Das „Petit bonheur“ – mehr als nur ein bisschen Freude! Kulinarisches Hamburg im Winter

Kann man dem letzten Streik der Bahn was Gutes für sich als Kunden abgewinnen? Tatsächlich würde ich in meinem Fall sagen – ja! Hätte ich wegen dem Streik nicht mit dem Auto einen Tag früher nach Hamburg fahren müssen, hätte ich wahrscheinlich nicht so bald dieses wunderbare französische Restaurant entdeckt, was sich in Laufweite meines oft bewohnten Hotels befindet.

Das „Petit bonheur“  – www.petitbonheur-restaurant.de  – zu finden in der Straße Hütten 85-86  gibt es seit Oktober 2012 und bietet gehobene französische Küche und eine sehr schöne und erlesene Weinauswahl. Patron Ergün M. Uysal und der Chef de Cuisine David Rohlfing verwöhnen die Gäste mit einer herzlichen Atmosphäre und verdienten Auszeichnungen für das Essen – so hat das Petit Bonheur seit 2016 im Gault & Millau 13 Punkte und ein Doppelbesteck im Guide Michelin sowie eine Haube, was sie weiterhin auch erfolgreich halten!

Es gibt jeden Monat ein 5-Gänge Menü mit passenden Weinempfehlungen oder man holt sich Appetit auf der normalen Karte – was ich die letzten Male getan habe 😊

Ich gehe ja wirklich oft essen, aber was ich hier bei meinem ersten Besuch erlebt habe, kenne ich sonst nicht und zwar im positiven Sinne! Die Begrüßung erfolgte von Herrn Uysal persönlich (und zwar nicht nur beim ersten Mal – sondern auch danach immer) und vor allem direkt mit meinem Namen – was mich sehr gefreut hat und auch das Servicepersonal war sehr zuvorkommend – von der Abnahme der Jacke bis hin zur Beratung, welcher Apéritif zur Auswahl steht bis hin auch zum Baguette (und Salami)-Service – hier kommt man an und fühlt sich sofort wohl und vor allem direkt als „Stammgast“. Allein auch die Frage, wie der Tag bzw. die Anreise war und man in ein kleines Gespräch einsteigen kann, ist sehr angenehm.

Beim ersten Blick in die Karte war mir klar – da muss ich ganz sicher nochmal hin, denn da stehen so viele tolle Gerichte drauf – die möchte ich gerne unbedingt probieren, und zwar am Liebesten alle 😊!

Als Apéritif wurde mir beim ersten Besuch ein sehr leckerer Rosé-Champagner (Veuve Duray Prestige Brut Rosé) empfohlen, den ich ebenso wie die zwei frischen Fines de Claire Austern mit einer phantastischen Radieschen-Schalotten-Vinaigrette bis jetzt bei jedem Besuch sein musste! Und ich liebe französische Salami und frisches Baguette zum Einstieg 🙂

Bei den Vorspeisen durfte ich – neben den Austern – jetzt auch die gebratene Entenleber mit Leberpastete und Brioche an einer Cassis-Creme probieren…oh ja, das war eine sehr leckere und vor allem sehr feine Kombination. Tatsächlich hatte ich das erste Mal eine gebratene Entenleber auf dem Teller und war überrascht, wie fein und zart diese Stück schmeckte! Die Empfehlung dazu war ein Sauternes: 2016 Les Carmes de Rieussec– eine sehr gute Wahl – die Süße des Weines passte hervorragen zu dem feinen Lebergeschmack!

Als Hauptspeise gab es beim ersten Mal meine kleine Schwäche – nämlich Tartare de boeuf. Ein sehr schön angerichtetes Tatar vom Rinderfilet mit Sauce tartare, einem gebratenen Wachtelei oben aufliegend und einmal extra bestellt eine Portion frisch gehobelten Wintertrüffel wurde – garniert mit Baby-Leaf-Salat und einer Portion Pommes Frites stilvoll serviert. Dazu gab es  auf Empfehlung einen Côtes du Rhône – Saint Esprit 2021 – Maison Delas Freres – eine tiefrote Cuvee aus 70% Syrah und 30% Grenache – ein toller vollmundiger Rotwein.

