Der hyggelig-kulinarische Adventskalender – Türchen Nr. 8: Schokomarkt-Genüsse

Gestern ging die bekannte „chocolART“ in Tübingen zu Ende…und wir haben uns dazu einen leckeren Schoko-Adventsbrunch im Ludwigs (https://www.ludwigs.cc/de)  gegönnt!  Sechs Tage lang findet das in Deutschland größte internationale Schokoladenfestival in den Gassen der malerischen Innenstadt von Tübingen statt…und ist auf alle Fälle mal einen Besuch wert.

Das Programm lässt sich wunderbar online unter https://www.chocolart.de/0…. herunterladen. Hier kann man sich beim Durchblättern schon mal Appetit holen…z.B. auch beim sog. Chocokulinarium. Wir haben uns wie gesagt für den Schoko_Adventsbrunch entschieden – sehr lecker kann ich da nur sagen. Der Start sind „kalte“ kleine Gerichte wie eine Burrata mit Schokolade, Roastbeef mit Hong-Dijon-Senf oder Räucherlachs mit Meerettich und Schokoladen-Stücken, dazu Freeflow Prosecco (oder auch die alkoholfreie Variante) und dann gibt es warme Speisen – wie eine Pastinaken-Suppe mit weißer Schokolade und zum Abschluss konnte man sich am Dessertbuffet mit Schokobrunnen, Milchreisvarianten 😊und Weihnachtsgebäck gütlich tun.

Und wer dann immer noch nicht genug Schokolade hat – auf dem Schokomarkt gibt es genügend Auswahl.

Was aber auch unbedingt erwähnt (und probiert) werden muss, ist das Tübinger Kirschle. „Tübingen gilt als der „Geburtsort“ der berühmten Schwarzwälder Kirschtorte. Erdacht und erstmals gemacht vom Tübinger Konditormeister Erwin Hildenbrand im Frühjahr 1930 im Cafe Walz in Tübingen. Diesem geschichtlichen Hintergrund gewidmet, folgte die Idee, aus Verbundenheit zur Stadt Tübingen und ihren Bürgern, über die Grenzen hinaus, eine besondere Praline zu kreieren, einzigartig und mit hohem Wiedererkennungswert.“ So lässt es sich auf der Informationsschrift zum Tübinger Kirschle lesen. Das Tübinger Kirschle ist eine ovale Praline aus einer knackigen Zartbitter-Hülle mit einer Sschwarzwälderkirsch-Sahnetrüffelfüllung und einer „beschwipsten“ Kirschwasser Kirsche. Näheres dazu findet ihr auch unter www.tuebinger-kirschle.de.

In diesem Sinnen – „So lange Kakaobohnen an Bäumen wachsen bleibt festzuhalten: Schokolade ist Obst!“ – lasst es euch schmecken!

Eure Nachteule

Der hyggelig-kulinarische Adventskalender – Türchen Nr. 7: Ris á l’amande

Heute am 2. Advent gibt es einen besonderen Dessertipp für Heiligabend!

In Dänemark gibt es am 24.12. traditionell als Nachtisch eine große Schüssel kalten Mandelmilchreis (auch genannt Ris á l’amande) und heiße Kirschen dazu. Das Besondere daran: In der Schüssel ist eine ganze Mandel versteckt und wer sie findet, hat im kommenden Jahr Glück und bekommt ein kleines Geschenk (Mandelgave) – sehr häufig ein Marzipanschweinchen!

Ein klassisches Mandelpuddingrezept ist z.B. folgendes:

  • 75 ml Milchreis
  • ½ l Milch
  • 1 Vanilleschote
  • 50 g gehackte Mandeln
  • 1 ganze Mandel
  • 2 EL Zucker
  • 400 ml geschlagene Sahne
  • Für die Soße: 1 Glas Kirschsoße oder Kirschgrütze

Die Milch, den Zucker und die aufgeschnittene Vanilleschote erhitzen bis es kocht, den Reis einrühren und bei schwacher Hitze im geschlossenen Topf ca. 50 min. kochen. Gelegentlich umrühren. Die Vanilleschote entfernen, die Mandeln unterrühren und danach abkühlen lassen.

Die Sahne schlagen und unterheben und die ganze Mandel hinzugeben. Anschließend mit warmer Kirschsoße servieren.

Und mit einem schönen Spruch von Elisabeth Green, möchte ich euch in diesen 2. Advent schicken: „Manchmal werden ganz gewöhnliche Dinge ganz außergewöhnlich, einfach weil man sie mit den richtigen Leuten macht“

In diesem Sinne – wünsche ich euch immer die richtigen Leute um euch!

Eure Nachteule

Der hyggelig-kulinarische Adventskalender – Türchen Nr. 6: Bratapfel-Varianten zum Nikolaus

Na, waren eure Stiefel heute morgen gut gefüllt? Wunderbar – aber warum stellen wir eigentlich heute am Nikolaustag Stiefel  vor die Tür und hoffen auf eine süße Überraschung?

Der echte Nikolaus war ein Bischof aus Myra im 4. Jahrhundert – bekannt dafür, heimlich zu schenken, wo Hilfe gebraucht wurde. Der Legende nach warf er nachts Gold durch die Fenster armer Familien, damit deren Kinder eine Zukunft hatten. Daher stammt auch die Tradition mit den vor die Tür gestellten Stiefeln: Man sollte nie sehen, wer gibt – nur spüren, dass jemand an einen denkt. Dass heute darin vor allem Nüsse, Äpfel und Mandarinen liegen, ist kein Zufall: Das waren früher kostbare Winter-Schätze, die Kraft und Licht in die dunkle Jahreszeit brachten.

