Wild & Wein im Lamm in Hebsack von und mit Daniel’s Weine – Kulinarisches Remstal!

Am Freitag ging es seit längerer Zeit mal wieder Richtung Winterbach zu einer Veranstaltung von Daniel`s Weine – diesmal aber nicht vor Ort sondern eine Ortschaft weiter nach Hebsack ins Lamm.

Grundsätzlich eine sehr tolle und leckere Location zum Essen, aber heute gab es nochmal eine Schippe mehr – es standen 8 verschiedene Weine und zu Beginn ein prickelnder Apero auf der Karte und passend dazu etwas „Wildes“ aus der Lamm-Küche (www.lamm-hebsack.de).

Begrüßt wurden wir vor dem Gewölbekeller von Daniel Hasert und einem Apero aus Italien – einem schmackhaftem Prosecco Extra Dry Calmaggiore D.O.C. von Masottina aus dem Treviso ( www.masottina.it/ ).

Und hier verriet Daniel gleich einmal , was so der Unterschied zwischen einem Spumante und einem Frizzante ist und was man hier unter extra dry versteht: Ein wichtiger Unterschied ist der Flaschendruck – bei einem Prosecco Spumante liegt er zwischen 3 und 6 Bar und ein Prosecco Frizzante kommt hier gerade mal auf zwischen ein und maximal 2,5 Bar. Das spiegelt sich auch tatsächlich im Preis wider – da Prosecco Spumante mit mehr als 3 Bar Flaschendruck unter die in Deutschland geltende Schaumweinsteuer fällt, werden pro Flasche 1,02 Euro aufgeschlagen. Für Frizzante nicht, da dieser als Perlwein definiert ist und mit weniger als 3 Bar nicht besteuert werden muss.

Und hier kommt auch gleich der nächste Unterschied – der Frizzante ist sehr häufig mit einem kurzen Korken verschlossen, der oftmals mit einem Bindfaden am Flaschenhals befestigt wurde.

Aber eine Gemeinsamkeit müssen alle Varianten des Prosecco haben – der Herkunftsort ist Venetien. Was die Traube angeht, handelt es sich hier meistens um mind. 85 % Glera – in unserem Fall hier sind es 100 % und das macht diesen Prosecco noch mehr zu einer Seltenheit aus der Weinwelt Italiens.

Ach ja – das mit dem extra dry sollten wir noch kurz klären: extra dry ist hier nicht – wie der Schwabe evtl. glaubt „furztrocken“ – das wäre hier nämlich brut oder extra brut (oder sogar brut nature)  – sondern enthält zwischen 12-17g Restzucker noch!

Zur besseren Übersicht gibt es hier mal eine kleine Übersicht über die Einteilungen der Geschmacksstufen:
Brut Nature: 0 – 3 g/l Restzucker (Dosage nicht erlaubt)
Extra Brut: 0 – 6 g/l Restzucker
Brut: 0 – 12 g/l Restzucker
Extra Dry: 12 – 17 g/l Restzucker
Dry: 17 – 32 g/l Restzucker
Medium Dry: 32 – 50 g/l Restzucker
Sweet: mehr als 50 g/l Restzucker

Dann ging es auf die Suche nach dem richtigen Namen und zugewiesenen Platz und dann mussten wir uns gleich einmal näher mit dem leckeren Aufschnitt beschäftigen, der bereits gerichtet war:

Bresaola, Lardo, Wildschweinsalami, gekochter Metzgerschinken, Schorndorfer Landschicken, getrocknete Tomaten und lecker eingelegte Kräuter-Oliven.

Und dann kam auch schon der erste Weißwein: ein 2022 Gipskeuper Chardonnay trocken vom Weingut Aldinger aus Fellbach. Dieser Wein ist eine Exklusivabfüllung für Daniel aus der Monopollage Untertürkheimer Gips und es wurden nur 1200 Flaschen davon abgefüllt. Ein sehr schöner, angenehm zu trinkender Chardonnay der zu 50% aus dem Barrique und 50 % aus dem Stahltank kommt von einem wirklichen Traditionsweingut. Bereits in der 17. Generation wird dieses Weingut  zur Zeit geführt und wer mehr wissen will – hier geht es zur Homepage: www.weingut-aldinger.de/de/.

