Die Skepkon 2016…Tag 2 – volles Programm mit Mitgliederversammlung und den Abschnitten Gentechnik & Großstadtmythen

Nach einem gut besuchten Zuschauertag am Donnerstag, starteten wir am Freitagvormittag traditionell mit unserer Mitgliederversammlung.

Schwarzer isolierter Button mit Symbol zeigt Mitgliederversammlung

Kurze Stärkung auf dem Hamburger und ein bisschen Sonne tanken war in der Mittagspause angesagt…selbst Hermes genießt das traumhafte Wetter hier im hohen Norden.

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Alle Vorträge von heute und morgen finden sich als Abstracts auch unter https://www.skepkon.org/images/PDF-Abstracts/GWUP-Abstracts-Konferenz2016-LoRes.pdf

Um 14:30 Uhr ging es dann los mit dem Abschnitt Gentechnik.

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Martin Moder referierte zur Fragenstellung „Giftige Gene? – Grüne Gentechnik vs. hartnäckige Gerüche“

Auszug aus dem Abstract: „Seit zwei Jahrzehnten verändern wir gezielt das Erbgut von Nutzpflanzen, um sie für unsere Bedürfnisse zu optimieren. Dreizehn Prozent der globalen Anbaufläche sind mittlerweile mit gentechnisch modifizierten Nutzpflanzen besetzt. Auch Deutschland importiert jährlich Millionen Tonnen gentechnisch verändertes Futtermittel für die Tierzucht. Ist das ein wünschenswerter Trend oder bedenklich? Rechtfertigt der Nutzen etwaige Risiken? Wie steht es um Resistenzbildung, Pestizideinsatz, Ertrag und Einkommensveränderungen der Bauern?“

Es geht um GMO – gentechnisch veränderte Organismen: wo fängt Gentechnik an, wo hört sie auf?

Es gibt verschiedene Zuchtverfahren, die man grob in drei Kategorien einteilen kann:

  • Klassische Kreuzung: hier kreuzt man gezielt Individuen einer Sorte, bei denen gewünschte Eigenschaften und Merkmale sehr stark ausgeprägt sind. So sind z.B. viele großen Äpfel ein Ergebnis solcher Kreuzungen. Das aber auch bei solch einer klassischen Kreuzung mal was schiefgehen kann, zeigte in den 1960er Jahren die Lenape-Kartoffel. Sie wurde durch klassische Kreuzung hergestellt und ist besonders resistent gegen Freß-Feinde, allerdings hatte diese Sorte eine hohe Menge an Alkaloiden in sich, dass es bei einigen Menschen zu Vergiftungserscheinungen kam und diese Sorte dann wieder vom Markt genommen werden musste. Abhängig von der Dosis und vom jeweiligen Wirkstoff kann die Einnahme von Alkaloiden therapeutische, halluzinatorische oder sogar tödliche Folgen haben – das Alkaloid der Kartoffel heißt übrigens Solanin.
  • Mutagnese: Hier wird Saatgut entweder radioaktiv bestrahlt oder mit Mutations-induzierende Chemikalien behandelt. Als Beispiel sei hier der Golden Haidegg genannt, der aus dem Golden Delicious „entwickelt“ wurde.
  • Moderne Gentechnik: hier werden meist nur ein- bis sechs einzelne Gene verändert, eingebracht oder inaktiviert. Eine der häufigsten praktizierte genetosche Veränderung ist das Einbringen von Schädlingsresistenzen – man fürht ein Gen ein, welches ein Protein erzeugt, das für Schädlingen toxisch, aber für uns Menschen unbedenklich ist. Das Problem der modernen Gentechnik       ist, dass die Artenbarriere überwunden werden kann – das war früher nicht möglich!

Auch ein spannendes Ergebnis brachte die genauere Betrachtung der Studie Glykosat/Round up und Tumore bei Ratten. Aussagekräftig ist diese Studie bei Weitem nicht….schon allein die Rattenart ist gänzlich ungeeignet, da sie bekannt dafür ist, bis zu 50% Spontantumore auszubilden und eine weitere Untersuchung ergab, dass bei einer Erhöhung des Glykosatgehaltes im Trinkwasser der Ratten das Letalitätsrisiko sank!

Ahhh ja…;-)!

Martin Moder ist Molekularbiologe und beschäftigt sich in seiner Freizeit gerne mit Wissenschaftskommunikation, er schreibt den Science Blog „GENau“ ( http://scienceblogs.de/genau/) und hat 2014 den Science-Slam-Europameister-Titel geholt.

Der zweite Vortrag zum Thema war von Dr. Matan Shelomi: Gentechnik-Gegnerschaft zum Schaden von Entwicklungsländern.

Eine sehr interessante Zahl gleich zu Beginn: 18 Millionen Landwirte weltweit züchten genveränderte Lebensmittel!

Auszug aus dem Abstract: „Gentechnisch veränderten Pflanzen und Tiere werden als Lösung für die Probleme mit der Nahrungsmittelproduktion weltweit angepriesen, schwerpunktmäßig für Regionen wie Afrika und Südostasien.

