Der hyggelig-kulinarische Adventskalender – Türchen Nr. 12: Weihnachtsburger- und Hot Dogs

Weihnachten ist die Zeit für besondere Aromen, warme Gewürze und gemütliches Essen…und nach so viel „süßen Ideen“, warum nicht mal klassische Burger und Hotdogs in ein festliches Weihnachtsgewand stecken, um es etwas Herzhafter zu machen?

Hier kommen ein paar kreative Ideen, die perfekt in die Adventszeit passen – oder auch einfach mal Lust auf was anderes machen:

Burger-Varianten:

  • Weihnachtsburger mit Brie & Cranberry
    Saftiges Rindfleisch-Patty, cremiger Brie, fruchtige Cranberrysoße und ein leicht getoastetes Brioche-Brötchen. Ein Hauch Rosmarin oder Thymian sorgt für winterliches Aroma.
  • Wildburger Deluxe
    Wildschwein- oder Hirschpatty mit Preiselbeeren, Rucola und karamellisierten Zwiebeln. Besonders festlich mit einem dunklen Bauernbrötchen.
  • Bratapfel-Burger (auch vegetarisch)
    Gegrilltes Rindfleisch-Patty mit warmen Bratapfelscheiben, Zimt, roten Zwiebeln und mildem Bergkäse – eine tolle Geschmackskombination.
  • Ente-Orange-Burger
    Entenbrust oder Entenpatty, Orangen-Chutney, Feldsalat und ein Hauch Zimt. Dazu ein Brioche- oder Kartoffelbrötchen.
  • Gänsebraten-Burger in Pulled-Pork-Variante
    Gezupfter Gänsebraten, Apfelrotkohl, Kartoffelknusperstreifen und eine dunkle Jus oder Portweinsoße
  • Maronen-Burger (vegetarisch)
    Maronen-Patty, karamellisierte Schalotten, Bergkäse und Preiselbeer-Mayonnaise..auch eine tolle Kombination
  • Lebkuchen-BBQ-Burger
    Rind- oder Pulled-Beef-Patty mit einer BBQ-Soße, die mit Lebkuchengewürz, Honig und etwas Kakao verfeinert wird.
  • Camembert-Walnuss-Burger (vegetarisch)
    Gebackener Camembert, Honig-Walnüsse, Rucola und Preiselbeeren – besonders beliebt in der Adventszeit.

Hotdog-Varianten

  • Raclette-Hotdog
    Bratwurst, geschmolzener Raclettekäse, Cornichons, Silberzwiebeln und Pfeffer
  • Pulled-Duck-Hotdog
    Gezupfte Ente mit Rotweinschalotten, Rotkohl und einer leichten Orangen-Mayonnaise.
  • Waldpilz-Hotdog (vegetarisch) – einer meiner Favoriten
    Pilzragout aus Champignons & Steinpilzen, Thymian, Sahnesoße und knusprige Zwiebeln.
  • Spekulatius-Zwiebel-Hotdog
    Klingt verrückt, schmeckt genial: karamellisierte Zwiebeln mit einer Prise Spekulatiusgewürz, dazu Bratwurst und Senf.
  • Hotdog „Skandinavische Weihnacht“
    Wildwurst, Preiselbeeren, Gurke und Senf-Dill-Soße – einfach, aber sehr aromatisch.
  • Christkindl-Hotdog
    Bratwurst, mildes Sauerkraut, süßer Senf und knusprige Röstzwiebeln – ein Klassiker mit Weihnachtsmarkt-Feeling.
  • Glühwein-Zwiebel-Hotdog
    Hotdog mit würzigen, in Glühwein geschmorten Zwiebeln, Rotkohl und etwas Orangenabrieb.
  • 3. Hotdog „Nordic Christmas“ – Variante 2
    Lachswürstchen oder Pulled Salmon mit Honig-Senf-Soße, Gurke und Dill

Und noch ein paar Wine-Pairing Vorschläge zu den Burgern und Hot Dogs:

  • Wild & Ente → roter Glühwein
  • Camembert & Maronen → weißer Glühwein
  • Bratapfel & süße Varianten → Kinderpunsch

🎄 Weihnachtswissen des Tages

Wusstet ihr schon? Der erste bekannte Weihnachtsmarkt fand im Jahr 1384 in Bautzen statt. Damals konnten sich die Menschen dort vor allem mit Fleisch für die Feiertage eindecken – Fast Food gab es also schon im Mittelalter, nur ohne Burger-Brötchen 😉

In diesem Sinne – viel Spaß beim Durchprobieren!