Und dann ging es nach Frankreich ins Tal der Loire nach Anjou zum Château Soucherie und einem 2022 Blanc Ivoire Chenin Blanc A.O.C. (https://www.soucherie.fr/) – 12,5 % Vol und eine tolle Finesse finden sich hier wieder – ein schöner fruchtiger Wein der einen tollen Einstieg in den Abend versprechen sollte

Im Anschluss ging es wieder zurück nach Deutschland – genauer gesagt nach Baden zum Weingut Huber (https://www.weingut-huber.com/) , wo Daniel uns einen 2020 Malterdinger Weiss VDP.Ortswein trocken einschenkte. Und hier war auch wieder etwas Besonderes im Glas, denn diesen Wein gibt es nur durch Zuteilung. Dieses Cuvee setzt sich zusammen aus 70 % Weißburgunder und 30 % Chardonnay und ist spontan vergoren im kleinen Eichenholzfass und dann für 16 Monate auf der Vollhefe gereift und ohne Filtration abgefüllt. Wer genau reinschmeckt wird sicher etwas Mango durchschmecken – ein durchaus interessanter Wein!

Aber auch das weitere Essen ließ nicht allzu lange auf sich warten – eine Wildlachs-Lasagne mit Spinat wurde gereicht und passend dazu gab es vom Weingut Hirsch aus Leingarten in Württemberg  ( https://hirsch.wine/)  einen 2022 Rosé Saignee Gutswein trocken. Was für eine spannende Farbe – hier findet sich ein Saftauszug im Glas, der sich aus Cabernet Sauvignon,  Merlot, Cabernet Franc, Spätburgunder, Shiraz und Lemberger zusammensetzte und einen Tag auf der Maische stand.

Die nächste Zwischenstation wurde dann schon röter und  ging nach Italien wieder – nämlich in die Toskana – genauer gesagt nach Maremma, wo ein 2021 Morellino di Scansano D.O.C.G vom Poggio Nibbiale von Dr. Nikolaus Buchheim einem biozertifizierten Weingut, ins Glas gegossen wurde. Bestehend aus 85 % Sangiovese, 10 % Cabernet Sauvignon und 5 % Canaiolo…eine schönes leuchtendes Rubinrot und der Duft nach Sauerkirschen und Vanille kommt nach ein bisschen Luft direkt in die Nase. Mehr dazu auch hier: https://www.nibbiale.com/morellino/.

Und dann ging es zu den nächsten roten Weinen auf der Karte und als erstes ging es von Italien aus nach Spanien und ein 2018 Xtreme LAN Crianza D.O.C Rioja von Bodegas LAN einen fast 100% Tempranillo (und einen kleinen Anteil  an Marzuelo Trauben) machte es sich im Glas breit. Der Ausbau erfolgt 12 Monate in Barrique Fässern und reift dann nochmal 9 Monate in der Flasche bevor dieser doch relativ zarter Wein mit seinen roten Früchten im Geschmack genossen werden darf. Weitere Informationen gibt es dann auf der Homepage: https://bodegaslan.com/.

Und dann kam eine richtige Bombe…wow: 2020 Les Deux Albion Rouge A.O.C. vom Chateau Saint Cosme aus dem Rhonegebiet Frankreichs. 15 Volumenprozent und eine Mischung aus Syrah, Grenache, Mourvèdre, Cinsault sowie ein ganz kleiner Prozentsatz Viognier – hier riecht man Beeren, getrocknete Kräuter und dann am Gaumen einfach mal in Ruhe nachschmecken. Den muss man selbst probieren und nicht nur riechen 😉! Mehr zum Weingut von Louis Barruol gibt es hier: https://www.saintcosme.com/vin_de.php.

