenhändigen Namensunterschrift –  es gibt inzwischen sehr gut Vordrucke, die  man sich gerne zur Hand nehmen kann, wie z.B. hier:

– Bundesjustizministerium:    http://www.bmj.bund.de/enid/Publikationen/Patientenverfuegung_oe.html

– Bayrisches Staatsministerium: http://www.verwaltung.bayern.de/Anlage1928142/VorsorgefuerUnfall,KrankheitundAlter.pdf

Ganz wichtig: die eigene Patientenverfügung kann jederzeit widerrufen werden!

Eure Nachteule!

Hitze, Blitz & Donner und weitere Sommergefahren!

Auch wenn der meteorologische Sommerbeginn erst offiziell am 01.06.2016 beginnt, durften wir in den letzten Tagen schon mal einen ersten Hauch von Sommer spüren…mit all seinen schönen aber auch gefährlichen Seiten.

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Ganz aktuell machen wir an vielen Orten zur Zeit Bekanntschaft mit zum Teil heftigen Unwettern mit Gewitter, Hagel und Starkregen. Zu diesem Thema gibt es von Arbeitsschutz im DRK – kurz AiD eine sog. gelbe Karte zum Thema „Einsätze bei Unwettern“ www.baden-wuerttemberg.drk.de/arbeitsschutz//downloads/AiD-Schriftenreihe/Sondernewsletter/AiD_Gelbe_Karte_Unwettereinsaetze.pdf

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So ganz allmählich werden auch die Temperaturen wieder so sommerlich und die Freibäder und Badeseen öffnen ihre Pforten und es heißt wieder – „Anbaden“. Die Wasserwacht des DRK (www.wasserwacht.de) gibt  praktische Tipps, wie beim Badespaß alle gesund und munter bleiben:

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Aber was wäre wenn es zu einem Badeunfall kommt? Wie war das doch gleich mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung? Was mache ich bei einem Sonnenstich? Diese und sehr viel mehr Fragen bekommt beim nächsten Rotkreuzkurs beantwortet : www.rotkreuzkurs.de – also ruhig mal vorbei schauen.

Denn die nächste Hitzewelle kommt bestimmt…ein paar coole bzw. heiße Tipps gibt es z.b. im Hitzenewsletter von AiD: http://www.baden-wuerttemberg.drk.de/arbeitsschutz//downloads/AiD-Schriftenreihe/2013/06%20Hitzealarm/2013-06_AiD-Info_Hitzealarm.pdf

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…viele weitere Tipps sind auch hier zu finden:

https://nachteuleblog.com/2015/06/03/coole-tipps-fur-heise-tage-teil-1/

– https://nachteuleblog.com/2015/06/04/das-event-in-tubingen-und-coole-tipps-fur-heise-tage-teil-2/

– https://nachteuleblog.com/2015/06/05/der-tag-des-donuts-und-coole-tipps-fur-heise-tage-teil-3/

https://nachteuleblog.com/2015/06/07/coole-tipps-mit-grill-und-schokoladen-eis-fur-heise-tage-teil-4/

Nicht zu unterschätzen sind auch die Hitzeentwicklungen im Auto:

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Auf die Gefahren beim Grillen macht z.B. Paulinchen aufmerksam: Paulinchen e.V. ist die Elterninitiative für brandverletzte Kinder (www.paulinchen.de) und informiert sehr gut und ausführlich zu diesem wichtigen Thema.

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Also schön aufpassen beim Grillen…auch hier hilft der Besuch eines Rotkreuzkurs, um im Notfall richtig reagieren zu können, z.B. bei Verbrennungen:

  • auf die eigene Sicherheit achten
  • Kleiderbrände sofort löschen
  • verbrühte Kleidung vorsichtig entfernen,   eingebrannte Kleidung an lassen
  • Notruf 112
  • kleinflächige Verbrennungen (bis maximal Handgröße) mit fließendem Wasser kühlen
  • Blasen nicht öffnen
  • Wärmeerhalt

In diesem Sinne – passt auf euch auf und genießt die Sommertage!

Eure Nachteule

Der Weltrotkreuztag und das Deutsche Rote Dach!

Einen wunderschönen, sonnigen guten Morgen!

Heute ist wieder Weltrotkreuztag (siehe auch im folgenden Post: https://nachteuleblog.com/2015/05/08/weltrotkreuztag-tutti-fratteli/).