Eure Nachteule

Der hyggelig-kulinarische Adventskalender – Türchen Nr. 11: Finnischen Blaubeerkuchen ala Alex und Glög

„Nichts erweckt die Erinnerung so stark, wie ein Duft“ – Victor Hugo

Mit diesem Zitat wünsche ich euch einen wundervollen Start in den Endspurt in diese Woche und damit ihr auch einen guten Duft in der Nase habt, verrate ich euch heute ein leckeres Rezept für einen finnischen Glögi – passend zu einem finnischen Blaubeerkuchen – einem Mustikkapiirakka für heute Nachmittag oder schon als erste Idee für das 3. Adventswochenende (wobei ich da in ein paar Tagen noch eine sehr leckere Kuchen/Torten-Idee für euch habe).

Finnischer Blaubeerkuchen a la Alex

Für den Mürbeteig:

  • 250g Mehl
  • 1 Pck Vanillezucker
  • 85g Zucker
  • 1 Ei
  • 125g kalte Butter
  •  1 Prise Salz 

Für die Füllung:

  • 250g Speisequark
  • 1 Ei
  • 50g Zucker
  • 1 Pck Vanillezucker
  • 300g Heidelbeeren

Knetet alle Zutaten für den Mürbeteig schnell zu einer glatten Teigkugel. Wickelt diese in Frischhaltefolie und stellt sie ca. 30 Minuten in den Kühlschrank.

In der Zwischenzeit könnt ihr die Füllung vorbereiten. Vermischt Quark, Vanillezucker, Zucker und das Ei miteinander. Hebt danach vorsichtig die Heidelbeeren unter. Heizt den Ofen auf 170 Grad Ober-/Unterhitze vor. Fettet eure Backform ein und rollt den Mürbeteig ca. 1cm dick aus und legt eure Form damit aus und verteilt die Füllung gleichmäßig auf dem Boden. 45 Minuten lang backen und anschließend abkühlen lassen.

Ja, ihr habt vorhin richtig gelesen – in Finnland heißt er Glögi – in den anderen skandinavischen Ländern nur Glögg .

Für einen klassischen Glögi (in ausreichender Menge) braucht ihr:

  • 2 l Rotwein (halbtrocken)
  • 200 ml Johannisbeersaft
  • 10 Nelken
  • 2 Zimtstangen
  • 200 g Zucker
  • 1/2 Zitrone
  • 100 g geschälte Mandeln oder Rosinen

Rotwein, Johannisbeersaft, Nelken, Zimtstangen, Zucker und die Zitrone in einem großen Topf erhitzen, aber nicht (!) aufkochen. Am besten am Vorabend ansetzen, dann kann der Glögi schön durchziehen. Vor dem Trinken gut erwärmen und in entsprechende Gläser abfüllen. Wer möchte kann noch vor dem Trinken Mandeln oder Rosinen dazu geben.

In diesem Sinne – Hyvää ensimmäistä adventtia!

Eure Nachteule!

Der hyggelige-kulinarische Adventskalender – Türchen Nr. 10: eine kleine Weihnachtsauszeit

So schön die Vor-Weihnachtszeit auch ist – manchmal würde eine kleine Auszeit ganz gut tun – und genau zu diesen #15MinutenWeihnachtsauszeit möchte ich euch heute einladen!

