#timetohygge – Ideen und Anregungen für eine gemütliche Winter- & Weihnachtszeit – Tag 4

Ich hoffe, ihr hattet alle ein schönes 1. Adventswochenende und sicher war der eine oder andere schon auf dem Weihnachtsmarkt in den letzten Tagen und hat sich von der weihnachtlichen Stimmung etwas anstecken lassen.

Es gibt so unheimlich viele tolle Märkte – kleine und große, ausgefallene oder ganz klassische. Meine Favoriten sind

Aber es gibt noch viele weitere schöne Märkte – eine kleine Übersicht findet ihr hier: https://www.deutsche-weihnachtsmaerkte.de/weihnachtsmarkt/

Aber verratet mir doch gerne – was sind denn eure schönsten und liebsten Weihnachtsmärkte – wo muss man unbedingt mal gewesen sein?

In diesem Sinne – ich bin gespannt auf eure Vorschläge!

Eure Nachteule

#timetohygge – Ideen und Anregungen für eine gemütliche Winter- & Weihnachtszeit – Tag 3

„Nichts erweckt die Erinnerung so stark, wie ein Duft“ – Victor Hugo

Mit diesem Zitat wünsche ich euch einen wundervollen 1. Advent und damit ihr auch einen guten Duft in der Nase habt, verrate ich euch heute ein leckeres Rezept für einen finnischen Glögi – passend zu einem finnischen Blaubeerkuchen – einem Mustikkapiirakka für den Adventskaffee heute Nachmittag.

Finnischer Blaubeerkuchen a la Alex

Für den Mürbeteig:

  • 250g Mehl
  • 1 Pck Vanillezucker
  • 85g Zucker
  • 1 Ei
  • 125g kalte Butter
  •  1 Prise Salz 

Für die Füllung:

  • 250g Speisequark
  • 1 Ei
  • 50g Zucker
  • 1 Pck Vanillezucker
  • 300g Heidelbeeren

Knetet alle Zutaten für den Mürbeteig schnell zu einer glatten Teigkugel. Wickelt diese in Frischhaltefolie und stellt sie ca. 30 Minuten in den Kühlschrank.

In der Zwischenzeit könnt ihr die Füllung vorbereiten. Vermischt Quark, Vanillezucker, Zucker und das Ei miteinander. Hebt danach vorsichtig die Heidelbeeren unter. Heizt den Ofen auf 170 Grad Ober-/Unterhitze vor. Fettet eure Backform ein und rollt den Mürbeteig ca. 1cm dick aus und legt eure Form damit aus und verteilt die Füllung gleichmäßig auf dem Boden. 45 Minuten lang backen und anschließend abkühlen lassen.

Ja, ihr habt vorhin richtig gelesen – in Finnland heißt er Glögi – in den anderen skandinavischen Ländern nur Glögg 🙂 Für einen klassischen Glögi (in ausreichender Menge) braucht ihr:

  • 2 l Rotwein (halbtrocken)
  • 200 ml Johannisbeersaft
  • 10 Nelken
  • 2 Zimtstangen
  • 200 g Zucker
  • 1/2 Zitrone
  • 100 g geschälte Mandeln oder Rosinen

Rotwein, Johannisbeersaft, Nelken, Zimtstangen, Zucker und die Zitrone in einem großen Topf erhitzen, aber nicht (!) aufkochen. Am besten am Vorabend ansetzen, dann kann der Glögi schön durchziehen. Vor dem Trinken gut erwärmen und in entsprechende Gläser abfüllen. Wer möchte kann noch vor dem Trinken Mandeln oder Rosinen dazu geben.

In diesem Sinne – Hyvää ensimmäistä adventtia!

Eure Nachteule

#timetohygge – Ideen und Anregungen für eine gemütliche Winter- & Weihnachtszeit – Tag 2

Was kann man nun alles tun, um sich das Warten auf Weihnachten so richtig schön, also hyggelig, zu machen? Da gibt es eine ganz Menge – wie wäre es denn zum Beispiel mit einem Besuch in deiner Lieblingsbuchhandlung, eine große Tasse heiße Schokolade trinken, Freunde zu einem Adventsbruch einladen (wie z.B. jetzt gleich morgen am 1. Advent) oder schmückt eure Wohnung mit vielen Lichterketten oder ähnlichem.

In Skandinavien schmücken z.B. auch Strohsterne oft die Weihnachtbäume – hier mal eine kleine Anleitung zum Strohsterne selber basteln:

Du brauchst: 4 Strohhalme pro Stern (Strohhalme / Bastelstroh / Bastelhalme gibt es in jedem Bastelladen), weißen Zwirn, Nadel und Schere.

Halbiere zwei Strohhalme und lege zwei der halbierten Strohhalme zu einem Kreuz zusammen. Drücke die Halme in der Mitte flach und mache das Gleiche mit den beiden anderen halbierten Halmen. Dann beide Kreuze versetzt übereinanderlegen und in der Mitte festhalten.

Wickel mit einer Hand einen Zwirnfaden über den obersten Halm, dann abwechselnd unter und über die anliegenden Halme bis du einmal rum bist. Knoten bzw. Doppelknoten machen und dann die Halme wieder in die richtige Lage ziehen. Fertig ist der einfache Stern. Den restlichen Faden einfach abschneiden und auch gerne die Spitze der Halme abschrägen!

Kombiniert doch einfach mal einen gemütlichen Adventsbrunch mit Freunden mit einer kleinen Strohstern-Bastelrunde!

In diesem Sinne – fröhliches Sternebasteln!

Eure Nachteule

#timetohygge – Ideen und Anregungen für eine gemütliche Winter- & Weihnachtszeit – Tag 1

Heute ist es endlich so weit – bei den meisten darf das erste Türchen des Adventskalender geöffnet werden :-)!

Und auch ich freue mich nachher darauf, aber nicht nur auf die Schokolade oder das eine oder andere liebevoll eingepackte Geschenk aus selbstgemachten Kalendern – sondern generell auf die kommenden Wochen. Ich bin ein großer Herbst- aber auch Winterfan – diese Atmosphäre ist immer was ganz Besonderes, wie ich finde.