Nachdem ich schon ein bisschen was zur Geschichte erzählt hat, möchte ich heute was zu unserer neuen Kampagne erzählen: zur Einstimmung hier das Video dazu: https://youtu.be/1e0yqlqU4l0

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Unter dem Motto „Zeichen setzen“ startet das DRK in seine neue Kampagne. Im Zentrum steht das Logo des Deutschen Roten Kreuzes, das sich in die Motiv-Icons und Headlines vielfältiger Angebote und Aufgaben des DRK verwandelt. Die Kampagne möchte so das Bild, das die Menschen vom DRK haben, in Bewegung bringen, ihnen zeigen, wofür das DRK steht und sie gleichzeitig dazu einladen, mit der eigenen Unterstützungsleistung ein Zeichen zu setzen.

5b4e7c91d6Auch das JRK macht mit!

Der nächste Kampagnenhöhepunkt wird am Internationalen Tag der Ersten Hilfe im September 2016 sein.

Nähere Informationen findet ihr auch auf der Seite https://www.drk.de/das-drk/setze-ein-zeichen/

Einen schönen Sonntag bzw. Muttertag wünsche ich euch noch!

Eure Nachteule

Die Skepkon 2016…Tag 3 – volles Programm und leider schon wieder zu Ende!

Und schon brechen wir in den letzten Tag der diesjährigen Skepkon auf…spannende Themenbereiche stehen an: Gesundheit, Pädagogik und freie, sonstige Themen.

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Begonnen haben wir heute Morgen pünktlich um 9:30 Uhr – noch nicht ganz voll besucht (war bei einigen wohl doch etwas länger bei den Themenstammtischen gestern Abend ;-)..)- mit den freien Themen…

Norbert Aust berichtet über Freie Energie und Nullpunktsenergiemaschinen – die Lösung aller Engergieprobleme.

Auszug aus dem Abstract:“Gibt es Energiequellen, die jedem quasi grenzenlos zur Verfügung stehen, praktischnichts kosten und außerdem keinerlei Belastung für die Umwelt ergeben? Existieren Lösungen für eines der dringendsten  Probleme der Welt, die aber von bestimmten Interessengruppen unterdrückt werden? Im Internet werden zahlreiche Maschinen und Apparate gezeigt, die angeblich mehr Energie abgeben, als sie aufnehmen. Es handelt sich aber dabei keineswegs um Perpetua Mobilia, denn schließlich zapfen sie in irgendeiner Form ein unendliches Energiefeld an – sagen zumindest die Erfinder. “

Ein Beispiel für so eine Maschine findet sich auf der Seite www.wirbelsysteme.de auf der Wein-, Wasser- und Lebensmittelspiralen von 55€ bis 555€ angeboten werden…ähm ja..okay..

Um das Ganze auch nochmal wissenschaftlich genauer zu betrachten, wurde es sogar physikalisch heute Morgen: Norbert Aust erklärte die Begriffe Arbeit, Bewegung und Widerstand an einem ganz einfach Beispiel: Wenn ich aufstehe, verrichte ich Arbeit, will ich was zum Frühstücken holen, muss ich mich bewegen. Bleibe ich aber liegen im Bett ist der Widerstand größer gewesen ;-)!

Dr.-Ing. Norbert Aust studierte Allgemeinen Maschinenbau an der TU Darmstadt und promovierte über ein Thema aus dem Bereich Thermischer Turbomaschinen. Seit Ausscheiden aus dem aktiven Berufsleben beschäftigt er sich intensiv mit den Grundlagen der Homöopathie und den Nachweisen zur Wirksamkeit.

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Nach so vielen Energien ging es dann zu einem sehr wichtigen Thema: Organspende. Verweisen möchte ich gleich auf den am Tag der Organspende (diesmal am 04. Juni 2016) und den da erscheinenden Blogartikel zum Thema Organspende, Organpate und Patientenverfügung hier auf diesem Blog. Schaut doch gerne nochmal hier vorbei!

