Seelisch stark ins Leben – zur Woche der Seelischen Gesundheit & dem Welttag der psychischen Gesundheit

Wir sind gerade mittendrin – in der bundesweiten Woche der seelischen Gesundheit vom 10. bis 20. Oktober – einer Aktionszeit, die dazu einlädt, über psychisches Wohlbefinden zu sprechen, Belastungen offen anzusprechen und Bewusstsein für mentale Gesundheit zu schaffen. Den Auftakt bildete der 10. Oktober, der internationale Tag der psychischen Gesundheit (World Mental Health Day), der als internationale Thema: Mental Health in humanitarian emergencies – also den Zugang zu Diensten für die psychische Gesundheit in Katastrophen und Notlagen hatte. Mehr dazu findet ihr unter https://www.who.int/campaigns/world-mental-health-day/2025 und am 11. Oktober folgte dann der Welthospiz- und Palliativversorgungstag, zu dem es ja bereits einen Blogbeitrag gegeben hat: https://nachteuleblog.com/2025/10/11/heute-ist-der-welthospiz-und-palliativversorgungstag-11-oktober-2025/

Warum diese Woche so wichtig ist…

Psychische Gesundheit betrifft uns alle. Etwa jede*r vierte Mensch erlebt im Laufe des Lebens eine psychische Krise oder Erkrankung – Depressionen, Ängste, Burnout, Erschöpfung oder Anpassungsschwierigkeiten gehören längst zu den häufigsten gesundheitlichen Herausforderungen unserer Zeit. Trotzdem wird noch immer viel zu selten offen darüber gesprochen. Die Woche der Seelischen Gesundheit möchte genau das ändern: Austausch fördern, Aufklärung leisten und Brücken bauen – zwischen Betroffenen, Angehörigen, Fachleuten und der Gesellschaft.

Das Motto 2025 lautet: „Lass Zuversicht wachsen – psychisch stark in die Zukunft“

Es lädt dazu ein, Schutzfaktoren zu stärken, Hoffnung zu fördern und Wege zu finden, wie wir als Einzelne und als Gemeinschaft resilienter mit den Herausforderungen unserer Zeit umgehen können. Mehr dazu findet ihr u.a. auch hier: https://www.seelischegesundheit.net/aktionen/aktionswoche/?utm_source=chatgpt.com

Was bedeutet psychische Gesundheit eigentlich?

Psychische Gesundheit ist mehr als das Fehlen von Krankheit. Sie beschreibt einen Zustand innerer Balance und Lebenskraft, in dem wir unser Potenzial entfalten, Beziehungen gestalten, Herausforderungen meistern und Sinn in unserem Leben finden können. Sie zeigt sich nicht in permanenter Glückseligkeit, sondern in der Fähigkeit, mit schwierigen Gefühlen, Krisen und Veränderungen umzugehen – und dabei handlungsfähig zu bleiben.

Wichtige Bausteine seelischer Gesundheit sind:

  • Emotionale Kompetenz – eigene Gefühle wahrnehmen, annehmen und ausdrücken
  • Resilienz – mit Belastungen umgehen, Krisen überstehen
  • Soziale Verbundenheit – Beziehungen pflegen, Unterstützung annehmen
  • Sinn & Orientierung – Werte, Ziele, Lebensfreude finden
  • Selbstfürsorge – gut mit sich selbst umgehen, Grenzen wahren

Diese Fähigkeiten können wir stärken – durch Wissen, Übung und den offenen Austausch über mentale Gesundheit. Denn die Anforderungen des modernen Lebens nehmen stetig zu: ständige Erreichbarkeit, Leistungsdruck, Unsicherheiten, Krisen und Informationsflut. Viele Menschen fühlen sich überfordert, erschöpft oder einsam – oft lange, bevor sie sich Hilfe suchen. Gerade deshalb ist Aufklärung und Prävention so entscheidend: Je früher wir Anzeichen erkennen, desto eher können wir gegensteuern. Das Bewusstsein für psychische Gesundheit hilft, Leid zu verringern – und Lebensqualität zu fördern.

Was du selbst tun kannst

Schon kleine Schritte können helfen, seelische Gesundheit zu stärken:

  • Gönn dir Pausen, Bewegung und bewusste Atemmomente.
  • Sprich über das, was dich beschäftigt – offene Worte entlasten.
  • Pflege Kontakte, die dir guttun, und setze Grenzen, wo nötig.
  • Informiere dich über Hilfsangebote und sprich andere an, wenn du dir Sorgen machst.
  • Übe dich in Mitgefühl – mit anderen und mit dir selbst.

Jede*r von uns kann zu einem verständnisvolleren Umgang mit psychischer Gesundheit beitragen.

MHFA – Psychische Erste Hilfe lernen mit / bei Educativio – also mit / bei mir 😉

Wer lernen möchte, wie man andere in seelischen Krisen kompetent unterstützt, kann sich gezielt weiterbilden – z. B. mit den MHFA-Kursen (Mental Health First Aid) oder auch individuellen Kursen zu diesen Themen, wie z.B. auch speziellen Kursen nach den Grundlagen der DGUV-Information 206-017.

MHFA steht generell für „Erste Hilfe für psychische Gesundheit“. In diesen praxisnahen Kursen lernst du:

  • psychische Krisen früh zu erkennen,
  • angemessen zu reagieren,
  • zuzuhören und Sicherheit zu vermitteln,
  • professionelle Hilfewege zu kennen – und
  • Grenzen und Selbstfürsorge zu beachten.

Ob privat, beruflich oder ehrenamtlich – MHFA vermittelt dir das Wissen und die Haltung, um Menschen in seelischen Belastungssituationen beizustehen, bis fachliche Hilfe verfügbar ist.

Nächste MHFA-Kurse bei Educativio

Die nächsten Termine für Kurse nach dem MHFA-Konzept des Zentralinstitut für seelische Gesundheit findest du auf meiner Website:👉 www.educativio.de

Für spezielle Themen oder individualisierte Anfragen – schreibt mir gerne ein Mail an geckeler@educativio.de

Ein kleines Fazit zum Schluss noch: Seelische Gesundheit geht uns alle an

Die Woche der Seelischen Gesundheit und der Welttag am 10. Oktober erinnern uns daran:
Psychische Gesundheit ist kein Luxus – sie ist die Grundlage für Lebensfreude, Beziehungen, Lernen und Arbeit. Indem wir über mentale Gesundheit sprechen, Verständnis fördern und Wissen teilen, schaffen wir eine Kultur des Hinsehens und der Unterstützung.
Lass uns gemeinsam daran mitwirken – jeden Tag ein bisschen mehr Zuversicht wachsen zu lassen.

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Vom Weinberg zu den Perlen der Tiefe – ein Champagnerabend mit Leclerc Briant bei Daniel‘s Weine in Winterbach

Winterbach, 10. Oktober 2025 – Ein Blick in den wunderbar heimeligen Weinkeller und der elegant gedeckte Tisch machen schon in den ersten Minuten Lust auf den vor uns liegenden Champagnerabend bei Daniel’s Weine und den Champagner von Leclerc Briant: also auf in eine Reise durch die sinnliche Welt eines Hauses, das für biodynamische Eleganz und handwerkliche Tiefe steht.

Als Gastgeberin des Abends führte Eugénie Lemaire charmant und kenntnisreich durch das Schaffen des traditionsreichen Hauses aus Épernay, das 1872 gegründet wurde und heute zu den spannendsten Adressen der Champagne zählt (https://www.leclercbriant.fr). Begleitet von Linda Vogt vom Weinhaus Riegel aus Orsingen, die zu den Generalimporteuren für Leclerc Briant zählen für Deutschland (www.riegel.de) und Daniel Hasert natürlich.