Die wissenschaftliche Grundlage dazu ist korrekt und unstrittig: GV-Lebensmittel sind sicher für den Verzehr und zeigen großes Potential, Bauern bei der nachhaltigen Produktion von Lebensmitteln zu helfen. Doch zwei Probleme, die an entgegengesetzten Seiten der Gentechnik-Debatte zu verorten sind, behindern die Verbreitung von GV-Technologie in den Entwicklungsländern. Zum einen die Anti-Gentechnik-Ideologie der EU, die auf eingebildeten Gesundheitsgefahren beruht; zum anderen beeinflussen externe Interessen die Handelspolitik zwischen den Ländern.“

Von 2002-2012 wurden insgesamt 1783 Studien zu GVO veröffentlich , die aber kein Auswirkungen erkennen ließen, auch gibt es bislang keine Auswirkung auf die Artenvielfalt!

Dr. Matan Shelomi ist Entomologe am Max-Planck-Institut für chemische Ökologie. Er hat an der University of California in Davis promoviert. Er schreibt über allerlei Entomologisches sowie über Skeptisches aus dem Bereich der Biologie auf Quora.com, wofür er 2012 einen Shorty Award gewonnen hat.

Kaffeepause

Dann war Kaffeepause angesagt…ein kleiner Ausflug zu einer kulinarische Besonderheit von Hamburg: dem Franzbrötchen

Zur Geschichte des Franzbrötchen wird im „Kleinen Lexikon Hamburger Begriffe“ folgende These aufgestellt: „[Sie] sind seit dem 19. Jhd. als eine Gebäckspezialität in Hamburg belegt. Zunächst bezeichnete ,Franzbrot‘ einen langen Laib Brot, das aus besonders feinem, weißem Mehl und mit Butter gebacken war, dem heutigen Baguette vergleichbar. Bald nach der Jahrhundertwende begann eine Hamburger Bäckerei, ihre Franzbrötchen in der Fettpfanne zu veredeln. Heute werden sie aus einem Hefe-Plunderteig mit viel Butter und Zimt in vielen Variationen gebacken. Dass Franzbrötchen eine regionale Spezialität sind, zeigt schon die Tatsache, dass man sie z.B. in Bremen gar nicht und in Lüneburg nur als „Hamburger“ kaufen kann.

Franzbrtchen II

Es gibt unzählige Rezeptvarianten…hier ist eine davon..für ca. 10 Stück braucht man

Für den Teig:  
500 g Mehl
40 g Hefe
70 g Zucker
250 ml Milch, lauwarm
70 g Butter
1 Prise(n) Salz
  Zitrone(n) unbehandelt, Schale abgerieben
  Für die Füllung:
100 g Butter
100 g Zucker
2 TL Zimt
  Mehl zum Ausrollen
  Fett für das Blech

Man benötigt ca. 30 Minuten für die Zubereitung und dann kann man ca. 250 kcal pro Franzbrötchen rechnen.

Zubereitung:

Zuerst einen Hefeteig herstellen: Mehl in eine Schüssel geben, in die Mitte eine Mulde drücken und die Hefe hineinbröckeln. Etwas Zucker darüber streuen, die Milch darüber gießen und die Hefe darin auflösen. Weiche Butter, restlichen Zucker, Salz und Zitronenschale auf dem Mehlrand verteilen. Von der Mitte aus alle Zutaten mit den Händen oder dem Knethaken zu einem glatten Teig verkneten. Zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat, etwa 30-40 Min.

Den Teig noch mal kräftig durchkneten. Auf der bemehlten Arbeitsfläche zu einem Rechteck von 30×25 cm ausrollen.

Die gut gekühlte Butter in dünne Scheiben schneiden und auf eine Teighälfte legen. Die andere Hälfte darüber schlagen. Die Teigränder zusammendrücken und unter das Teigstück schieben. Auf der bemehlten Arbeitsfläche zu einem Rechteck von 30 x 50 cm ausrollen.

Von der Schmalseite her 1/3 der Teigplatte zur Mitte hin einschlagen und das letzte Drittel darüber klappen, so dass drei Teigschichten übereinanderliegen. 15 Min. kühl stellen.

Dann den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche auf eine Größe von 80 x 40 cm ausrollen. Mit Wasser bestreichen. Zimt und Zucker mischen und gleichmäßig auf den Teig streuen. Die Teigplatte von der Längsseite her zu einer 6 cm breiten abgeflachten Rolle aufwickeln. Die Nahtstelle soll unten liegen. Die Teigrolle in 4 cm breite Stücke schneiden. Jedes Stück mit einem Kochlöffelstiel parallel zu den Schnittflächen kräftig eindrücken. Im Abstand von mindestens 4 cm auf 2 gefettete Backbleche setzen und zudecken. Die Franzbrötchen auf dem Blech, das zuerst gebacken wird, 15-20 Min. an einem warmen Ort gehen lassen; das 2. Blech kühl stellen, damit der Teig langsamer aufgeht. Im vorgeheizten Backofen auf mittlerer Einschubleiste bei 200°C 25 Min. backen.

Weitere Informationen zum Rezept und auch zum Franzbrötchen himself findet ihr auf www.franzbroetchen.de.

Gut gestärkt konnte man sich jetzt in die Großstadtmythen und Verschwörungen begeben…

Hermann Ritter behauptet: „Die Weltregierung tagt auf der Venus“

Auszug aus dem Abstract: „In den letzten Jahren gab es wieder einen Boom um zwei Themen im Bereich Verschwörungstheorien/Esoterik, die mit dem Nationalsozialismus in Verbindung stehen.