Zweifel am Hirntod: Wie die Esoterik-Szene Organspenden verhindert – Dr. Benedikt Matenaer

Auszug aus dem Abstract: „Die Hirntoddiagnostik gehört zu den sichersten Diagnosen und ist international seit

Jahren im Kern unumstritten. Weltweit wurde bislang kein Fall von korrekt durchgeführter Hirntoddiagnostik und nachfolgender Besserung der Hirnfunktion publiziert. Gleichzeitig gibt es kaum einen breiteren gesellschaftlichen Konsens als die grundsätzlich positive Bewertung der Bereitschaft zur Organspende. Trotzdem steht Deutschland im internationalen Vergleich bei durchgeführten Organspenden eher auf den hinteren Plätzen…okay…wir stehen auf dem letzten Platz! Dies kann nur bedingt durch die jüngsten Skandale um manipulierte Organvergaben erklärt werden. Auch in den Jahren davor war die Spendenzahl in Deutschland eher unterdurchschnittlich.

Veranstaltungen der Esoterik-Szene streuen häufig subtile, pseudowissenschaftlich untermauerte Zweifel am Konzept des Hirntods. Volkshochschulen, Familienbildungsstätten, aber auch teilweise medizinische Institutionen bieten Vertretern dieser Szene eine Plattform. Die Reaktion der Fachwelt bzw. der Ärzteschaft darauf ist ähnlich wie bei der Impfdiskussion eher verhalten. Seit dem 01.08.2012 gibt es im Transplantationsgesetz die sog. Entscheidungslösung – alle Versicherten ab dem 16. Lebensjahr werden angeschrieben und im eine Entscheidung gebeten. Immerhin schon mal ein erster Anfang.

Mehr Informationen bekommt man auch unter www.organspende-wiki.de und ein schöner Satz zum Abschluss: Spenderherzen schlagen länger

Hier schon mal der Kurzverweis zum eigenen Organspende-Ausweis (https://www.organspende-info.de/) …mehr dazu am 04. Juni!

Dr. med. Benedikt Matenaer ist Facharzt für Anästhesie, Schmerztherapeut und Palliativmediziner und beschäftigt sich schon länger mit diesem Thema.

Ein spannendes und hoch aktuelles Thema ist das Thema von Frau Prof. Dr. Bettina Bussmann: Erkenntnisse und Irrtümer der Genderforschung.

Abstractauszug: „Dass die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Mann und Frau zum Gegenstand einer eigenen Forschungsrichtung wurden, ist sehr neu: Die Genderforschung entstand aus der feministisch orientierten Frauenforschung in den 1960er Jahren und wurde im Wintersemester 1997/98 mit einer der ersten Professuren an der Humboldt- Universität zu Berlin verankert. Viele weitere folgten, und momentan gibt es im deutschsprachigen Raum ca. 250 Professuren in diesem Bereich. Doch das Wissen um die Ziele und Erkenntnisse der Genderforschung muss nicht nur in der Bevölkerung, sondern auch in akademischen Kreisen als unzureichend bezeichnet werden. Dies wiegt umso schwerer, da die theoretischen Grundannahmen und die daraus abgeleiteten politischen Forderungen dieser Disziplin mittlerweile in universitäre Curriula, in Bildungspläne, in Schulbücher sowie auch in politische Programme Eingang gefunden haben.

„Genderdenken“ erfordert ein Umdenken, das viele Menschen nicht leisten können, weil sie es nicht verstehen können oder wollen oder weil sie bestimmte Grundannahmen anzweifeln und die gesellschaftlichen Folgen auf mehreren Ebenen für schädlich halten. “

Sehr spannend war die sich anschließende Diskussion, wo auch hier im Plenum sehr unterschiedliche Meinungen zu diesem Thema vorherrschten.

Im Internet lassen sich zu diesem Thema viele Quellen finden – ob seriös oder unseriös ist auf den ersten Blick nicht immer gleich erkennbar. Auf den Seiten des Bundesministerium für Bildung und Forschung ist ebenfalls was zum Thema zu lesen: www.bmbf.de/de/genderforschung-222.html.

Bettina Bussmann ist seit 2014 Assistenzprofessorin für Philosophiedidaktik an der Universität Salzburg. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich mit der Frage, welche Rolle die empirischen Wissenschaften für unser Selbstverständnis, unser Handeln und die Beantwortung philosophischer Fragen hat.

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Dann ging es in die wohlverdiente Mittgaspause…Wir haben einen Kurztrip in die Hafencity gemacht und auf dem dortigen heutigen Food Lovers Market einen sehr leckeren Dry Age Burger in der Sonne genossen.