In den skandinavischen Ländern – insbesondere Dänemark und Norwegen kennt man das Wort gut – Hygge steht hier für ein Lebensgefühl voller Gemütlichkeit….also mit Freunden Zeit verbringen, der Kerzenschein, der alles in ein gemütliches, wohliges Licht taucht….einfach Dinge tun, die einem gut tun!

Ich möchte euch in dieser kleinen „Adventskalender“-Reihe ein paar Ideen und Anregungen geben, damit ihr euch – genau wie ich – eine hyggelige Zeit machen könnt in den nächsten Wochen. Also seid gespannt, was ich da so vorbereitet habe.

Das erste Adventswochenende steht ja auch schon vor der Tür – also höchste Zeit noch ein paar Lebkuchen zu backen. Hier verrate ich euch mal ein schnelles und leckeres Rezept dazu:

Zutaten:

300 gMehl
300 gZucker
100 gHaselnüsse, gemahlen
3 TLLebkuchengewürz
1 TLNelkenpulver
1 TLVanillezucker
1 Pck.Backpulver
250 mlMilch
150 gButter, zerlassen
3 ELHonig
4Ei(er)
Kuvertüre

Alle trockenen Zutaten vermischen, dann Milch, Butter, Honig und Eier zufügen und mit dem Handrührer verrühren.

Den Teig auf ein mit Backpapier belegtes Blech streichen, bei 175°C Ober/Unterhitze ca. 30 min. backen, noch warm schneiden. Nach dem Erkalten mit Kuvertüre bestreichen…und genießen!

In diesem Sinne – einen hyggeligen Tag wünsche ich euch!

Eure Nachteule

Kulinarische Weinprobe auf dem Weingut Zaißerei in Stuttgart – ganz nach dem Motto „Alles steht Kopf“

Am Samstagabend ging dies diesmal nach Stuttgart-Münster zum Weingut Zaißerei (www.zaisserei-weingut.de) und zu einer sehr außergewöhnlichen kulinarischen Weinprobe.

Warum außergewöhnlich? Nun ja – das Motto lautet ja „Alles steht Kopf“ und tatsächlich war alles nicht in der Reihenfolge, wie man es sonst so von einem Essen kennt!

Angefangen von der Deko und der Besteckanordnung bis hin zur Speisenfolge war alles in der „verkehrten“ Reihenfolge. Hier mal eine kleine Übersicht über das Menü:

Angefangen haben wir dann auch mit dem Käsegang – Trollingerkäse mit Rucolapesto, Perlen und einem Dattel-Zwiebelchutney und Baguette – natürlich auch auf dem Kopf serviert – und einem fruchtigen RoSecco. (linkes Bild)

Danach ging es dann zum Dessert über…. Ein selbstgemachtes Printen Parfait aus Aachener Printen auf Orangenscheiben mit Granatapfel und Pistazienkernen kam aus der Küche und es gab zwei passende Weine dazu: als Empfehlung zu den Orangenscheiben mit den Granatapfel und Pistazienkernen wurde ein 2022 Riesling feinherb und zum Printen Parfait ein 2022 Samtrot ins Glas geschenkt. (rechtes Bild oben).

Und dann kam der Hauptgang bzw. der Fleischgang – passend zur Jahreszeit gab es eine Entenbrut mit Polentasterne, Rotkraut und einem Blaukraut-Cappucino (auch als Soße für den Schwaben verwendbar 😊!)…und was passt zu einer Ente? Richtig – ein 2021 Merlot Reserve trocken oder auch ein 2018 Spätburgunder Reserve trocken. Von den Polentatsterne hätte ich noch viel mehr essen können – die waren super lecker und mit der Soße – ein Traum!

Auch der dann folgende Zwischengang war winterlich angehaucht – es gab einen sehr leckeren weißen Glühwein (und ich nahm ich das Angebot eines möglichen Refill sehr gerne an 😊!) – warm serviert und dazu einen Glühwein on the Rocks: der gleiche weiße Glühwein, kalt auf Eis serviert mit Zitronenscheibe und Zitronenthymian und dazu eine frische Auster mit etwas Zitrone.

Eine sehr tolle Kombination – und der Glühwein on the Rocks hätte auch als etwas anderes Gin Tonic durchgehen können – sehr lecker und auch die Auster war außergewöhnlich lecker.

Der „Fischgang“ war dann eine Hummersuppe mit kleinen Hummerstückchen, Safran und etwas Erdbeerstaub und im linken Glas gab es einen 2022 Rosé und im rechten Glas einen 2022 Weißer Burgunder trocken, der sehr gut das Aroma der Suppe unterstützt und unterstrichen hat. (linkes Bild).

Dann kam der eigentliche 1. Gang – eine Fois gras mit Brioche, Bratapfelespuma und Kürbisstreifen und passend dazu im großen Glas einen 2022 Gewürztraminer Reserve und im kleinen, separat servierten Glas eine hervorragende 2020 Cannstatter Zuckerle Riesling Beerenauslese (und auch da durfte ich nach einem kleinen Auffüllschluck fragen 😊). (rechts Bild oben)

Den Abschluss machte dann der „Gruß aus der Küche“ – Ganz schwäbisch gab es auf dem Löffel serviert Saitenwürstle und Kartoffelsalat, Ziegenkäse und Feigen sowie ein kleines Geschenkpäckle mit gebrannten Mandeln. Dazu gab es einen 2021 Cannstatter Zuckerle Riesling Reserve trocken und einen 2020 Cannstatter Zuckerle Trollinger Reserve trocken (aus über 70 Jahre alten Reben).

Also so eine Weinprobe hatte ich tatsächlich noch nie mitgemacht – aber eine spannende Erfahrung, so „verkehrt herum“ mal ein Menü zu essen. Sehr schön war auch die jazzige Saxophon-Begleitung zu Beginn und zwischen / während den Gängen von  Sabine von Rosen SaXrose   (https://www.sabinevonrosen.de/).

Und wir durften auch ein paar sehr nette Menschen an unserem Tisch kennenlernen und so war der Abend nicht nur lecker sondern auch sehr unterhaltsam (und ich freue mich schon auf die nächste Zufahrt nach Hamburg 😉!).

