Mit dem Arctic Train auf Norwegens nördlichster Eisenbahnstrecke – Reisetagebuch Tag 10

Der Tag startete nach einer Runde Frühsport und einem leckeren Frühstück mit einem weiteren Vortrag – diesmal ging es um die Aquakulturen der Welt und in Norwegen. Wer ein bisschen mehr wissen möchte – hier gibt es noch eine ganz interessante Seite: https://fischausnorwegen.de/geschichten-aus-norwegen/das-geschenk/aquakultur/?gclid=Cj0KCQiA3rKQBhCNARIsACUEW_bVDHHvkgfKBpVZ3b1VIzO17M3JQnEglaSDUnjICP-guIU7bFY-ZpkaAnPpEALw_wcB

Kurz nach dem Anlegen in Narvik ging es auch schon los Richtung Bahnhof und dann mit dem Arctic Train auf die 43 Kilometer lange Ofoten Linie, die vom Hafen Narvik bis zur schwedischen Grenzen führt und Norwegens nördlichste Eisenbahnstrecke ist.

Die Ofoten-Linie wurde gebaut, um den Zugang zu einem eisfreien Exporthafen für die reichen Eisenerzvorkommen in Nordschweden zu sichern. Der Bau zog sich von Ende des 19. Jahrhunderts bis ins nächste Jahrhundert hinein und ging mit extremen klimatischen und logistischen Herausforderungen einher. Insgesamt waren mehr als 5 000 Menschen am Streckenbau beteiligt. Wanderarbeiter, so genannte „Rallare“, suchten ihr Glück in dem vermeintlichen europäischen „Klondyke“. Die zahlreichen Mythen und Legenden, die sich um die Rallar-Kultur ranken, sind ebenso farbenfroh wie spannend. Aber nicht nur die Landschaft, durch die sich die Bahnlinie schlängelt, ist dramatisch. Die historischen Ereignisse rund um den Streckenbau Ende des 19. Jahrhunderts und die Kriegshandlungen im Jahr 1940 bilden eine dramatische Kulisse für die erlebnisreiche Bahnfahrt mit dem Arctic Train: Während des Zweiten Weltkriegs rückte die Ofoten-Linie erneut in den Mittelpunkt der Geschichte. Die Kontrolle über die Bahnstrecke war von entscheidender Bedeutung, da sie eine Exportroute für die größten und wichtigsten Eisenerzvorkommen Europas darstellte. Ein wesentlicher Teil der Kriegshandlungen während der Schlacht von Narvik fand daher in unmittelbarer Nähe der Bahnlinie statt. Was ganz interessant war, dass ein Online-Audioprogramm während der Zugfahrt auf die wichtigsten Punkte und Ereignisse hinwies und der eine oder andere Photostopp wurde eingelegt! Learning on the Train sozusagen ;-)! Nachzulesen ist das ganze hier in der App: Voice of Norway – ein Reiseführer für das Smartphone, wo es zu vielen verschiedenen interessanten Orte solche Audio-Guides gibt (https://voiceofnorway.no/)!

Und hier kann man auch nochmal 10 historische Fakten zum Arctic Train nachlesen: https://www.norwaysbest.com/de/lassen-sie-sich-inspirieren/the-arctic-train-auf-der-ofoten-linie-10historische-fakten/.

Auch Hermes hat es gut gefallen und es gab endlich einen typischen norwegischen Zimtbollen – danach habe ich schon länger gesucht, da ich ein großer Zimtschnecken-Fan bin – aber dazu mal im BBQOwl-Abschnitt mehr ;-)!

In Norwegen heißen diese Zimtknoten: Kanelknuter und sehen eigentlich nur anders aus wie schwedische Zimtschnecken – also Kanelbullar ;-). Ein sehr leckeres Rezept dazu findet ihr z.B. hier: https://savorylens.com/kanelknuter/

Wieder zurück an Bord gab es die Möglichkeit, sich von einem Museumsdozenten (in unserem Fall war es Elena, die Kuratorin) einen kurzen Vortrag über Narvik’s Kriegsgeschichte und das Kriegsmuseum anzuhören, der extra dafür auf das Schiff kam. Und nach der Zugfahrt und den ersten interessanten Fakten, war das noch eine passende Ergänzung dazu! Mehr zum Kriegsmuseum findet auf deren Homepage: https://warmuseum.no/

„Um Frieden zu schaffen, müssen wir Krieg verstehen“

Am Nachmittag gab es eine weitere Sciene Session – diesmal ging es um das Problem der Plastikverschmutzung in den Ozeanen und was man selber dazu tun kann! Auch hier ein Link zum Weiterlesen: https://www.oceancare.org/de/unsere-arbeit/meeresschutz/plastikverschmutzung/

Nach dem Abendessen gab es einen weiteren Vortrag zum Thema: Abenteuer Eis….Udo, ein Mitglied des Expeditionsteam hat von seinen Reisen und Erlebnissen aus Nord-Grönland berichtet – ein sehr beeindruckender Vortrag und auch phantastische Naturbilder.

Und diesmal gab es eine Sporteinheit am Abend – nämlich eine Runde Yin Yoga zum Entspannen!

In diesem Sinne – Namaste!

Eure Nachteule

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