Nach der Pause ging es dann mit dem Abschnitt Gesundheit weiter…

Philipp Schmid – Kommunikation von und mit Impfgegner

Spannender und immer wieder aktuelles Thema – hier der Abstract: „Impfungen gelten als Meilensteine des wissenschaftlichen Fortschritts. Die von den Gesundheitsbehörden empfohlenen Impfungen verhindern weltweit jährlich Millionen von potentiellen Krankheits- und Todesfällen. Dennoch sind mangelnde Impfbereitschaft bei spezifischen Impfungen, wie beispielsweise Influenza, und sogar Ablehnung von Impfungen im Allgemeinen keine Seltenheit. Die Gründe für diese sogenannte Impfmüdigkeit in Deutschland und allen weiteren Mitgliedstaaten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind vielseitig. Neben einem fehlenden Bewusstsein für die Folgen von impfpräventablen Krankheiten und der damit verbundenen Wahrnehmung, dass Impfen nicht relevant ist, sowie organisatorischen Hindernissen vor Erhalt einer Impfung und einer rationalen Berechnung von individuellem Nutzen und Risiken der Impfung, führen auch Impfmythen und Falschwissen zur Ablehnung von Impfungen. Die Verbreitung der Impfmythen wird maßgeblich durch die Art der Kommunikation und die Wahl der Kommunikationskanäle von Impfgegnern zu einem ernstzunehmenden Risikofaktor für die Gesundheit des Konsumenten solcher Falschinformationen.

Die Relevanz des Einflusses von Impfmythen und Einzelfallberichten auf die individuelle Impfentscheidung wird vor allem durch die starke Präsenz dieser Informationen im Internet und den Effekt solcher Informationen auf die Risikobewertung von Impfungen deutlich.

Die von Impfgegnern genutzten Medienkanäle, wie beispielsweise das Internet, öffentliche Fernsehdebatten und/oder Interviews, bieten allerdings auch für Gesundheitsbehörden und Impfbefürworter eine Chance zur Korrektur von Falschinformation. Um effektive Korrekturen von Falschwissen zu gestalten, ist das bloße Präsentieren von wissenschaftlichen Fakten jedoch nicht hinreichend. Ganz im Gegenteil, psychologische Forschung zeigt, dass die unbedachte Korrektur von Falschwissen im schlimmsten Fall zur Verstärkung des Falschwissens führen kann. Psychologische Ansätze bieten vor allem bei der Aufbereitung von schriftlichem Informationsmaterial Hilfestellung bei der Aufklärung von Impfmythen.

Eine schöne Übersicht für die Gründe des Nicht-Impfen erklärt er am sog. 4C-Modell:

  1. Complacency – die selbstzufriedenen Ignoranten: fehlendes Bewußtsein für die Gefährlichkeit von impfpräventablen Erkrankungen und die Notwendigkeit von Impfungen
  2. Confidence – die Impfkritiker: fehlendes Vertrauen in die Sicherheit von Impfungen, Impfkritik
  3. Calculation – die Nutzenabwäger: Nutzen-Risiko-Abwägung
  4. Convenience – die bequemen Gestressten: Bequemlichkeit, Vergesslickeit

Die beste Art, um mit Impfgegner/kritiker in einen Austausch zu kommen, ist eine evidenzinformierte Kommunikation, die zielorientiert ist (Targeting

  • Selbstzufriedene Ignoranten: erläutern die Krankheitsrisiken und adressiere sozialen Nutzen
  • Bequemen Gestressten: verringerte strukturelle Barrieren & unterstütze die wahrgenomme Selbstkontrolle
  • Imfpkritiker: Korrigiere Mythen und Falsch wissen
  • Nutzenabwäger: adressiere den sozialen Nutzen & etabliere ein Anreizsystem

Philipp Schmid ist Doktorand im PIDI-Lab (Psychology and Infectious Diseases Lab) an der Universität Erfurt. Im Rahmen seiner Promotion und in Projekten mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) beschäftigt er sich insbesondere mit dem Phänomen der Impfmüdigkeit.

Und noch ein bisschen was zum Thema Kosmetik…Beauty-Blogs schießen wie Pilze aus dem Boden auf YouTube und versprechen einem das Blaue vom Himmel. Grund genug um Claudia Courts interessiert zu zu hören – denn wer möchte nicht jung und schön aussehen ;-)!?

Claudia Courts – Wer schön sein will, muss…zahlen: Teure Beautyprodukte und ihre Versprechen aus pharmazeutischer Sicht.