Und was würde besser zu diesem Tag  passen als ein leckerer, gut gefüllter Bratapfel?

Zuerst ein klassisches Rezept, dafür braucht ihr (für 2 Personen)

  • 2–4 Äpfel (Boskop oder Elstar sind ideal) – je nach Größe
  • 2 -4 EL gehackte Nüsse (ich nehme am liebsten nur gehackte Mandeln)
  • 1–2 EL Rosinen oder Cranberrys (je nach Geschmack) (oder auch andere Trockenfrüchte)
  • 1 EL Honig oder brauner Zucker
  • ½ TL Zimt
  • ein kleines Stück Butter für jeden Apfel

Die Äpfel oben aushöhlen, mit Nüssen, Trockenfrüchten, Honig und Zimt füllen, jeweils ein Butterstückchen daraufsetzen und bei 180 °C etwa 20–25 Minuten backen, bis die Schale aufreißt und der Saft leise blubbert. Dazu passt Vanillesoße oder auch Vanilleeis. Wer möchte, kann in die Füllung auch noch etwas Marzipanrohmasse geben.

Und hier noch ein besonderer Tipp – probiert mal „herzhafte“ Bratäpfel aus: Serrano-Ziegenkäse-Bratapfel

Die Bratäpfel: möglichst kleine Jona-Gold (angenehme Säure) aushöhlen und mit Serrano-Schinken von innen auskleiden. Füllung: 300 gr Ziegenfrischkäse, 6 Zweige Thymian, 5 EL Honig, 4 EL Pinienkerne, Salz und Pfeffer. Zubereitung: Im Backofen ca. 25 Minuten backen / warm werden lassen bzw. auf den Grill packen.

Die passen perfekt z.B. zu einer leckeren Entenbrust (vom Grill) mit Maronenstampf (vielen Dank an den #grillsergeantandhisdeputies bei dem ich diese leckere Variante kennenlernen durfte!)

Für alle, die heute oder die nächsten Tage noch kreativ werden möchte – hier ein kleiner Vorschlag:

Tannenzapfen-Weihnachtsbaum basteln

Dazu braucht man nur ein paar Tannenzapfen, Acrylfarbe, Korken und Kleber und verschiede Dekorationsartikel wie z.B. Perlen, Geschenkband, Kunstschnee, Moos…Zuerst die Tannenzapfen mit Acrylfarbe anmalen – entweder komplett grün (für einen klassischen Weihnachtsbaum) oder nur die Spitzen mit weißer Farbe anmalen (als ob er Schnee an den Spitzen hätte) und dann gut trocknen lassen.

Damit er gut stehen kann, nehmt einen Korken und kürzt ihn etwa auf die Hälfte ein – damit ihr einen Stamm habt, wo ihr nun den Tannenzapfen mittig drauf kleben könnt. Anschließend gerne noch mit Perlen, Sternen, Moos etc. verzieren.

Und hier ein bisschen „unnützes“ Weihnachtswissen zum Schluss: Wusste ihr, das der Duft von Zimt tatsächlich den Stresspegel senkt? Also – gerne auch einen Hauch mehr Zimt in die Bratäpfel packen 😊

In diesem Sinne – einen schönen und entspannten Nikolaustag!

Eure Nachteule

Der hyggelig-kulinarische Adventskalender – Türchen Nr.5: Raclette-to-go

Es ist doch immer das Gleiche auf dem Weihnachtsmarkt..der süße, verführerische Duft von Feuerzangenbowle, aromatischem Glühwein und weihnachtlichen Gewürze liegt in der Luft. Diese heißen Getränke sind wunderbar, keine Frage – aber sie haben alle etwas gemeinsam: Sie sind süß…und manchmal sehr süß sogar…und genau deshalb braucht es einen herzhaften Gegenpol.

und da kommt mein „Geheimtipp“…den ich zumindest immer wähle, wenn ich wie zur Zeit in Hamburg unterwegs bin 😅: ein einfaches, ehrliches Raclette-Käse-Brötchen mit Cornichons oder Silberzwiebeln.

Raclettekäse hat eine wunderbare Eigenschaft: Er ist cremig, würzig und besitzt ein unverwechselbares Aroma, das perfekt mit knusprigem Brot harmoniert. Wenn der Käse langsam schmilzt, Fäden zieht und über das Brötchen läuft, entsteht dieser typische Wohlfühlmoment, der einfach nur „Winter“ schreit. Dazu kommt seine leichte Salzigkeit – ein idealer Geschmackskontrast zu süßen Getränken wie Feuerzangenbowle oder Glühwein.

In diesem Sinne – lasst den Käse schmelzen!

Eure Nachteule

Der hyggelig-kulinarische Adventskalender – Türchen Nr. 4: Lesetipps, Postkarten und leckere Frischkäse-Nuss-Hörnchen!

Heute hätte ich mal ein paar weihnachtliche Literaturtipps für euch. Ich liebe diese Zeit, wo es etwas früher dunkler wird, Kerzen überall angezündet werden und so eine heimelige und gemütliche Atmosphäre sich breit macht. Jetzt eine Tasse Tee oder heiße Schokolade, ein paar leckere Frischkäse-Hörnchen (das Rezept findet ihr am Ende des Beitrags,  eine dicke Decke, Wollsocken und ein tolles Buch – mehr braucht es nicht, um sich ein bisschen zu erholen. Geschmäcker auch beim Lesen sind ja verschieden und deswegen heute einfach mal einen wahllosen Griff in den Stapel SUB (Stapel ungelesener Bücher) – den ihr sicher auch kennt, aber mit dem Schwerpunkt Weihnachten diesmal.