Bevor es zu den Stars des Abends geht – ein kurzer Ausflug in die Champagne – ins Hause Leclerc Briant:

Das Weingut Leclerc Briant liegt in der Region Champagne, genauer gesagt im Département Marne im Nordosten Frankreichs. Die Stadt Épernay – das Herz der Champagne, wird oft als „Hauptstadt des Champagners“ bezeichnet und liegt am rechten Ufer der Marne, südlich von Reims, umgeben von berühmten Weinbauorten wie Cumières, Aÿ, Mareuil-sur-Aÿ und Hautvillers.

Épernay ist das Zentrum vieler großer Champagnerhäuser – hier befinden sich auch Moët & Chandon, Perrier-Jouët, Pol Roger und eben Leclerc Briant.

Leclerc Briant ist ein Champagnerhaus mit Wurzeln im 19. Jahrhundert, das sich seither durch Innovation, Biodynamie und mutige Konzepte profiliert hat. Der Ursprung liegt im Jahr 1872, als Lucien Leclerc in Cumières ein Weingut gründete. Im Laufe der Zeit entwickelte es sich von einem Familienweingut zum Maison de Négociant: 1955 zog das Haus nach Épernay, in die Chemin de la Chaude Ruelle, und unter der Leitung von Bertrand Leclerc und seiner Frau Jacqueline Briant wurde das Haus in dieser neuen Struktur geführt. Ein prägendes Element in der Geschichte von Leclerc Briant war frühzeitig der Fortschritt ins Ökologische. Bereits Mitte des 20. Jahrhunderts setzte Bertrand Leclerc erste Ansätze biologischer Bewirtschaftung um, und sein Sohn Pascal verfolgte diese Linie weiter, sodass heute das gesamte Weingut biologisch und biodynamisch zertifiziert ist.

Das Haus selbst besitzt ein kleines Kernstück Weinberge – unter anderem die berühmte Parzelle La Croisette mitten in Épernay.

Unter der neuen Eigentümergeneration – seit 2012 – haben Leclerc Briant und seine Führungskräfte eine kreative Renaissance erlebt. Das Haus wird von Mark Nunelly und Denise Dupré (US-Investoren) unterstützt, und Frédéric Zeimett, ein gebürtiger Champenois mit langjähriger Erfahrung in der Weinwelt, übernahm Führungsaufgaben. Unter Zeimetts Leitung wurden spektakuläre Projekte realisiert: Beispielsweise die Cuvée Abyss, die zwölf Monate unter Wasser bei 60 Metern Tiefe gereift ist – ein Versuch, das Meeressubstrat in Verbindung mit dem kalkhaltigen Boden der Champagne einzubeziehen.

Das Sortiment von Leclerc Briant teilt sich heute in verschiedene Linien:

  • Classics – die Standard-Cuvées wie Réserve Extra Brut, Rosé Extra Brut, Blanc de Blancs, Rosé de Saignée u. a.
  • Single Vineyards / Sélections Parcellaires (Einzellagen) – sortentypische, parzellenbezogene Weine mit stärkerer Identität.
  • Specialities – limitierte, innovative Projekte wie der bereits erwähnte Abyss

Ein prickelnder Auftakt – Rosé Extra Brut (94 Punkte – Suckling)

Der Abend begann mit dem Champagne Rosé Extra Brut – zart kupferfarben im Glas, mit Noten von roten Beeren – hauptsächlich Erdbeeren und Himbeeren, Brioche und Passionsfrucht kommt in die Nase. Geerntet 2021, im Juni 22 abgefüllt und ab Juni 24 degogiert – bestehend aus 89 % Chardonnay und 11% Pinot Noir und einer Dosage von 3,5 g/L – also klassisch extra brut. Ein eleganter, leicht zu trinkender Einstieg – dazu eine leckere Auswahl an französischem Käse und Salami und Schinkenspezialitäten (auch aus Deutschland), sowie verschiedenen Brotsorten und Olivenöl.

Kraft und Balance – Extra Brut Réserve

Der Champagne Extra Brut Réserve zeigte sich komplexer, nussiger, mit Aromen von Apfel, Hefe und etwas Honig. Assemblage aus 42 % Pinot Noir, 33 % Chardonnay und 25 % Pinot Meunier und einer Dosage unter 4,5 g/L. Seine feine Mineralität harmonierte wunderbar mit der leckeren Quiche Lorraine und den herzhaften Canapés, die Steffi wieder für uns auf den Tisch zauberte: Canapés: Lachs mit Dill, Paté mit Pistazien, Roastbeef mit Preiselbeeren und Walnuss, Birne auf Ziegenkäse. Die Kombination war so abgestimmt, dass jeder Bissen das Spiel der Perlage neu beleuchtete und ebenso perfekt zu Champagner Nr. 3 passte (der einer meiner Favoriten an diesem Abend war!)

Eleganz aus der Tiefe – 2016 Blanc de Meuniers Premier Cru

Der Blanc de Meuniers 2016 offenbarte die Rebsorte in Reinkultur: cremig, mit feinen Röstaromen und einem langen, salzig-mineralischen Abgang. Hier zeigte sich die Philosophie von Leclerc Briant in voller Klarheit – Natur, Geduld und Präzision als Grundlage wahrer Eleganz…Vinifiziert und 9 Monate in Eichenfässern gereift und einer Dosage von 2,4 g/L….ja, den könnte man gerne den ganzen Tag trinken 😉!

Sinnliche Intensität – Rosé de Saignée Extra Brut

Dann kam der Rosé de Saignée Extra Brut – kräftiger, dunkler, mit saftigen Noten von Himbeere und Granatapfel. 100 % Pinot Noir mit einer Dosage von 3,3 g/ L. – sehr passend zur super cremigen Königin-Pastete.

Was heißt eigentlich Saigneé?

Beim Rosé de Saignée werden rote Trauben (z. B. hier Pinot Noir) kurz auf der Maische liegen gelassen – das heißt, der Saft bleibt eine Zeitlang in Kontakt mit den Beerenschalen, in denen die Farbstoffe (Anthocyane) sitzen. Nach einigen Stunden – je nach gewünschter Farbintensität – wird ein Teil des Mostes abgezogen, also „abgeblutet“ (saignée).

Dieser Saft wird dann wie ein Weißwein weiterverarbeitet, also ohne Schalen vergoren. Das Ergebnis ist ein kräftiger, aromatischer und farbintensiver Roséwein oder Roséchampagner.

🍇 Unterschied zum „Rosé d’Assemblage“

In der Champagne gibt es zwei zugelassene Methoden, Rosé herzustellen:

  1. Rosé d’Assemblage – hier wird einfach etwas Rotwein (aus Pinot Noir oder Meunier) zum weißen Grundwein gegeben.
    Das ergibt meist zartere, hellere, elegantere Rosés.
  2. Rosé de Saignée – hier stammt die Farbe direkt aus der Maischestandzeit, also natürlich aus den Traubenschalen.
    Das ergibt kräftigere, komplexere, oft würzigere Champagner, mit Aromen von roten Früchten, Gewürzen und einer spürbareren Tanninstruktur.

Und dann kam das „Grande Finale“ aus den Tiefen des Meeres:  2018 „Abyss“ Brut Nature

Zum Höhepunkt wurde es wortwörtlich tiefgründig: Der Champagne Abyss 2018 – zwölf Monate lang in 60 Metern Tiefe in der Bucht von Ouessant unter Wasser gereift. Die Spuren des Meeres waren auf der Flasche noch sichtbar: Muschelreste, Algen, Patina. In der Nase: salzige Meeresbrise, Kalk, getrocknete Früchte und ein bisschen Zitrone würde ich sagen. Am Gaumen: vibrierend, pur, fast meditativ. Ein Champagner, der nach Abenteuer schmeckt – und nach der Ruhe der Tiefe.

Eugénie Lemaire erzählte dazu, wie das Meer die Flaschen sanft bewegt und eine einzigartige Reife fördert. Sehr spannend war die Veränderung am Korken zu sehen – außen fast schwarz und teilweise zersetzt und innen, Richtung Wein, ein komplett intakter unveränderter Korken.