Was braucht ihr dazu:

  • einen Beutel Tee nach eurem Geschmack (gerne was „Weihnachtliches“) – okay, eine Tasse leckerer Kaffee würde auch gehen
  • ein Teelicht und Anzündmöglichkeiten
  • eine kleine Tüte selbstgemachter Plätzchen (oder gerne auch ein zwei Mandarinen oder auch eine andere weihnachtliche Leckerei – gebrannte, gesmokte Mandeln, Schokolade etc.)
  • eine Weihnachts(Kurz)Geschichte (wer hier noch Ideen braucht – eine sehr schöne Geschichte ist z.B. der kleine Wichtel (https://www.weihnachtswuensche.com/…/kurze…/) oder auch hier gibt es tolle Weihnachtsgeschichten: https://www.schreiben.net/…/lustige…/).

Die „Gebrauchsanweisung“ für eine entspannte #15MinutenWeihnachtsauszeit lautet dann:

  • Mobiltelefon / Handy ausschalten (ja, die 15 Minuten ist man tatsächlich mal nicht erreichbar!)
  • Tee / Kaffee vorbereiten
  • Kerze anzünden, sich ein gemütliches Plätzchen suchen (in der Nähe der Kerze) – gerne mit Decke oder kuscheligen Wollsocken
  • Geschichte lesen und Tee/Kaffee und die Plätzchen genießen

In diesem Sinne – Ich wünsche euch eine schöne und entspannte „WeihnachtsKurzauszeit“!

Eure Nachteule

Der hyggelig-kulinarische Adventskalender – Türchen Nr. 9: Kreatives und alkoholfreie Wintergetränke

Heute habe ich mal wieder einen kreativen, schnellen Basteltipp für euch und ein paar alkoholfreie Wintergetränke.

Zimtstangen-Kerzen

Hierzu braucht ihr eine Kerze,  ca. 20 Zimtstangen, 1 Gummiband, etwas Geschenkband und verschiedene Dekoartikel, wie z.B. Glöckchen, getrocknete Früchte, Schleifen etc.

Dann das Gummiband um die Kerzen spannen und die Zimtstangen nebeneinander zwischen Band und Kerze stecken, bis man einmal komplett rum ist. Um das Gummiband nun etwas zu verstecken, bindet etwas Geschenkband obendrüber und befestigt verschiedene Deko-Artikel daran.

Heiße Schokolade mit Zimt und Kardamon…mmmh! (auch Schneemannsuppe genannt)

Dazu braucht ihr für 2 Portionen: 500 ml Milch, 3 EL Kakaopulver, 40 g 70%ige Schokolade, ½ TL gemahlener Zimt, ½ TL gemahlenen Kardamon und 1 EL Zucker und ein paar Mini-Marschmellows.

Schokolade klein hacken und ein Eck zum Reiben für die Dekoration aufheben. Milch in einem Topf erwärmen und Kakaopulver und Schokostücke hinzufügen. Rühren, bis sich die Schokolade aufgelöst hat.  Zimt und Kardamom hinzufügen und, wenn man noch möchte, mit Zucker abschmecken.

Wer einen Milchschäumer besitzt, etwas Milch aufschäumen und auf den Kakao setzen. Mit einer Reibe die restliche Schokolade auf die Heißgetränke reiben.

Leckerer Apfelpunsch

Zutaten für acht Gläser: zwei Liter naturtrüber Apfelsaft, drei Zimtstangen, sechs Gewürznelken, zwei Bio-Orangen, eine halbe Zitrone

Die Hälfte einer Orange und einer Zitrone ringförmig abschälen und den Saft auspressen und zusammen mit allen anderen Zutaten in einen großen Topf geben und langsam erhitzen. Der Punsch sollte mindestens eine Stunde bei niedriger Hitze auf dem Herd stehen, damit sich die Aromen verbinden.

In diesem Sinne – viel Spaß beim Kreativ sein!