Da es beim ersten Mal zu einem Nachtisch nicht mehr hungermäßig gereicht hat, gab es diesmal nach ein bisschen überlegen, neben einem sehr guten Espresso,  die Île flottante – Schneeeier mit Crème anglaise und oben garniert mit Mandelstiften und Karamellschokolade. Was für eine Zuckerbombe – auch wenn Hauptkomponente „nur“ aus gesüßtem Eischnee stammt – ich habe es nicht geschafft, sie komplett aufzuessen!

Mein Fazit lautet: wer stilvoll und authentisch eine feine französische Küche genießen möchte mit einem sehr herzlichen Service und einer Wohlfühlatmosphäre  – der ist bei Herr Uysal und seinem Team auf alle Fälle richtig und ich freue mich auf hoffentlich einen baldigen nächsten Besuche im Petit bonheur – weil da stehen noch ein paar sehr lecker klingende Gerichte auf der Karte (u.a. Crêpes Suzette, Steinpilzravioli oder auch eine französische Zwiebelsuppe) 😊

In diesem Sinne – Bon Appétit!

Eure Nachteule!

Winterstammtisch des Steillagenkollektivs – Winterruhe im Weinberg

Am Donnerstagabend, den 11. Januar trafen sich  – sowohl online wie auch in Präsenz – wieder die stolzen Besitzer einer kleinen Steillage, zu ihrem knapp vierteljährlichen Stammtisch. Insgesamt gibt es inzwischen 404 Menschen wie mich, die sich stolz „Weinbergbesitzer“ nennen dürfen….na gut, wir sind Teil eines tollen Projektes, was sich „Steillagenkollektiv“ nennt.

Hier mal einen Auszug von der Homepage des Lemberger Land, wo das Ganze zu Hause ist (www.lembergerland.de):

Die terrassierten Steillagen im Mittleren Enztal bieten einen einmaligen Mix aus weinbaulicher Toplage, Naherholungsgebiet und ein Eldorado der Artenvielfalt. Den Erhalt des Kulturgutes der terrassierten Steillage hat sich das Steillagenkollektiv zur Aufgabe gemacht. Zusammen mit einer solidarischen Gemeinschaft aus Heimatverbundenen, Natur- und Landschaftsliebhabern, sowie Weinenthusiasten widmen sich die Kollektiv-Wengerter dem naturnahen Weinbau in diesen Terrassenlagen und führen so die terrassierten Steillagen in eine nachhaltige Zukunft

Und genau einer dieser Weinenthusiasten bin ich seit meinem letzten Geburtstag im Sommer 2023 :-)!

Inzwischen sind es 36 bzw. 37 Wengerter (das schwäbische Wort für Winzer), die bei diesem Projekt mitmachen und einer davon – nämlich Erwin Herrmann aus Markgröningen, war auch beim Winterstammtisch diesmal dabei und berichtete, was gerade im Weinberg zu tun ist – nämlich hauptsächlich steht der Rebschnitt an.

Eingestiegen sind wir an diesem Abend mit einem leckeren Cocktail und das besondere an diesen Stammtischen ist, dass man die Weine aus „seinem“ Weinpakte bespricht und probieren kann. Neben einem Schild an seinem Teil des Steillagenkollektiv (meines liegt unter der Burg Kaltenstein in Vaihingen – das Bild reiche ich euch noch nach ;-)…) bekommt man jedes Vierteljahr ein kleines Weinpaket mit 6 Überraschungen aus dem Weinberg.

Und deswegen überraschte es nicht, dass im winterlichen Cocktail tatsächlich Glühwein drin war. Ein erfrischende Idee – einfach ein paar gefrorene Beeren ins Glas geben, etwas kalten Glühwein darüber und dann mit  – in diesem Falle – Riesling Sekt aufgießen und genießen.

Das besondere an diesem Winzer-Glühwein vom Lemberger Land ist, dass neben einem guten Grundprodukt – nämlich Lemberger ;-), Traubensaft als süßender Anteil enthalten ist und dies schmeckt man insbesondere auch im warmen Zustand. Das durften wir im letzten Winter bei unserem Spaziergang in den Weinbergen in Vaihingen ja schon probieren.