Passend dazu wurde das Wildbuffet eröffnet – es gab ein leckeres Ragout vom heimischen Reh in Preiselbeersauce geschmort mit Semmelknödeln, Brokkoli und Blumenkohl.

Ich freue mich schon drauf, auch das weiße Pendant zu diesem Wein einmal zu probieren – die Mischung hört sich schonmal sehr spannend an: ein Großteil besteht aus den für die Region typischen Rebsorten Viognier und Marsanne und ergänzend kommen noch Picpoul, Clairette, Ugni Blanc und Bourboulenc hinzu…zumindest kann ich auf meiner „Weißen“ Liste wieder ein paar weitere Sorten abhaken, die ich noch nie probiert habe vorher 😊!

Und dann gab es noch einen weiteren Franzosen zum Probieren – einen 2021 Volnay A.O.C. von der Domaine Georges und Sarah Glantenay aus dem Burgund (https://www.domaineglantenay.com/). Mit Sicherheit sagt dem einen oder anderen der Name Glantenay etwas – im letzten Jahr gab es hier auch schon ein paar tolle Termine mit ihnen und Daniel ist der Exklusivhändler für ihre Weine hier. Hier waren 100 % Spätburgunder (Pinot Noir) im Glas, die wunderbar zum Dessert – einem Tiramisu von dunkler Schokolade und Kirsche im Glas  – passten!

Ein wirklich leckerer und sehr schöner Abend mit toller Gesellschaft, einer schöner Location und phantastischen Weinen. Vielen Dank für die tolle Begleitung und wir freuen uns auf den nächsten Termin bei Daniel`s Weine on Tour (www.daniels-weine.de)!

In diesem Sinne – genießt den Abend!

Eure Nachteule!

10.10. – der Tag der seelischen Gesundheit

📍 Heute ist Internationaler Tag der seelischen Gesundheit…und damit startet auch bis zum 20.10. die „Woche der seelischen Gesundheit“.

In diesem Jahr lautet das Motto „Zusammen der Angst das Gewicht nehmen” und es geht um den Schwerpunkt „Ängste in Krisenzeiten“ – und hier möchten wir auf unterschiedliche Strategien zur Bewältigung und das vielfältige psychosoziale Hilfsangebot in Deutschland aufmerksam machen sowie zum gemeinsamen Austausch und gegenseitiger Unterstützung aufrufen.

Eine tolle Übersicht über die vielfältigen Angebote zur Mottowoche und zum Thema findet ihr hier auf der Seite des „Aktionsbündnis Seelische Gesundheit“➡️ https://www.seelischegesundheit.net/aktionen/aktionswoche/

Ein immer wichtigeres Thema heutzutage, auf das ich sehr gerne aufmerksam machen möchte!

Seit einiger Zeit darf ich mich Instruktor für die Seminare der MHFA Ersthelfer nennen und unterstütze gerne diese Bemühungen, ein wichtiges Thema weiter zu verbreiten!

Das gemeinnützige Programm MHFA Ersthelfer (Mental Health First Aid; dt.: Erste Hilfe für psychische Gesundheit) findet in Partnerschaft mit der Beisheim Stiftung statt und bietet 12-stündige Kurse an, in denen Laien lernen, wie sie frühzeitig psychische Gesundheitsprobleme bei Angehörigen, Freunden und Kollegen erkennen und ansprechen, Zugang zu Betroffenen finden sowie konkrete Hilfestellungen geben können.
In den Kursen wird theoretisches Wissen über die verbreitetsten Störungen vermittelt. Darauf bauen viele praktische Übungen auf, in denen direkt anwendbare Erste-Hilfe-Maßnahmen bei sich
entwickelnden psychischen Gesundheitsproblemen und bei akuten psychischen Krisen wie z.B. Suizidalität eingeübt und gefestigt werden.
Es ist kein Vorwissen und keine Qualifikation erforderlich. Einzige Voraussetzung ist, dass die Teilnehmer mindestens 18 Jahre alt sind
und nicht selbst unter einer akuten psychischen Störung leiden, denn die Kurse sind keine Selbsthilfekurse.