Das eine ist das wieder aufgetauchte Thema, dass die Kulturbringer der letzten Jahrtausende allesamt weißhäutige Heroen waren, die von einem mythischen Ursprungsland aus – heiße es Atlantis oder Lemuria oder wie auch immer – der Erde erst die Kultur gebracht haben. Eine Erweiterung dieses Themas sind weißhäutige, blonde Außerirdische, die dann auf der Erde eine Kolonie aufgebaut haben, von der aus … wir verstehen uns.

Das zweite Thema ist die von Tibet ausgehende organisierte Weltherrschaft, die auch mit Nationalsozialisten Kontakt anstrebte.

In vielen Fällen ist die Abgrenzung zwischen beiden Themen nicht oder nicht einfach zu leisten; spätestens dann, wenn atlantisches, arisches Wissen in Tibet eine Rolle spielt, ist eine Abgrenzung unmöglich.

Vielleicht besteht eine Verbindung zwischen dem mythischen Atlantis als atlantischpolar-pazifisches Inselreich, das spurlos untergeht, zu einem Rückzugsgebiet im Gebirge als tibetisch-chinesisch-mongolischen Bergreich, das spurlos besteht.

Es gibt Dinge „dort draußen“, die einen den Kopf schütteln lassen. Stichworte wie das rassische Wissen aus dem Rückenmark, die Schwarze Sonne, die Herkunft der Olmeken von den Wikingern, der Gral und seine Bindung an europäische Herrscherhäuser, Echsenwesen als geheime Weltherrscher, Hitler auf der Venus, deutsche Atombomben und Nurflügelbomber sowie die Geheimnisse im Dora-Stollen haben wieder Hochkonjunktur.

Otto Rahn, Otto Skorzeny, Karl-Maria Wiligut und die Wewelsburg – alle dürfen sie hier mitspielen – oder (wenn man den Verschwörungstheorikern glaubt) wieder mitspielen.

Gerade in der erzählenden Literatur – mehr als in „Fachbüchern“ – haben diese Themen Konjunktur. Was man von all diesen Werken zu halten hat, wird einem oft bei einem ersten Durchblättern schnell klar. Manchmal zweifelt man auch, überlegt … dann mag der Vortrag Lesehilfe sein, ein wenig Unterhaltung, ein wenig Aufklärung.“

Und das war er auch…es ist unglaublich, was auch heutzutage noch an Unsinn geglaubt und verbreitet wird.

Ein Hinweis soll auch gleich auf sein neues Buch gemacht werden, welches ich mir sicher noch besorgen werde, sobald es geht!

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Hier die genauen Buchdaten: Hermann Ritter, Johannes Rüster, Dierk Spreen, Michael Haitel (Hrsg.) HEUTE DIE WELT – MORGEN DAS GANZE UNIVERSUM Rechtsextremismus in der deutschen Gegenwarts-Science-Fiction ; Mai 2016, Paperback, ISBN 978 3 95765 049 8 – EUR 11,90 (DE), eBook-ISBN 978 3 7396 5212 2 – EUR 5,99 (DE)

Hermann Ritter schloss sein Sozialarbeit-Studium mit einer Diplomarbeit über Fantasy-Rollenspiele ab, sein Magisterstudium (Geschichte und Politik) beendete er mit einer Arbeit über alternative Weltenentwürfe in der Literatur. Als Mitherausgeber von »Magira«, dem Jahrbuch für Fantasy, war er für eines der wichtigsten Sekundärwerke des Genres verantwortlich (www.magira-jahrbuch.de)

Zum heutigen Abschluss sprach noch Bernd Harder über „die Ufo-Schlacht von Nürnberg und das halb menschlice Schwein: Wie Esoteriker die „Urban Legends“ der frühen Neuzeit deuten

Auszüge aus dem Abstract: „In den Schriften des Renaissance-Propheten Nostradamus finden sich zahlreiche geheimnisvolle Bilder und Metaphoriken, ebenso wie in der UFO-Literatur. Fans des Paranormalen sehen darin die genaue Beschreibung konkreter Ereignisse. So wird zum Beispiel die Flugschrift „Nürnberger Himmelsspektakel“ von 1561 als Schilderung einer „Schlacht zwischen unbekannten Flugobjekten“ betrachtet. Im Vers 64 der I. Centurie („Nachts glaubt man die Sonne zu sehen – wenn man erblickt halb Schwein, halb Menschenkind – Lärm, Schreie, Schlacht in Himmelshöhen – wilde Tiere zu vernehmen sind“) soll Nostradamus den Ersten Weltkrieg vorausgesagt haben. Aber sind diese aktuellen Deutungen geschäftstüchtiger Interpreten haltbar? Oder haben wir es stattdessen mit den „Urban Legends“ der frühen Neuzeit zu tun? Eine Betrachtung der kulturhistorischen und mentalitätsgeschichtlichen Hintergründe scheinbarer Vorhersagen und Wunderberichte zeigt, was sich tatsächlich hinter solchen Erzählmotiven verbirgt. In den Monstern, Himmelsschlachten und Finsternissen der antiken und mittelalterlichen Prodigien-Literatur bündelten sich Sensationsgier, Zukunftsängste und gelehrte Kompilationsmanier zu einer orakulären Poesie. Vermeintlich Unerklärliches in jahrhundertealten Darstellungen lässt sich somit unschwer auf die intensive Auseinandersetzung einer verunsicherten Leserschaft mit den sogenannten Vorzeichen zurückführen.“

Bernd Harder hat Politikwissenschaft in Saarbrücken studiert und ist in der GWUP als Skeptiker-Chefreporter und Blogger unterwegs.