Das letzte Paket enthielt folgende Flaschen:

Danach gab es zumindest für die TN vor Ort noch eine Besonderheit – nämlich einen Jungwein, der eigentlich noch gar nicht fertig ist – aber tatsächlich mein Favorit an diesem Abend war. Ein Grauburgunder 2023 mit sehr fruchtigen Noten in der Nase – nach reifen Bananen, Pfirsich etc. und auch beim Geschmack finde ich ihn schon sehr lecker und bin sehr gespannt, wie er dann tatsächlich sich fertig entwickelt. Leicht trüb und ein rötlicher Stich ist im Glas sichtbar, was auch von den Trauben her kommt.

Zum Vergleich gab es dann einen Grauburgunder aus dem Paket – nämlich einen 2022 Grauburgunder Meisterwerke.

Vorgestellt wurde dieser Teil vom neuen Kellermeister und Weintechnologe Alexander Buchele , der seit knapp einem Jahr nun im Lemberger Land ist. Er berichtet auch, was gerade so im Keller los ist und das Thema Weinstein sowie die malolaktische Gärung wird erklärt.  Und für alle Fachbegriff-Enthusiasten – schaut euch das Video an 😉

Und es gab eine Flasche im Paket, die mir ein paar Fragen ins Gesicht stellte…nur ein Bild, keine Beschreibung. Die Auflösung – das Bild ist kein Bild im klassischen Sinne, sondern eine Weinbeschreibung – also ein Synästhetik-Bild – und dieser Wein ist ein Lemberger trocken aus dem Jahr 2020!

Aha…sehr spannend. Erstellt wurde dieses Sensorik bzw. Synästhetik-Bild von Martin Dartin – einem deutschen Winzer, Wein- und Sensorikexperte und vor allem auch Synästhetiker. Die Synästhesie ist die Verflechtung von mehreren Sinnesmodalitäten – wie z.B. Farbe und Temperatur und auch Geschmack.

Ich würde mir das Bild tatsächlich auch in ein Zimmer hängen – mir gefällt es und auch der Lemberger in der Flasche ist.

Bertram Haak – Sommelier, Musiker und Botschafter des Lemberger Land, der für die vielen Veranstaltungen auch zuständig ist, hat mit einer musikalischen Einlage gezeigt, wie sich der Genuss verändert – zu den Geigenklängen von Pink Floyds „Shine on you crazy diamond“ schmeckt der Wein wirklich nochmal ein bisschen besser :-)!

Es gab viele spannende Fragen an diesem Abend und deswegen hier der Link zum Youtube-Video vom letzten Stammtisch – zum Selbernachhören 🙂 Stammtisch Steillagenkollektiv Januar 2024

Zu einer Frage kann ich aber gleich noch was verraten – auf die Frage, ob das Lemberger Land in den letzten Tagen Eiswein gelesen hat, was leider verneint wurde – war tatsächlich nicht geplant in diesem Jahr – kann ich berichten, dass im Remstal beim Weingut Klopfer in der letzten Nacht Goldmuskateller Eiswein gelesen wurde…also Freunde des Eiswein – schaut doch auch mal hier vorbei: www.weingut-klopfer.de.

Ich freue mich auf die nächsten Weinpakete und spannenden Stammtischen und Veranstaltungen im Lemberger Land!

In diesem Sinne – auf euer Wohl!

Eure Nachteule

Der kulinarische Dezember-Abschluss im Cedric in Beutelsbach!

Kurz vor Weihnachten ging es nochmal ins weihnachtlich geschmückte Beutelsbach – ins Cedric zum kulinarischen Vorweihnachts-Abschluss.

Als besonderen Aperitif gab es diesmal einen 1999 Riesling Kabinett von Bernhard Ellwanger – und zwar mit einem Tonic aufgegossen – eine sehr leckere Mischung – wirklich mal was anderes! Danke für diesen tollen Einstieg!

Das Amouse bouche war ein Kürbiskernsüppchen mit steirischem Kürbiskernöl und Kernen und noch warmem Sauerteigbrot und aufgeschlagene Salzbutter.

Gang 1 mit passender Weinbegleitung las sich dann wie folgt gleich:

Serviert wurde ein Tartrar von der Baacher Räucherforelle mit roh marinierter roter Beete, französischer Creme fraiche, Forellen Kaviar und Gartenkresse auf einer Roten Beete Vinaigrette und Kräuter Öl – eigentlich viel zu schön, um das aufzuessen…aber es war so lecker wieder. Tolle Kombination und die Weine waren diesmal wieder alle super passend. Diesmal könnte ich nicht sagen, welcher mit besser geschmeckt hat!