Eure Nachteule

Der hyggelig-kulinarische Adventskalender – Türchen Nr. 8: Schokomarkt-Genüsse

Gestern ging die bekannte „chocolART“ in Tübingen zu Ende…und wir haben uns dazu einen leckeren Schoko-Adventsbrunch im Ludwigs (https://www.ludwigs.cc/de)  gegönnt!  Sechs Tage lang findet das in Deutschland größte internationale Schokoladenfestival in den Gassen der malerischen Innenstadt von Tübingen statt…und ist auf alle Fälle mal einen Besuch wert.

Das Programm lässt sich wunderbar online unter https://www.chocolart.de/0…. herunterladen. Hier kann man sich beim Durchblättern schon mal Appetit holen…z.B. auch beim sog. Chocokulinarium. Wir haben uns wie gesagt für den Schoko_Adventsbrunch entschieden – sehr lecker kann ich da nur sagen. Der Start sind „kalte“ kleine Gerichte wie eine Burrata mit Schokolade, Roastbeef mit Hong-Dijon-Senf oder Räucherlachs mit Meerettich und Schokoladen-Stücken, dazu Freeflow Prosecco (oder auch die alkoholfreie Variante) und dann gibt es warme Speisen – wie eine Pastinaken-Suppe mit weißer Schokolade und zum Abschluss konnte man sich am Dessertbuffet mit Schokobrunnen, Milchreisvarianten 😊und Weihnachtsgebäck gütlich tun.

Und wer dann immer noch nicht genug Schokolade hat – auf dem Schokomarkt gibt es genügend Auswahl.

Was aber auch unbedingt erwähnt (und probiert) werden muss, ist das Tübinger Kirschle. „Tübingen gilt als der „Geburtsort“ der berühmten Schwarzwälder Kirschtorte. Erdacht und erstmals gemacht vom Tübinger Konditormeister Erwin Hildenbrand im Frühjahr 1930 im Cafe Walz in Tübingen. Diesem geschichtlichen Hintergrund gewidmet, folgte die Idee, aus Verbundenheit zur Stadt Tübingen und ihren Bürgern, über die Grenzen hinaus, eine besondere Praline zu kreieren, einzigartig und mit hohem Wiedererkennungswert.“ So lässt es sich auf der Informationsschrift zum Tübinger Kirschle lesen. Das Tübinger Kirschle ist eine ovale Praline aus einer knackigen Zartbitter-Hülle mit einer Sschwarzwälderkirsch-Sahnetrüffelfüllung und einer „beschwipsten“ Kirschwasser Kirsche. Näheres dazu findet ihr auch unter www.tuebinger-kirschle.de.

In diesem Sinnen – „So lange Kakaobohnen an Bäumen wachsen bleibt festzuhalten: Schokolade ist Obst!“ – lasst es euch schmecken!

Eure Nachteule

Der hyggelig-kulinarische Adventskalender – Türchen Nr. 7: Ris á l’amande

Heute am 2. Advent gibt es einen besonderen Dessertipp für Heiligabend!

In Dänemark gibt es am 24.12. traditionell als Nachtisch eine große Schüssel kalten Mandelmilchreis (auch genannt Ris á l’amande) und heiße Kirschen dazu. Das Besondere daran: In der Schüssel ist eine ganze Mandel versteckt und wer sie findet, hat im kommenden Jahr Glück und bekommt ein kleines Geschenk (Mandelgave) – sehr häufig ein Marzipanschweinchen!

Ein klassisches Mandelpuddingrezept ist z.B. folgendes:

  • 75 ml Milchreis
  • ½ l Milch
  • 1 Vanilleschote
  • 50 g gehackte Mandeln
  • 1 ganze Mandel
  • 2 EL Zucker
  • 400 ml geschlagene Sahne
  • Für die Soße: 1 Glas Kirschsoße oder Kirschgrütze

Die Milch, den Zucker und die aufgeschnittene Vanilleschote erhitzen bis es kocht, den Reis einrühren und bei schwacher Hitze im geschlossenen Topf ca. 50 min. kochen. Gelegentlich umrühren. Die Vanilleschote entfernen, die Mandeln unterrühren und danach abkühlen lassen.