Eine Assemblage aus 34 % Pinot Noir, 33 % Pinot Meunier und 33 % Chardonnay und einer Dosage von 1,63 g/L – ein Champagner, auf den ich mich sehr gefreut habe, da ich davon in  Folge 171: Karneval in Bio mit Peter Riegel des Podcasts „Terroir und Adiletten von Willi Schlögl und Curly gehört hatte (https://terroirundadiletten.podigee.io/176-peter-riegel) und neugierig wurde.

Mein Fazit

Ich bin ein bisschen eigen, was zu viel Hefe in einem Champagner angeht – aber das war an diesem Abend nicht der Fall – das war ein Abend, der mehr war als eine Verkostung: eine Reise durch Landschaften, Terroirs und Texturen, getragen von Leidenschaft, Handwerk und der Magie des Champagners. Und Daniel und sein Team beweisen einmal mehr, dass Wein und auch Champagner hier nicht nur verkauft, sondern zelebriert werden – mit Herz, Wissen und dem Gespür für besondere Momente. Und ich freue mich schon auf die nächsten interessanten Termine 2026 (aber auch dieses Jahr kommt noch der eine oder andere spannende Abend – seid gespannt 😉!)

In diesem Sinne: manche Champagner erzählen Geschichten – andere flüstern Legenden.

Eure Nachteule

Heute ist der Welthospiz- und Palliativversorgungstag – 11.Oktober 2025

Der Welthospiz- und Palliativversorgungstag (auf Englisch World Hospice and Palliative Care Day, kurz WHPCD) wird jährlich am zweiten Samstag im Oktober begangen und soll das Bewusstsein für Hospiz- und Palliativarbeit stärken. Er erinnert daran, dass das Thema Sterben oft tabuisiert ist, und lenkt Aufmerksamkeit auf die Bedürfnisse schwerstkranker Menschen und ihrer Angehörigen. Der internationale Aktionstag wurde 2005 initiiert von der Worldwide Hospice Palliative Care Alliance (WHPCA) als gemeinsamer Tag der Aufmerksamkeit für Hospiz und Palliativversorgung weltweit.

Der Hospiz-Gedanke und seine Wurzeln

Der Begriff „Hospiz“ geht historisch auf Orte der Zuflucht zurück, die Pilger, Reisende oder Sterbende aufnahmen. Im modernen Sinne entstand die Hospizbewegung im 20. Jahrhundert. Ein Schlüsselmoment war die Arbeit von Dame Cicely Saunders, die in den 1960er Jahren in Großbritannien das Konzept der Palliativpflege mitprägte. Sie setzte sich dafür ein, dass Schmerz gelindert und Menschen auch in ihrer letzten Lebensphase mit Würde begleitet werden. Parallel entwickelten sich Hospiz- und Palliativangebote weltweit – zunächst oft kirchlich oder ehrenamtlich getragen, später zunehmend als medizinisch integrierte Versorgungsformen.

Das offizielle Motto in Deutschland für den Welthospiztag 2025 lautet: „Hospiz – Heimat für alle“. Dieses Motto bringt mehrere zentrale Botschaften zum Ausdruck:

  • Angebot für alle Menschen: Hospiz und Palliativarbeit sollen für alle zugänglich sein, unabhängig von Herkunft, Religion, Lebensform oder Sprache.
  • Heimat und Zugehörigkeit: Der Begriff „Heimat“ suggeriert Nähe, Geborgenheit, Zugehörigkeit – also dass Hospiz ein Ort sein kann, an dem Menschen in ihrer letzten Lebensphase Sicherheit und menschliche Wärme erfahren.
  • Ablehnung von Ausgrenzung: Das Motto wirkt gegen Tendenzen der Ausgrenzung und betont Toleranz und Offenheit.

Zuletzt war 2024 das Motto „Hospiz für Vielfalt“ – wobei Themen wie Interkulturalität, Inklusion und Vielfalt im Ehrenamt im Fokus standen. Viele weiteren Hintergrundinfos findet ihr auch hier: https://www.dhpv.de/aktuelles_welthospiztag.html

Was versteht man unter Hospiz- und Palliativversorgung?

Um den Tag besser einordnen zu können, ist es hilfreich, die Begriffe und Ziele zu klären:

Hospiz- vs. Palliativversorgung

  • Palliativversorgung zielt darauf ab, die Lebensqualität von Menschen mit lebensbegrenzenden Erkrankungen zu verbessern – durch Symptomkontrolle, Schmerzlinderung und psychosoziale Unterstützung, unabhängig von der Lebensdauer.
  • Hospizversorgung ist eine Ausprägung von Palliativversorgung für die Phase, in der Heilung nicht mehr möglich ist und der Fokus auf Begleitung im Sterben liegt.
  • In der Praxis überschneiden sich beide Begriffe stark; oft wird von Hospiz- und Palliativversorgung zusammen gesprochen.

Ziele und Prinzipien

  1. Leiden lindern: Schmerzen, Atemnot, Übelkeit und andere belastende Symptome so gut wie möglich behandeln.
  2. Ganzheitliche Begleitung: Körperliche, psychische, soziale und spirituelle Aspekte werden berücksichtigt.
  3. Angehörige einbeziehen: Unterstützung, Beratung und Entlastung der Familie und nahestehenden Personen ist integraler Bestandteil.
  4. Würde und Selbstbestimmung: Der Wille der betroffenen Person soll respektiert werden – z. B. bei Entscheidungen über Therapien, Lebensende etc.
  5. Interdisziplinäre Teams: Ärzte, Pflegekräfte, Sozialarbeiter, Seelsorger, Therapeuten und Ehrenamtliche arbeiten zusammen.
  6. Ortsunabhängigkeit: Hospizbegleitung kann zuhause, in stationären Einrichtungen oder auch in ambulanten Diensten erfolgen.

Herausforderungen und Lücken

Trotz Fortschritten gibt es weltweit große Unterschiede in der Verfügbarkeit und Qualität:

  • In vielen Ländern, insbesondere im globalen Süden, fehlen grundlegende palliative Angebote oder der Zugang zu Schmerzmitteln.
  • Fehlende politische Rahmenbedingungen oder Finanzierung behindern nachhaltige Angebote.
  • Tabuisierung von Sterben und Tod erschwert öffentliche Diskussion und Bewusstseinsbildung.
  • Fachkräfte, Ausbildung und Vernetzung sind nicht überall ausreichend vorhanden.

Der Welthospiztag erinnert uns daran:

  • Sterben gehört zum Leben – und braucht Raum, Sprache, Begleitung
  • Hospiz und Palliativpflege sind Menschenrecht und Pflegekompetenz zugleich
  • Solidarität und Vielfalt sind zentrale Werte – insbesondere in einer globalisierten Gesellschaft
  • Gesellschaftliche Debatten über Patientenverfügung, Vorsorge, Trauerkultur, Versorgungspflicht müssen geführt werden
  • Langfristige Etablierung: Es braucht nachhaltige Finanzierung, Ausbildung und politische Rahmensetzung

In den nächsten Jahren wird es wichtig sein, Fortschritte kritisch zu bewerten – etwa im Sinne des 2024er Themas „Ten Years Since the Resolution: How Are We Doing?“ – und gleichzeitig den Zugang zu Palliativversorgung weltweit auszubauen.

In diesem Sinne – bleibt informiert und klärt gerne auf!

Eure Nachteule

Der 13. September – Welt-Sepsis-Tag & Welt-Erste Hilfe Tag – Wissen kann Leben retten!

Heute finden gleich zwei wichtige Tage statt – der seit 2012 jährlich am 13. September begangene Welt-Sepsis-Tag, der initiiert wurde von der Global Sepsis Alliance, um das Bewusstsein für Sepsis zu erhöhen, über Prävention, Früherkennung und Therapie aufzuklären und seit dem Jahr 2000 findet am zweiten Samstag im September der World First Aid Day (Welt-Erste Hilfe Tag) statt. Dieser wurde von der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung ins Leben gerufen, um auf die Bedeutung von lebensrettenden Sofortmaßnahmen aufmerksam zu machen.