In der klassischen Weinbegleitung gab es eine 2021 Stettner Pulvermächer, Alte Y-Reben, Riesling trocken vom Weingut Singer-Bader aus Stetten (Württemberg) handverlesene  55 Jahre alte Reben verleihen diesem Wein eine tolle Mineralität. Und ich freue mich schon auf dem nächsten Weinwanderweg rund um die Y-Burg von diesem Weingut noch ein paar mehr tolle Weine probieren zu können! Und in der exklusiven Weinbegleitung ging des nach Frankreich – genauer gesagt ins Elsass, wo Cedric folgenden leckeren Tropfen aus dem Urlaub mit genommen hat: einen 2013 Schoenenbourg Riesling trocken von der Domaine Trapet. Tolle Noten nach reifen Birnen und ein bisschen Salz – super Empfehlung!

Weiter ging es mit dem Pasta-Gang – ein toller Gang, von dem ich gerne noch einen zweiten Teller gegessen hätte!

Perfekte bissfeste Rigatoni die wie eine Carbonara zubereitet wurden – nämlich mit Eigelb, Pecorino und schwarzem Pfeffer mit  geschmortem Lauch, einer Ricotta-Pfeffer-Creme und darüber eine Pecorino – Lauch Espuma! Der Geruch, der Geschmack – super und dazu noch eine Urlaubsentdeckung – diesmal von Herbert für die klassische Weinbegleitung:

Einen 2022 Meersburger Rieschen Traminer, feinherb vom Staatsweingut Meersburg, – ein sehr passender Wein zum Pecorino mit tollen Honig- und Pfirsichnoten!

In der exklusiven Reihe ging es nochmal nach Frankreich, genauer gesagt nach Savenniéres (zwischen Nantes und Me Mans) auf das Chateau Soucherie. Von dort gab es einen 2020 Savenniéres Chenin blanc mit einem phantastischem Schmelz nach 9 Monaten auf der Maische. Leichte Pfeffernoten konnte man noch schmecken!

Dann kam der klassische Fischgang – diesmal mit:

Der Saibling kam scharf auf der Haut angebraten mit einem tollen glasigen Kern und einem Bett m von püriertem  Wirsing und einer weißen Fischveloté mit Schnittlauchöl. Obendrauf gab es ausgelassene Fenchel-Salsiccia als Crunch, feingewürfeltem Kohlrabisalat und leckerem Imperial-Kaviar.

Dazu zwei hervorragende Weine – einmal einen 2020 Chardonnay von der Black Stallion Estate Winery aus dem Napa Valley, Kaliforniern USA – aus gebrauchten französischen Barrique-Fässern, die aber eher im Vordergrund Vanillenoten und grüner Apfel schmecken ließen.

Und einem 2017 PRUH Sauvignons Blanc von der Domaine Ciringa aus Stajerska in Slowenien. Ein wirklicher Sensationswein – wer schon einmal einen Sauvignon vom Weingut Tement getrunken hat, der wird des Geschmack wiedererkennen – da sich beide Weingüter fast „Guten-Tag“ sagen können, da sie auf dem gleichen Gebiet liegen und Grenze durch ihre Weinberge geht! 50 Monate auf der Feinhefe gelegen, tolle Kräuternoten und ein bisschen Salz – eine tolle Begleitung zu diesem Saibling

Gang 4 war diesmal ein „Weihnachtsklassiker“ – es gab eine rosa gebratene Entenbrust, Rotkohl-Püree mit oben drauf servierten roh marinierten Rotkohl, Semmelknödel und Brösel und eine Orangen-Jus….muss ich nochmal erwähnen, dass ich gerne so ein Glas Jus extra gerne hätte 😉!

Beim Wein wurde es jetzt rot…einmal einen 2020 Cuvee Terrasses aus dem Chateu Pesquié von der Rhone – Syrah und Grenache in einer tollen Kombination und einen sehr guten Spätburgunder von Andi Knaus, aus Strümpfelbach – einen 2013 Spätburgunder „LATE RELEASE“ trocken, Parfüm der Erde mit schon fast braunen Farbtönen und einem tollen kräftigen Geschmack – sehr passend zur Ente!