An verschiedenen Orten konnte man heute Abend bei verschiedenen Themenstammtischen den Tag gemütlich und auch spannend ausklingen lassen.

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Noch einen Tag und dann ist die Skepkon schon wieder vorbei…also – immer schön skeptisch bleiben und bis morgen!

Eure Nachteule!

Quickie gefällig ;-) ?!

Na, wer wird denn da schmutzige Gedanken haben? Ich meinte natürlich einen „Hygiene-Quickie“ – es ist wieder Welthändehygiene-Tag.

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Gerne verweise ich auf unsere Reihe „Arbeitsschutz im DRK- AiD“, wo wir 2014 ein paar Informationen zum Thema Händehygiene veröffentlicht haben:

http://www.baden-wuerttemberg.drk.de/arbeitsschutz/downloads/AiD-Schriftenreihe/ und dort unter den Stichworten Händedesinfektion…direkt zum „Hygiene-Quickie geht es hier:

http://www.baden-wuerttemberg.drk.de/arbeitsschutz/downloads/AiD-Schriftenreihe/2014/06%20Haendedesinfektion/2014-06%20AiD-Info%20Haendedesinfektion%20und%20Hautschutz.pdf

Passend zum heutigen Welthändegygiene-Tag ist heute auch der internationale Tag der Hebammen, auch ein Berufszweig, bei dem Hygiene sehr wichtig ist!

Notiz: Internationaler Hebammentag

„Die Welt braucht Hebammen, heute mehr denn je“, lautet das Motto der Internationalen Hebammenvereinigung ICM (International Confederation of Midwives) zum Internationalen Hebammentag. Seit 1991 findet dieses Aktionstag alljährlich überall auf der Welt am 5. Mai statt, um auf die bestehenden Probleme bei der Versorgung mit Hebammenleistungen hinzuweisen.

Viele Informationen findet ihr unter http://www.hebammenverband.de.

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Viele verbinden mit dem heutigen Tag allerdings weniger mit Hygiene und Hebammen – sondern heute ist „Vatertag“ (nicht zu verwechseln mit dem Internationalen Männertag am 19. November) bzw. Christi Himmelfahrt. Warum eigentlich Vatertag?

Im 19. Jahrhundert gab es bereits erste sogenannte „Schinkentouren“ oder „Herrentouren“: Fuhrunternehmer organisierten Fahrten aufs Land, zu denen Frauen, wie es der Name verrät, nicht zugelassen waren. Und so etablierte sich der Vatertag als Pendant zum Muttertag (der auch noch diese Woche – nämlich am Sonntag, den 8. Mai begangen wird).

Christi Himmelfahrt ist ein bundeseinheitlicher, gesetzlicher, kirchlicher Feiertag, der grundsätzlich an einem Donnerstag begangen wird. Er findet seinen Ursprung in dem Gedanken, dass Jesu Christi in den Himmel auffuhr und so wieder mit seinem Vater vereint war. Er saß zur Rechten Gottes, was heute noch zur Folge hat, dass Ehrengäste zu offiziellen Anlässen grundsätzlich rechts neben dem Hausherrn am Tisch Platz nehmen. Das genaue Datum bestimmt sich nach Ostern: 39 Tage nach Ostersonntag wird grundsätzlich Christi Himmelfahrt gedacht. Dieser Feiertag findet somit frühestens Ende April und spätestens Anfang Juni statt.

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Und so ganz nebenbei fängt heute Mittag in Hamburg die SkepKon (www.skepkon.org) an – über die ich euch separat berichten werde! Ich freu mich schon drauf!

Eure Nachteule

Möge die Macht mit euch sein…

Es ist wieder soweit…der 4. Mai…der inoffizielle Stars Wars Tag ist da. Warum, wieso, weshalb lässt sich hervorragend in meinem letztjährigen Blog mit der Überschrift „Was der heilige Florian und Darth Vader gemeinsam haben…“ unter http://wp.me/p47t0t-4z nachlesen.

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Ich würde diesen Tag gerne nutzen, um allen Kameraden (m/w/*) der Feuerwehr – egal ob freiwilliger, Berufs- oder Werksfeuerwehr – mal ein riesengroßes DANKE zu sagen. Ich durfte schon viele Einsätze mit lieben Freunden der roten Zunft verbringen – schöne (wenn man das so sagen kann), aber auch tiefschwarze und traurige Einsätze…wie z.B. am 17. Dezember 2005 in Tübingen, ein Tag und Einsatz, den ich nie vergessen werde…

Ihr riskiert bei jedem Einsatz euer Leben um das Leben anderer zu retten – ihr seid hoch qualifiziert und hervorragend ausgebildet. Getreu nach dem Motto: retten – löschen – bergen – schützen!

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Die Ausbildung zum Berufs-Feuerwehrler dauert je nach Laufbahn zwischen 18 und 24 Monate. In der grundlegenden Truppmann Ausbildung erhält man ein fachliches, technisches, rettingsdienstliches und taktisches Basiswissen; dazu kommt dann eine technische Spezialausbildung und wer im Bereich der Führungskräfte aufsteigen will, muss noch weitere Qualifizierungen durchlaufen.

Viele Informationen stehe auch auf der Seite www.feuerwehr-ausbildung.de oder auch auf der Homepage der Feuerwehr der Stadt Stuttgart gibt es einiges zum Nachlesen (www.feuerwehr-stuttgart.de).

