Snooker 2026 – Das German Masters in Berlin

Die German Masters 2026 im Berliner Tempodrom endeten mit einem klaren 10:4‑Finalsieg von Judd Trump über Shaun Murphy am Sonntagabend und boten eine Woche lang Snooker der absoluten Weltklasse.

Vom 26. Januar bis 1. Februar 2026 war das Tempodrom erneut Bühne für das einzige Weltranglistenturnier auf dem europäischen Festland. Die Topstars der Tour kämpften im K.-o.-System um Ranglistenpunkte und ein Gesamtpreisgeld von über einer halben Million Pfund. Im Endspiel setzte sich Judd Trump mit 10:4 durch: Er führte bereits nach der ersten Session 5:3 und dominierte am Abend mit konsequentem Breakbuilding und sicherer Chancenverwertung. Shaun Murphy, der zuvor u.a. Neil Robertson im Halbfinale mit 6:1 deklassiert hatte, kam im Finale nicht mehr an sein Niveau aus den Vorrunden heran.

Ich freue mich für Judd, der es wirklich verdient hat…auch wenn ich  – unschwer zu erkennen – einen anderen Favoriten hatte!

Was ist eigentlich dieses Snooker?

Snooker ist eine Billardvariante, die auf einem großen Tisch mit sechs Taschen, 15 roten und 6 farbigen Bällen plus weißem Spielball gespielt wird. Ziel ist es, mehr Punkte als der Gegner zu erzielen, indem man zuerst immer eine rote Kugel (1 Punkt) und danach eine der Farben versenkt, die je nach Farbe 2 bis 7 Punkte zählen. Solange ein Spieler korrekt trifft und locht, bleibt er am Tisch; verfehlt er oder begeht ein Foul, ist der Gegner an der Reihe. Sind alle roten Bälle weg, werden die Farben in fester Reihenfolge (von Gelb bis Schwarz) abgeräumt, und wer am Ende mehr Punkte hat, gewinnt den Frame.

Die „147“ ist dabei eine magische Zahl….„147“ ist das höchstmögliche Break im Snooker und gilt als eine Art Perfektion am Tisch. Ein Break ist die Punktserie, die ein Spieler in einem einzigen Auftritt am Tisch erzielt, ohne dass der Gegner dazwischen spielt.

Mehr dazu habe ich in einer kleinen Blogpost-Reihe von meinem ersten Masters-Erlebnis beschrieben: https://nachteuleblog.com/2014/04/04/snooker-die-faszinierende-welt-der-kugeln/

Historische Entwicklung von Snooker

Snooker entstand im 19. Jahrhundert in Britisch-Indien, als britische Offiziere bestehende Billardspiele kombinierten und variierten. Der Offizier Neville Chamberlain (nicht identisch mit dem späteren Premierminister) wird häufig als Erfinder der Regeln genannt; der Begriff „snooker“ war ursprünglich ein Spitzname für unerfahrene Kadetten.

Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts verbreitete sich das Spiel in Großbritannien, vor allem in Gentlemen’s Clubs. 1927 wurde erstmals die Snooker-Weltmeisterschaft ausgetragen, die bis heute das prestigeträchtigste Turnier der Szene ist.

Seinen großen Popularitätsschub erlebte Snooker in den 1970er- und 1980er‑Jahren, als farbige TV‑Übertragungen in Großbritannien starteten und die bunten Bälle besonders gut zur Geltung kamen. TV‑Shows wie „Pot Black“ machten Spieler zu Stars und legten den Grundstein für die moderne, professionelle Snooker‑Tour mit Weltrangliste, Weltranglistenturnieren wie den German Masters und dem heute globalen Publikum.

Eine Besonderheit durfte ich 2014 erleben – ich hatte in Berlin bei den German Mastern zwei Karten für das Finale in Sheffield gewonnen und was es da alles zu Erleben gab (und warum ich im englischen Fernsehen aufgetaucht bin – ist hier zu lesen: https://nachteuleblog.com/2014/05/07/das-cruicible-theater-in-sheffield-ein-ort-wo-weltmeister-gekurt-werden/

Die emotionale Atmosphäre im Tempodrom und viele Spielszenen der German Masters 2026 hat der Fotograf Guido Hermann in einer eigenen Snooker‑Galerie festgehalten und stellt seine Bilder allen Interessierten auf seinen Social Media Kanälen zur Verfügung…wie z.B. dieses hier:

Wer noch mehr lesen möchte – 2015 gab es eine mehrteilige Serie zu unseren Snooker-Erlebnissen in Berlin: https://nachteuleblog.com/2015/02/05/berlin-berlin-ich-fahre-nach-berlin-3/

Schön war es in diesem Jahr auch, dass wir es geschafft haben, die „alte“ Truppe wieder zusammenzuführen, die sich vor 13 Jahren beim German Masters in Berlin auf gemeinsamer Autogrammjagd gefunden hat und sich fast jedes Jahr seitdem wieder dort trifft!

In diesem Sinne – let`s get the boys on the baze!

Eure Nachteule!

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