Tag 3 – Kulturprogramm, ein Maximum und 4 Decider

Der Freitag begann erst mit der Nachmittags-Session – also ein nicht ganz so anstrengend-langer Snooker Tag – aber dafür umso aufregender. Warum und wieso – dazu später mehr.

Wenn man schon mal in Berlin ist und ein bisschen Zeit hat, dann lohnt es sich ein bisschen Kulturprogramm mit einzuplanen. Nein – ich rede nicht von der 65. Berlinale die diesmal leider zeitgleich zu den German Masters ist (und sich leider sehr deutlich in den Übernachtungspreisen widerspiegelt) – sondern von einem Besuch im Mauermuseum am Checkpoint Charlie.  Praktisch ist die Lage unseres diesjährigen Hotels – das Winters Hotel Berlin Mitte am  Checkpoint Charlie. Zum Tempodrom – dem Venue der German Masters sind es nur knapp 10 Minuten Fussweg und bis zum Mauermuseum und dem eigentlichen Checkpoint Charlie knapp 15 Minuten.

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Das 4*-Sterne Hotel befindet sich in einer ruhigen Seitenstraße in Kreuzberg, ist aber mit öffentlichen Verkehrsmitteln sehr gut zu erreichen. Eröffnet wurde es 2006 und ist eines von  vier Hotels der Winter Company in Berlin. Aber nun zurück zur Kultur…

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Das Mauermuseum im Haus am Checkpoint Charlie wurde 1962 gegründet. Es hat an allen Tagen des Jahres von 9- 22 Uhr geöffnet und man kann mittels Audioguide hier einige Stunden verbringen und in die Tiefen der Geschichte eintauchen.

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„Am 14. Juni 1963 wurde das „Haus am Checkpoint Charlie“ eröffnet und zu einer Insel der Freiheit im letzten Gebäude direkt vor der Grenze. Hier konnten Fluchthelfer durch ein kleines Fenster alle Bewegungen am Grenzübergang beobachten, hier waren Geflüchtete stets willkommen, hier wurden Fluchtpläne ausgedacht und immer gegen das Unrecht in der DDR gekämpft“ – so steht es in einer kleiner Infobroschüre des Museums geschrieben.

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Im Museum selber gibt es verschiedene Bereiche – vom Mauerbau, von Berlin als Frontstadt bis zur Brücke Europas, von Künstlern und Malern, die die Mauer und ihre Geschichte in zahlreichen Kunstwerken beschreiben und eine Vielzahl an den unterschiedlichsten Fluchtfahrzeugen / Koffern, etc. Als weitere Dauerausstellungen gibt es Informationen zu Raoul Wallenberg und der NATO.

Auch finden täglich Filmvorführungen statt zu den verschiedenen Themen.

Die Preise liegen zwischen 6,50 € für Schüler und 12,50 € für Erwachsene. Möchte man innen Bilder machen, benötigt man eine Fotogenehmigung – diese kostet 2 € und ist ebenfalls an der Ticketkasse zu erwerben.

Weitere Informationen findet man auch unter www.mauermuseum.de

Nach dem Kulturprogramm ging es nochmal auf leckeren Häppie in die Dunckerstr…auf dem Weg dorthin sind wir auch am Deutschen Currywurst-Museum vorbei gekommen. Das steht bei unserem nächsten Berlin ganz weit oben…da muss ich auch unbedingt mal rein 😉

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Hatte ich schon von unserem kulinarischen Geheimtipp berichtet 😉 ?

Wer in Berlin zu Besuch ist, dem empfehle ich auf’s Wärmste einen Besuch im Häppies in der Dunckerstr. Diesmal haben Bärbel und Matthias sowie eine kleine Netti den Weg auf meinen Teller gefunden. Unglaublich lecker – Matthias – der Scharfe mit Bio-Schweinefleisch und Bärbel mit Ziegenkäse, Honig und Rucolapesto. Und von Netti – dem weltbesten Germknödel ganz zu Schweigen. Ach ja, im oberen Bild sind Gabriel und Ben (eine vegane Variante mit Tofu) zu sehen.

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Hinkommen zum Häppies ist im Übrigen nicht so schwer….man nehme einfach den Sonderzug nach Pankow (U2) und steigt in der Eberswalder Straße, die von Franziska van Almsick angesagt wird aus und läuft die restlichen Minuten (Verdauungsspaziergang inklusive). Das mit den Promi-Stimmen hatte ich ja gestern schon erwähnt. Näheres dazu findet man auch unter www.bz-berlin.de/berlin/u2-jetzt-fahren-die-promi-stimmen-mit  – eine ganz witzige Aktion wie ich finde.