📈 Aktuelle Zahlen zur Sepsis in Deutschland

  • Jährlich erkranken mindestens 230.000 Menschen in Deutschland an Sepsis, davon versterben etwa 85.000. Damit zählt Sepsis zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland – viele dieser Todesfälle könnten durch frühzeitiges Erkennen und Behandlung verhindert werden.
  • Nicht nur Todesfälle sind schlimm: ca. 75 % der Überlebenden leiden an Spät- und Langzeitfolgen wie Organschäden, neurologischen Beeinträchtigungen, chronischer Müdigkeit etc.

🚨 Erste Hilfe & Sepsis – die Verbindung

  • Erste Hilfe heißt im Ernstfall: schnell reagieren, notieren, alarmieren, lebensrettende Sofortmaßnahmen anwenden – das Gleiche gilt bei Verdacht auf Sepsis: je früher man handelt, desto besser.
  • Kenntnisse in Erster Hilfe können entscheidend sein: z. B. wenn eine Person bewusstlos ist, Atemstillstand, starke Blutungen, Kreislaufprobleme – oder eben bei Infektionen, die außer Kontrolle geraten.

⚠️ Wichtige Symptome einer Sepsis

Wenn eine Infektion besteht, sollte man bei folgenden Anzeichen besonders aufmerksam sein, da sie auf eine mögliche Sepsis hindeuten könnten:

  • Fieber mit Schüttelfrost oder starkes Frösteln
  • Schneller Puls (Herzrasen)
  • Schnelle Atmung oder Atemnot
  • Schwitzen oder kalte / feuchte / marmorierte Haut, kalte Extremitäten
  • Starke Schwäche, allgemeines schwerstes Krankheitsgefühl, starke Schmerzen
  • Verwirrtheit, Desorientiertheit, Benommenheit
  • Blutdruckabfall (niedriger Blutdruck)

Wenn du eines oder mehrere dieser Symptome bei dir oder einer anderen Person feststellst – besonders, wenn eine Infektion vorliegt – zögere nicht, medizinische Hilfe zu rufen.

ℹ️ Weiterführende Infos

Für vertiefte Informationen, hilfreiche Materialien und praktische Checklisten zur Sepsis empfehle ich besonders die Seite der Sepsis-Stiftung (www.sepsis-stiftung.de) oder auch  https://www.deutschland-erkennt-sepsis.de/. Dort gibt es u. a.:

  • den „Sepsis-Check“
  • verständliche Erklärungen zu Risikofaktoren, Symptomen und Prävention

Wenn du dein Wissen in Erster Hilfe (physisch und psychisch) auffrischen möchtest – z. B.:

  • wie man bei Bewusstlosigkeit oder Atem-/Kreislaufstillstand handelt
  • wie man eine Sepsis erkennen kann (Symptome, worauf man achten sollte)
  • stabile Seitenlage, Herz-Lungen-Wiederbelebung, Notruf richtig absetzen
  • wie bei Kindernotfällen richtig vorgeht oder auch
  • was man als psychologischer betrieblicher Ersthelfer wissen sollte

… dann melde dich bei mir. Ich stelle dir gerne ein Kursangebot zusammen – maßgeschneidert für deine Bedürfnisse und in deiner Nähe. Näheres findest Du auch auf meiner Homepage http://www.educativio.de .

📣 Wichtig!

Diese beiden Tage erinnern uns daran:
🔹 Sepsis ist kein seltenes Phänomen – sie kann jeden treffen.
🔹 Erste Hilfe rettet Leben – auch durch kleine Maßnahmen.

In diesem Sinne – lasst uns gemeinsam sensibilisieren, informieren und handeln. Denn: Wissen kann Leben retten.

Eure Nachteule

Reisetagebuch Sylt 2025, Tag 12 – ein letztes Mal Inselfeeling!

Mit einem tollen Sonnenaufgang ging es in den letzten ganzen Urlaubstag auf der Insel…also ab auf die Friedrichstr. und ins Café de Paris (https://www.cafedeparissylt.de) zum leckeren Frühstück mit warmen Croissants und zum Einstieg in den Tag mit einem Lav’a Belle Sprizz (was für eine tolle Farbe, oder?).

Und dann durften die Räder nochmal bewegt werden – eine schöne Tour nach Morsum an das Morsumer Kliff war geplant mit einem etwas windigen Rückweg über den Deichweg – der gesäumt war von vielen Schafen auf und neben der Strecke! So eine schöne Landschaft!

Nach einer kleinen Stärkung in Westerland bei Rückkehr hieß es dann Räder abgeben und Koffer packen, da unser Sylt-Shuttle jetzt dann in wenigen Minuten (um 7:55 Uhr, um genau zu sein) uns zurück auf das Festland nach Niebüll bringt und wir  – leider – die Rückreise aus einem wunderbaren Urlaub antreten müssen.

Aber am Abend ging es nochmal sehr lecker – endlich – essen im GolfClub Sylt (https://www.golfclubsylt.de/blog/gastronomie-1055.html). Nachdem in den letzten Jahren hier des Öfteren der Besitzer gewechselt hatte und die Qualität des Essens nicht wirklich gut war, hat Jasmin Stump es jetzt geschafft – es war ein hervorragender Abend mit leckerem Essen, tollen Weinen und einer nicht so schlechten Aussicht auf den Golfplatz. Ein schöner Abschluss für diesen Urlaub!

Nun stehen wir in der Schlange vor dem Autozug – mit frischem Cappuccino in der einen Hand und einem Schoko-Croissant in der anderen Hand und einer kleinen Wehmutsträne im Auge. Diese Insel mag man oder man mag sie nicht – wir gehören auf alle Fälle zur ersten Sorte. Diese Insel hat noch so schöne Ecken, die es zum Erfahren, Erleben gibt – und ich freue mich auf meinen nächsten Besuch (der hoffentlich nicht allzu lange warten muss).

In diesem Sinne – Hentö bal!

Eure Nachteule

Reisetagebuch Sylt 2025, Tag 11 – ein Tag bei der Feuerwehr, Teil 2

Schon brechen die letzten Tage bzw. das letzte Urlaubswochenende an…und jetzt könnte ich glatt nochmal eine Woche dranhängen. Das Wetter passt, die richtige Erholungsphase ist gerade eingetreten…aber am Montag früh ist um 7:55 Uhr das Sylt-Shuttle Richtung Festland gebucht und der Arbeitsalltag ruft so langsam wieder. Nun ja, nach dem Urlaub ist ja bekanntlich vor dem Urlaub (wann immer der dann stattfinden wird).

So ging es jetzt am Samstagmorgen um kurz vor 9 Uhr Richtung Strand – vorher noch einen Kaffee bei Coffee-Fellows mitgenommen und dann konnte ich die Ruhe im Strandkorb mit meinem Buch (und ja, einem kleinen bisschen Büroarbeit – aber wer beschwert sich schon bei so einem (Arbeits)Platz darüber 😉…) genießen bis kurz vor 12 Uhr. Nein, da bin ich noch nicht ins Wasser, aber am Nachmittag dann.

Gegen 12:30 Uhr ging es mit den Rädern dann zur Feuerwehr Westerland, die heute ihren großen Tag der offenen Tür hatte und sich wirklich viel Mühe gemacht und ein tolles Programm auf die Beine gestellt hat – für Groß und Klein. Die Rundfahrten mit diesen großen roten Autos mit dem Blaulicht auf dem Dach ist bei den Kindern super angekommen und für alle ab 18 Jahren ging es hoch hinaus, wenn man wollte: eine Fahrt mit einer DLAK 23/12 wurde angeboten…und klar – die Nachteule ist da natürlich vorne mit dabei! Das war schon ein toller Ausblick auf 23 Metern über Sylt!