Im Abstract ist zu lesen: „Wer sich mit Werbung in Fernsehen und Printmedien auseinandersetzt, kommt um die Preisung teurer Beautyprodukte für Mann und Frau nicht herum. Die Reklame setzt dabei auf einen vorgeblich „wissenschaftlichen“ Anstrich, es wird mit allerlei kompliziert klingenden Begriffen hantiert.

Dem Verbraucher werden hier wahre Wunder versprochen; von „belegter Wirksamkeit“ ist die Rede. Doch wie sehen die Studien aus, die von einschlägigen Kosmetikkonzernen als Evidenz angeführt werden? Was steckt hinter den kryptischen Namen neuer „Wirkstoffe“ wie Pro-Cellium-Keratin, Filloxane, Elasti-Flex & Co.? Und welche Wirkung entfalten Q10 und Hyaluronsäure am Körper wirklich?

Auch in Apotheken werden derlei Produkte verkauft. Gibt es wirksame Rezepturen? Welche Bestandteile sind pharmazeutisch sinnvoll – oder reicht es, wenn man/frau jeden Morgen Vaseline appliziert? Der Vortrag soll aufklären über falsche Versprechen der Kosmetikindustrie und wissenschaftlich sinnvolle Alternativen in den Bereichen Pflege und Kosmetik. Die pseudowissenschaftlichen Behauptungen, die in Werbung und Produktbeschreibungen aufgestellt werden, halten einer Überprüfung nicht stand und bewegen, die mangelnde wissenschaftliche Kenntnis und Naivität der Kunden ausnutzend, selbige dazu, aberwitzige Preise für wenig wirksame Produkte zu bezahlen.“

Claudia Courts studiert Pharmazie und betreibt das skeptische Blog „Cloudpharming“ (http://cloudpharming.blogspot.de/) , in dem sie unter anderem aktuelle Strömungen in der pharmazeutischen Landschaft, vor allem solche esoterischer Natur, kritisch beleuchtet. Um Esoterik geht es auch im gemeinsam mit ihrem Mann, Cornelius Courts, betriebenen Podcast, der (L)Esostunde (http://lesostunde.blogspot.de/).

Zum Abschluss gab es noch zwei Vorträge aus dem Bereich der Pädagogik:

Dr. Benedikt Wisniewski – Pädagogik zwischen Wissenschaft und Mythenbildung

Interessante Passagen aus dem Abstract: „Pädagogische Mythen sind allgegenwärtig – in Form von Phrasen und Floskeln, die es irgendwie geschafft haben, pädagogisches Allgemeingut zu werden, ohne einer empirischen Prüfung standzuhalten. Eine Mythenbildung ist aber nur dort möglich, wo Wissenschaft versagt. Der schul- und bildungspolitische Diskurs wurde in jüngster Vergangenheit durch mehrere Bestseller zum Massenthema angefacht – beispielsweise durch Werke von Richard David Precht, Jesper Juul oder Gerald Hüther. Deren Werken ist gemein, dass reformpädagogische Ideen des letzten Jahrhunderts durch angeblich neue Erkenntnisse der Pädagogik und ihrer Nachbardisziplinen als richtig belegt werden. Die Argumentation ist dabei oft ein „Wedeln mit qualmenden Klischeefackeln“ (FAZ), denn viele der aufgegriffenen Ideen und Begrifflichkeiten der Reformpädagogik sind in Wirklichkeit Worthülsen, die unzureichend oder gar nicht durch Forschung abgesichert wurden. In vielen Fällen werden pädagogische Ideen referenziert, die von vielen Personen intuitiv als richtig akzeptiert werden, die sich bei genauerem, skeptischem Hinsehen aber als widerlegbar herausstellen. “

Mythos 1: Hirngerechtes Lernen

In der Neurodidaktik postulierten Caine & Caine 1997 folgende „neue“ zentrale Erkenntnisse:

Lernen ist effektiver

  • in sozialen Situationen
  • wenn Interesse der Lernenden berücksichtig werden
  • wenn das vorhandene Vorwissen mobilisiert
  • wenn positive Emotionen beteiligt sind
  • wenn individuelle Unterschiede berücksichtigt werden
  • in einer unterstützenden, motivierenden und herausfordernden Umgebung

Diese Ergebnisse sind allerdings nicht neu, sondern gibt es schon ganz lange!

ABER: Die aktuelle Hirnforschung kann nicht zur Klärung theoretischer Kontroversen beitragen!

Mythos 2: Lerntypengerechtes Lernen

Bekannt sind die Lerntypen nach Vester (1975) : Visuell, auditiv, haptisch, kognitiv-intellektuell.