Hier meine Lesetipps für euch (die teilweise auch noch auf meinem SUB liegen…)

  • Nächstes Jahr schenken wir uns nichts – Weihnachtsgeschichten / Karoline Adle
  • Stille Nacht, heilige Nacht – morgen wirst du umgebracht / Karoline Adler
  • Geld oder Lebkuchen / Dora Heldt
  • Das Mädchen, das Weihnachten rettet / Matt Haig, Chris Mould
  • Weihnachtserzählungen von Charles Dickens
  • Das Restaurant der kleinen Wunder von Silke Schütze
  • Der kleine Wintermarkt am Meer von Julia Rogasch

Ihr habt auch noch eine tolle Buchempfehlung? – Na, dann her damit – ich freue mich drauf (und gerne darf mein SUB noch etwas größer werden ;-)…)!

Und so langsam sollte man sich Gedanken um seine Weihnachtspost machen – und vor allem: schreibt doch auch mal wieder ein paar Weihnachtsportkarten von Hand für ein paar liebe Freunde 😉. Hier noch die praktischen Tipps, bis wann welches Päckchen sich auf den Weg machen muss, damit es bis zum 24.12. auch beim Empfänger ankommt!

Briefe und Postkarten (Quelle: http://www.deutschepost.de)

Versand nach
Deutschland
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20.12.2025 22.12.2025 (mit Einschreiben)
europäische Länder12.12.2025
außerhalb Europas05.12.2025

DHL Päckchen und Pakete („normal“)

Versand nach
Deutschland
Versand bis zum
20.12.2025
Nachbarländer15.12.2025
sonstige europäische Länder11.12.2025
außerhalb Europas mit DHL-Express22.12.2025
außerhalb Europas26.11.2025

Und ach ja, die Adresse für die Post zum Weihnachtsmann lautet:

  • An den Weihnachtsmann / Weihnachtspostfiliale / 16798 Himmelpfort oder -ganz international:
  • Santa Claus Nordpolen / Julemandens Postkontor / DK-3900 Nuuk

Alternativ nehme ich auch gerne Päckchen für ihn an oder freue mich über eine schöne Weihnachtskarte ;-)!

Und  jetzt noch das versprochene Rezept für die Frischkäse-Hörnchen:

Für 64 kleine Hörnchen braucht ihr (keine Sorge – die sind schneller weg wie ihr schauen könnt ;-)..):

  • 300 g Weizenmehl Typ 405
  • 200 g Butter
  • 200 g doppelrahmfrischkäse
  • Je 80 g weißen und braunen Zucker sowie gemahlene Haselnüsse
  • 1 TL Zimtpulver
  • Abrieb einer ½ Bio-Zitrone

Für den Teig: Mehl, Butter und Frischkäse gut vermischen und zu einem Teig kneten. Dann am besten als große Kugel in Frischhaltefolie wickeln und mind. zwei Stunden in den Kühlschrank stellen. Beide Zucker, die Haselnüsse, Zimt und Zitronenabrieb in einer Schüssel vermischen.

Backofen auf 175°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen und zwei Backblecke vorbereiten. Dann die Kugel aus dem Kühlschrank nehmen und in vier gleichgroße Kugeln teilen.

Etwas von der Nuss-Zuckermischung auf die Arbeitsfläche streuen und eine Teigkugel drauflegen und kreisrund ausrollen. Den Teig ruhig auch mal wenden, dass von beiden Seiten Nüsse und Zucker in den Teig kommen! Dann in den Teigkreis 16 Dreiecke / Tortenstücke schneiden und von der breite Seite her zu Hörnchen aufrollen und mit der Spitze nach unten auf das Backblech legen. Nach 12-16 Minuten sind sie goldgelb, duften herrlich und sind ein absoluter Traum (aber trotzdem kurz abkühlen lassen!)!

Hm…ich kann sie schon riechen!

In diesem Sinne – viel Spaß beim Schmökern, Karten schreiben und Genießen!

Eure Nachteule

Der hyggelig-kulinarische Adventskalender – Türchen Nr. 3: Weihnachtsmarkt-Crêpes

Ein Fest, ein Jahrmarkt oder auch die noch so kleinste Feier – Crêpes gehören zu den absoluten Klassikern. Sie sind schnell gemacht, vielseitig belegbar und passen perfekt, vor allem auch in die gemütliche Adventszeit. Heute zeige ich euch ein einfaches Grundrezept und ganz viele leckere Ideen, wie man diese winterliche aufpimpen kann!

Das klassische Crêpes-Grundrezept

Zutaten (für ca. 8 Crêpes)

  • 160 g Mehl (Typ 405)
  • 2 Eier
  • 250 ml Milch
  • 1 Prise Salz
  • 1 EL Zucker
  • 1 TL Vanilleextrakt oder Vanillezucker
  • 1 EL geschmolzene Butter (plus etwas zum Ausbacken)

Zubereitung: Mehl mit Zucker und Salz vermischen. Milch und Eier hinzufügen und zu einem glatten Teig verrühren (Schneebesen, Rührgerät, etc.) – der Teig ist relativ dünnflüssig, also ideal für einen Crêpes-Maker, ggf. etwas mehr Mehl dazu geben.