Letztes Jahr durfte ich die Landesfeuerwehrschule in Bruchsal (www.lfs-bw.de) und auch einen Teil der dort arbeitenden Kollegen kennen lernen. 10 hoch motivierte Feuerwehrmänner aus Heilbronn, Stuttgart (Betriebsfeuerwehr Bosch) und Ulm sowie 2 Kollegen der Polizei absolvierten mit Bravour den 4-wöchigen Lehrgang zum Rettungshelfer und ein paar haben inzwischen ebenfalls erfolgreich die Prüfung zum Rettungssanitäter abgelegt – ich bin super stolz auf euch Jungs! Das war ein wirklich toller Lehrgang und wir hatten viel Spaß und neben den beruflichen neuen Informationen haben wir auch unsere Wein- und Whisky-Kenntnisse etwas auffrischen können ;-)!

Heute ist der Tag der Feuerwehrleute – Danke für eure Arbeit!
Eure Nachteule!

Wenn Bilder dir den Atem rauben – vom Welt-Asthma-Tag zum Internationalen Tag der Pressefreiheit

Bei manchen Bilder bleibt einem fast der Atem weg…heute ist neben dem Welt-Asthmatag auch der Internationale Tag der Pressefreiheit.

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Das Thema Pressefreiheit erregt nicht nur in den letzten Tagen und Wochen die Gemüter, sondern eigentlich schon viel länger – nur nicht mit diesem Medienrummel nach Böhmermann und Co.

Seit 1994 wird der von der UNESCO initiierte Internationale Tag der Pressefreiheit gefeiert, um auf die Verletzungen genau dieser sowie auf die grundlegende Bedeutung freier Berichterstattung für die Existenz von Demokratien aufmerksam zu machen.

Im Artikel 19 der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen vom 10.Dezember 1948 liest man: „Jeder Mensch hat das Recht auf freie Meinungsäußerung; dieses Recht umfasst die Freiheit, Meinungen unangefochten zu vertreten sowie Informationen und Ideen mit allen Kommunikationsmitteln ohne Rücksicht auf Grenzen zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten“. Und auch in unserem Grundgesetz findet man einen Artikel zum Thema Pressefreiheit: Artikel 5 GG:

(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.

(2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.

(3) Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.

Pressefreiheit (Presse, Medien, Recht, Journalist)

Ich habe vor einiger Zeit ein interessantes Projekt über die Crowdfunding Seite von Startnext (www.startnext.com) von Reporter ohne Grenzen (www.reporter-ohne-grenzen.de) unterstützt und kann diesen Bildband gerne empfehlen.

Reporter ohne Grenzen ist eine international tätige Nichtregierungsorganisation und setzt sich weltweit für die Pressefreiheit und gegen Zensur ein. Unter Berufung auf Artikel 19 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung) engagiert sich die Organisation unter anderem für aus politischen Gründen inhaftierte Journalisten.

Seit 1994 erscheint jährlich zum 3. Mai der Fotoband „Fotos für die Pressefreiheit. Hierin werden Ereignisse des vorhergegangenen Jahres in Bildern und kleinen Geschichten dokumentiert.

Notebook with crowd funding sign on a table. Start up concept.

Noch ein paar Worte zu Startnext: hier lohnt es sich immer mal wieder vorbei zuschauen – sie ist „die größte Crowdfunding-Plattform für kreative und nachhaltige Ideen, Projekte und Startups in Deutschland, Österreich und der Schweiz“.

Wir haben hier schon diverse tolle Projekte unterstützt, u.a. das Häppies (www.häppies.de) – dem Germknödel-Laden in Berlin, Icoon for Refugees – Bildwörterbuch (http://icoonforrefugees.com/) oder jetzt auch die Unterstützung von Reporter ohne Grenzen bei der Erstellung des Fotojahrbuchs 2016.

Wenn wir schon beim Atemrauben sind…heute findet auch der Welt-Asthma-Tag (immer am 1. Dienstag im Mai) statt, dieser wurde 1998 von der Global Initiative for Asthma (GINA) initiiert, um über die Erkrankung Asthma bronchiale aufzuklären.

Wooden Blocks with the text: AsthmaAsthma bronchiale, Bronchokonstriktion Illustration

Asthma bronchiale ist eine entzündliche, chronische Atemwegserkrankung die verschiedene Ursachen haben kann (allergisch, psychisch). Das Hauptproblem besteht in der sog. bronchialen Trias, die den Betroffenen daran hindert, wieder richtig auszuatmen. Der Asthmatiker bekommt genügend Luft rein, nur der Austausch nach außen funktioniert durch diese Trias nicht mehr richtig. Es kommt nämlich zu einer vermehrten Sekretion von Schleim, einer Verkrampfung der Bronchialmuskulatur sowie einer Ödem Bildung in der Bronchialschleimhaut, was das Ausatmen massiv erschwert.

Mehr Informationen rund um das Thema Asthma & COPD findet ihr auf den Seiten von GINA (http://ginasthma.org/) sowie bei der Deutschen Atemwegsliga (www.atemwegsliga.de).

Was man bei einem akuten Asthmaanfall tun muss und wie man ihn erkennt, kann man in jedem Rotkreuzkurs lernen – Termine findet ihr unter www.rotkreuzkurs.de.

Den Erste-Hilfe Profi-Tipp findet ihr schon mal hier:

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Ich wünsche euch noch eine schöne Woche und bis bald!