Hier wird allerdings

  • ein Gleichsetzen von Infoaufnahme und Lernen dargestellt
  • Übersehen von Verständnis als zentrale Komponente
  • Kontext- und Lernzielunabhängigkeit gezeigt

Empirisch sind allerdings keinerlei Effekte nachweisbar!

Auch die bekannte Einteilung von Dale (1946) Lernen besteht aus : 10 % Hören, 20 % Sehen, 40 %Hören + Sehen, 90 % Tun ist eine frei erfundene Einteilung und auf keinerlei Forschung basierend. Selbst der Autor zweifelte seine Einteilung an, die von einem Unbekannten mit Prozentwerten versehen wurde!

Mythos 3: Neue Lernkultur

Minimale Guidance:

Offener Unterricht gestattet es dem Schüler, sich unter der Freigabe von Zeit Raum und Sozialform Wissen anzueignen und hat einen offenen Lehrplan.

ABER:

  • vage Interpretationsvielfalt
  • Reduktion auf einfache Gegensätzlichkeiten
  • Emotiv-programmtischer Gehalt (Unterricht soll offen sein)

Was aber klar herauskommt:

Je mehr vorher schon bekannt ist, desto weniger Anleitung brauche ich!

Weiß der Schüler nicht so viel im Vorfeld zu dem Thema, ist eine direkte Instruktion besser:

Vom Bekannten zum Unbekannten!

Mythos 4: Methodentraining

Heinz Klippert. Fachliche und sachlich Inhalte zurücke, mehr in Fokus auf Schlüsselkompetenzen (Info gewinnen etc.) Schwerpunkt auf selbstgesteierten Lernen und Vermittlung eund Einübung elementarer Lernmethoden …so ein Blödsin! Hat kein erkennbares Ziel, leht keine Qualität und Leistunskriterien fest!

Es ist tatsächlich zu sagen, dass John Hattie mit seinen Studien auf dem richtigen Weg ist und er postuliert die drei Wichtigsten Punkte , was den Lernerfolg angeht:

  • eine gute Lehrer-Schüler-Beziehung
  • man darf eine hohe Erwartungen die man Schüler stellen
  • unmittelbares Feedback von den Schülern einholen!

Pädagogik ist zu selten evidenzbasiert – das muss sich ändern!

Dr. Benedikt Wisniewski ist zentraler staatlicher Schulpsychologe für die Oberpfalz. Er ist Autor und Herausgeber verschiedener Fachbücher im Bereich der Pädagogik und pädagogischen Psychologie.

Und zum Schluss wurde es auch nochmal spannend mit Andre Sebastiani – PISA zwischen Wissenschaft und Testeritis.

PISA beherrscht seit 2000 die Bildungsdebatten!

Aber es gibt durchaus berechtigte Kritik an den Zielsetzungen und auch Kritik an der Methodik (Curriculare Validität, Aufgabenqualität). Aber auch Zweifel an der Vergleichbarkeit und Statistsiche Mängel liegen vor! Zudem ist die Interpretation der Ergebnisse nicht eindeutig und wenn sich keine Konsequenzen daraus ergeben ist diese Studie sinnlos.

Hier noch ein interessanter Artikel über die PISA Studie:

<<PISA_2012_Zusammenfassung.pdf>>

Gegen 18 Uhr war die diesjährige SkepKon 2016 zu Ende…viele interessante und vielfältige Vorträge haben wir in den letzten drei Tage gehört und ich freue mich schon auf den 29.4.-01.05.2017 wenn in Berlin die SkepKon 2017 ihre Türen wieder öffnet!

Bis dahin – immer schön skeptisch bleiben!

Eure Nachteule

 

 

 

Märchen und Gemetzel mit Hoaxilla & Luci van Org beim Hamburger Hafengeburtstag

Am Freitag Abend war es soweit – da wir die Auswahl zwischen verschiedenen Themenstammtischen bei der SkepKon und einer Lesung von Hoaxilla und Luci van Org zum Thema Märchen, Mythen und Gemetzel hatten, hatten wir uns für die MS Stubnitz und die Lesung entschieden…

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Eine tolle Wahl, wie ich finde. Zum einen war die Location mehr als außergewöhnlich und auch die musikalische Lesung war toll. Das Rostocker Kultschiff, die MS Stubnitz, ist ein ehemaliges DDR-Kühlschiff, welches seit Spätsommer 2015 am Baakenhöft in der Hafencity vor Anker liegt. Hier finden seit 1992 regelmäßig Konzerte, Partys und andere Events in ungewöhnlicher Akustik und einzigartiger Atmosphäre statt. Mehr darüber findet ihr unter https://ms.stubitz.com.