Die Sahne schlagen und unterheben und die ganze Mandel hinzugeben. Anschließend mit warmer Kirschsoße servieren.

Und mit einem schönen Spruch von Elisabeth Green, möchte ich euch in diesen 2. Advent schicken: „Manchmal werden ganz gewöhnliche Dinge ganz außergewöhnlich, einfach weil man sie mit den richtigen Leuten macht“

In diesem Sinne – wünsche ich euch immer die richtigen Leute um euch!

Eure Nachteule

Der hyggelig-kulinarische Adventskalender – Türchen Nr. 6: Bratapfel-Varianten zum Nikolaus

Na, waren eure Stiefel heute morgen gut gefüllt? Wunderbar – aber warum stellen wir eigentlich heute am Nikolaustag Stiefel  vor die Tür und hoffen auf eine süße Überraschung?

Der echte Nikolaus war ein Bischof aus Myra im 4. Jahrhundert – bekannt dafür, heimlich zu schenken, wo Hilfe gebraucht wurde. Der Legende nach warf er nachts Gold durch die Fenster armer Familien, damit deren Kinder eine Zukunft hatten. Daher stammt auch die Tradition mit den vor die Tür gestellten Stiefeln: Man sollte nie sehen, wer gibt – nur spüren, dass jemand an einen denkt. Dass heute darin vor allem Nüsse, Äpfel und Mandarinen liegen, ist kein Zufall: Das waren früher kostbare Winter-Schätze, die Kraft und Licht in die dunkle Jahreszeit brachten.

Und was würde besser zu diesem Tag  passen als ein leckerer, gut gefüllter Bratapfel?

Zuerst ein klassisches Rezept, dafür braucht ihr (für 2 Personen)

  • 2–4 Äpfel (Boskop oder Elstar sind ideal) – je nach Größe
  • 2 -4 EL gehackte Nüsse (ich nehme am liebsten nur gehackte Mandeln)
  • 1–2 EL Rosinen oder Cranberrys (je nach Geschmack) (oder auch andere Trockenfrüchte)
  • 1 EL Honig oder brauner Zucker
  • ½ TL Zimt
  • ein kleines Stück Butter für jeden Apfel

Die Äpfel oben aushöhlen, mit Nüssen, Trockenfrüchten, Honig und Zimt füllen, jeweils ein Butterstückchen daraufsetzen und bei 180 °C etwa 20–25 Minuten backen, bis die Schale aufreißt und der Saft leise blubbert. Dazu passt Vanillesoße oder auch Vanilleeis. Wer möchte, kann in die Füllung auch noch etwas Marzipanrohmasse geben.

Und hier noch ein besonderer Tipp – probiert mal „herzhafte“ Bratäpfel aus: Serrano-Ziegenkäse-Bratapfel

Die Bratäpfel: möglichst kleine Jona-Gold (angenehme Säure) aushöhlen und mit Serrano-Schinken von innen auskleiden. Füllung: 300 gr Ziegenfrischkäse, 6 Zweige Thymian, 5 EL Honig, 4 EL Pinienkerne, Salz und Pfeffer. Zubereitung: Im Backofen ca. 25 Minuten backen / warm werden lassen bzw. auf den Grill packen.

Die passen perfekt z.B. zu einer leckeren Entenbrust (vom Grill) mit Maronenstampf (vielen Dank an den #grillsergeantandhisdeputies bei dem ich diese leckere Variante kennenlernen durfte!)

Für alle, die heute oder die nächsten Tage noch kreativ werden möchte – hier ein kleiner Vorschlag:

Tannenzapfen-Weihnachtsbaum basteln

Dazu braucht man nur ein paar Tannenzapfen, Acrylfarbe, Korken und Kleber und verschiede Dekorationsartikel wie z.B. Perlen, Geschenkband, Kunstschnee, Moos…Zuerst die Tannenzapfen mit Acrylfarbe anmalen – entweder komplett grün (für einen klassischen Weihnachtsbaum) oder nur die Spitzen mit weißer Farbe anmalen (als ob er Schnee an den Spitzen hätte) und dann gut trocknen lassen.