Zusammenfassen kann ich sagen – sehr lecker, sehr schöne Atmosphäre – auch durch die tollen Tischnachbarn – und ich würde mir schon mal den November 2024 vormerken wollen!

In diesem Sinne – euch noch einen schönen Sonntag und bis demnächst wieder!

Eure Nachteule

Das Oktober/November-Menü im Restaurant Cedric – Kulinarisches aus dem Remstal

Mitte des Oktober stand wieder das Restaurant „Cedric“ auf der kulinarischen To-Do-Liste  (www.restaurant-cedric.de) und wir durften den Start des aktuellen Menüs mitmachen.

Auch wenn ich Gefahr laufe, mich zu wiederholen – ich bin echt begeistert, dass Cedric es auch dieses Mal wieder geschafft hat, die Geschmacksexplosionen nochmal steigern zu können…und deswegen – hier das aktuelle Oktober-November Menü:

Da neben den tollen Gerichten auch immer eine sehr spannende Weinauswahl in zwei Varianten zur Verfügung steht, wird es die aktuelle Weinbegleitung in einer separaten Podcast-Folge des Nachteuleblog in Zukunft gewürdigt werden. Hier spreche ich mit Cedric und Herbert über ihre Überlegung zur Weinauswahl und entlocke ihnen auch noch so die eine oder andere spannende Information. Und auch Daniel von Daniels Weine wird in ein paar Folgen zur Wort kommen – mein Weinhändler und Sommelier des Vertrauens. Seid also gespannt – sobald die Folgen abrufbar sind gibt es einen kleinen Sonderbeitrag dazu!

Zum Aperitif gab es diesmal einen spritzigen Crémant von der Loire – bevor das Amuse Bouche kam: ein Traum in Sellerie – ein Selleriesüppchen mit oben drauf etwas schwarzem Pfeffer und Mandeln … und dazu gab es frisch aufgeschlagene französische Salzbutter und warmes toll duftendes Sauerteigbrot! …ich könnte mich allein am frischen Brot und der Butter jedes Mal satt essen :-)!

Gang 1 mit den entsprechenden Weinbegleitungen wurde wie folgt angekündigt:

Bei der Weinbegleitung gab es einmal 2022 Hand in Hand, Grauburgunder, trocken vom Weinprojekt Mayer-Näkel & Klumpp (https://www.meyer-naekel.de/) aus Bruchsal (Baden) und in der Exklusivbegleitung einen 2020 Ried Sauberg Grüner Veltliner Reserve vom Weingut Ebner-Ebenauer (https://ebner-ebenauer.at/) aus Poysdorf (Österreich) [mehr dazu im Podcast-Beitrag, der demnächst erscheinen wird]

Bünderfleisch – das Wort verursacht bei mir meistens ein Grinsen, weil ich sofort an ein legendäres Video aus Österreich erinnert (hier der Link dazu – viel Spaß: https://www.youtube.com/watch?v=E5agWxzWTsc ) und die „Praline“ bzw. der Mantel aus Bündnerfleich, der gefüllt war mit Bulgur, getrockneten Tomaten, Kapern und Pinienkerne  – daneben etwas Schmand und Rucola, Pinienkerne und frittierte Kapern und Kräutern. Und als Untergrund eine Rinder-Vinaigrette und Kräuteröl. Was für eine tolle Geschmackkomposition und die Weine brachten nochmal den extra Kick bei diesem Gang.

Mein absoluter Highlight Gang tatsächlich – die frittierten Kapern dazu…da war ich kurz davor nach einem Nachschlag zu fragen bei diesem 1. Gang…

Zwischen den Gängen bleibt immer etwas Zeit sich in Ruhe über den Gang oder auch ganz allgemein zu unterhalten oder einfach mal die gemütliche Einrichtung zu betrachten. Und auch wenn es vielleicht etwas ungewöhnlich ist – es lohnt sich der Besuch ein Stockwerk tiefer in den Toilettenräumen 😉

Gang 2 – ganz klassisch vegetarisch stand jetzt auf der Karte:

Bei der Weinbegleitung gab es eigentlich zwei exklusive Weine – 2021 Aus den Lagen (aus allen seinen vier Lagen), Riesling, trocken, vom Weingut A. Christmann (https://weingut-christmann.de/) aus Gimmeldingen in der Pfalz und einen 2019 Gottesfuß Alte Reben (130 Jahre…um genau zu sein!), Riesling GG vom Weingut van Volxem (https://vanvolxem.com/) aus  Wiltlingen an der Mosel…im übrigen gerade Winzer des Jahres!

Hier kam einmal die Kartoffel obendrauf als Schaum bzw. Espuma und darunter waren versteckt zwei Bratkartoffeltaler und ein Kräutersaitling-Zwiebel Confit, sowie eingelegter grüner Pfeffer und für die restliche gab es oben noch etwas Harissa gestreut!

Und zwei tolle Rieslingen gab es dazu…und das aus meinem Mund! Ich, die bis vor einem Jahr so gut wie keinen Weißwein getrunken hat und sich jetzt wie ein kleines Kind auf die nächsten Weinreise an die Mosel im November freut. Hierzu wird es noch einen separaten kulinarischen Bericht geben (in mehreren Teilen voraussichtlich, um euch hier auch ein bisschen auf meine „Reise zu den Weißweinen“ mitzunehmen – wer Lust hat!)

Auch Gang 3 besteht traditionell im Fine Dining Bereich aus Fisch und meiner Lieblings-Zusatzoption Imperial Kaviar:

Beim Wein gab es folgende zwei Schätzchen zum Probieren: 2022 Crasto Superior, D.O.C., Vinho branco von Quinta do Crasto (https://www.quintadocrasto.pt/) aus dem Douro-Tal (Portugal) und einen 2020 Viognier von Pago Vallegarcia (https://vallegarcia.com/) aus Toledo (Spanien).

Ein auf der Haut gebratener Zander auf einem Lauchpüree und roh mariniertem Weisskohl-Salat wurde aufgetragen…drumherum ein feines Specksößchchen sowie Schnittlauchöl und oben drauf gab es gepuffte Schwarte und bei mir etwas Imperial Kaviar!