Und jetzt das Beste:

🎅 Weihnachtliche Füllideen

1. Bratapfel-Genuss (Apfelwürfel, Zimt, Vanille, Rosinen, etwas Butter & brauner Zucker)

2. Spekulatius-Crunch (Geschlagene Sahne oder Mascarpone, zerkleinerte Spekulatius, Zimt)

3. Schoko-Marzipan-Traum (geschmolzene Zartbitterschokolade, fein geriebene Marzipanrohmasse

⭐ Herzhaft & winterlich

4. Raclette-Crêpe (geschmolzener Raclettekäse, Röstzwiebeln, Preiselbeeren)

5. Winter-Schinken-Käse (Kochschinken, Gouda, ein Hauch Senf oder Weihnachts-Chutney)

🎄 Weihnachtswissen des Tages
Im 13. Jahrhundert verschüttete eine bretonische Bäuerin Buchweizengrütze auf einer heißen Herdplatte – und kreierte damit versehentlich den ersten Crêpes bzw. die Galettes. Später ersetzte man Buchweizen teilweise durch Weizenmehl, und gab Eier und Mehl dazu und so entstand der Crêpes, wie wir ihn heute kennen. Im Gegensatz zu Crêpes sind Galettes immer herzhaft – typischerweise mit Käse, Ei und Schinken…oder auch noch ein paar winterliche Ideen und die findet ihr hier:

Galette Grundrezept (4 Stück)

Zutaten

  • 180 g Buchweizenmehl
  • 320 ml Wasser
  • 1 TL Salz
  • 1 Ei (optional, für mehr Elastizität – Tradition pur wäre ohne)
  • Butter oder Öl zum Ausbacken

Zubereitung: Buchweizenmehl und Salz mit kaltem Wasser mischen und das Ei hinzugeben. Den Teig nun für mind. 4 Stunden quellen lassen (im Kühlschrank idealerweiseIn der Bretagne ruht der Teig sogar über Nacht – das macht ihn geschmeidig und aromatischer)

❄️ klassische und winterliche Galette-Füllungen

  1. Galette Completé  (Kochschinken, 1 Ei, geriebener Käse (Emmentaler, Comté oder Gruyère), Pfeffer, ein Klecks Butter
  2. Winter-Raclette Galette (geschmolzener Raclettekäse, gebratene Champignons, Röstzwiebeln, Preiselbeeren)
  3. Deftige Weihnachtsschinken-Galette (Kochschinken oder Serrano, Kastanienpüree, Gruyère, Schwarzer Pfeffer)
  4. Vegane Winter-Galette (gebratene Pilze, Spinat, Walnüsse, Hafer-Cuisine oder veganer Käse)
  5. Ziegenkäse & Honig (Ziegenkäse, Walnüsse, Honig, Rosmarin oder auch Lavendel passt super)

Crêpes waren früher ein Glückssymbol!
Man glaubte, dass das Wenden des Crêpes mit der rechten Hand Glück bringt, wenn man in der linken eine Goldmünze hält. Und es gibt die Regel: Galettes sind ausschließlich aus Buchweizen, Wasser und Meersalz und stets herzhaft gefüllt, Crepes sind aus Weizenmehl, Eier, Salz und Zucker und ausschließlich süß gefüllt (naja, Ausnahmen bestätigen die Regeln 😉)…aber für beide gilt: nicht dicker als 2 mm und nach spätestens drei Minuten müssen sie knusprig sein!

In diesem Sinne – guten Appetit und viel Spaß beim Ausprobieren!

Eure Nachteule

Der hyggelige-kulinarische Adventskalender – Türchen Nr. 2: Champignonpfanne und Weihnachtsgurke

Am 2. Dezember wird es herzhaft – ein typischer Geruch, den ich mit einem „Weihnachtsmarkt“ verbinde, ist der von frisch gebratenen Champignons in Knoblauchsoße. Zwischen Glühwein, Gebäck und Lichterketten ist die dampfende Champignonpfanne ein herzhafter Ausgleich für zwischendurch – vegetarisch, würzig, sättigend und einfach gemütlich.

Hier ein erprobtes Rezept für eine Weihnachtsmarkt-Champignonpfanne mit Knoblauch-Dip

Zutaten (für 2 Portionen)

  • 400 g Champignons (gemischt oder nur braun)
  • 2–3 EL Butter oder Öl
  • Frischkäse
  • 1 Zwiebel, fein gewürfelt oder in Ringe schneiden
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 TL getrocknete Kräuter (z. B. Thymian, Oregano)
  • Salz & Pfeffer
  • etwas Petersilie

Knoblauch-Dip

  • 200 g Schmand oder Crème fraîche
  • 2–3 Knoblauchzehen (oder 1 TL Knoblauchpaste)
  • 1 EL Zitronensaft
  • Salz & Pfeffer

Zubereitung

Butter in einem Topf schmelzen und die Pilze mit den Zwiebelringen hineingeben. Deckel auf den Topf setzen und die Pilze ein paar Minuten lang dünsten und gelegentlich umrühren. Mit Salz, Pfeffer würzen und in den Kochsud (die Pilze geben eigenen Saft ab), 2-3 Esslöffel Frischkäse einrühren. 2 – 3 Minuten weiter garen, dann sollten die Pilze fertig sein. Gerne kann man dazu jetzt noch Knoblauchdip servieren – aber der Frischkäse macht die Champignons schon jetzt schön cremig!

In einer kleinen Holzschale – wie auf dem Weihnachtsmarkt – wirkt es besonders authentisch.
Und: Ein Gläschen Weißwein oder Federweißer passt erstaunlich gut dazu.

Noch was zum Schmunzeln zum Schluss…die Gurke im Weihnachtsbaum – eine deutsche Tradition?