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Nachdem der wacklige Steg erklommen und wir von einer charmanten „Dame“ in Empfang genommen wurden, führte man uns einmal über das Schiff in Richtung der Katakomben. Passend zum Thema fand die Lesung unter Deck statt in einem ..nun ja…ich denke mal alten Lagerraum bzw. Kühlraum. Nach der gemeinsamen Begrüßung und dem ersten Lied von Luci van Org (unplugged – nur mit Gitarre und ihrer wahnsinnigen Stimme) legte die Hoaxmistress Alexa los mit der original Geschichte von Schneewittchen der Gebrüder Grimm (gelesen aus dem Buch „Psycho im Märchenwald“ – bestellbar über die gängigen Buchhändler oder auch im Independent-Verlag Roter Drache http://www.roterdrache.org/) …und das Buch kann ich nur empfehlen!

Eigentlich sind es ja Kinder- und Hausmärchen, die die Gebrüder Grimm geschrieben haben, aber habt ihr die wirklich mal gelesen? Blutrünstig und relativ gewaltvoll und zum Teil echt grausam sind diese „Kindermärchen“.

Alexa Waschkau hat dieses Buch zusammen mit Sebastian Bartoscheck geschrieben, seines Zeichen Psychologe und dieser nimmt sich im Anschluss an die original Geschichte diese einmal aus psychologischer Sicht vor. Auch daraus las Alexa ein paar interessante Ergebnisse vor. Im Buch werden noch mehr der beliebtesten Märchen der Brüder Grimm mit ihren kulturhistorischen Wurzeln und psychologischen Deutungen beleuchtet und es werden nicht wenige makabre Details ans Tageslicht befördert!

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Dann folgte Luci von Org mit Ihrer Version der Geschichte.…nun ja…ganz jugendfrei ist diese allerdings nicht: „Schneewittchen und die Kunst des Tötens“ spielt in Berlin und handelt u.a. von BDSM, LARP, Serienmördern und noch weiteren außergewöhnlichen Begebenheiten – Lesetipp! Erschienen und bestellbar im U-Line Verlag http://www.u-line-verlag.de/shop/schneewittchen-und-die-kunst-des-toetens/ – oder auch bei anderen Buchhändlern eures Vertrauens.

Den Abschluss gestaltete der Hoaxmaster Alexander Waschkau, der exklusiv aus dem noch nicht erschienenden Band 2 der „HoaX-Files“ vorlas und wertvolle Tipps zur Vorbereitung auf die drohendende Zombieapokalypse gab! Die Hoaxfiles lassen sich direkt hier bestellen: www.jmb-verlag.de.

Er verwies auch auf das CDC – Centers for Disease Control and Prevention in den USA, welches Tipps und Vorbereitungsmaßnahmen im Falle einer Zombiebedrohung auf seiner Internetseite gibt, in seiner Rubrik Zombie Task Force (http://www.cdcfoundation.org/zombies).

Hafen

Die Lesung von Hoaxilla und Luci van Org fand im Rahmen einer Veranstaltung währen des 827. Hafengeburtstag in Hamburg statt. Über 1 Million Menschen kommen jedes Jahr nach Hamburg und erleben das Schlepperballet und die große Ein- und Auslaufparade und viele, viele weitere Veranstaltungen rund um den Hafen und zum Teil auch über die ganze Stadt verteilt.

Feuerwerk auf dem 819. Hamburger Hafengeburtstag über dem Niederhafen

Ganz viele Informationen, Bilder etc. findet ihr hier auf diesen beiden Seiten:

http://m.abendblatt.de/hamburg/article207534267/Ein-perfekter-Start-fuer-das-grosse-Fest-auf-der-Elbe.html

& http://www.hamburg.de/hafengeburtstag/

Spontan durften wir Abends noch einem Music Dinner im Restaurant Heimat Küche+ Bar (www.heimatkuecheundbar.de)  mit Tripod (www.facebook.com/tripodhamburg/)  beiwohnen…ein gelungener Abschluss eines tollen Tages!

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Sonnige Grüße!

Eure Nachteule