Danach ging es zurück an den Strand und endlich gab es auch mal einen süßen Crepes – nämlich einen Friesencrepes mit Pflaumenmuss, Zimtsahne und irgendwas mit Alkohol 😉. Das Wasser war herrlich erfrischend, aber man merkt den Wellen immer noch ihre Kraft an, da auch der Wind zwischendurch wieder etwas auffrischte. Aber es war einfach herrlich und erholsam.

Am Abend ging es diesmal in den Weinraum, eine kleine Tapas- und Weinbar in Westerland (https://www.weinraum.co/). Vor lauter Hunger habe ich völlig die Bilder vergessen vom Essen – für die Speckdatteln und Wein hat es noch gereicht. Es war super lecker – auf alle Fälle eine Empfehlung wert und auch der aktuelle Catch of the Day war toll – es gab Ramen!  

Die ersten Überlegungen, wie man den Sonntag als letzten Urlaubstag noch in vollen Zügen genießen kann, laufen schon, und auch wenn es der letzte Tag diesmal ist – wir kommen sicher wieder auf diese wunderbare Insel!

In diesem Sinne – genießt den Tag!

Eure Nachteule

Reisetagebuch Sylt 2025, Tag 10 – ein Tag am Meer

Juhu – es sieht nach Strandtag aus – zumindest auf den ersten Blick. Beim zweiten Blick auf die Fahne am Strand wird aber klar: Baden ist nur eingeschränkt möglich weiterhin, da die Wellen noch zu unberechenbar sind. Aber auch heute war ich wenigstens teilweise in der Nordsee (Spoiler für den Samstag – da klappt es mit dem richtigen Nordsee-Schwimmen wieder 😊)!

Begonnen haben wir den Vormittag mit einem spontanen Frühstück im Café Mateika (https://www.mateika.de/) – viel Rosa und leicht kitschig im Innenbereich – aber auch sehr lecker. Es gibt hier vor allem verschiedene Eggs-Benedict-Variationen 😊…leider sind Nordseekrabben nicht immer erhältlich und so bin ich dann von einem Eggs Schimmelreiter (mit Nordseekrabben) dann auf einen Eggs Hemingway (mit Räucherlachs) umgestiegen…der auch sehr lecker war!

Nach einem kurzen Bummel durch die langsam voller werdende Innenstadt von Westerland ging es für mich an den Strand, wo ich mich endlich meinem nächsten Buch widmen konnte (genauere Buchrezensionen kommen sicher demnächst auch nochmal, wenn die BuchEule wieder etwas mehr Zeit hat 😉…). Ich durfte Nicola Winter in diesem Jahr auf dem TENuK-Symposium in Idstein erleben und bin sehr beeindruckt gewesen und freue mich das Buch.

Dann hieß es fertig machen für einen Abend in List. Zu einem kompletten Sylt-Urlaub gehört unbedingt die Seafood-Platte vom Gosch – unheimlich lecker, aber auch wirklich viel (wir hatten eine Platte für 2 Personen und sind mit 3 Menschen durchaus satt geworden!).

Mit einem wunderschönen Abendrot und einer tollen Stimmung auf der Insel in diesem goldenen Licht ging es zurück. Tatsächlich steigen im Moment die Chancen auf Polarlichter hier auf Sylt – mal sehen, was die nächsten Nächte noch so schaffen.

Heute, am Samstag, hat die Feuerwehr Westerland ihren Tag der offenen Tür ab 12 Uhr – da werden wir sicher mal vorbei anschauen und ansonsten den tollen Tag am Strand, bei Crêpes, kühlen Getränken und guten Büchern verbringen (in zwei Tagen ist der Urlaub ja leider schon wieder vorbei…schade, jetzt könnte ich gerade nochmal eine Woche brauchen…).

In diesem Sinne – auf zur Feuerwehr und an den Strand!

Eure Nachteule

Reisetagebuch Sylt 2025, Tag 9 – die nördlichste Dose Deutschlands 😉

Da der Wetterbericht und auch der Blick in den Himmel weniger Wind und Regen vorausgesagt hatte – ging es wieder auf die Drahtesel und diesmal nochmal Richtung Norden: Endziel Ellenbogen. Der Weg schlängelt sich von Westerland aus an Reetdachhäusern vorbei, durch kleine Kiefernwäldchen und erste Ausläufer der Dünenlandschaft – ein sanfter Einstieg mit Nordseebrise in der Luft. Schon nach wenigen Kilometern erreichten wir das idyllische Kampen und unseren ersten Halt: die Uwe-Düne.

Hier mal ein paar interessante Infos zur Uwe-Düne: Die Uwe-Düne bei Kampen ist nicht nur die höchste Erhebung der Insel Sylt, sondern auch einer der schönsten Aussichtspunkte an der Nordseeküste. Mit ihren 52,5 Metern über dem Meeresspiegel bietet sie den perfekten Panoramablick über die Insel, das Wattenmeer und – bei klarer Sicht – bis hinüber zum dänischen Festland. Die Düne ist ein beliebtes Ziel für Spaziergänger, Naturliebhaber und Fotografen, die hier die raue Schönheit Sylts in ihrer ganzen Weite erleben möchten…deswegen unsere Empfehlung: früh da sein, dann ist noch nicht so viel los!

Benannt wurde die Uwe-Düne nach dem Sylter Freiheitskämpfer Uwe Jens Lornsen, der sich im 19. Jahrhundert für mehr Unabhängigkeit der Herzogtümer Schleswig und Holstein einsetzte. Ihm zu Ehren wurde 1923 ein hölzerner Aussichtsturm auf der Düne errichtet, der heute über eine breite Holztreppe mit rund 110 Stufen erreichbar ist. Oben angekommen, öffnet sich dem Besucher eine beeindruckende 360-Grad-Aussicht: Im Westen sieht man die tosende Brandung der Nordsee, im Osten das ruhige Wattenmeer mit seinen Prielen und Sandbänken. Im Norden liegt das noble Kampen mit seinen Reetdachhäusern, im Süden dehnt sich die Insel bis hinunter nach Hörnum aus. Und die Uwe-Düne ist zudem ein hervorragender Ort, um die charakteristische Dünenlandschaft Sylts kennenzulernen – eine fragile, windgeformte Naturzone, die unter strengem Schutz steht. Der Aufstieg lohnt sich zu jeder Jahreszeit: Im Frühjahr und Sommer blühen rund um die Düne Heide und Strandhafer, im Herbst weht oft ein kräftiger Wind, der die Wolken über den Himmel jagt, und im Winter kann man die klare, frische Luft besonders intensiv genießen.

Nach diesem Aufstieg ging es auf den Lister Dünen Radweg. Dieser rund 17 Kilometer lange, ehemalige Bahndamm verläuft schnurgerade durch die Kernzone des Sylter Naturschutzgebiets. Rechts und links nur Heide, Dünengras, Birken und Kiefern, durchzogen vom silbrig glänzenden Sand – ein beinahe meditativer Abschnitt, bei dem das gleichmäßige Surren der Reifen zur perfekten Begleitmusik wird. Windgeschützt, mit sanften Steigungen und fantastischem Weitblick, bietet dieser Abschnitt einen tiefen Einblick in die fragile Schönheit Sylts. Immer wieder kreuzen Kaninchen unseren Weg, Möwen rufen über den Dünen – Natur pur. Aber es lockte auch unsere erste Belohungsstation auf dieser Radtour: der Stand von Maurice Morell und den „Sylter Suppen“ – und ja, es gibt Menschen die schon eine Stunde vorher bei ihm sitzen und warten…wir standen nur knapp 30 Minuten an (ab 12:01 Uhr…) und ich finde, es hat sich gelohnt. Es gab Möhren-Kartoffel-Kokos-Cremesuppe (die hatte ich), eine Linsensuppe (die hatte Carsten natürlich), eine Erbsensuppe – unser Nachschlag und was zum mit nach Hause nehmen und eine Minestrone (die haben wir dann leider nicht mehr geschafft!). Die Suppen kosten einmalig 10 € pro Person und es gibt soviel Nachschlag, wie man möchte…also theoretisch kann man sich für 10 Euro einmal durch alles durchprobieren – solange es halt was gibt. Denn wenn leer, dann leer!