Und hier muss ich doch kurz was zu den Weinen direkt erzählen…beim Lesen „Viognier“ auf der Karte bei der Exklusiv-Weinbegleitung hatte ich den ersten Impuls zu sagen – Hm, ich glaube da werden wir den Wein wohl tauschen müssen, da ich bis auf einen Viognier (Le Viogn vom Tröpfltaler Hof https://www.bioweinhof.it/de/le-viogn.html ) eigentlich nicht so begeistert bin. Irgendwie hat dieser Wein es schwer mich abzuholen…und dann kam dieser Spanier ins Glas. Okay – ich ergänze den nächsten Viognier in meinem Geschmacksportfolio, den ich tatsächlich mag. Sehr spannend, wie sich auch der Wein mit dem Zander in eine tolle Harmonie eingefunden haben, der wirklich toll dazu passt! Danke für diese tolle Erweiterung meiner Weinliste 😉!

Nach einer kurzen Pause kommt dann der Fleischgang – als Gang 4 um die Ecke und auch diesmal wurde es „schweinisch“:

Und jetzt wird die Weinbegleitung rot…oder zumindest röter 😉: ein 2022 Rot, Cuveé, trocken wurde vom Weingut Schüle (https://weingut-schuele.de/) aus Murr (Württemberg) gereicht, sowie in der Exklusivbegleitung ein 2022 Bakkanali Rosa, Rosato IGT, Toscana (Italien) (https://bakkanali.com/en/bakkanali-rosa/).

Eine Scheibe gegrillter Spanferkelrücken lag neben einer phantastischen Kombination aus gebratenem Butternut-Kürbis, Birnen-Chutney und Gorgonzola eingebettet auf eine phantastische Spanferkel-Jus. Allein die Kombination Kürbis, Birne und Gorgonzola ist super…und habe ich schon mal erwähnt, dass die Jus immer der Hammer sind 😉?!

…und auch hier seien mir ein zwei Worte zur exklusiven Weinbegleitung erlaubt. Was war das für ein Rosé…ja, richtig gelesen. Der Bakkanali ist eigentlich ein Rosé-Wein aber er hat eine tolle rote Farbe und ein tolles Bouquet nach…

Und zum Schluss kommt immer noch das nächste Highlight – der dreiteilige 5. Gang  – bestehend aus einem Pre-Dessert, dem eigentlichen Nachtisch und dann noch einem süßem Abschluss und diesmal gab es dazu eine Rieslaner Auslese von Philipp Kuhn (https://www.weinshop-philipp-kuhn.de/) – auch wieder eine tolle Empfehlung!

Das Pre-Dessert bestand aus einem Quittensorbet,Honig-Mascarpone-Espuma und Orangensud außen rum…vor lauter lecker, fast das Bild vergessen…

Der eigentliche 5. Gang war ein Eis von der gebackenen weißen Schokolade, Caramelia-Schokocreme und Apfelgel und Apfelrosen / Scheibchen und eine Zimtschnecke sowie Muskovado-Zucker Crumb

Und dann noch der süße Abschluss…Zwetschgensorbet mit einer weißen Schoko-Vanille Creme und Vanille-Crumble!

Okay – ich würde auch nur für das Amuse Bouche, das Brot, das Bündnerfleich und den 5. Gang herkommen…aber diese Menüs sind einfach was, was man selber einmal probiert haben muss.

Wer also etwas Lust bekommen hat – das obenstehende Menü und die passende Weinbegleitung gibt es noch bis Ende November bevor es dann das Dezember-Menü zu probieren gilt!

In diesem Sinne – genießt die tollen Herbsttage!

Eure Nachteule

Wild & Wein im Lamm in Hebsack von und mit Daniel’s Weine – Kulinarisches Remstal!

Am Freitag ging es seit längerer Zeit mal wieder Richtung Winterbach zu einer Veranstaltung von Daniel`s Weine – diesmal aber nicht vor Ort sondern eine Ortschaft weiter nach Hebsack ins Lamm.

Grundsätzlich eine sehr tolle und leckere Location zum Essen, aber heute gab es nochmal eine Schippe mehr – es standen 8 verschiedene Weine und zu Beginn ein prickelnder Apero auf der Karte und passend dazu etwas „Wildes“ aus der Lamm-Küche (www.lamm-hebsack.de).

Begrüßt wurden wir vor dem Gewölbekeller von Daniel Hasert und einem Apero aus Italien – einem schmackhaftem Prosecco Extra Dry Calmaggiore D.O.C. von Masottina aus dem Treviso ( www.masottina.it/ ).

Und hier verriet Daniel gleich einmal , was so der Unterschied zwischen einem Spumante und einem Frizzante ist und was man hier unter extra dry versteht: Ein wichtiger Unterschied ist der Flaschendruck – bei einem Prosecco Spumante liegt er zwischen 3 und 6 Bar und ein Prosecco Frizzante kommt hier gerade mal auf zwischen ein und maximal 2,5 Bar. Das spiegelt sich auch tatsächlich im Preis wider – da Prosecco Spumante mit mehr als 3 Bar Flaschendruck unter die in Deutschland geltende Schaumweinsteuer fällt, werden pro Flasche 1,02 Euro aufgeschlagen. Für Frizzante nicht, da dieser als Perlwein definiert ist und mit weniger als 3 Bar nicht besteuert werden muss.

Und hier kommt auch gleich der nächste Unterschied – der Frizzante ist sehr häufig mit einem kurzen Korken verschlossen, der oftmals mit einem Bindfaden am Flaschenhals befestigt wurde.

Aber eine Gemeinsamkeit müssen alle Varianten des Prosecco haben – der Herkunftsort ist Venetien. Was die Traube angeht, handelt es sich hier meistens um mind. 85 % Glera – in unserem Fall hier sind es 100 % und das macht diesen Prosecco noch mehr zu einer Seltenheit aus der Weinwelt Italiens.

Ach ja – das mit dem extra dry sollten wir noch kurz klären: extra dry ist hier nicht – wie der Schwabe evtl. glaubt „furztrocken“ – das wäre hier nämlich brut oder extra brut (oder sogar brut nature)  – sondern enthält zwischen 12-17g Restzucker noch!

