GWUP – Skepkon Tag 1

Der Vormittag stand ganz im Zeichen der Mitgliederversammlung der GWUP.

Spannende Informationen rund um die Finanzen und unsere Arbeit, aber auch interessante Diskussionen zu verschiedenen Satzungsänderungen. So hat die MV beschlossen, dass unsere Organisation in Zukunft den Namen „GWUP e.V., ausgeschrieben: Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften e.V.“führt. Auch stand eine Debatte zum Thema Parawissenschaften und Pseudowissenschaften in unserer Aufgabenbeschreibung an.

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Nach einer kleinen und sonnigen Mittagspause ging sie dann endlich richtig los…die 24. Skepkon der GWUP in Frankfurt.

Aufgeteilt ist die diesjährige Skepkon in verschiedene Themenbereiche – Medizin/Pharmazie, Pädagogik/Erziehungswissenschaften, Kulturwissenschaften, Philosophie/Skeptizismus, Pseudowissenschaften im Management und Psychologie des Glaubens.

Heute an Tag 1 standen die ersten beiden Bereiche auf dem Programm:

  • Dr. Florian Aigner zum Thema Wissenschaft und Blödsinn
  • 100.000 Euro für den Beweis der Existenz des Masernvirus – im Ernst?! – Dr. David Bardens

Dieser Vortrag hatte schon im Vorfeld für einige Aufregung gesorgt…Dr. Bardens wurde Anfang des Jahres „berühmt“ durch den gewonnenen Prozess gegen Dr. Lanka, einem Biologen, der behauptete, es gäbe keine pathogenen Viren und Bakterien und sich so sicher war, dass er 100.000 Euro auf den Beweis der Existenz des Masernvirus auslobte…und David Bardens lieferte ihm diesen….

Leider gibt es Menschen, die etwas anders denken (und damit meine ich nicht nur Impfgegner), die dann zu zum Teil sehr wirren und abstrusen Mitteln greifen, so wurde David Bardens auf verschiedenste Art und Weise beleidigt und erhielt sogar Morddrohungen.

Informationen zu Impfungen gibt es u.a. unter www.impfen-info.de, der Seite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung oder auf den Seiten des Robert-Koch-Instituts (www.rki.de).

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Mini-Vita des Referenten: Dr.med. David Bardens, ehemaliger Cowboy in den USA und Rettungsassistent in Deutschland. Arbeitet und lebt zur Zeit in Schweden als Allgemeinmediziner.

  • Wie lernt man Selberdenken in der Schule – Ulrike von Chossy

Neurobiologisch gesehen sind wir nur mit uns selbst beschäftigt und man kann nicht nicht lernen!

Nicht der Lehrende kann lernen sondern nur der Lernende, deswegen muss der Blickwinkel geändert werden um so Erfolge zu erreichen

Drei Regeln für die Lernforschung:

  • Es gibt keine allgemeingültigen Rezepte
  • Es kommt auf das subjektive Erleben an
  • Jede Spekulation über den Sinn eines Verhaltens ,kann ihren Wert erst ins der pädagogischen Praxis zeigen

Wie lernt man selber denken in der Schule

  • Multiprofessionelles Pädagogenteam
  • Schule als Lebensraum erkennen
  • Weg vom Stoff – hin zur Beziehungsarbeit
  • Philosophieren für Kinder (Handlung und Haltung)
  • Partizipation
  • Zielsetzung und Selbstreflektion ermöglichen
  • „Kleine“ Schwierigkeiten bewältigbar gestalten
  • Nicht belehren sondern forschen lassen
  • Konzentration auf den Erfolg nicht auf den Fehler
  • Individualisierung des Unterrichts

Mini-Vita der Referentin: Ulrike von Chossy ist Schulmanagerin M.A. und Dipl. Sozialpädagogin (FH) und leitet die Humanistische Grundschule in Fürth.

  • Das esoterische Erziehungskonzept der Dotoressa Maria Montessori – Marc Fabian Buck

Warum wurde die Montessori-Methode so lange nicht als esoterisch gesehen, obwohl im Zentrum des Menschbildes Montessoris okkulte Geisteskräfte (Hormé, Nebule, Mneme) stehen? Und es eine nicht zu leugnende Nähe zu Rudolf Steiner und dessen Waldorfpädagogik und anthroposophische Medizin gibt?

Was versteht man denn unter der Maria Montessori-Methode?

Sie beruht auf dem Bild des Kindes als „Baumeister seines Selbst“ und verwendet deshalb zum ersten Mal die Form des offenen Unterrichts.

Näheres findet man auf der Homepage der deutschen Montessori Gesellschaft: www.montessori-deutschland.de …aber bitte kritisch lesen ;-)!

Mythen der Methode

  • Mythos 1 – Wissenschaftlichkeit: Auch ihr Großonkel Stoppani haben ein evolutionstheologisches Weltbild – der Mensch soll das Schöpfungswerk Gottes vollenden…zum Durchschnittsmenschen erziehen reicht (homme moyen) – die römischen Götterstatuen seien das Ideal…ah…ja…dann bin da mal draussen 😉
  • Mythos 2 – Pädagogisches Interesse: ihr wird nur die Leitung eines Kinderhauses angeboten, welches sie gerne „Labor zur Erforschung der Natur des Kindes“ nennen wollte, es aber dann doch „Casa die Bambini“ nennen musste in Rom-San-Lorenzo war. Auch ihr Sohn wächst 16 Jahre lang als Findelkind auf…und sie hat sich nie als Pädagogin verstanden
  • Mythos 3 – der Faschismus: sie hat sich Benito Mussolini stark angeboten um die Verbreitung der Montessori-Pädagogik im Sinne des italienischen Faschismus zu leiten.

Mini-Vita des Referenten: Marc Fabian Buck hat Pädagogik und Soziologie studiert und promoviert zur Zeit, neben seiner Arbeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter, in Bereich der allgemeinen Erziehungswissenschaften zu Entwicklungsmodellen der psycho-sozialen Humanontogenese und deren Funktion in der Pädagogik

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Zum Nachlesen gibt es hier den Link zu den Zusammenfassungen (Abstracts): http://www.skepkon.org/images/GWUP-Abstracts-Skepkon2015-LoRes.pdf

 

Für sie Abendgestaltung gab es eine Auswahl von „Äppelwoi/Ebbelwei“ -Kneipen, wo man sich treffen konnte und das typische Hamburger Getränk „Äppelwoi“ oder hochdeutsch „Apfelwein“ genießen konnte…das Wetter bietet sich ja perfekt dafür an.

Der Apfelwein ist ein Fruchtwein, der, richtig gekeltert, ein reines Naturprodukt ist. Er enthält 5 bis 6% Alkohol und das echte „Stöffche“ trinkt man bei etwa 11 bis 14 Grad. Vielen ist er erstmal zu sauer, aber er kann in allen Reifestadien getrunken werden. Typisches Gefäss zum Trinken ist der „Gerippte“, ein Glas mit Querrillen, und zum Aufbewahren bzw. zum Ausschenken nennt man „Bembel“, einem dickbauchigen Steingutkrug, der oft mit einem blauen Muster und einer grauen Grundfarbe zusehen ist.

 

Bei uns hieß es am Abend aber Entspannung und ein leckeres Essen bei „Chez Ima“ in unserem Hotel.
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