Damit er gut stehen kann, nehmt einen Korken und kürzt ihn etwa auf die Hälfte ein – damit ihr einen Stamm habt, wo ihr nun den Tannenzapfen mittig drauf kleben könnt. Anschließend gerne noch mit Perlen, Sternen, Moos etc. verzieren.

Und hier ein bisschen „unnützes“ Weihnachtswissen zum Schluss: Wusste ihr, das der Duft von Zimt tatsächlich den Stresspegel senkt? Also – gerne auch einen Hauch mehr Zimt in die Bratäpfel packen 😊

In diesem Sinne – einen schönen und entspannten Nikolaustag!

Eure Nachteule

Der hyggelig-kulinarische Adventskalender – Türchen Nr.5: Raclette-to-go

Es ist doch immer das Gleiche auf dem Weihnachtsmarkt..der süße, verführerische Duft von Feuerzangenbowle, aromatischem Glühwein und weihnachtlichen Gewürze liegt in der Luft. Diese heißen Getränke sind wunderbar, keine Frage – aber sie haben alle etwas gemeinsam: Sie sind süß…und manchmal sehr süß sogar…und genau deshalb braucht es einen herzhaften Gegenpol.

und da kommt mein „Geheimtipp“…den ich zumindest immer wähle, wenn ich wie zur Zeit in Hamburg unterwegs bin 😅: ein einfaches, ehrliches Raclette-Käse-Brötchen mit Cornichons oder Silberzwiebeln.

Raclettekäse hat eine wunderbare Eigenschaft: Er ist cremig, würzig und besitzt ein unverwechselbares Aroma, das perfekt mit knusprigem Brot harmoniert. Wenn der Käse langsam schmilzt, Fäden zieht und über das Brötchen läuft, entsteht dieser typische Wohlfühlmoment, der einfach nur „Winter“ schreit. Dazu kommt seine leichte Salzigkeit – ein idealer Geschmackskontrast zu süßen Getränken wie Feuerzangenbowle oder Glühwein.

In diesem Sinne – lasst den Käse schmelzen!

Eure Nachteule

Der hyggelig-kulinarische Adventskalender – Türchen Nr. 4: Lesetipps, Postkarten und leckere Frischkäse-Nuss-Hörnchen!

Heute hätte ich mal ein paar weihnachtliche Literaturtipps für euch. Ich liebe diese Zeit, wo es etwas früher dunkler wird, Kerzen überall angezündet werden und so eine heimelige und gemütliche Atmosphäre sich breit macht. Jetzt eine Tasse Tee oder heiße Schokolade, ein paar leckere Frischkäse-Hörnchen (das Rezept findet ihr am Ende des Beitrags,  eine dicke Decke, Wollsocken und ein tolles Buch – mehr braucht es nicht, um sich ein bisschen zu erholen. Geschmäcker auch beim Lesen sind ja verschieden und deswegen heute einfach mal einen wahllosen Griff in den Stapel SUB (Stapel ungelesener Bücher) – den ihr sicher auch kennt, aber mit dem Schwerpunkt Weihnachten diesmal.

Hier meine Lesetipps für euch (die teilweise auch noch auf meinem SUB liegen…)

  • Nächstes Jahr schenken wir uns nichts – Weihnachtsgeschichten / Karoline Adle
  • Stille Nacht, heilige Nacht – morgen wirst du umgebracht / Karoline Adler
  • Geld oder Lebkuchen / Dora Heldt
  • Das Mädchen, das Weihnachten rettet / Matt Haig, Chris Mould
  • Weihnachtserzählungen von Charles Dickens
  • Das Restaurant der kleinen Wunder von Silke Schütze
  • Der kleine Wintermarkt am Meer von Julia Rogasch

Ihr habt auch noch eine tolle Buchempfehlung? – Na, dann her damit – ich freue mich drauf (und gerne darf mein SUB noch etwas größer werden ;-)…)!