Die Weihnachtsgurke – ein gläserner Christbaumschmuck in Form einer Gewürzgurke, der im Weihnachtsbaum versteckt wird – gilt heute als ein humorvoller und oft nostalgischer Brauch. Obwohl in den USA weit verbreitet, ist ihre tatsächliche Herkunft bis heute unklar. Häufig wird behauptet, der Brauch stamme aus Deutschland, doch historische Belege fehlen weitgehend. Während viele Amerikaner überzeugt sind, dass kein deutscher Weihnachtsbaum ohne die „typisch deutsche“ Gurke auskommt, ist sie hierzulande lange Zeit kaum bekannt gewesen.

Bei der Weihnachtsgurke handelt es sich um eine grüne Glasgurke, die zwischen den Zweigen des Christbaums versteckt wird. Durch ihre ähnliche Farbe ist sie schwer zu entdecken – und genau darin liegt der Reiz des Brauchs. Besonders in den Vereinigten Staaten gehört das Suchen der sogenannten Christmas Pickle für viele Familien fest zur Bescherung.

Traditionell müssen Kinder oder Gäste am Weihnachtsabend die gut verborgene Gurke im Baum finden. Wer sie zuerst entdeckt, erhält eine Belohnung – oft darf der Finder das erste Geschenk öffnen oder bekommt ein zusätzliches kleines Präsent. Die Art der Belohnung ist von Familie zu Familie unterschiedlich, doch der spielerische Wettstreit gehört überall dazu.

Rund um die Weihnachtsgurke existieren verschiedene Erklärungsversuche und Legenden. Eine volkstümliche Erzählung besagt, dass der Brauch im frühen 20. Jahrhundert entstand, als viele Familien wenig Geld hatten. Um dennoch Spannung in die Bescherung zu bringen, wurde nur das Kind beschenkt, das die Gurke im Weihnachtsbaum fand.

Bekannter und deutlich verbreiteter ist jedoch die Legende des Soldaten John Lower. Der deutschstämmige US-Soldat John C. Lower kämpfte im Amerikanischen Bürgerkrieg und geriet dort in Gefangenschaft. Schwer krank, entkräftet und dem Hungertod nahe, soll ihm ein Wachmann aus Mitleid eine einzige eingelegte Gurke geschenkt haben. Diese kleine Gabe habe ihm – so die Erzählung – die nötige Kraft gegeben, die Gefangenschaft zu überstehen. Nach dem Krieg kehrte Lower zu seiner Familie zurück und führte aus Dankbarkeit einen persönlichen Brauch ein: Jedes Jahr hängte er eine Glasgurke in den Weihnachtsbaum, als Symbol für Hoffnung, Glück und das Überleben in einer dunklen Zeit.

Obwohl diese Geschichte historisch nicht belegt ist, gehört sie zu den beliebtesten Ursprungsmythen des Gurkenbrauchs und verleiht der Weihnachtsgurke einen menschlich-berührenden Hintergrund, der gut zur warmherzigen Weihnachtsstimmung passt. Ob die Tradition tatsächlich aus Deutschland stammt, ist umstritten. Historiker vermuten, dass Glasgurken um 1900 in Bayern und Thüringen zumindest als Christbaumschmuck bekannt waren. Unterstützt wird diese These durch den Fund einer alten Produktionsform, die der Glasbläser Gernot Weigelt besitzt und die auf diese Zeit datiert wird.

Inzwischen erfreut sich die Weihnachtsgurke auch in Deutschland zunehmender Beliebtheit. Viele der heute verkauften Glasgurken stammen sogar aus deutschen Glasbläserwerkstätten. Es gibt sie in zahlreichen Varianten – glänzend, matt, mit Glitzer, mit Schneeeffekt oder in unterschiedlichen Größen.

In diesem Sinne – esst ruhig die Plätzchen weiter – ich kümmere mich um den (Glüh)Wein!

Eure Nachteule

Der hyggelig-kulinarische Adventskalender – Türchen Nr. 1: Die Feuerzangenbowle

Nachdem es beim letzten Kalender hyggelig war, wird es diesmal kulinarisch und hyggelig beim Adventskalender der Nachteule. Viel Spaß beim Nachmachen und Genießen!

Heute am 1. Dezember ist meteorologischer Winteranfang und die ersten Weihnachtsmärkte sind schon seit einigen Tagen im Gange…und wir starten heute mit einem Getränk, das Wärme, Noastalgie und feinen Humor zugleich vereint – einer leckeren Feuerzangenbowle, um dann ein bisschen beschwingter in die weiteren Winter-/Advents- und Weihnachtsplanungen zu gehen. Ein bisschen Kult, ein bisschen Chaos und ganz viel Gemütlichkeit!

Wenn ihr das Ganze gleich richtig zelebrieren wollt – dann bereitet alle Zutaten vor, ladet Freunde ein und schaut gemeinsam den Film „Die Feuerzangenbowle“ von und mit Heinz Rühmann an – mehr hyggelig geht fast nicht.

🎬 Der Filmklassiker: „Die Feuerzangenbowle“ mit Heinz Rühmann

Die meisten kennen die legendäre Szene: Eine Männerrunde, dampfende Bowle, Qualm über dem Zuckerhut – und mittendrin Heinz Rühmann als Schriftsteller Johannes Pfeiffer („mit drei f“), der beschließt, seine verpasste Schulzeit nachzuholen.
Der Film von 1944 ist ein nostalgisches Stück Filmgeschichte und hat maßgeblich dazu beigetragen, die Feuerzangenbowle zum winterlichen Kultgetränk zu machen.