Eure Nachteule

 

Die 10 Burger-Gebote – das Burger Unser

Nach der Grill-Bibel ist es endlich da…das Burger Unser (Danke an Thorsten Brandenburg (https://bbqpit.de)  für den tollen Tipp!).

Auf fast 300 Seiten findet man Bilder, Bauanleitungen, Buns, Patties und Soßen-Rezepte und schon beim Durchblättern würde man am Liebsten instantan den Grill an machen! Aber auch Beilagen-Varianten gibt es zu lesen.

Fast 2 kg schwer und mit einem geprägtem Burger-Unser-Schriftzug und den etwas abgewandelten „Betende Hände“ von Albrecht Dürer – ein echtes Prachtstück.

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Eine ausführliche Buchrezension findet ihr u.a. unter  http://bbqpit.de/burger-unser/.

Neben einer eigenen Facebook-Seite gibt es zum Buch auch einen youtube-Trailer https://youtu.be/rex10vc3yD8. Vorsicht – macht sofort Lust auf Burger!

Ich freue mich schon darauf, die nächsten Wochen einige dieser Rezepte ausprobieren zu können.

Schließen möchte ich heute – am frühen Sonntag morgen – mit den 10 Burger-Geboten (ausführlich zu finden dann im Burger Unser):

  1. Backt eure Buns selbst
  2. Achtet auf das Fleisch
  3. Salz und Pfeffer
  4. Seid zärtlich zu euren Patties
  5. Kontrolliert die Kerntemperatur
  6. Röstet die Buns in Butter
  7. Vorbereitung ist alles
  8. Weniger ist mehr
  9. Vergesst die kalte Getränke nicht
  10. Privatsache

Ostern – Maultaschen, Fisch und sonstige „Besonderheiten“ – Teil 1

Es ist mal wieder Ostern – für die einen eines der höchsten christlichen Feste und für die anderen ein paar freie Tage mehr im Jahr.

Ich möchte jetzt hier sicher keine Diskussion über Religion anstoßen, sondern einfach mal die nächsten Tage aus kulinarischer Sicht und ein bisschen was drum herum betrachten.

Am Donnerstag (Gründonnerstag) und Freitag (Karfreitag) waren in vielen Geschäften die Zutaten für Maultaschen bzw. Fertigmaultaschen der Renner auf dem Kassenband. Nun muss man ja zugeben – die Maultasche gehört für den Schwaben an sich sowieso zum schützenswerten Kulturgut und eigentlich bedarf es nicht unbedingt einen besonderen Tag, um Maultaschen genießen zu können. Den sogenannten „Herrgottsbscheißerle“ kommt allerdings rund um Ostern noch eine weitere Besonderheit zugute: da während der Fastenzeit bis zum Ostersonntag traditionell kein Fleisch gegessen werden darf, wurde das Fleisch einfach in der Maultasche „versteckt“.

Die Zubereitung ist oft von Familie zu Familie verschiedenen und es lohnt sich mehrere Varianten einfach durch zu probieren. Wer es nicht selber machen möchte, dem seien zwei Restaurant-Tipps gegeben: das Mauganeschtle in Tübingen (www.hotelamschloss.de/de/mauganeschtle.html) oder auch das Hotel-Restaurant Thumm in Balingen (www.hotel-thum-balingen.de), wo es in der Maultaschen Club Lounge jeden 1.Freitag im Monat ein Maultaschen Büffet gibt.

Es gibt unzählige Variationen der Maultasche: in der Brühe, „Gschmälz“ mit Zwiebeln oder auch „geröstet“ mit Ei angebraten und noch viele weiteren Ideen.

Wie kam man eigentlich auf den Namen „Maultasche“? Der Legende nach haben Zisterziensermönche des Klosters Maulbronn während der Fastenzeit als erstes die Fleischfüllung unter Teig verborgen, um den Herrgott nicht zu verärgern. Andere sagen, dass protestantische Glaubensflüchtlinge aus Norditalien die schwäbische Variante der Ravioli so eingeführt haben.

Wie dem auch sei – seit 2009 stehen die Maultaschen auch unter dem Schutz der EU – es ist gesetzlich festgelegt, welche Zutaten bei der Herstellung einer original schwäbischen Maultasche verwendet werden dürfen.

Vor einiger Zeit habe ich mal zwei andere „Maultaschen“Varianten ausprobiert…nämlich russische Pelmeni – sehr lecker mit Schmand oder auch ganz Schwäbisch in der Brühe ;-)!

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Zutaten (Teig) – Nudelteig:

400 g Mehl

2 Eier

150 ml Wasser

1/2 TL Salz

Zutaten (Füllung):

400 g Rinderhack

1 Zwiebel

2 EL Sahne, 2 EL Frischkäse

Zutaten für den Teig gut verkneten und ca. 30 min ruhen lassen.

Das Hackfleisch mir der kleingewürfelten Zwiebel anbraten und erkalten lassen; dann mit Sahne und Frischkäse vermischen und mit Salz, Pfeffer und Gewürzen nach Wahl abschmecken.

Drei Teigwürstchen formen und in kleine Stücke schneiden, dann ausrollen und die Fleischhäufchen in die Mitte setzen und zusammenklappen.

5-10 Minuten in kochendem Salzwasser ziehen lassen.

Serviert mit einem grünem Salat und Schmand – ein Gedicht!