Zu finden ist der Quereinsteiger ins Suppengeschäft in der Dünenstraße 1 in List, direkt hinter der Sylter Eismanufaktur (dazu später mehr 😉..), wo es an drei Tagen in der Woche (Dienstag bis Donnerstag) ab 12 Uhr täglich frisch zubereitete, vegane und glutenfreie Suppen gibt, die meist spätestens gegen 14 Uhr ausverkauft sind. Im lauschigen „Dünengarten“ rund um den Wagen kann man die Suppe in entspannter Atmosphäre – ob im Strandkorb, unter Sonnenschirm oder mitgebrachten Decken genießen und der Nachschlag wird im Übrigen durch die Hintertür serviert 😊! Die Zutaten stammen bevorzugt aus der Region – Braderuper, Morsumer oder Kampener Kartoffeln, Möhren, Lauch, Kohl, Pastinaken oder Rote Bete aus Schleswig-Holstein oder Dänemark. Verfeinert wird mit Sylter Meersalz, Zwiebeln und Kräutern – handverlesen und mit viel Liebe gekocht. Ja, ich finde, für so eine Suppe kann man gerne mal etwas länger anstehen, aber das war nicht einzige Warteschlange, an der wir heute noch anstehen durften!

So gestärkt ging es – wie den ganzen Tag mit Gegenwind – Richtung Ellenbogen und der nördlichste Geocache Dose Deutschlands! Eigentlich standen noch viel mehr Geocaches auf unserer Liste – aber es macht wahrscheinlich mehr Sinn mal außerhalb der Saison zu kommen – da ist es nicht so muggellastig überall 😉! Der Ellenbogen, der nördlichsten Zipfel Deutschlands – ein echtes Naturwunder. Die Straße dorthin führt durch eine wildromantische Landschaft, geprägt von endlosen Sanddünen, salziger Meeresluft und dem Gefühl, langsam ans Ende der Welt zu radeln. Der Ellenbogen ist in Privatbesitz (ein kleines Entgelt wird beim Passieren fällig – aber nur mit dem Auto…Fußgänger und Radfahrer kommen kostenlos rein), dafür bekommt man aber eine der ursprünglichsten Landschaften der Insel zu sehen: kaum Infrastruktur, dafür freilaufende Schafe, windzerzauste Gräser, der tosende Weststrand auf der einen und das ruhige Wattenmeer auf der anderen Seite.

Hier noch ein paar schöne Eindrücke vom Ellenbogen:

Zurück über den Deichweg ging es nach List und jetzt war es Zeit für ein…richtig…Eis 😊. Nächster Halt: Sylter Eismanufaktur. Und jupp…auch hier gibt es eine mehr oder weniger lange Schlange und auch hier muss ich sagen, hat sich das Warten gelohnt: bei waren im Becker Kürbiskern, Kaffee und Mango und bei Carsten Maracuja, Salzkaramel und Schokolade…durch die Bank sehr lecker! In einem charmanten kleinen Gebäude am Hafen zaubert das Team rund um die Gründerfamilie Plaggenborg seit 2013 mit viel Herzblut köstliches Eis – handgemacht, regional und voller Geschmack. Die Philosophie ist so klar wie sympathisch: Keine künstlichen Zusatzstoffe, stattdessen echte Zutaten – frische Milch vom Festland, Bio-Sahne, handverlesene Früchte, feine Nüsse, echtes Karamell oder Zartbitterschokolade. Produziert wird täglich frisch in kleinen Chargen – man schmeckt den Unterschied mit jedem Löffel.

Besonders beliebt sind Sorten wie „Sylter Salzkaramell“, „Friesische Vanille“, „Kaffee-Crunch“ oder saisonale Highlights wie „Sanddorn-Sorbet“ oder „Heidebeere“. Auch vegane Sorbets sind immer wieder im Angebot – fruchtig, leicht und perfekt für heiße Sommertage. Die Auswahl wechselt regelmäßig und sorgt so für immer neue Überraschungen in der Waffel oder im Becher.

Über den wunderschönen Lister-Dünen-Radweg ging es wieder zurück nach Westerland:

Am Ende standen auf dem Tacho: 56 km…das musste dann ebenfalls noch „gefeiert“ werden – bei einem Sundowner (einen Sylter Trii Gin) im Sunset Beach (https://www.sunsetbeach.de/restaurant) – praktischerweise direkt vor dem Bereich wo die California Wingfoil Masters gerade stattfinden. Wir hatten den perfekten Platz und konnten bei den Wettbewerben der U15 ein bisschen mitschauen…echt beeindruckend.

Wenn ihr euch fragt, Wing…was? So ging es mir auch – deswegen hier die kleine Erklärung zu Wingfoil, Surfen etc.:

Surfen (auch Wellenreiten) ist die ursprünglichste Form: Man paddelt mit dem Board ins Meer, wartet auf eine Welle und surft sie dann im Stehen ab. Es braucht keine zusätzliche Ausrüstung wie Segel oder Schirm – nur Board und Wellen. Es ist stark abhängig von den Bedingungen (Wellenhöhe, Brandung, Gezeiten).

Windsurfen kombiniert ein Surfbrett mit einem Segel, das an einem Mast befestigt ist. Der Wind treibt das Board über das Wasser. Es verlangt sowohl Gleichgewicht als auch Technik, da man das Segel in der Hand halten und ausbalancieren muss. Windsurfen ist sehr dynamisch, bietet hohe Geschwindigkeiten und Sprünge – vor allem auf Seen und Küsten mit stabilem Wind.

Kitesurfen nutzt einen großen, lenkbaren Kite (Drachen), der den Sportler über das Wasser zieht. Man steht auf einem kleinen Board, ähnlich einem Wakeboard, und steuert den Kite mit einer Bar. Der Wind ist hier der entscheidende Faktor. Kitesurfen bietet spektakuläre Sprünge und Tricks, erfordert aber sorgfältiges Erlernen und Sicherheitstraining.

Stand Up Paddling (SUP) ist dagegen eher entspannt: Man steht auf einem großen, stabilen Board und bewegt sich mit einem Paddel fort. Es eignet sich hervorragend für Seen, ruhige Flüsse oder das Meer an windstillen Tagen. SUP kann auch sportlich betrieben werden (z. B. als Fitness- oder Wettkampf-Variante), wird aber oft für entspannte Touren oder Yoga auf dem Wasser genutzt.

Wingfoilen ist eine neuere Disziplin: Man steht auf einem Board mit Foil (Unterwasserflügel) und hält ein frei bewegliches Hand-Wing in der Hand. Der Wind treibt einen an, und bei genügend Geschwindigkeit hebt das Board aus dem Wasser – man „schwebt“ förmlich darüber. Es verbindet Elemente von Windsurfen, Kitesurfen und Foiling. Wingfoilen ist leichter zu erlernen als Kitesurfen, da der Wing ungefährlicher und leichter zu kontrollieren ist.

Foilen selbst ist eine Technik, die in verschiedenen Sportarten zum Einsatz kommt (z. B. Kitefoil, SUP-Foil, Surf-Foil). Hierbei hebt ein Unterwasserflügel das Board bei Tempo aus dem Wasser, was für weniger Widerstand und ein schwebendes Fahrgefühl sorgt.

Wakeboarden oder Wasserski gehören ebenfalls zur Familie der „Board-Sportarten“, sind aber motorisiert: Man wird von einem Boot oder einer Seilbahn gezogen. Hier steht der sportliche Aspekt im Vordergrund, mit Tricks und Geschwindigkeit.