Zur besseren Übersicht gibt es hier mal eine kleine Übersicht über die Einteilungen der Geschmacksstufen:
Brut Nature: 0 – 3 g/l Restzucker (Dosage nicht erlaubt)
Extra Brut: 0 – 6 g/l Restzucker
Brut: 0 – 12 g/l Restzucker
Extra Dry: 12 – 17 g/l Restzucker
Dry: 17 – 32 g/l Restzucker
Medium Dry: 32 – 50 g/l Restzucker
Sweet: mehr als 50 g/l Restzucker

Dann ging es auf die Suche nach dem richtigen Namen und zugewiesenen Platz und dann mussten wir uns gleich einmal näher mit dem leckeren Aufschnitt beschäftigen, der bereits gerichtet war:

Bresaola, Lardo, Wildschweinsalami, gekochter Metzgerschinken, Schorndorfer Landschicken, getrocknete Tomaten und lecker eingelegte Kräuter-Oliven.

Und dann kam auch schon der erste Weißwein: ein 2022 Gipskeuper Chardonnay trocken vom Weingut Aldinger aus Fellbach. Dieser Wein ist eine Exklusivabfüllung für Daniel aus der Monopollage Untertürkheimer Gips und es wurden nur 1200 Flaschen davon abgefüllt. Ein sehr schöner, angenehm zu trinkender Chardonnay der zu 50% aus dem Barrique und 50 % aus dem Stahltank kommt von einem wirklichen Traditionsweingut. Bereits in der 17. Generation wird dieses Weingut  zur Zeit geführt und wer mehr wissen will – hier geht es zur Homepage: www.weingut-aldinger.de/de/.

Und dann ging es nach Frankreich ins Tal der Loire nach Anjou zum Château Soucherie und einem 2022 Blanc Ivoire Chenin Blanc A.O.C. (https://www.soucherie.fr/) – 12,5 % Vol und eine tolle Finesse finden sich hier wieder – ein schöner fruchtiger Wein der einen tollen Einstieg in den Abend versprechen sollte

Im Anschluss ging es wieder zurück nach Deutschland – genauer gesagt nach Baden zum Weingut Huber (https://www.weingut-huber.com/) , wo Daniel uns einen 2020 Malterdinger Weiss VDP.Ortswein trocken einschenkte. Und hier war auch wieder etwas Besonderes im Glas, denn diesen Wein gibt es nur durch Zuteilung. Dieses Cuvee setzt sich zusammen aus 70 % Weißburgunder und 30 % Chardonnay und ist spontan vergoren im kleinen Eichenholzfass und dann für 16 Monate auf der Vollhefe gereift und ohne Filtration abgefüllt. Wer genau reinschmeckt wird sicher etwas Mango durchschmecken – ein durchaus interessanter Wein!

Aber auch das weitere Essen ließ nicht allzu lange auf sich warten – eine Wildlachs-Lasagne mit Spinat wurde gereicht und passend dazu gab es vom Weingut Hirsch aus Leingarten in Württemberg  ( https://hirsch.wine/)  einen 2022 Rosé Saignee Gutswein trocken. Was für eine spannende Farbe – hier findet sich ein Saftauszug im Glas, der sich aus Cabernet Sauvignon,  Merlot, Cabernet Franc, Spätburgunder, Shiraz und Lemberger zusammensetzte und einen Tag auf der Maische stand.

Die nächste Zwischenstation wurde dann schon röter und  ging nach Italien wieder – nämlich in die Toskana – genauer gesagt nach Maremma, wo ein 2021 Morellino di Scansano D.O.C.G vom Poggio Nibbiale von Dr. Nikolaus Buchheim einem biozertifizierten Weingut, ins Glas gegossen wurde. Bestehend aus 85 % Sangiovese, 10 % Cabernet Sauvignon und 5 % Canaiolo…eine schönes leuchtendes Rubinrot und der Duft nach Sauerkirschen und Vanille kommt nach ein bisschen Luft direkt in die Nase. Mehr dazu auch hier: https://www.nibbiale.com/morellino/.

Und dann ging es zu den nächsten roten Weinen auf der Karte und als erstes ging es von Italien aus nach Spanien und ein 2018 Xtreme LAN Crianza D.O.C Rioja von Bodegas LAN einen fast 100% Tempranillo (und einen kleinen Anteil  an Marzuelo Trauben) machte es sich im Glas breit. Der Ausbau erfolgt 12 Monate in Barrique Fässern und reift dann nochmal 9 Monate in der Flasche bevor dieser doch relativ zarter Wein mit seinen roten Früchten im Geschmack genossen werden darf. Weitere Informationen gibt es dann auf der Homepage: https://bodegaslan.com/.

Und dann kam eine richtige Bombe…wow: 2020 Les Deux Albion Rouge A.O.C. vom Chateau Saint Cosme aus dem Rhonegebiet Frankreichs. 15 Volumenprozent und eine Mischung aus Syrah, Grenache, Mourvèdre, Cinsault sowie ein ganz kleiner Prozentsatz Viognier – hier riecht man Beeren, getrocknete Kräuter und dann am Gaumen einfach mal in Ruhe nachschmecken. Den muss man selbst probieren und nicht nur riechen 😉! Mehr zum Weingut von Louis Barruol gibt es hier: https://www.saintcosme.com/vin_de.php.

Passend dazu wurde das Wildbuffet eröffnet – es gab ein leckeres Ragout vom heimischen Reh in Preiselbeersauce geschmort mit Semmelknödeln, Brokkoli und Blumenkohl.

Ich freue mich schon drauf, auch das weiße Pendant zu diesem Wein einmal zu probieren – die Mischung hört sich schonmal sehr spannend an: ein Großteil besteht aus den für die Region typischen Rebsorten Viognier und Marsanne und ergänzend kommen noch Picpoul, Clairette, Ugni Blanc und Bourboulenc hinzu…zumindest kann ich auf meiner „Weißen“ Liste wieder ein paar weitere Sorten abhaken, die ich noch nie probiert habe vorher 😊!

