Der 1. Dezember – Winteranfang und Welt-Aids-Tag

Jetzt ist der da…zumindest meteorologisch auf der Nordhalbkugel…der Winter. Aber nicht nur auf Schnee und weiße Weihnachten freut sich wohl der eine oder andere, sondern es darf heute auch endlich das erste Türchen des Adventskalender geöffnet werden!

Adventskalender Säckchen

Am 1. Dezember findet – inzwischen schon zum 29. Mal – der von der UNAIDS organisierte Welt-Aids-Tag statt. Seit 1988 wird er von der WHO ausgerufen und seit 1996 stellt die Aids-Organisation der Vereinten Nationen (UNAIDS) diesen Tag unter ein programmatisches Motto.

Für die Jahre 2005 bis 2010 lautet das internationale Welt-Aids-Tag-Motto „Stop Aids: Keep the Promise“. Mehr dazu findet ihr auch unter www.welt-aids-tag.de.

Weltweit leben zur Zeit etwa 36,7 Millionen Menschen mit HIV – in Deutschland sind etwa 85.000 Menschen. Allerdings kommen rund 2,1 Millionen kommen jedes Jahr dazu, davon sind etwa 240.000 Kinder…

Dank der inzwischen entwickelten Medikamente kann man heute in der Regel mit HIV gut leben (allerdings haben nur etwa 46 % der Erkrankten auch Zugang zu diesen!) – auch wenn es immer noch nicht heilbar ist, aber leider müssen die Betroffenen weiterhin mit den verschiedensten Diskriminierung, die leider immer noch vorkommen leben.

Die Kampagne zum Welt-AIDS-Tag 2016 wendet sich auch deshalb gegen Ausgrenzung von Menschen mit HIV, denn Ausgrenzung und ständiges Verstecken aus Angst vor Ablehnung oder Mobbing machen krank. Sie führen außerdem dazu, dass Menschen mit HIV oft den engsten Freunden und der Familie nicht von ihrer Infektion erzählen. HIV verschwindet so zunehmend aus der öffentlichen und privaten Wahrnehmung, während gleichzeitig die Schwelle sich mitzuteilen, für die Betroffenen höher wird.

In Deutschland setzen sich u.a. das Bundesministerium für Gesundheit, die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, die Deutsche AIDS-Hilfe und die Deutsche AIDS-Stiftung mit einer gemeinsamen Kampagne für dieses gesellschaftsrelevante Thema ein. Unter dem Motto „Positiv zusammen leben“ macht die diesjährige Kampagne 2016 deutlich, wie Menschen die Diskriminierung aufgrund ihrer HIV-Infektion erleben.

Mehr Informationen zu HIV/ AIDS findet ihr auch unter: www.liebesleben.de

Was hat es eigentlich mit der roten Schleife (Red Ribbon)auf sich, die weltweit ein Symbol der Solidarität mit HIV-Infizierten und AIDS-Kranken darstellt?

Auszüge aus dem Wikipedia-Artikel: „Der Awareness Ribbon wurde 1991 von der New Yorker Künstlergruppe Visual AIDS geschaffen. Vorbild war damals die Gelbe Schleife, die erstmals 1980/81 im Zusammenhang mit der Geiselnahme von Teheran verwendet worden war. Im Golfkrieg 1990/91 war diese zum Ausdruck der Verbundenheit der Vereinigten Staaten mit ihren fern der Heimat kämpfenden Truppen geworden.

Rote Schleifen hatte man erstmals zum Gedenken an den verdeckten Ermittler der Drug Enforcement Administration, Enrique „Kiki“ Camarena, getragen, der am 7. Februar 1985 in Guadalajara (Mexiko) entführt und wenig später ermordet worden war. Daraus entstand die Red Ribbon Week jeweils Ende Oktober, die 1988 zur Ausrufung einer „Drug Free America Week“ durch US-Kongress und Präsident Ronald Reagan führte.

Mit ihrer neuen Bedeutung als „Aids-Schleife“ setzte sich die Rote Schleife schnell über die Kreise von Künstlern und bekennenden Homosexuellen hinaus allgemein durch. Prominente wie Elizabeth Taylor und Lady Diana zeigten sich mit ihr in der Öffentlichkeit. 1992 trugen Alan Menken und Bill Lauch sie, als sie für den 1991 an Aids gestorbenen Howard Ashman den Oscar für den Besten Song entgegennahmen.

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