Die Feuerzangenbowle hat ihre eigentlichen Wurzeln im 18./19. Jahrhundert. Vorbild war die beliebte „Krambambuli“-Bowle, ein Likör aus Rum, Zucker und Gewürzen. Der Zuckerhut war damals ein Luxusgut! Die flüssige Kunst des Flambierens brachte damals Studenten, Literaten und gesellige Runden zusammen. Kein Wunder, dass sie bis heute als geselliges Gemeinschaftsgetränk gilt.

🍷 Rezept: Klassische Feuerzangenbowle (nach Nachteuleart) für einen hyggeligen Abend

Zutaten (für ca. 10 Personen)

  • 2 Flaschen trockener Rotwein
  • 1 Flasche Rum (mind. 54 %)
  • 1 unbehandelte Orange und Limette
  • 1-2 Zimtstangen
  • 3 Nelken
  • 1 Zuckerhut
  • 250–300 ml hochprozentiger Rum (mind. 54 %, besser 70 %)

Zubereitung

  1. Früchte vorbereiten: Orange & Zitrone heiß abwaschen, in Scheiben schneiden.
  2. Wein würzen: Rotwein in einem Topf oder Bowlengefäß erhitzen (nicht kochen!), Zimt, Nelken und die Fruchtscheiben hinzufügen.
  3. Zuckerhut platzieren: Feuerzange über den Wein legen, Zuckerhut daraufsetzen.
  4. Feuriges Spektakel: Zuckerhut mit Rum tränken, anzünden (Vorsicht!) und nach und nach mit weiterem Rum übergießen, bis der Zucker vollständig geschmolzen ist.
  5. Genießen: Wenn alles im Wein gelandet ist, kurz durchrühren, in feuerfeste Gläser füllen und hyggelig entspannt servieren.

Wer es noch hyggeliger möchte bzw. noch ein leckeres Lebkuchen-Rezept zur Feuerzangenbowle sucht – schaut mal im Kalendereintrag von 2023 nach, da werdet ihr sicher fündig: https://nachteuleblog.com/2023/12/01/timetohygge-ideen-und-anregungen-fur-eine-gemutliche-winter-weihnachtszeit-tag-1/

Noch was zum Schmunzeln zum Schluss…wusstet ihr, dass es in Japan Tradition ist, an Weihnachten bei KFC bzw. frittierte Hähnchenteile von KFC zu essen?

In diesem Sinne – auf in eine schöne Adventszeit!

Eure Nachteule

🧡 Orange Days – Gemeinsam gegen Gewalt und für Respekt, Schutz und Gleichberechtigung

Ab dem heutigen 25. November, dem Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen, beginnen weltweit die Orange Days. Bis zum 10. Dezember, dem Tag der Internationalen Menschenrechte, der an die Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte durch die UN im Jahr 1948 erinnert, wird mit der Farbe Orange ein starkes Zeichen gegen geschlechtsspezifische Gewalt gesetzt. Gebäude werden orange beleuchtet, Aktionen, Workshops und Informationskampagnen machen auf ein drängendes Problem aufmerksam: Gewalt gegen Frauen – in Form von häuslicher Gewalt, sexualisierter Gewalt, Zwangsheirat, Stalking oder psychischer Unterdrückung – ist leider auch heute noch alltägliche Realität. Ziel der Orange Days ist es, Bewusstsein zu schaffen, Betroffene zu stärken und präventive Maßnahmen sichtbar zu machen.

📊 Zahlen, die aufrütteln (Quelle: UN Women Deutschland, daher stammt auch das Beitragsbild)

🔸 In Deutschland findet fast jeden Tag ein Femizid statt.
🔸 Alle zwei Tage tötet ein Mann seine (Ex-)Partnerin.
🔸 63 % der politisch engagierten Frauen erleben digitale Gewalt.
🔸 90 % der jungen Frauen empfinden starke bis extreme Angst, wenn sie nachts unbekannten Männern begegnen.

Diese Zahlen zeigen unmissverständlich: Wegsehen ist keine Option.

Die Orange Days sind mehr als nur eine Aktionskampagne – sie sind ein weltweites Zeichen gegen Gewalt und für Menschenwürde. Ihr Ursprung geht auf eine tragische, aber bedeutungsvolle Geschichte zurück. Der 25. November erinnert an die Mirabal-Schwestern aus der Dominikanischen Republik. Patria, Minerva und María Teresa Mirabal engagierten sich mutig gegen die Diktatur von Rafael Trujillo und wurden am 25. November 1960 brutal ermordet. Ihr Tod wurde zum Symbol für den Widerstand gegen Unterdrückung und für den Kampf gegen Gewalt an Frauen.

Mehr dazu findet ihr hier: https://www.dw.com/de/wie-die-mirabal-schwestern-den-orange-day-inspirierten/a-74860207

1999 erklärte die Generalversammlung der Vereinten Nationen (UN) den 25. November offiziell zum
➡️ Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen.

🧡 Warum eigentlich Orange?

Die Farbe Orange steht für Hoffnung, Zukunft und eine Welt ohne Gewalt. Sie symbolisiert den Wunsch nach einem Leben in Sicherheit, Würde und Gleichberechtigung. Seit 2008 werden die Orange Days durch die UN-Kampagne „UNiTE to End Violence against Women“ weltweit koordiniert, mit dem Ziel, Regierungen, Institutionen und Gesellschaften zum Handeln zu bewegen.

 Worum geht es bei den Orange Days konkret?

  • Sichtbarmachung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen
  • Prävention und Aufklärung
  • Stärkung von Hilfsstrukturen und Hilfsangeboten
  • Förderung von Gleichstellung und Schutz
  • Gesellschaftliche Verantwortung statt Wegsehen – Nulltoleranz gegenüber jeder Form von Gewalt

Gewalt zeigt sich in vielen Formen: körperlich, psychisch, sexualisiert, strukturell, digital oder ökonomisch – und sie beginnt oft im eigenen Umfeld.