Und so langsam sollte man sich Gedanken um seine Weihnachtspost machen – und vor allem: schreibt doch auch mal wieder ein paar Weihnachtsportkarten von Hand für ein paar liebe Freunde 😉. Hier noch die praktischen Tipps, bis wann welches Päckchen sich auf den Weg machen muss, damit es bis zum 24.12. auch beim Empfänger ankommt!

Briefe und Postkarten (Quelle: http://www.deutschepost.de)

Versand nach
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20.12.2025 22.12.2025 (mit Einschreiben)
europäische Länder12.12.2025
außerhalb Europas05.12.2025

DHL Päckchen und Pakete („normal“)

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Nachbarländer15.12.2025
sonstige europäische Länder11.12.2025
außerhalb Europas mit DHL-Express22.12.2025
außerhalb Europas26.11.2025

Und ach ja, die Adresse für die Post zum Weihnachtsmann lautet:

  • An den Weihnachtsmann / Weihnachtspostfiliale / 16798 Himmelpfort oder -ganz international:
  • Santa Claus Nordpolen / Julemandens Postkontor / DK-3900 Nuuk

Alternativ nehme ich auch gerne Päckchen für ihn an oder freue mich über eine schöne Weihnachtskarte ;-)!

Und  jetzt noch das versprochene Rezept für die Frischkäse-Hörnchen:

Für 64 kleine Hörnchen braucht ihr (keine Sorge – die sind schneller weg wie ihr schauen könnt ;-)..):

  • 300 g Weizenmehl Typ 405
  • 200 g Butter
  • 200 g doppelrahmfrischkäse
  • Je 80 g weißen und braunen Zucker sowie gemahlene Haselnüsse
  • 1 TL Zimtpulver
  • Abrieb einer ½ Bio-Zitrone

Für den Teig: Mehl, Butter und Frischkäse gut vermischen und zu einem Teig kneten. Dann am besten als große Kugel in Frischhaltefolie wickeln und mind. zwei Stunden in den Kühlschrank stellen. Beide Zucker, die Haselnüsse, Zimt und Zitronenabrieb in einer Schüssel vermischen.

Backofen auf 175°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen und zwei Backblecke vorbereiten. Dann die Kugel aus dem Kühlschrank nehmen und in vier gleichgroße Kugeln teilen.

Etwas von der Nuss-Zuckermischung auf die Arbeitsfläche streuen und eine Teigkugel drauflegen und kreisrund ausrollen. Den Teig ruhig auch mal wenden, dass von beiden Seiten Nüsse und Zucker in den Teig kommen! Dann in den Teigkreis 16 Dreiecke / Tortenstücke schneiden und von der breite Seite her zu Hörnchen aufrollen und mit der Spitze nach unten auf das Backblech legen. Nach 12-16 Minuten sind sie goldgelb, duften herrlich und sind ein absoluter Traum (aber trotzdem kurz abkühlen lassen!)!

Hm…ich kann sie schon riechen!

In diesem Sinne – viel Spaß beim Schmökern, Karten schreiben und Genießen!

Eure Nachteule

Der hyggelig-kulinarische Adventskalender – Türchen Nr. 3: Weihnachtsmarkt-Crêpes

Ein Fest, ein Jahrmarkt oder auch die noch so kleinste Feier – Crêpes gehören zu den absoluten Klassikern. Sie sind schnell gemacht, vielseitig belegbar und passen perfekt, vor allem auch in die gemütliche Adventszeit. Heute zeige ich euch ein einfaches Grundrezept und ganz viele leckere Ideen, wie man diese winterliche aufpimpen kann!