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Nachdem der Tag bis dato völlig entspannt und interessant gelaufen war, kamen wir gut gelaunt im Tempodrom an, wo bereits unser Snookerfreund Tom wartete. Tja, und dann begann das Karten-Desaster von neuem. Nachdem wir ja am Mittwoch neue Karten bekamen, da eventim unsere Karten aus Versehen doppelt verkauft hatte, waren unsere neuen Plätze nun schon wieder belegt..und nach vielen Diskussionen suchten wir uns dann  – anstatt wie gekauft im Unterrang in Reihe 6 – einen Platz irgendwo im Oberrang. Das das alles ziemlich ärgerlich ist kam man sich ja vorstellen , aber was ich nicht verstehen kann, ist die Reaktion und das Verhalten von manchen Menschen. Wir sind auch davon betroffen und ich finde es toll und super, wie sehr sich die Mitarbeiter von Dragonstars darum bemühen, aus dieser verzwickten Situation noch das irgendwie bestmögliche für alle Zuschauer zu machen und da finde ich es unmöglich, dass man diese Menschen zum Teil echt verbal beleidigt und anschnauzt. Als einen Namen von vielen möchte ich Andreas Holler von Dragonstars nennen und im Danke sagen für seine Bemühungen – du machst echt einen guten Job!

Einen „Vorteil“ hatte das Sitzen dort oben…ich sass neben Jimmy White 😉

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Zu den Spielen natürlich auch noch ein paar Worte…in der Nachmittags Session standen sich folgende Paarungen gegenüber:

Ryan Day – Alfie Burden (5:2)

Liang Wenbo – Stuart Bingham (5:4)

Mark Allen – Shaun Murphy (4:5)

Joe Perry – Ronnie O’Sullivan (0:5)

Der arme Joe Perry wurde von Ronnie in einem 0:5 ziemlich schnell abgefertigt und wurde von Mark Williams, welcher hinter uns auf der Tribüne sass wohl hinter her getröstet. Die andere Spiele waren da wesentlich umkämpfter…insbesondere bei Shaun Murphy sah es zwischenzeitlich so aus, als ob er diese Session wohl verlieren würde, er kämpfte sich aber famos wieder zurück und sicherte sich einen Platz im Viertelfinale am Abend. Immerhin stand es zwischenzeitlich mal 3:0 aus Sicht von Shaun bevor Mark Allen dann 4 Frames in Folge holte und es fast so aussah, als ob The Magician geschlagen wäre, aber dann legte er den Turbo ein und gewann den letzten Frame mit einem 76er Break.

Was sich dann aber am  Abend im Viertelfinale abspielte war Gänsehaut und Spannung pur.

An Tisch 2 kämpften Ryan Day und Liang Wenbo bis zum Decider, den der Chinese dann letzendlich gewinnen konnte. Ich muss aber sagen, dass ich die Auftritte von Ryan Day sehr gut fand und ich denke, wir werden in den nächsten Jahren noch so einiges von ihm hören. Der Halbfinal-Gegner von Liang Wenbo wurde in der Partie am TV-Tisch ermittel: Shaun Murphy gegen Ronnie O’Sullivan. Laut Statistik sah es schlecht aus für Shaun: 1:10 stand es in den Spielen gegen Ronnie…aber das sollte sich heute doch ändern. Ein wahrer Snooker-Krimi entwickelte sich dort. Shaun schaffte es mit 2:0 in Führung zu gegen, aber Ronnie konnte mit einem 2:2 in das Midsession-Intervall gehen, um danach auf 2:4 zu erhöhen. Ich rechnete schon damit, dass dies das letzte Mal in diesem Turnier war, dass ich Murphy spielen sehen konnte, aber dann begann er seine Aufholjagd. 4:4 und dann verschießt O’Sullivan eine Rote…und Shaun räumt den letzten Tisch komplett an..und es steht 5:4 gegen Ronnie! Juhu!!

Das erste Halbfinale am Samstag lautete Shaun Murphy gegen Liang Wenbo – angestoßen wird um 13 Uhr und ich bin sicher dabei! =)

An Tisch 3 kämpfen Mark Selby und Judd Trump um den Einzug ins Halbfinale..und obwohl Judd ein Maximum Break schaffte (eine 147 ;-)..) verlor er die Session mit 4:5 und Mark Selby schaffte den Sprung ins Halbfinale.

Bevor Mark aber wusste, wer sein Halbfinal-Gegner sein würde, musste aber noch eine ganze Zeit vergehen. An Tisch 4 kämpften Neil Robertson und Stephen Maguire auch in einem absoluten Thriller-Match um diesen Platz. Es dauerte fast 4 Stunden als es gegen 0:10 Uhr hies: 5:4 für Stephen Maguire. Schnitzer passierten beiden und ich habe auch selten so oft eine weiße Kugel in einem Loch verschwinden sehen aber trotzdem war es ein sehr packendes Spiel und irgendwie finde ich es schade, dass es nicht zwei Sieger geben konnte. Insbesondere für Marco hätte ich mich gefreut, wenn Neil weitergekommen wäre.

Nun ja, ein aufregender Spieltag ging zu Ende und ich bin schon sehr gespannt, was die beiden Halbfinals heute bringen werden…und vielleicht gibt es auch (m)ein Traumfinale: Shaun Murphy gegen Mark Selby, wobei…es kann ja nur einer gewinnen…Mist.

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