Was kann ich (noch) tun:

✔️ Informieren: Wissen ist der erste Schritt. Gewalt hat viele Gesichter – körperlich, psychisch, digital oder wirtschaftlich.
✔️ Hinschauen & handeln: Wenn ihr Zeuge oder Zeugin von Gewalt werdet – auch im Bekanntenkreis – holt euch Hilfe, ruft im Notfall die 110.
✔️ Unterstützen: Hört Betroffenen zu, nehmt sie ernst und ermutigt sie, Hilfe anzunehmen.
✔️ Weitergeben: Teilt Informationen, Beratungsstellen und Hilfsangebote – zum Beispiel über eure Social Media Kanäle.
✔️ Zeichen setzen: Tragt Orange, sprecht darüber, zeigt Haltung.

⚠️ Ein notwendiger kritischer Blick: Gewalt betrifft auch Männer

So wichtig – und überfällig – der Fokus auf Gewalt gegen Frauen ist, so problematisch ist es, andere Betroffene unsichtbar zu machen. Auch Männer erleben Gewalt – in Partnerschaften, im familiären Umfeld, durch sexualisierte Übergriffe oder psychische Misshandlung. Doch Scham, Rollenerwartungen und gesellschaftliche Tabus verhindern häufig, dass sie Hilfe suchen. Gewalt kennt kein Geschlecht!

Vielleicht wäre es ja auch mal eine Überlegung wert, dass die Orange Days bereits am 19.11. – dem Weltmännertag – beginnen können, oder?!

In diesem Sinne – einen schöne orangene Zeit!

Eure Nachteule!

Happy Champagner Day!

Jedes Jahr am vierten Freitag im Oktober feiern Genießer weltweit den Champagner Day – eine Hommage an eines der edelsten Getränke der Welt. Heute dreht sich im Blogbeitrag alles um feine Perlen, französische Eleganz und das besondere Handwerk, das aus einfachen Trauben ein Symbol für Lebensfreude macht.

Der #ChampagneDay wurde 2009 von einem amerikanischen Weinliebhaber, nämlich dem kalifornischen Blogger und Weintutor Chris Oggenfuss ins Leben gerufen und hat sich seither zu einem weltweiten Event entwickelt. Unter dem Hashtag #ChampagneDay stoßen Fans auf Social Media gemeinsam an – von Paris bis Tokio, von Reims bis München, von Sylt bis ins Remstal!

Was macht Champagner so besonders?

Nicht jeder Schaumwein darf sich Champagner nennen. Der Name ist geschützt und darf ausschließlich für Weine verwendet werden, die aus der französischen Region Champagne stammen.

Die wichtigsten drei Hauptrebsorten sind Chardonnay (weiße Rebe), Pinot Noir (rote Reben, mit 38 % macht sie den größten Anteil aus) und Pinot Meunier (rote Reben, mit 32 %) – spannender Fact: also sind 70% der Champagner Reben rot 😉.

Neben diesen drei Hauptrebsorten sind noch vier weitere Rebsorten für die Champagnerproduktion zugelassen: Arbane (eine seltene weiße Sorte), Petit Meslier (auch eine seltene weiße Rebsorte), Pinot Blanc (Weißburgunder) und Formenteau (Pinot Gris / Grauburgunder).  Diese Sorten machen jedoch nur einen sehr kleinen Teil der gesamten Rebfläche aus, nämlich nur ca. 0,3 %.

Wer noch ein bisschen mehr zu den Besonderheiten der Rebsorten wissen möchten – hier kann ich euch folgenden Artikel empfehlen: https://www.einfachweinkaufen.de/magazin/champagner-rebsorten/cm-23/

Die Reben werden von Hand gelesen und nach der sogenannten méthode champenoise verarbeitet – einer zweiten Gärung in der Flasche, bei der die berühmten Perlen entstehen.

Der Champagner hat eine faszinierende Vergangenheit. Lange Zeit war er ein „Unfallwein“, weil Winzer im kalten Norden Frankreichs mit ungewollter Nachgärung kämpften. Erst Dom Pérignon, ein Benediktinermönch des 17. Jahrhunderts, verfeinerte die Techniken, die später zum Erfolgsrezept wurden – auch wenn der berühmte Ausruf „Komm schnell, ich trinke Sterne!“ wohl eher Legende als Fakt ist.

Die ideale Serviertemperatur beträgt  8–10 °C – zu kalt verliert er Aroma, zu warm wirkt er flach und der beste Moment für Champagner? Hm…eigentlich geht so ein Gläschen immer 😉. Und zum wahren Genuss wird er mit einer Portion Pommes und Currywurst – glaubt ihr nicht? Dann einfach mal probieren 😊!

Beim Thema, was ist das perfekte Glas für den Champagner geht es manchmal hoch her – die einen bevorzugen die „Flöte“, weil hier die Bubbles /Bläschen so schön aufsteigen (mehr aber auch nicht 😉) und die anderen greifen eher zum „Tulpen“-Glas, was auch mein Favorit wäre. Hier hat der Wein und auch der Champagner mehr Raum sich zu entfalten, was Aroma, Geschmack und Textur angeht. Dadurch das beim Tulpenglas die Öffnung etwas enger wird, kann auch die Kohlensäure nicht ganz so schnell entweichen – also „the best of both worlds“ zwischen Perlen und Aromatik.

Wenn es also einen „Champagner-Moment“ geben soll – dann gerne die Flöte nehmen und sonst eher zur Tulpe greifen. Manche Weinexperten bevorzugen sogar ein universelles Weissweinglas für den Champagner.