Da gestern ja auch Freitag war, haben wir uns für „Fisch“ entschieden – allerdings nicht ganz klassisch. Es gab King Prawns, die zuerst im Wasserbad „Sous-Vide“ gekocht wurden und dann durften sie noch kurz zum Grillkäse auf dem heißen Grill. Was soll ich sagen – so schmeckt mir Fisch gleich nochmal so gut!

Generell muss ich sagen, dass ich durchaus Gefallen am Sous-Vide kochen gefunden habe – der Bio-Lachs vor ein paar Tagen war ebenfalls ein Gedicht und ich bin gespannt, wie das Lammfilet morgen Abend wird…. ;-)!

Heute ist Welt-Tuberkulose-Tag!

Heute findet er wieder statt – der Welt-Tuberkulose-Tag. Nachdem in den letzten Jahren die Zahl der Erkrankten leicht zurück gegangen ist, steigt inzwischen die Zahl leider wieder – weltweit sind es ca. 9,6 Mio. Erkrankte laut der DAHW, der Deutschen Lepra- und Tuberkulosehilfe. Allein in Deutschland gibt es eine Zunahme von mehr als 30 %  der Erkrankungsfälle.

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Der heutige Tag wurde bewusst gewählt, da am 24. März 1882 Robert Koch in Berlin die Entdeckung des Tuberkulose-Bakteriums (Mycobakterium tuberculosis) bekannt gab.

Weiter interessante Informationen rund um das Thema TBC findet ihr auf den Seiten der DAHW unter http://www.dahw.de

Frauen Komplimente zu machen ist wie Topfschlagen im Mimenfeld…

Na, erinnert ihr euch noch an den Artikel? Am 18. Januar war der Tag der Komplimente und heute am 1. März ist sogar der Welttag des Kompliments.

Für alle, die sich nicht mehr genau daran erinnern – hier der Link dazu:  http://wp.me/p47t0t-8i .

Frhling

Aber heute ist auch meteorologischer Frühlingsbeginn auf der Nordhalbkugel. Warum eigentlich gerade heute? Okay – es scheint zwar gerade hier im Schwarzwald die Sonne, aber -2 Grad finde ich nun mal so gar nicht frühlingshaft. Es gibt einen rein statistischen Grund, warum heute am 1. März die Meteorologen den Frühlingsbeginn festgelegt haben: wie die drei anderen Jahreszeiten – Sommer, Herbst und Winter, ist nun auch der Frühling genau drei Monate lang.

Ich hoffe, der Frühling weiß das auch und legt sich bald mal ins Zeug, was Wärme, Wetter und Blumen angeht ;-)!

Fröhlichen Frühlingsbeginn – eure Nachteule!

Der Februar – von krebskranken Kindern, Kindersoldaten und Blumenlobbyisten

Jaja, der Februar wird von vielen oft nur mit dem Valentinstag als „wichtigen“ Gedenk- bzw. Aktionstag verbunden. Dabei gibt es noch viel interessantere Tage wie z.B. heute, den 15.02., der Internationale Kinderkrebs-Tag (ICCD – International Childhood Cancer Day).

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2001 hat die Internationale Vereinigung der Eltern krebskranker Kinder (ICCCPO – www.icccpo.org ) zu diesem Tag aufgerufen, um auf die Verbreitung kindlicher Krebserkrankungen und für bessere Behandlungsmöglichkeiten hinzuweisen. Auf den Seiten der Deutschen Kinderkrebsstiftung (www.kinderkrebsstiftung.de) ist zu lesen, das weltweit jedes Jahr rund 250’000 Kinder an Krebs erkranken, von denen aber in den westlichen Ländern über 70 % dauerhaft geheilt werden können. In der Mehrzahl der Länder versterben jedoch mehr als 80 % der erkrankten Kinder aufgrund mangelhafter medizinischer Versorgung.

Auf der Seite www.krebskranke-kinder.de gibt es ebenfalls weitere Informationen, u.a. zur „Gold Ribbon“-Kampagne (http://www.krebskranke-kinder.de/wp-content/uploads/2015/02/ICCD2015_GoldRibbon_German.pdf). Hier ein kurzer Auszug:

„1997 beriet eine Gruppe von Eltern in den Vereinigten Staaten die Notwendigkeit eines weltweiten Symbols, das eingesetzt werden kann, um Bewusstsein erhöhte Aufmerksamkeit zu schaffen für die Probleme im Zusammenhang mit einer Krebserkrankung im Kindesalter, wie z.B. Minderung der Sterblichkeit sowie von späteren Behinderungen und Langzeitfolgen.

Etliche Farben wurden in Erwägung gezogen; nach eingehenden Überlegungen und Diskussionen fiel die Wahl auf Gold – ein perfektes Symbol sowohl für den Weg durch die Krebserkrankung als auch für den Stellenwert von Kindern. Gold ist ein kostbares Metall; so wie das Gold sind auch die Kinder dieser Welt kostbar und von unschätzbarem Wert. In anderen Ländern verwiesen Eltern auf die Tatsache, dass Gold einen intensiven Feuerungs-Prozess durchlaufen muss. Kinder und Jugendliche, die an Krebs erkranken, müssen gleichfalls schmerzhafte und qualvolle Erfahrungen durchmachen.“

Handabdruck Hand rot

Ganz heimlich ging dieses Jahr auch der 12.02. vorbei – der Red Hand Day – der Internationale Tag gegen den Einsatz von Kindersoldaten. Jährlich soll dieser Tag an das Schicksal von Kindern erinnert werden, die zum Kampfeinsatz in Kriegen und bewaffneten Konflikten gezwungen werden. Eine Reihe von Organisationen setzen sich aktiv gegen die Rekrutierung von Kindern als Soldaten ein, u.a. auch die Internationale Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung, aber auch das Jugendrotkreuz hatte vor einigen Jahren eine Schwerpunktkampagne gegen den Einsatz von Kindersoldaten. Das Ziel dieser Bemühungen verbergen sich hinter dem Kürzel DDR – Disarmament – Entwaffnung der Kinder, Demobilization – Entlassung aus dem Militärdienst sowie Reintegration – Wiedereingliederung in die Gesellschaft.