Auf meiner Seite http://www.educativio.de findet ihr die nächsten Online-Termine
für meine psychischen Ersthelfer-Kurse in Zusammenarbeit mit der #MHFA.
Bei Fragen oder auch gerne eigenen Terminwünschen oder anderen Themenschwerpunkten meldet euch gerne direkt bei mir!

In diesem Sinne – passt auf euch und eure Lieben auf!
Eure Nachteule

Das September-Menü im Cedric – in zwei Teilen (Teil 1)

Diese Woche ging es wieder nach Weinstadt-Beutelbach – das September-Menü im „Cedric“ (www.restaurant-cedric.de) wollte verkostet werden…und wir sollten auch diesmal nicht enttäuscht werden!

Jeden Monat gibt es ein regional-saisonales Menü mit einer bzw. zwei passenden Weinbegleitungen und im September liest sich das Menü wie folgt:

Um auch die Weinbegleitung etwas mehr zu würdigen, gibt es diesmal einen separaten Wein-Podcast, den ich mit Cedric und Herbert geführt habe!

Zum Aperitif gab es diesmal einen besonderen Aperitif – nämlich einen „In-Sekt“ vom Weingut Singer-Bader. Warum er so besonders ist und wo wir das Weingut vor Kurzen schon einmal gesehen haben – das verrate ich im Wein-Blogartikel ;-)!

Und dann kam auch schon das Amuse Bouche bzw. der Gruß aus der Küche – ein Karotten-Curry Süppchen mit Jaipur-Curry oben auf, rote Shiso Kresse (Daikonkresse) und Amaranth und dazu gab es aufgeschlagene französische Salzbutter und  warmes frisches Sauerteigbrot! …ich könnte mich allein am frischen Brot und der Butter satt essen :-)!

Gang 1 mit den entsprechenden Weinbegleitungen wurde wie folgt angekündigt:

@Weingut Bacalhoa, Portugal https://www.bacalhoa.pt/

@Weingut Shaw + Smith, Australien https://www.shawandsmith.com/

Ein sehr filigranes „Törtchen“ war auf den immer wieder anders aussehenden Tellern zu finden  und bestand aus einem Hühnersalat  – ummantelt mit roh ausgehobelten Radieschen auf einer Kefir-Vinaigrette mit Kräuteröl-Tupfen und oben drauf eine Senfeis-Liebstöckle-Creme und Chicorée-Blätter. Was für eine Geschmacksexplosion war denn dieser Gang! Dazu waren zwei wieder sehr passende Weine ausgewählt, die in Kombination mit den einzelnen Gangkomponenten sogar noch eine Schippe drauf legten!

Das war schon mal wieder ein sehr gelungener Einstieg und gespannt warteten wir auf den nächsten Gang. Das Cedric schafft es, den idealen Abstand zwischen den einzelnen Gängen zu planen, so dass immer etwas Zeit für ein bisschen Geplaudere mit Herbert oder auch Cedric übrig ist oder man sich natürlich auch mit seiner Begleitung ein bisschen unterhalten kann ;-)!

Und dann kam Gang Nummer 2:

@Weingut Pflüger, Pfalz https://www.pflueger-wein.de/pflueger/index.html#Weingut

@Weingut Davaz, Schweiz https://www.davaz-wein.ch/

Als Basis ganz unten gab es den Blumenkohl als Püree und Balsamico-Linsen, darauf roh marinierten lila Blumenkohl und alles versteckt unter einem Nussbutter-Blumenkohl Schäumchen mit gepufftem  Wildreis und frischem schwarzem Pfeffer aus der Mühle. Ein Gang der Blumenkohl- und Linsen-Liebhaber – was wir beide sind – echt umhaut. Man macht eigentlich viel zu wenig Linsen zu Hause  – okay und so gut wie hier, würde ich das auch nicht hinbekommen –  und diese Kombination war sehr raffiniert und hervorragend abgeschmeckt. Für mich war hier der Riesling noch eine Nuance passender wie der Sauvignon Blanc, aber beide harmonierten sehr gut zu Blumenkohl und Balsamico-Linsen!