So, ich hoffe, ihr seid jetzt auch wie ich auf dem aktuellen Stand der Wassersportarte mit Brett und Wind / Wellenunterstützung!

Auf der Promenade gab der Sylter Shanty Chor noch ein Konzert, was wir bei Cocktails und Essen aus dem Extrablatt (und noch ein paar Suppenresten vom Tag) und einem schönen Sommeruntergang genießen konnten.

Der Freitag verspricht noch mehr Sonne – und die Chance auf einen Strandkorb- und Badetag steigen also!

In diesem Sinne – packt die Badehose sein!

Eure Nachteule

Reisetagebuch Sylt 2025, Tag 8 – der nördlichste Weinberg Deutschlands

Wir waren da – am nördlichsten Weinberg und am nördlichsten Sektanbaugebiet Deutschlands – in Keitum auf Sylt. Aber dazu gleich etwas mehr.

Der Tag startete mit etwas Wind und Sonne, so dass es erstmal auf den Westerländer Wochenmarkt ging – vorbei an langen Bäckerschlangen im Innenstadtbereich von Westerland. Immer mittwochs und samstags findet auf dem Rathausplatz in Westerland von 7-13 Uhr der Wochenmarkt statt ,wo man sich mit leckerem Obst, Gemüse, Käse, Honig und Wurst auch mit anderen Besonderheiten eindecken kann…und das war auch mein Ziel an diesem Morgen.

Die Sylter Rose, botanisch Rosa rugosa genannt, ist eine robuste Wildrosenart, die ursprünglich aus Ostasien stammt und sich seit Jahrzehnten erfolgreich auf der Nordseeinsel Sylt angesiedelt hat. Aufgrund ihrer widerstandsfähigen Natur – sie ist wind-, salz- und frostresistent – gedeiht sie prächtig in der rauen Küstenlandschaft und prägt heute das charakteristische Landschaftsbild vieler Dünen und Wegesränder. Die auffälligen, meist dunkelrosa Blüten erscheinen von Juni bis September und verströmen einen dezenten Duft. Im Herbst entwickeln sich daraus leuchtend rote, dicke Hagebutten. Die Blätter sind typisch runzelig und gaben der Pflanze den Namen „rugosa“, was so viel wie „runzelig“ bedeutet.

Obwohl sie ursprünglich nicht heimisch ist, wurde sie im Laufe der Zeit zu einem Symbol für die Insel – geschätzt nicht nur für ihre Schönheit, sondern auch für ihren Nutzen. Denn die Blüten der Sylter Rose finden vielfältige Verwendung, insbesondere in der regionalen Manufaktur-Küche. Auf dem Wochenmarkt werden zahlreiche Produkte aus der Sylter Rose angeboten. Besonders beliebt ist der Stand „Sylt-Mari im Rosenglück“ von Mareike de Buhr (https://www.instagram.com/rosengluecksylt/ ) . Hier gibt es liebevoll handgemachte Spezialitäten wie Rosenmarmelade, Rosensirup, Rosenchutney oder Rosenkandis – alles aus selbst gesammelten Blüten, ganz ohne künstliche Zusatzstoffe. Die Erntezeit für die duftenden Rosenblätter ist kurz und konzentriert sich auf die Wochen im Mai und Juni, wenn die Blüten in voller Pracht stehen….und das war auch mein Ziel!

Ich konnte mich durch vier verschiedene Rosenmarmeladen und das Chutney durchprobieren und hab dann eine kleine Auswahl mit heimgenommen. Insbesondere bei den Marmeladen hatte man ab und zu das Gefühl, ich stehe in einem Blumenladen inmitten von Rosenbergen – wow, was für ein Geruch und vor allem was für eine Geschmacksexplosion teilweise im Gaumen!

Auf dem Rückweg ging es noch an der Sylter Schokoladenmanufaktur neben dem Café Wien vorbei und auch hier durfte eine kleine Auswahl an Leckeren und Urlaubspräsenten bzw. Urlaubsmitbringsel mit in meine Tasche wandern. https://cafe-wien-sylt.de/. Die Sylter Schokoladenmanufaktur ist ein echtes Genussparadies. Gegründet wurde sie im Jahr 2001 von dem Konditormeister und Chocolatier Jan Christiansen. Seitdem hat sich die kleine, feine Manufaktur in Tinnum – einem Ortsteil von Westerland – zu einem beliebten Anlaufpunkt für Insulaner und Touristen entwickelt, die das Besondere suchen. Hier dreht sich alles um handgefertigte Schokoladenkunst, bei der Qualität, Nachhaltigkeit und Geschmack an erster Stelle stehen.

Die Schokoladen werden in liebevoller Handarbeit hergestellt, und das schmeckt man mit jedem Bissen. Ob klassische Tafeln, feine Pralinen, Trüffel oder saisonale Spezialitäten – in der Sylter Schokoladenmanufaktur findet man eine große Vielfalt an süßen Köstlichkeiten. Besonders beliebt sind die Produkte mit maritimen Bezügen, etwa die „Sylter Meersalz-Schokolade“, die das raue Nordseeklima geschmacklich aufgreift und perfekt mit edler Zartbitterschokolade harmoniert. Auch optisch ist vieles ein Hingucker – viele Pralinen und Tafeln sind kunstvoll verziert oder in liebevoll gestalteten Verpackungen erhältlich, die sich auch ideal als Geschenk eignen. Und man findet immer andere Sorten, die man unbedingt mal probieren muss 😉

Besucher können die Produktion durch eine gläserne Wand beobachten in Tinnum und sich vor Ort im Laden beraten und verführen lassen. Die Manufaktur legt großen Wert auf hochwertige Rohstoffe, bevorzugt aus fairem Handel und möglichst in Bio-Qualität. Zudem wird weitgehend auf künstliche Zusatzstoffe verzichtet – der natürliche Geschmack der Schokolade steht im Vordergrund. Auch immer wieder schön – der süße Adventskalender  – nur hier ist wichtig: rechtzeitig vorbestellen!

Die restliche Zeit bis zu unserem Weinbergerlebnis auf Sylt habe ich mein „Büro“ in unseren Strandkorb verlegt. Heute war er wieder trocken und begehbar und so konnte ich entspannt Urlaubskarten schreiben, ein paar anstehende Mails und Büroarbeiten erledigen und ab und zu in meinen Büchern weiterlesen. Um für später eine gute Grundlage zu schaffen, gab es um die Mittagszeit noch einen weiteren Crêpe – diesmal mit Schinken, Käse, einem Morsumer Ei und japanischer Mayo – auch wieder möwensicher in Alufolie verpackt, damit ich den Weg zurück in den Strandkorb unbehelligt gehen konnte – denn die ersten Späher saßen schon wieder ganz in der Nähe auf der Lauer.

Und dann ging es endlich los Richtung Keitum – zum nördlichsten Weinberg Deutschlands. Eigentlich schon letzte Woche am Mittwoch geplant, aber aufgrund des doch etwas arg stürmischen und nassen Wetters musste es letzte Woche ausfallen und dafür konnten wir diese Woche bei Sonnenschein diese kleine Tour mit Nils Lackner genießen.

Der Weinbau auf Sylt ist eine faszinierende Erfolgsgeschichte: Seit 2009 wird im beschaulichen Keitum der nördlichste Weinberg Deutschlands betrieben – eine Vision, die aus Mut, Experimentierfreude und dem Wunsch nach regionaler Exzellenz entstand. Auf einer Rebfläche von rund 0,3–0,7 ha wachsen robuste PIWI-Rebsorten, allen voran Solaris, ideal angepasst an das salzhaltige Nordseeklima . Weinrechtlich gehört Sylt zu Schleswig-Holstein – einem offiziell genehmigten Landweingebiet mit spezifischen Sortenzulassungen wie Solaris, Johanniter, Rivaner u. a.