Das klassische Crêpes-Grundrezept

Zutaten (für ca. 8 Crêpes)

  • 160 g Mehl (Typ 405)
  • 2 Eier
  • 250 ml Milch
  • 1 Prise Salz
  • 1 EL Zucker
  • 1 TL Vanilleextrakt oder Vanillezucker
  • 1 EL geschmolzene Butter (plus etwas zum Ausbacken)

Zubereitung: Mehl mit Zucker und Salz vermischen. Milch und Eier hinzufügen und zu einem glatten Teig verrühren (Schneebesen, Rührgerät, etc.) – der Teig ist relativ dünnflüssig, also ideal für einen Crêpes-Maker, ggf. etwas mehr Mehl dazu geben.

Und jetzt das Beste:

🎅 Weihnachtliche Füllideen

1. Bratapfel-Genuss (Apfelwürfel, Zimt, Vanille, Rosinen, etwas Butter & brauner Zucker)

2. Spekulatius-Crunch (Geschlagene Sahne oder Mascarpone, zerkleinerte Spekulatius, Zimt)

3. Schoko-Marzipan-Traum (geschmolzene Zartbitterschokolade, fein geriebene Marzipanrohmasse

⭐ Herzhaft & winterlich

4. Raclette-Crêpe (geschmolzener Raclettekäse, Röstzwiebeln, Preiselbeeren)

5. Winter-Schinken-Käse (Kochschinken, Gouda, ein Hauch Senf oder Weihnachts-Chutney)

🎄 Weihnachtswissen des Tages
Im 13. Jahrhundert verschüttete eine bretonische Bäuerin Buchweizengrütze auf einer heißen Herdplatte – und kreierte damit versehentlich den ersten Crêpes bzw. die Galettes. Später ersetzte man Buchweizen teilweise durch Weizenmehl, und gab Eier und Mehl dazu und so entstand der Crêpes, wie wir ihn heute kennen. Im Gegensatz zu Crêpes sind Galettes immer herzhaft – typischerweise mit Käse, Ei und Schinken…oder auch noch ein paar winterliche Ideen und die findet ihr hier:

Galette Grundrezept (4 Stück)

Zutaten

  • 180 g Buchweizenmehl
  • 320 ml Wasser
  • 1 TL Salz
  • 1 Ei (optional, für mehr Elastizität – Tradition pur wäre ohne)
  • Butter oder Öl zum Ausbacken

Zubereitung: Buchweizenmehl und Salz mit kaltem Wasser mischen und das Ei hinzugeben. Den Teig nun für mind. 4 Stunden quellen lassen (im Kühlschrank idealerweiseIn der Bretagne ruht der Teig sogar über Nacht – das macht ihn geschmeidig und aromatischer)

❄️ klassische und winterliche Galette-Füllungen

  1. Galette Completé  (Kochschinken, 1 Ei, geriebener Käse (Emmentaler, Comté oder Gruyère), Pfeffer, ein Klecks Butter
  2. Winter-Raclette Galette (geschmolzener Raclettekäse, gebratene Champignons, Röstzwiebeln, Preiselbeeren)
  3. Deftige Weihnachtsschinken-Galette (Kochschinken oder Serrano, Kastanienpüree, Gruyère, Schwarzer Pfeffer)
  4. Vegane Winter-Galette (gebratene Pilze, Spinat, Walnüsse, Hafer-Cuisine oder veganer Käse)
  5. Ziegenkäse & Honig (Ziegenkäse, Walnüsse, Honig, Rosmarin oder auch Lavendel passt super)

Crêpes waren früher ein Glückssymbol!
Man glaubte, dass das Wenden des Crêpes mit der rechten Hand Glück bringt, wenn man in der linken eine Goldmünze hält. Und es gibt die Regel: Galettes sind ausschließlich aus Buchweizen, Wasser und Meersalz und stets herzhaft gefüllt, Crepes sind aus Weizenmehl, Eier, Salz und Zucker und ausschließlich süß gefüllt (naja, Ausnahmen bestätigen die Regeln 😉)…aber für beide gilt: nicht dicker als 2 mm und nach spätestens drei Minuten müssen sie knusprig sein!

In diesem Sinne – guten Appetit und viel Spaß beim Ausprobieren!

Eure Nachteule