Zum Schluss – Gang 5: die Dessert-Trilogie

Als Pre-Dessert gab es ein Zwetschgenpüree, versteht unter einem Mandel-Espuma und Vanilleeis, bevor dann zur „Oper in Rot“ geladen wurde!

Die „Oper in Rot“ ist eine rote Beerenauslese aus dem jahr 2018 vom Weingut Doreas (die wir auch extra verkosten durften) und diese wurde hier im Dessert zu einem Eis verarbeitet. Darunter befand sich eine dunkle Schoko-Ganache, Dulce de Leche und daneben eingelegte Birnen als Gelee und einem Mascarpone-Schäumchen…was soll ich sagen – ein absolutes Träumchen! Überhaupt nicht schwer, sondern total erfrischend und neben dem Versucherle „Oper in Rot“ gab es zum Dessert noch ein weiteres Schmankerl – eine 1993 Riesling Auslese. Aus den tiefsten Tiefen des Weinkellers ausgegraben  – vom Weingut Marx aus Wintrich an der Mosel…was für eine Bernsteinfarbe und was für ein fruchtiger Hammerwein.  Vielen Dank für diese Dessertbegleitung!

Und der süße Abschluss war – neben einem Espresso – ein Mohneis mit Sauerrahmcreme und Mohncrumble.

Ein sehr schöner Abschluss kurz vor den Feiertagen – und für alle, die für nächstes Jahr noch einen Geheimtipp zum Fine-Dining suchen – hier rechtzeitig einen Tisch reservieren und genießen. Wir kommen sehr sicher 2024 auch mehr als nur einmal her 😉!

Der Weinpodcast verzögert sich leider noch ein wenig – aber hier schon mal die Links zu den entsprechenden Weingütern:

In diesem Sinne – noch viele weitere kulinarische Ausflüge und Erlebnisse wünscht

Eure Nachteule!

#timetohygge – Ideen und Anregungen für eine hyggelige Weihnachtszeit – Tag 23

Heute gibt es noch ein paar schnelle Last-Minute-Tischdeko-Tipps für die festliche Tafel an den nächsten Tagen!

Wie wäre es mal mit einem Tannenzapfen-Tischkärtchen? Dazu braucht ihr mittelgroße Tannenzapfen, eine Unterlage für die Zapfen – z.B. Sterne aus Rinde oder aus Karton ausgeschnittene Sterne und am besten Tonkarton für die Namensschilder. Den Tonkarton für die Namen ebenfalls als Stern ausschneiden und auf die Tannenzapfen kleben, die man auf der Unterlage befestigt hat!

Oder einen Weihnachtsbaum-Tischaufsteller mit einer süßen Überraschung im Inneren? Dazu braucht ihr eine Weihnachtsbaumschablone (selbstgebastelt oder auch gekauft) mit einer Vorder- und Rückseite und z.B. ein Ferrero Roche oder ein andere süße Überraschung, die ihr dann auf den Boden stellt bzw. klebt.

Wenn es weniger süß sein soll, wie wäre es mit einem Weihnachtsbäumchen aus Zeitungspapier? Dazu einen Bogen Zeitungspapier (etwa 10 Blatt) nehmen und entlang einer gedachten oder vorgezeichneten Linie der Länge nach Klammern in das Papier heften. Die Heftklammerlinie sollte mindestens 4 cm vom Papierrand entfernt sein und parallel dazu verlaufen. Die Klammern bilden die spätere Mittellinie des Weihnachtsbäumchens. Den gehefteten Papierstapel nun entlang der Klammerlinie falten und einen Tannenbaum ausschneiden. Anschließend nur noch die einzelnen Blätter entlang der Klammerlinie auffalten. Schicht für Schicht entsteht so der fertige Zeitungs-Weihnachtsbaum.

In diesem Sinne – viel Spaß beim Basteln!

Eure Nachteule

#timetohygge – Ideen und Anregungen für eine hyggelige Winterzeit – Tag 22

Last-Minute-Deko Scandinavian-Style

Wer noch auf der Suche nach ein paar letzten Deko-Ideen für die kommenden Feiertage ist, wie wäre es mal mit etwas nordischem Charme 😉:

Was zeichnet denn den nordischen Charme aus – hier gibt es einfache Formen, helle Farben und viele natürliche Materialien wie Holz und Wolle und Kerzen für das gemütliche Licht.