Und dann gab es noch einen weiteren Franzosen zum Probieren – einen 2021 Volnay A.O.C. von der Domaine Georges und Sarah Glantenay aus dem Burgund (https://www.domaineglantenay.com/). Mit Sicherheit sagt dem einen oder anderen der Name Glantenay etwas – im letzten Jahr gab es hier auch schon ein paar tolle Termine mit ihnen und Daniel ist der Exklusivhändler für ihre Weine hier. Hier waren 100 % Spätburgunder (Pinot Noir) im Glas, die wunderbar zum Dessert – einem Tiramisu von dunkler Schokolade und Kirsche im Glas  – passten!

Ein wirklich leckerer und sehr schöner Abend mit toller Gesellschaft, einer schöner Location und phantastischen Weinen. Vielen Dank für die tolle Begleitung und wir freuen uns auf den nächsten Termin bei Daniel`s Weine on Tour (www.daniels-weine.de)!

In diesem Sinne – genießt den Abend!

Eure Nachteule!

10.10. – der Tag der seelischen Gesundheit

📍 Heute ist Internationaler Tag der seelischen Gesundheit…und damit startet auch bis zum 20.10. die „Woche der seelischen Gesundheit“.

In diesem Jahr lautet das Motto „Zusammen der Angst das Gewicht nehmen” und es geht um den Schwerpunkt „Ängste in Krisenzeiten“ – und hier möchten wir auf unterschiedliche Strategien zur Bewältigung und das vielfältige psychosoziale Hilfsangebot in Deutschland aufmerksam machen sowie zum gemeinsamen Austausch und gegenseitiger Unterstützung aufrufen.

Eine tolle Übersicht über die vielfältigen Angebote zur Mottowoche und zum Thema findet ihr hier auf der Seite des „Aktionsbündnis Seelische Gesundheit“➡️ https://www.seelischegesundheit.net/aktionen/aktionswoche/

Ein immer wichtigeres Thema heutzutage, auf das ich sehr gerne aufmerksam machen möchte!

Seit einiger Zeit darf ich mich Instruktor für die Seminare der MHFA Ersthelfer nennen und unterstütze gerne diese Bemühungen, ein wichtiges Thema weiter zu verbreiten!

Das gemeinnützige Programm MHFA Ersthelfer (Mental Health First Aid; dt.: Erste Hilfe für psychische Gesundheit) findet in Partnerschaft mit der Beisheim Stiftung statt und bietet 12-stündige Kurse an, in denen Laien lernen, wie sie frühzeitig psychische Gesundheitsprobleme bei Angehörigen, Freunden und Kollegen erkennen und ansprechen, Zugang zu Betroffenen finden sowie konkrete Hilfestellungen geben können.
In den Kursen wird theoretisches Wissen über die verbreitetsten Störungen vermittelt. Darauf bauen viele praktische Übungen auf, in denen direkt anwendbare Erste-Hilfe-Maßnahmen bei sich
entwickelnden psychischen Gesundheitsproblemen und bei akuten psychischen Krisen wie z.B. Suizidalität eingeübt und gefestigt werden.
Es ist kein Vorwissen und keine Qualifikation erforderlich. Einzige Voraussetzung ist, dass die Teilnehmer mindestens 18 Jahre alt sind
und nicht selbst unter einer akuten psychischen Störung leiden, denn die Kurse sind keine Selbsthilfekurse.

Auf meiner Seite http://www.educativio.de findet ihr die nächsten Online-Termine
für meine psychischen Ersthelfer-Kurse in Zusammenarbeit mit der #MHFA.
Bei Fragen oder auch gerne eigenen Terminwünschen oder anderen Themenschwerpunkten meldet euch gerne direkt bei mir!

In diesem Sinne – passt auf euch und eure Lieben auf!
Eure Nachteule

Das September-Menü im Cedric – in zwei Teilen (Teil 1)

Diese Woche ging es wieder nach Weinstadt-Beutelbach – das September-Menü im „Cedric“ (www.restaurant-cedric.de) wollte verkostet werden…und wir sollten auch diesmal nicht enttäuscht werden!

Jeden Monat gibt es ein regional-saisonales Menü mit einer bzw. zwei passenden Weinbegleitungen und im September liest sich das Menü wie folgt:

Um auch die Weinbegleitung etwas mehr zu würdigen, gibt es diesmal einen separaten Wein-Podcast, den ich mit Cedric und Herbert geführt habe!

Zum Aperitif gab es diesmal einen besonderen Aperitif – nämlich einen „In-Sekt“ vom Weingut Singer-Bader. Warum er so besonders ist und wo wir das Weingut vor Kurzen schon einmal gesehen haben – das verrate ich im Wein-Blogartikel ;-)!

Und dann kam auch schon das Amuse Bouche bzw. der Gruß aus der Küche – ein Karotten-Curry Süppchen mit Jaipur-Curry oben auf, rote Shiso Kresse (Daikonkresse) und Amaranth und dazu gab es aufgeschlagene französische Salzbutter und  warmes frisches Sauerteigbrot! …ich könnte mich allein am frischen Brot und der Butter satt essen :-)!

Gang 1 mit den entsprechenden Weinbegleitungen wurde wie folgt angekündigt:

@Weingut Bacalhoa, Portugal https://www.bacalhoa.pt/

@Weingut Shaw + Smith, Australien https://www.shawandsmith.com/

Ein sehr filigranes „Törtchen“ war auf den immer wieder anders aussehenden Tellern zu finden  und bestand aus einem Hühnersalat  – ummantelt mit roh ausgehobelten Radieschen auf einer Kefir-Vinaigrette mit Kräuteröl-Tupfen und oben drauf eine Senfeis-Liebstöckle-Creme und Chicorée-Blätter. Was für eine Geschmacksexplosion war denn dieser Gang! Dazu waren zwei wieder sehr passende Weine ausgewählt, die in Kombination mit den einzelnen Gangkomponenten sogar noch eine Schippe drauf legten!