Die charakteristischen Sylter Weine

  • Söl’vin: Dieser elegante Weißwein aus Solaris zeigt sich frisch und trocken, mit klarer Säure, Aromen von grünem Apfel, Zitrus und einer feinen, salzigen Note – perfekt für Fischgerichte oder als Aperitif. Zu finden ist dieser Wein bei jörg Müller – nicht auf der Karte, sondern auch in seinem Shop – ihm gehört nämlich dieser Weinberg. Allerdings ist der Wein fast immer ausverkauft – auch hier heißt es schnell sein. Aber noch eine Besonderheit gibt es hier – nämlich das „Täfelchen“  – der Monopol Solaris von seinem Weinberg (und hier gibt es immer mal wieder noch ein paar Flaschen. Schaut doch einfach mal hier vorbei: https://jm-weinshop.de/
  • Söl’ring: Ein toller Solaris Sekt mit floralen, exotischen Früchten und weicher Säure. Sein Name leitet sich vom Sylter Dialekt ab – Ausdruck sil­ty­cher Identität . Zu finden ist er hier auf Sylt oder dann im traditionsreichen Weingut Balthasar Ress aus dem Rheingau (gegründet 1870), der Kooperations- und Namensgeber für die Sylter Rebflächen unter der Bezeichnung „55 Grad Nord“ ist – als direkte Referenz zur Breitengradlage der Insel. https://shop.balthasar-ress.de/2022-Soel-ring-Solaris-Sekt-extra-brut-aus-Sylt/17019-2022-M-EU?gQT=1
  • Strandkorb: Ein leichter, unaufgeregter Sommerwein – fruchtig mit Noten von Birne, Pfirsich und Zitrus, zugänglich und ideal für den Genuss direkt am Meer. Zwei Küstenkinder und ein Winzer machen einen Rosé, der zum Sonnenuntergang am Strand passt. Zu langen Nächten auf dem Balkon. Zum ersten Date. Zur Gartenparty. By Nils Lackner / Christian Gehrke / Leon Gold https://nilslackner.com/strandkorb-rose/

Als stilvoller Gastgeber bringt Nils Lackner, Sylter Sommelier und Tourguide, Genuss und maritimes Flair zusammen. Seit 2015 lädt er mit seinen beliebten Sylter Weinerlebnistouren ein: Auf einem kulinarisch-kulturellen Spaziergang durch die Reben erzählt er spannende Anekdoten zur Geschichte des Weinbaus an der Nordsee – inklusive Verkostung der Sylter Weine, kleiner Jause und nordischer Leckereien . Die Touren sind regelmäßig von Frühjahr bis Herbst buchbar (z. B. mittwochs um 14:30 Uhr) und dauern ca. 2–2,5 Stunden. Weitere Infos und Buchung findest du direkt auf seiner Webseite: nilslackner.com/sylt .

Und zum Abendessen ging es diesmal nach Hörnum ins Landfein (https://www.landfein-sylt.de) – eine Empfehlung von mir von einem meiner letzten Besuche hier auf Sylt mit einer Freundin, die mir hiervon vorgeschwärmt hat. Und es war wieder sehr gut und man fühlt sich einfach wohl hier. Eine tolle Auswahl an Speisen, super Weine und ein herzlicher, zuvorkommender Service! Gerne jederzeit wieder! Und heute durften es auch bei mir einmal die Trüffelspaghetti sein mit einem tollem Rotwein dazu!

Mit ein paar wunderschönen Abend/Sonnenuntergangsimpressionen ging es zurück nach Westerland und heute werden die Räder wieder rausgeholt – der Lister Dünenradweg, der Ellenbogen sowie Suppe und Eis stehen neben ein paar Geocaches auf dem Programm heute – es wird also sportlich!

In diesem Sinne – gut eincremen und dann los!

Eure Nachteule

Reisetagebuch Sylt 2025, Tag 7 – einen Tag bei der Feuerwehr – Teil 1

Da der Wind doch noch etwas mehr vorhanden war, durften die Räder gestern Vormittag erstmal Pause machen und das Auto wurde mal wieder etwas bewegt – nämlich nach Keitum ins Feuerwehrmuseum.

Das Feuerwehrmuseum in Keitum auf Sylt ist ein kleines, aber liebevoll gestaltetes Museum, das im ehemaligen Spritzenhaus der Feuerwehr Keitum untergebracht ist. Das Backsteingebäude aus dem Jahr 1906 diente fast neun Jahrzehnte lang als Feuerwehrhaus, bevor es 1998 in ein Museum umgewandelt wurde. Die Idee dazu entstand, als ein Sammler seine umfassende Sammlung historischer Feuerwehrutensilien anbot. Seitdem präsentieren die Freiwilligen Feuerwehren von Sylt-Ost und später alle Sylter Wehren die Exponate und dokumentieren auf rund 60 Quadratmetern über 100 Jahre Feuerwehrgeschichte der Insel. Die Ausstellung umfasst historische Uniformen, Helme, Löschgeräte sowie zahlreiche Fotografien und Dokumente aus den Orten Archsum, Keitum, Morsum und Tinnum. Besonders beeindruckend ist ein Feuerwehrhelm aus New York, der bei den Einsätzen am 11. September 2001 getragen wurde und als Symbol für die Verbindung zwischen den Inselwehren und der New Yorker Feuerwehr steht. Auch die Entwicklung der Schutzkleidung und der Löschtechnik wird anschaulich dargestellt – von handbetriebenen Geräten bis hin zu moderneren Ausrüstungen.

Das Museum ist von April bis Oktober jeden Dienstag zwischen 10:30 und 13:00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei, Spenden zur Unterstützung der ehrenamtlichen Arbeit sind jedoch willkommen. Oft führen ehemalige Feuerwehrleute die Besucher persönlich durch die Ausstellung, erzählen Anekdoten aus dem Einsatzalltag und geben Tipps zur Brandvermeidung. Zu finden ist das Feuerwehrmuseum in der C.-P.-Hansen-Allee, nur wenige Gehminuten vom Bahnhof Keitum entfernt. Kostenfreie Parkplätze stehen in der Nähe zur Verfügung, etwa gegenüber dem Friesensaal…aber gut aufpassen, wo man genau hinparkt…unser Besuch wird uns wahrscheinlich noch 25 Euro mehr kosten aufgrund Parken im eingeschränkten Halteverbot 😉.

Dann ging es zurück nach Westerland – gebt zu, ihr habt das auch gerade gesungen 😉 – und auf die Promenade und ein bisschen den Wingfoil Surfern zu zuschauen und ein bisschen sich den Wind um die Nase wehen lassen. Und dann hat man eine glückliche Nachteule erlebt – nämlich beim Milchreis essen (mit Zimt-Zucker und roter Grütze) bei Friends am Meer! https://www.sylt.de/gastro/friends

Auf der Flucht vor dem kurzen Regenschauer ging es schnell Postkarten kaufen, die heute noch beschrieben werden wollen, damit die Urlaubsgrüße noch vor uns zu Hause bei unseren Freunden ankommen können. Und dann ging es am Abend Richtung Sansibar (https://www.sansibar.de/sansibar/de/) – mit einem tollen Servicemitarbeiter, einer Top-Weinempfehlung und leckerem Essen und noch einer tollen Aussicht – aber seht selbst:

Der Kaiserschmarrn musste natürlich auch noch mit – für zu Hause und da er ruckzuck weg war – habe ich kein Bild für euch 😉! Aber er war wieder sehr lecker!

Der Sturm hat heute Nacht nochmal ein bisschen was hergegeben und heute Morgen sieht man schon deutlich mehr blauen Himmel wieder und nur noch leichtere Wellen – dann schauen wir mal, was dieser Tag so alles bringt (es stehen zumindest ein zwei spannende Termine auf dem Plan)!

In diesem Sinne – passt auf euch auf!

Eure Nachteule