Was immer geht und schnell gemacht ist – Teelichter in großen Gläsern auf einem Tablett anrichten, ein paar Zweige danebenlegen und noch ein zwei Strohfiguren oder kleine Wichtel dazu stellen. Auch schön sind beleuchtete Sterne zum Aufhängen. Wer gerade auf den verschiedenen Weihnachtsmärkte unterwegs ist – wie wäre es mal einem weihnachtlichen Tischläufer aus Stoff mit ein paar Rentieren darauf? Die Auswahl ist riesig – also einfach mal inspirieren lassen.

Und wer noch einen Weihnachtswichtel bei sich einziehen lassen möchte – denkt an die Wichteltür und an den Milchreis an Heiligabend!

Wer sich noch ein bisschen inspirieren lassen möchte – u.a. auf www.skandi.de/weihnachtsdeko/ gibt es noch viele Ideen und Tipps!

In diesem Sinne – viel Spaß beim Dekorieren!

Eure Nachteule

#timetohygge – Idee und Anregungen für eine hyggelige Winterzeit – Tag 21

#timetohygge – Wellness für Zuhause

Nachdem wir gestern ja den Spaziergang gemacht habe und hoffentlich viel frische Luft genießen konnten, gibt es jetzt ein paar Tipps für die kleine Wellness-Auszeit zu Hause 😊 – egal ob ihr euch gleich einen ganzen Wellness-Tag oder nur eine kleine Auszeit gönnt!

Starten könntet ihr z.B. mit einem gesunden und genussvollen Frühstück – wie z.B. mit einem leckeren Bircher Müsli mit frischem Apfel und passend zur Jahreszeit vielleicht kleinen Spekulatius-Stückchen. Und zum Trinken würde ein Glass heißes Zitronenwasser direkt deiner Verdauung helfen!

Danach wäre die ideale Gelegenheit für ein herrlich duftendes Schaumbad – es gibt so viele Badezusätze – da ist für jeden „Geschmack“ etwas dabei! Und danach unbedingt an eine reichhaltige Bodylotion denken – dann fühlt es sich noch besser an hinterher! Ob es vorher noch ein Hauptpeeling braucht – eure Entscheidung. Und euren Haaren würde eine pflegende Haarkur sicher auch gefallen!

Wer das Schaumbad toppen möchte – wie wäre es mit einer wohltuenden Avocado-Gesichtsmaske – während man im Schaum liegt und vielleicht ein gutes Buch liest oder eine spannende Podcastfolge sich anhört? Einfach eine Avocado zerdrücken und mit etwas Joghurt und Honig vermischen und 10 Minuten einwirken lassen.

Für mich gehört zu einem Wellnesstag auch immer eine Massage dazu – Rücken, Kopf, Hände und / oder Füße – was sich gerade einrichten lässt. Und an solchen Tage versuche ich auch immer eine Schale mit Obst und Nüssen greifbar zu haben!

Und der perfekte Abschluss ist ein leckeres Abendessen mit den Menschen um mich herum, die mir wichtig sind und die mir gut tun! Denn auch die psychische Wellness ist unheimlich wichtig!

In diesem Sinne – einen entspannten Tag wünsche ich euch!

Eure Nachteule

#timetohygge – Ideen und Anregungen für eine hyggelige Winterzeit – Tag 20

Am heutigen 20.12. habe ich einen ganz praktischen Tipp für eine hyggelige Winterzeit: wie wäre es nachher mal mit einem kleinem Spaziergang? Vielleicht liegt ja sogar noch etwas Schnee oder es fängt evtl. nachher auch nochmal an zu schneien 😊 So ein kleiner Spaziergang an der frischen Winterluft ist nicht nur für die Gesundheit gut, sondern man kann sich auch vielleicht noch eine Anregung für eine Gartendekoration oder Fensterdekoration holen oder evtl. führt der Spaziergang ja sogar über einen Weihnachtsmarkt – mit einem herrlichen Duft von gebrannten Mandeln, Zuckerwatte oder ähnlichem.

Bei mir steht das tatsächlich nachher auf dem Programm und ich freue mich schon auf meine kleine Auszeit bei einem gemütlichen Winterbummel!

#timetohygge – Ideen und Anregungen für eine gemütliche Advents- und Winterzeit – Tag 19

Die Geschichte des Mistelzweigs

Für die einen ist er ein Schmarotzer, für die anderen eine tolle Gelegenheit denjenigen zu küssen, mit dem man darunter steht – der Mistelzweig.