Das war schon mal wieder ein sehr gelungener Einstieg und gespannt warteten wir auf den nächsten Gang. Das Cedric schafft es, den idealen Abstand zwischen den einzelnen Gängen zu planen, so dass immer etwas Zeit für ein bisschen Geplaudere mit Herbert oder auch Cedric übrig ist oder man sich natürlich auch mit seiner Begleitung ein bisschen unterhalten kann ;-)!

Und dann kam Gang Nummer 2:

@Weingut Pflüger, Pfalz https://www.pflueger-wein.de/pflueger/index.html#Weingut

@Weingut Davaz, Schweiz https://www.davaz-wein.ch/

Als Basis ganz unten gab es den Blumenkohl als Püree und Balsamico-Linsen, darauf roh marinierten lila Blumenkohl und alles versteckt unter einem Nussbutter-Blumenkohl Schäumchen mit gepufftem  Wildreis und frischem schwarzem Pfeffer aus der Mühle. Ein Gang der Blumenkohl- und Linsen-Liebhaber – was wir beide sind – echt umhaut. Man macht eigentlich viel zu wenig Linsen zu Hause  – okay und so gut wie hier, würde ich das auch nicht hinbekommen –  und diese Kombination war sehr raffiniert und hervorragend abgeschmeckt. Für mich war hier der Riesling noch eine Nuance passender wie der Sauvignon Blanc, aber beide harmonierten sehr gut zu Blumenkohl und Balsamico-Linsen!

Gang 3 bestand diesmal aus Fisch und der Zusatzoption Imperial Kaviar (und ratet mal, wer diese Option sicher gewählt hat 😉 ) und las sich wie folgt:

@Weingut Wittmann, Rheinhessen https://www.weingutwittmann.de/

@Weingut Dr. Bürklin-Wolf, Pfalz https://www.buerklin-wolf.de/

Auf dem Teller schwomm ein Schwertfisch, der leicht von der Flamme geküsst wurde,  mit etwas Meersalz  garniert ,Bett von weißem Bohnen-Püree, außen grüne Fave-Bohnen im Kassler-Sud mit Kräuteröl und getoppt mit einem kleinen Salat aus Schalotten und Bohnen.

Schwertfisch gab es für uns das erste Mal und so waren wir von der Konsistenz etwas überrascht, wie fest dieses Fleisch tatsächlich war und die Kombination mit dem Kassler-Sud war sehr raffiniert!

Nach einer kurzen Pause kam der nächste Gang um die Ecke:

@Vina Falernia, Chile https://falernia.com/

@Luca Anselmi Falezze, Italien https://www.falezze.it/de/

Serviert wurde ein rosagebrater Tafelspitz (Picanha), dazu ein Soja-Romanesco Tramezzini mit Romanesco-Püree obendrauf und sautiertem Romanesco, dazu Feigen-Kompott und Rinder-Jus. Auch diesmal hätte ich den Teller aufgrund der Jus am liebsten mit der Zunge leer gemacht – diese Jus war auch wieder hammermässig. Aber auch das Fleisch war toll und das Tramezzini super geschmackvoll. Für mich war der Syrah hier auch etwas passender, wobei der Valpolicella Ripasso Superiore auch eine geschmackliche Bombe war, aber an diesem Abend mich nicht ganz überzeugen konnte. Aber er bekommt ganz sicher nochmal eine zweite Chance ;-)!

Und zum Schluss kommt der dreiteilige 5. Gang  – bestehend aus einem Pre-Dessert, dem eigentlichen Nachtisch und dann noch einem süßem Abschluss:

Und natürlich durfte es diesmal dazu der schon beim letzten Mal ausgeguckte Eiswein sein: ein  2016 Vidal Icewine aus Kanada https://reifwinery.com/icewine.

Das Pre-Dessert bestand aus einem Grüntee-Espuma, Kokosblütenzucker-Crumble und einem roten Apfelsorbet. Der eigentliche 5. Gang war ein Brombeertörtchen, Mohn-Mousse, Kardamom-Creme, Vanille-Crumble, frischen Brombeeren, einem Biskuit und Brombeer-Sorbet. Und dann noch der süße Abschluss…eine Zimtcreme mit Kürbiseis und Schokoladen-Crumble.

Diese drei Teller hatte so viel Geschmacksnuancen und waren einfach nur die Wucht. Also eigentlich würde ich auch nur für die letzten drei Teller hier her kommen.

Die Begeisterung und Liebe zum Detail, die Cedric beim Essen und Herbert auch bei den Weinerklärungen an den Tag legen – vielen Dank für eure tolle Gastfreundschaft und ich freue mich schon auf weitere Entdeckungen – egal ob es Gerichtskombinationen oder auch Weinempfehlungen sind!

In diesem Sinne – genießt das Leben!

Eure Nachteule

Kulinarische Erlebnisse im Remstal – Teil 1

Heute gibt es mal wieder einen kleinen Beitrag aus der Rubrik „Essen und Trinken mit der Nachteule“  – und zwar gleich mit einem hammermäßigen (noch) Geheimtipp!

Vor einigen Wochen durften wir während einer kleinen Weinprobe mit dem Weingut des Jahres 2023 Philipp Kuhn (https://www.weinshop-philipp-kuhn.de/) bei Daniel Hasert (Daniels Weine in Winterbach https://www.daniels-weine.de/) Cédric und Herbert vom „Cedric“ aus Weinstadt-Beutelsbach kennenlernen.

Unter https://www.restaurant-cedric.de/ kann man die eindrucksvolle Geschichte dieser Fine-Dining-Location und auch den Werdegang von Cédric nachlesen. Leider hatte es im Juli nicht geklappt mit einem Tisch – aber am 23.08.23 hatten wir ganz spontan das Glück für den Abend noch einen Platz zu bekommen – JUHU!

Jeden Monat gibt es ein regional-saisonales Menü mit einer passenden Weinbegleitung und im August hat sich das Menü wie folgt gelesen:

…und wenn es schon zwei Arten der Weinbegleitung gibt, dann nutzen wir die Gelegenheit und noch ein paar mehr neue Weine an diesem Abend kennenzulernen.