Wenn man Champagner hört, dann denken viele an die große Champagnerhäuser wie Moët & Chandon, Veuve Cliquot, Bollinger, Pommery, Taittinger, Ruinart (das älteste Champagnerhaus, gegründet 1729), Krug, Laurent-Perrier, Piper-Heidsieck & Charles-Heidsieck ( die ich fast letzte Woche in Erfurt probiert hätte, wenn die Flaschen nicht aus gewesen wären…schade).

Aber es gibt noch weitere, kleinere „Juwelen“ in der Champagne und ein paar würde ich euch gerne vorstellen:

Leclerc Briant – Vision und Tiefe https://www.leclercbriant.fr/

Ein Pionier des biodynamischen Champagners. Das Haus aus Épernay arbeitet seit Jahrzehnten naturnah und experimentierfreudig. Besonders faszinierend ist der „Abyss“, ein Champagner, der nach dem Degorgieren in 60 Metern Tiefe im Atlantik reift – vor der bretonischen Insel Ouessant. Durch die konstante Temperatur und den leichten Druck des Meeres entwickelt er eine markant salzig-mineralische Aromatik, fast wie eine maritime Brise im Glas. Der Vertrieb in Deutschland läuft u. a. über den Riegel Weinimport aus dem Raum Konstanz, der auch in einer Folge des Podcasts Terroir & Adiletten über genau diese Besonderheiten spricht.

Mehr zum Podcast gibt es gleich und hier noch der Link zum Artikel über das Champagner-Tasting mit Leclerc Briant bei Daniel’s Weine vor Kurzem : https://nachteuleblog.com/2025/10/12/vom-weinberg-zu-den-perlen-der-tiefe-ein-champagnerabend-mit-leclerc-briant-bei-daniels-weine-in-winterbach/

Billecart-Salmon – Feinheit, Finesse, Familiengeist ( mein absoluter Lieblingschampagner zur Zeit) https://www.champagne-billecart.fr/en

1818 in Mareuil-sur-Aÿ gegründet, ist Billecart-Salmon bis heute in Familienbesitz – mittlerweile in der 7. Generation. Ihr Stil gilt als Musterbeispiel für Präzision, Frische und Balance.
Der Brut Rosé ist eine Legende: hell, zart, elegant – ein Symbol für Understatement und Harmonie. Die Prestige-Cuvée Clos Saint-Hilaire, aus einem winzigen, ummauerten Ein-Hektar-Weinberg hinter dem Haus, gehört zu den seltensten Champagnern überhaupt: reinsortiger Pinot Noir, im Holz vergoren, komplex und samten.
Auch die Cuvée Elisabeth Salmon Rosé steht für pure Raffinesse und Alterungspotenzial – ein Champagner, der sowohl zum Festmenü als auch zum stillen Moment passt.

Nicolas Feuillatte – moderne Eleganz mit französischem Esprit https://nicolas-feuillatte.com/

Wer in Frankreichs Brasserien oder in guten Hamburger Restaurants Champagner bestellt, hat gute Chancen, ein Glas Nicolas Feuillatte im Kelch zu finden – so auch im charmanten Petit Bonheur (https://www.petitbonheur-restaurant.de/ ) in Hamburg, wo der Rosé mit seiner leuchtend lachsfarbenen Eleganz und zarten Perlage serviert wird.

Das Haus Nicolas Feuillatte wurde 1976 gegründet und ist damit jung im Vergleich zu den traditionsreichen Grand Maisons – und doch zählt es heute zu den größten Champagnerproduzenten Frankreichs. Dahinter steht die Coopérative Centre Vinicole – Champagne Nicolas Feuillatte, die über 4.500 Winzer vereint. Diese Struktur ermöglicht es, hochwertige Trauben aus fast allen Teilregionen der Champagne zu beziehen – von der Montagne de Reims bis zur Côte des Blancs.

Der Rosé Réserve Exclusive ist ein Paradebeispiel für den modernen Champagnerstil: fruchtbetont, fein ausbalanciert, mit Noten von Walderdbeeren, Himbeeren und einem Hauch roter Johannisbeere.

Und jetzt gibt es noch Champagner zum Hören – Podcast-Empfehlungen für Genießer

Champagner ist nicht nur ein Getränk, sondern auch ein Thema, das inspiriert. Wer tiefer eintauchen möchte, findet im Podcast-Universum spannende Geschichten:

  • Geschichten aus der Geschichte (GAG) hat gleich mehrere Folgen dem Thema gewidmet. Besonders hörenswert:
    • „Wie der Champagner zu seinen Bläschen kam“ – über die Entstehung des Schaumweins und die wissenschaftliche Faszination dahinter. (Folgen 26) www.geschichte.fm/podcast/zs26
    • „Barbe-Nicole Ponsardin – die Witwe, die den Champagner erfand“ (Folge 395, April 2023) – ein fesselndes Porträt der legendären Madame Clicquot. (www.geschichte.fm/archiv/gag395/
  • Terroir & Adiletten: Der charmant-chaotische Weinpodcast mit Sommelier Willi Schlögl und Rapper Curly widmet sich regelmäßig der Champagne. Besonders spannend sind die Episoden rund um Peter Riegel (Riegel Weinimport, Konstanz), der u. a. über den biodynamischen Stil von Leclerc Briant und die Idee des „Abyss“ spricht. (www.terroirundadiletten.podigee.io/176-peter-riegel)

„In victory, you deserve Champagne. In defeat, you need it.“
Winston Churchill

In diesem Sinne – Santé!

Eure Nachteule