Woher genau der Brauch kommt, dass man sich unter einem Mistelzweig küssen soll – was Glück bringen wird, ist nicht ganz eindeutig geklärt. Eine schöne Erklärung kommt aus der nordischen Mythologie und es geht um die Liebesgöttin Frigga:

Der Sage nach sorgte sich die Liebesgöttin Frigga um ihren Sohn Balder, den Gott des Lichts, der von seinem Tod träumte. Sie bat alle Wesen in der Natur – jedes Tier und jede Pflanze – um das Versprechen, Baldur nicht zu verletzen. Allerdings vergaß sie dabei die Mistel. Loki, der Gott des Feuers, stellte aus dem Mistelzweig eine Pfeilspitze her und ließ Balder töten. Frigga weinte bitterlich, konnte ihren Sohn aber nach drei Tagen von den Toten zurückholen. Ihre Tränen verwandelten sich in die weißen Beeren der Mistel. Voller Freude küsste sie daraufhin jeden, der unter dem Baum der Mistel vorüberging.

In diesem Sinne – viel Spaß beim Küssen eurer Liebsten!

Eure Nachteule

#timetohygge – Ideen und Anregungen für eine gemütliche Advents- und Winterzeit – Tag 18

Heute ist der Backe-Kekse-Tag – und vielleicht nochmal eine gute Gelegenheit, den eigenen Keksvorrat nochmal aufzustocken vor den Feiertagen.

Und dazu gibt es heute ein schnelles Rezept für Haselnussmakronen und eine tolle Verwertung des restlichen Eigelbs 😉!

Nussmakronen (schnell und einfach)

  • 3 Eiweiß
  • 220 g Zucker
  • 350 g gemahlene Haselnüsse
  • 50 g weiße Schokolade und 50 Haselnüsse

Den Backofen auf 150°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Das Eiweiß solange steif schlagen, bis es nicht mehr vom Löffel fällt und dann langsam den Zucker einrieseln lassen und alles gut verrühren und vorsichtig die gemahlenen Haselnüsse anschließend unter den Eischnee heben.

Mit zwei kleinen Teelöffeln kleine Häufchen auf ein Blech mit Backpapier setzen (oder gerne auch auf Backoblatten) und etwas flachdrücken. 20 bis 25 Minuten backen und etwas auskühlen lassen.

Zum Schluss noch die weiße Schokolade schmelzen und eine Haselnuss jeweils mit einem Klecks Schokolade auf die Makronen setzen bzw. kleben (wer möchte).

Was mache ich jetzt mit dem restlichen Eigelb? Wie wäre es mit einem schnellen Eierlikör deluxe?

Dann nehmen wir die drei Eigelbe und schlagen sie mit  100 g Puderzucker schaumig, geben  100 ml Sahne und ca. 200 ml Cognac dazu, verrühren alles nochmal gut und fertig ist der schnelle Eierlikör deluxe!

In diesem Sinnen – Einen schönen Start in die Weihnachtswoche wünsche ich euch!

Eure Nachteule

#timetohygge – Ideen und Anregungen für eine gemütliche Advents- und Winterzeit – Tag 17 (3. Advent)

Und schon ist der 3. Advent – wow, die Zeit vergeht dann doch schneller als man manchmal denkt!

Heute gibt es mal ein paar Ideen, die man für einen hyggeligen Adventsbrunch braucht und mal etwas anderes auf dem morgendlichen Tisch sein können! Natürlich die Klassiker zum Frühstück – Brot, Brötchen, Knäckebrot, Marmelade, Wurst, Käse, Eier, Speck und Pfannkuchen…aber hier kann man schon die ersten Besonderheiten anbieten – wie wäre es mal mit Sanddorn- oder Moltebeeren-Marmelade und als Käse mal einen braunen Brunost Käse. Und als Wurstvorschläge: Elchsalami oder mal einen Elchschinken und Köttbullar (auch als warme Komponente – dann noch mit Preiselbeeren und Kartoffel-Petersilien-Stampf) auf das Buffet bzw. den Tisch legen.

