Nicht nur die letzte Bahnfahrt nach Hamburg war voller Überraschungen…sondern auch ein paar (leckere) Neuentdeckungen waren im Juni in Hamburg dabei!
Nach meiner letzten Bahnabenteuerreise nach Erfurt (die in Schwäbisch Hall/Hessental damit endete, dass ich auf ein eAuto von Freunden glücklicherweise umsteigen durfte) war ich am vergangenen Donnerstag sehr gespannt, was die Bahn diesmal für mich bereit hält. Aufgrund von vielen Reservierungen im Vorfeld, bekam ich nicht wie üblich meinen „Stammplatz“ sondern musste auf einen anderen Wagen ausweichen…und schon beim Einsteigen konnte ich lesen – Stuttgart-Hamburg…auf allen Plätzen. Das verspricht meistens nicht immer was Gutes – nämlich Partyvolk, Junggesellenabschied etc…die oft sehr feucht-fröhlich und laut werden. Da ich gerne im Zug arbeite und das auch diesmal musste – keine guten Voraussetzungen.
Und dann kam tatsächlich eine Gruppe und sehr schnell wurden Bier und Sekt ausgepackt …na klasse. Ich wurde schnell „miteingebunden“ nach dem Motto – entweder mitmachen oder besser den Platz wechseln. 🙂 Aber die Gruppe war deutlich angenehmer und lustiger wie gedacht – war ja auch eine Fortbildungs- und Betriebsausflugsreise und kein reines „Partyvolk“!
Irgendwann kam es dann zu einer kleinen Verletzung beim Öffnen einer Sektflasche und – vorbereitet wie ich nun mal bin – hatte ich ein Pflaster parat und wurde dann mit einem kleinen Sekt „bezahlt“. Und ab dann wurde es auch sehr lustig…und ich wurde für Freitagabend mit ins Musical in Schmidts Tivoli „Oberaffengeil“ eingeladen, da es noch einige übrige Karten gab und man sich inzwischen durchaus sympathisch war! In Gesprächen wurde auch schnell klar – der Rems-Murr-Kreis war gut vertreten im Zug – und das verbindet natürlich ebenfalls.

Bis dahin verlief auch die Zugfahrt relativ entspannt – ca. 16 Minuten Verspätung gab es zwischendrin wegen verspätetem Zugpersonal und aber dann eine tolle Aufholjagd, so dass wir mit 6 Minuten zu früh in Hamburg-Harburg ankamen und im Wartemodus waren, um nicht zu früh in Hamburg anzukommen. ..so unsere Überlegung. Nach ein paar Minuten gab es dann aber einen weiteren Punkt zum Abhaken auf meiner Bahn-Bingo-Liste: wegen eines im Streckenabschnitt vor uns liegenden Böschungsbrandes verzögert sich die Weiterfahrt um mind. 30 Minuten… Meine Mitreisenden hatten sich dann entschieden so kurz vor dem Ziel auf das Taxi umzusteigen, da diese noch einen Essenstermin hatten. Und ich hatte dann noch für ca. 1 Stunde ein Abteil fast ganz für mich alleine :-). Bei der Weiterfahrt waren es dann „nur“ 56 Minuten Verspätung…na toll…erst ab 60 Minuten kann man eine Entschädigung beantragen…aber manchmal ist doch Verlass auf die Bahn! Durch den Stau der Züge und auch S-Bahnen vor dem Hauptbahnhof kamen wir nochmal vor dem Hauptbahnhof außerplanmäßig zu stehen…und kamen mit endgültig 64 Minuten (Yeah!!) Verspätung in Hamburg an!
Als kleine Entschädigung gab es für mich dann einen neuen Gin im super klimatisierten Motel One – einen Sir Chill Gin als Gin Tonic – und noch ein bisschen Lesezeit mit meinen beiden neuesten Büchern von Michael Tokots.

Der Sir Chill Gin kommt von den beiden belgischen Zigarrenliebhaber Bart Notenbaert und Jürgen Demeulemeester aus dem westflämischen Wevelgem und hat eine spannende Aromakombination: Tabakpflanze, Vanille, Mandarine und Mandeln – auch sehr interessant als purer Genuss. Mehr dazu findet ihr hier: https://www.sirchillgin.be/de
Bevor ich abends dann Richtung Reeperbahn losgezogen bin, ging es noch zu einem meiner Lieblingsplätze zum Abendessen…ins Petit Bonheur zu Patron Ergün M. Uysal(https://www.petitbonheur-restaurant.de/). Und auch diesmal war es ein wunderbares kulinarisches, aber auch menschlich-herzliches Erlebnis wieder. Die Temperaturen waren zwar eher nicht so, dass man unbedingt was Warmes essen bräuchte (es hatte „nur“ 35 Grad), aber auf der Karte stand „Boudin Nnoir“…und da kann ich nicht nein sagen: Blutwurst | Portwein Jus | Apfelkraut | Schmorzwiebeln | Kartoffelpüree….ich liebe diese Kombi und sie war wirklich außergewöhnlich lecker! Das hat sich absolut gelohnt und da ich meinen „eigenen“ Dyson-Ventilator neben mir stehen hatte, ging es auch von der Temperatur her.

Und dann ging es auf die Reeperbahn ins Schmidts Tivoli. Wer es noch schafft bis 1.8. nach Hamburg zu kommen – geht unbedingt ins Musical „Oberaffengeil“ – Musik aus den 80er und 90er im Verzehrtheater, wo ihr Snacks und diverse Getränke direkt am Platz haben könnt. Infos und Tickets – hier entlang: https://www.tivoli.de/programm-tickets/spielplan




Am Samstag musste es am Nachmittag dann bei 38 Grad ein leckeres Eis zum Abkühlen sein und direkt gegenüber der MSH gibt es das Nice & Creamy (https://niceandcreamy.de/) mit interessanten und auch mal etwas anderen Eissorten: ich hatte Matcha-Blueberry und Litschi!


Und ein neuer Italiener stand am Abend auf der Liste: das Al Lido in der Hafencity (https://www.allido-hamburg.de/de). Wobei neu stimmt nicht ganz – ich war in den letzten des öfteren dort – allerdings immer nur auf der Hafenpromenade und i.d.R. nur um was zu trinken. Diesmal hatte ich mich aber mit meinem lieben Kollegen Harald Karutz und eigentlich noch einem weiteren Kollegen, der leider kurzfristig familiär bedingt verhindert war, dort zu einem entspannten Abend verabredet. Also da muss ich unbedingt nochmal hin – diesmal gab es Spaghetti Bolognese, die sehr lecker war, aber es gibt auch „echte“ Spaghetti Carbonara und die muss ich unbedingt mal probieren nächstes Mal!




Jetzt geht es mit einem frischen Franzbrötchen und genügend Iced Matcha-Latte in einem aktuell gut klimatisierten Zug zurück ins Ländle…oder wie man auch sagt: Auf in das nächste Bahnabenteuer!
In diesem Sinne – eincremen und genügend trinken nicht vergessen!
Eure Nachteule!