Zum Aperitif standen u.a. ein Pino Grigio Brut Rosé von La Jara, einen Chardonnay Sekt von Hasert & Klopfer sowie ein Cremant und Champagner von Alain Suisse zur Auswahl  und dann kam auch schon das Amuse Bouche aus der Küche – eine komprimierte Wassermelone mit Sesam-Mayo Tupfern – was für eine tolle Geschmackskombination und dazu gab es aufgeschlagene französische Salzbutter und noch leicht warmes Kartoffelbrot!

Gang 1 mit den entsprechenden Weinbegleitungen wurde wie folgt angekündigt:

@Weingut Ebner-Ebenauer, Niederösterreich (https://ebner-ebenauer.at/)

@Weingut Heymann-Löwenstein, Mosel (https://www.hl.wine/)

Sehr feine Rotgarnelen kamen da auf dem Teller angeschwommen und der Romanasalat im Reisblattmantel war eine tolle Überraschung und die Koriander-Noten waren sehr passend abgeschmeckt.  Gut, dass noch ein bisschen Brot übrig war, so dass man auch das letzte bisschen Dressing aufnehmen konnte. Die Weinauswahl waren schön gewählt und die Farbe des Hatzenport Kirchberg vom Weingut Heymann-Löwenstein war echt beeindruckend!

Der Abstand zwischen den einzelnen Gängen war auch optimal geplant – es gab Zeit für ein kurzes Schwätzchen zwischendurch mit Herbert und man freute sich schon auf die kompetente Vorstellung des nächsten Ganges…dieser lautet diesmal wie folgt:

@Weingut Dobler, Württemberg (https://weingut-dobler.de/)

@Weingut Tement, Südsteiermark (https://www.tement.at/)

Ich muss gestehen – ich liebe Fregola Sarda und die Kombination – die für mich leider ohne Paprika-Schaum kam, weil ich ja nicht so prickelnd reagiere auf Paprika….- war super! Die frischen Käsechips, der Feta, die abgestimmten Öle und Gewürze – da hätte ich echt gerne noch einen Nachschlag genommen und die Weinauswahl – hervorragend! Hier konnte ich mich nicht entscheiden, welcher der beiden Weine mein Favorit wäre – da beide wirklich lecker waren.

Und Carsten kann bestätigen, dass auch die Original-Kombination MIT Paprika hervorragend geschmeckt hat und ich wirklich was verpasst habe…nun ja, aber so war es auch sehr lecker!

Dann ging es mit folgendem Gang 3 weiter:

@Miles Mossop, Südafrika (https://milesmossopwines.com/)

@Domaine Pavelot, Frankreich (https://www.domainepavelot.com/en/)

Ein toll gebratener Schellfisch mit einem feinen Merguez-Schaum Sößchen und dem leicht würzigem Kaviar on Top! Was für eine harmonische Geschmackskombination und die Weinauswahl …wow. Ich kannte bisher nur SAM und MAX vom Weingut Miles Mossop und war sehr neugierig, wie denn der Chenin Blanc – The Introduction von ihnen schmeckt! Und ich muss sagen – das war ein leckeres Tröpfchen – ebenso wie Savigny-Les-Beaune von der Domaine Pavelot. Beide haben mit ihrem Bouquet den Fisch und auch die super leckere Merguez-Jus wunderbar ergänzt.

Was fehlt noch – ach ja…Gang 4 und „das Fleisch“ kündigten sich an:

@Sieur d’Arques, Frankreich (https://www.sieurdarques.com/)

@Weingut Reyter, Südtirol (https://www.reyter.it/)

Nun ja…was soll ich sagen…die Frage, ob es denn geschmeckt hat, beschreibt glaube ich ganz gut das folgende Bild:

Dieser Ochse war so butterzart – nach mehreren Stunden schmoren war eigentlich fast kein Messer nötig und die Jus erst…da hätte ich am Liebsten noch eine Flasche extra mitgenommen und war kurz davor den Teller einmal komplett mit der Zunge sauber zu machen! Die Röstzwiebeln und die Knusperüberraschung waren ein tolle Ergänzung und die Pflaume war ein spannendes Geschmackserlebnis. Und es gab natürlich Rotwein zum Ochsen:

Und der krönende Abschluss war dann Gang 5 …und eigentlich besteht dieser aus drei Teilen einem Pre-Dessert, dem eigentlichen Nachtisch und dann noch einem süßem Abschluss.

Das Pre-Dessert war ein Jasmintee-Espuma, darunter versteckt ein Aprikosensorbet und gebackene weiße Schokolade…und auf dem rechten Bild ist der süsse Abschluss zu sehen…

„Bienenstich“ etwas anders interpretiert – Honig-Milch-Creme, Mascarpone-Honigeis, Honig-Mandel-Knusper..mmmhhh!

Da ich inzwischen auch eine kleine Leidenschaft für die diversesten Süßweine entwickelt haben – also (Trocken)Beerenauslesen, Eiswein, Portwein, Madeira etc. liesen wir uns zum Abschluss – also passend zum Dessert – noch irgendwas in diese Richtung empfehlen und Herbert uns diesen Wein sehr empfohlen, der wunderbar zum Dessert passte:

Einen Treintjiewyn Hanepoot Jerepigo vom Weingut Villiersdorp aus Südafrika (https://www.villiersdorpwinery.co.za/)….mein erste Fortified Wine aus Südafrika und dann gleich so eine Bombe: Muskattrauben, die nach dem Portweinverfahren zu diesem Süßwein verarbeitet werden…mit einer Lagerfähigkeit von 100 Jahre (niemals würde so eine Flasche bei mir soooo alt werden)!

Das Dessert bestand aus einem Kirschmousse mit flüssigem Kern, Sorbet vom weißen Pfirsich, gelber Pfirsich gewürfelt und mariniert, Pfirsichgel mit Balsamico. Schokoladencreme mit Kirschwasser, Schokoerde und Atsinakresse.

Eine wirklich tolle Empfehlung – vielen Dank dafür und für das nächste Mal gab es auch schon einen Tipp – da stand nämlich noch ein Eiswein in der Reihe der Dessertweine :-)!

Wir freuen uns schon sehr auf den nächsten Termin und natürlich ist schon reserviert für September ;-)!

In diesem Sinne – genießt das Leben!

Eure Nachteule