Und probiert doch mal die Eier und den Speck zu kombinieren – in ein paar köstlichen Bacon-Egg-Muffins: einfach Eier mit Kräutern in einer Schüssel aufschlagen, eine Muffinform mit Bacon auslegen, Eier reingeben – gerne noch mit Käse, Avocado, Tomaten etc. mischen und dann 20 Minuten im Ofen bei 200 Grad backen!

Frischen Joghurt und Früchte sowie verschiedene Porridge-Variationen und dann ist die Frühstückskomponente eigentlich schon ganz gut versorgt.

Fisch darf natürlich nicht fehlen – Lachs, Heringsfilet und kleine Shrimps in verschiedenen Varianten und auch gerne als warme Mahlzeit passen hervorragend auf den Adventsbrunch-Tisch. Und wir wäre es mal mit einer Ofenkartoffel mit Gewürzlachs und Creme fraiche.

Belegte Knäckebrote (Smorrebrod in allen Varianten) und Zimtschnecken sowie so!

Hier ein leckeres Rezept für eine Zimtstern-Torte als süßen Abschluss unseres hyggeligen Adventsbrunch. Zuerst die Zimtsterne extra backen:

Zimtsterne (Geheimrezept)

  • 500 g gemahlene Mandeln
  • 5 Eiweiße
  • 450 g gesiebten Puderzucker
  • 2 TL Zimt
  • 1 EL Kirschwasser

Eiweiß zu steifem Schnee schlagen und den Puderzucker unterrühren / 1 Tasse der Schneemasse für die Glasur beiseite stellen.

Mandeln, Zimt und Kirschwasser unter den Eischnee mischen, schnell zusammenkneten und den Teig für 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

Arbeitsfläche mit Zucker bestreuen, den Teig darauf 1 cm dick ausrollen und Sterne ausstechen.

Die Sterne mit der Eischneeglasur überziehen und in den vorgeheizten Backofen (220 Grad / Ober-Unterhitze) für 5 Minuten backen lassen! Backzeit genau einhalten! Die Sterne sollten immer noch weich sein und die Oberfläche soll weiß bleiben!

Und nun zur restlichen Torte:

Für den Boden brauchen wir

  • 5 Eier
  • 125 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 150 g gemahlene Mandeln
  • 50 g Speisestärke
  • 1 TL Zimt
  • 60 g Butter

Bevor es los geht: Ofen auf 170 °C vorheizen und die Springform vorbereiten.

Wir benötigen zuerst ein Wasserbad: - also einen großen Topf mit etwas Wasser füllen, zum Köcheln bringen und einen kleineren Topf darüberhängen – dabei sollte das Wasser den kleinen Topf nicht berühren. Eier, Zucker und die Prise Salz in den kleinen Topf füllen und mit einem Schneebesen ca. 8 Min. schaumig schlagen. Die Eigelbmasse sollte dabei nicht zu heiß werden, sonst stockt das Eigelb. Anschließend die Masse in eine Schüssel geben mit mit einem Handrührgerät nochmal so lange schlagen, bis eine dicke Creme entstanden ist.

In einer zweiten Schüssel die Mandeln, Speisestärke und Zimt vermischen und löffelweise mit dem Schneebesen unter die Creme heben – vorsichtig, damit es noch etwas luftig bleibt! Anschließend die Butter schmelzen und ebenfalls unterheben.

Den Teig in die Springform geben und 35-40 Minuten backen lassen. Danach vollständig auskühlen lassen und einmal in zwei flache Hälften teilen (mit einem reißfesten Bindfaden oder einem guten Messer).

Für die Creme brauchen wir jetzt noch folgende Zutaten:

  • 400 g Sahn
  • 2 Pck Sahnesteif
  • 75 g Zucker
  • 400 g Schmand
  • 1,5 TL Zimt

Die Sahne mit Sahnesteif aufschlagen und Zucker und Zimt einrieseln lassen und weiterschlagen bis die Creme steif ist. Dann den Schmand mit dem Schneebesen unterheben.

Den ersten Tortenboden mit etwas weniger als der Hälfte der Creme bestreichen, dann den zweiten Boden obendrauf setzen und den Rest der Creme oben und an den Seiten verstreichen. Mit etwas Zimt betreuen und die Zimtsterne darauf verteilen – die restlichen Zimtsterne als Give-away den Brunchgästen mitgeben!

In diesem Sinne – einen wunderschönen dritten Advent wünsche ich euch !

Eure Nachteule!