Weitere Informationen findet ihr unter www.redhandday.org

Valentines day theme with wooden block calendar

Na gut – einen kleinen Rückblick zu gestern möchte ich euch doch noch geben…

Es ranken sich immer noch viele Geschichten um diesen Tag, wie er denn entstanden sein soll. Von einem geschickten Schachtzug der Blumen- und Süßwarenindustrie bis hin zu christlichen Märtyrer, nach denen dieser Tag angeblich benannt wurde. In Deutschland bzw. in Europa wird der „Tag der Verliebten“, wie der Valentinstag auch genannt wird, erst seit Beginn der 50er Jahren gefeiert. Die einen nutzen den Tag dazu, um Ihrer Liebsten bzw. Ihrem Liebsten Blumen, Pralinen oder andere Kleinigkeiten zu schenken – wobei ich finde, dass man dazu keinen besonderen Tag bräuchte. Solche kleinen Aufmerksamkeiten kann und darf man gerne das ganze Jahr über verteilen, aber nun gut – meine Meinung. Und ja, ich freue mich natürlich auch, wenn mir mein Mann einen Blumenstrauß mitbringt. Auch heute, aber irgendwie fühlen sich heute alle verpflichtet, solche Geschenke zu kaufen…eine Blume zwischendurch, einfach so und aus dem Wunsch heraus seiner Liebsten / seinem Liebsten was Schönes zu schenken kommt meistens noch etwas mehr von Herzen. Andere finden diesen Tag eher kitschig und „unnötig“.

Wie dem auch sei – vielleicht ist der Valentinstag aber auch für alle, die jemanden haben, den sie   gerne mögen und sich bis jetzt nicht getraut haben, es ihm oder ihr zu sagen, eine gute Gelegenheit, dies zu tun.

In diesem Sinne – eine schöne Woche noch!

Eure Nachteule

Tag der Kinderhospizarbeit in Deutschland

Seit 2006 wird in Deutschland ein ganz besonderer Tag „gefeiert“ – der Tag der Kinderhospizarbeit. Ins Leben gerufen hat diesen Aktionstag der Deutsche Kinderhospizverein (www.deutscher-kinderhospizverein.de).

Dieser Tag soll auf die Situation lebensverkürzend erkrankter Kinder und die Kinderhospizarbeit generell in Deutschland aufmerksam machen.

Ein schöner Brauch an diesem Tag, ist das Zeigen von der grünen Bänder der Solidarität an Autos, Türen, Handgelenken etc.

 Kinderhospiz

Ein paar sehr interessante Auszüge von deren Homepage zur Kinderhospizarbeit:

In Deutschland leben ca. 22.600 Kinder mit einer zum Tod in der Kindheit oder frühen Jugend führenden Erkrankung. Jährlich sterben mehr als 1500 von ihnen an unheilbaren Krankheiten, davon ca. 520 an den Folgen von Krebs.

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Inspiriert und ermutigt durch Besuche im weltweit ersten Kinderhospiz Helen House in Oxford/Großbritannien, das im Jahr 1982 eröffnet worden war, kristallisierte sich das Ziel heraus, in Deutschland ein Kinderhospiz nach englischem Vorbild zu errichten. Das Kinderhospiz, im Wortsinne verstanden als Herberge, sollte dabei nicht nur ein Ort für die letzte Lebensphase sein. Vielmehr ging es darum, für die Betroffenen ein ihrer Situation entsprechendes zweites Zuhause zu schaffen und den erkrankten Kindern und ihren Familien Begleitung auf ihrem extrem anstrengenden Lebensweg ab der Diagnose anzubieten.

Einige Grundsätze

Die gemeinsame Wurzel mit der britischen Kinderhospizbewegung spiegelt sich auch in den Grundsätzen der Kinderhospizarbeit wider, die in Anlehnung an die Definition des englischen Dachverbandes ACT (Association for children with Life-Threatening or Terminal Conditions and their family) formuliert wurden:

Kinderhospizarbeit betrachtet das gesamte Familiengefüge als untrennbare Einheit. Sie unterstützt damit ausdrücklich auch Eltern und Geschwister.

Die Begleitung der betroffenen Familien beginnt ab dem Zeitpunkt der Diagnose einer lebensverkürzenden Erkrankung und geht über den Tod des Kindes hinaus.

Grundlegender Auftrag der Kinderhospizarbeit ist die Förderung der Lebensqualität der gesamten Familie, ausgehend von deren Bedürfnissen und Interessen.

Kinderhospizarbeit sieht Eltern als Fachleute ihrer Kinder. Gemeinsam mit Hauptamtlichen arbeiten sie zum Wohl des Kindes partnerschaftlich zusammen und ergänzen sich mit ihren jeweiligen Kompetenzen.

Ein großer Dank an alle die sich in diesem Bereich engagieren! Ihr macht eine tolle Arbeit!

Eure Nachteule