Gang 3 bestand diesmal aus Fisch und der Zusatzoption Imperial Kaviar (und ratet mal, wer diese Option sicher gewählt hat 😉 ) und las sich wie folgt:

@Weingut Wittmann, Rheinhessen https://www.weingutwittmann.de/

@Weingut Dr. Bürklin-Wolf, Pfalz https://www.buerklin-wolf.de/

Auf dem Teller schwomm ein Schwertfisch, der leicht von der Flamme geküsst wurde,  mit etwas Meersalz  garniert ,Bett von weißem Bohnen-Püree, außen grüne Fave-Bohnen im Kassler-Sud mit Kräuteröl und getoppt mit einem kleinen Salat aus Schalotten und Bohnen.

Schwertfisch gab es für uns das erste Mal und so waren wir von der Konsistenz etwas überrascht, wie fest dieses Fleisch tatsächlich war und die Kombination mit dem Kassler-Sud war sehr raffiniert!

Nach einer kurzen Pause kam der nächste Gang um die Ecke:

@Vina Falernia, Chile https://falernia.com/

@Luca Anselmi Falezze, Italien https://www.falezze.it/de/

Serviert wurde ein rosagebrater Tafelspitz (Picanha), dazu ein Soja-Romanesco Tramezzini mit Romanesco-Püree obendrauf und sautiertem Romanesco, dazu Feigen-Kompott und Rinder-Jus. Auch diesmal hätte ich den Teller aufgrund der Jus am liebsten mit der Zunge leer gemacht – diese Jus war auch wieder hammermässig. Aber auch das Fleisch war toll und das Tramezzini super geschmackvoll. Für mich war der Syrah hier auch etwas passender, wobei der Valpolicella Ripasso Superiore auch eine geschmackliche Bombe war, aber an diesem Abend mich nicht ganz überzeugen konnte. Aber er bekommt ganz sicher nochmal eine zweite Chance ;-)!

Und zum Schluss kommt der dreiteilige 5. Gang  – bestehend aus einem Pre-Dessert, dem eigentlichen Nachtisch und dann noch einem süßem Abschluss:

Und natürlich durfte es diesmal dazu der schon beim letzten Mal ausgeguckte Eiswein sein: ein  2016 Vidal Icewine aus Kanada https://reifwinery.com/icewine.

Das Pre-Dessert bestand aus einem Grüntee-Espuma, Kokosblütenzucker-Crumble und einem roten Apfelsorbet. Der eigentliche 5. Gang war ein Brombeertörtchen, Mohn-Mousse, Kardamom-Creme, Vanille-Crumble, frischen Brombeeren, einem Biskuit und Brombeer-Sorbet. Und dann noch der süße Abschluss…eine Zimtcreme mit Kürbiseis und Schokoladen-Crumble.

Diese drei Teller hatte so viel Geschmacksnuancen und waren einfach nur die Wucht. Also eigentlich würde ich auch nur für die letzten drei Teller hier her kommen.

Die Begeisterung und Liebe zum Detail, die Cedric beim Essen und Herbert auch bei den Weinerklärungen an den Tag legen – vielen Dank für eure tolle Gastfreundschaft und ich freue mich schon auf weitere Entdeckungen – egal ob es Gerichtskombinationen oder auch Weinempfehlungen sind!

In diesem Sinne – genießt das Leben!

Eure Nachteule

Kulinarische Erlebnisse im Remstal – Teil 1

Heute gibt es mal wieder einen kleinen Beitrag aus der Rubrik „Essen und Trinken mit der Nachteule“  – und zwar gleich mit einem hammermäßigen (noch) Geheimtipp!

Vor einigen Wochen durften wir während einer kleinen Weinprobe mit dem Weingut des Jahres 2023 Philipp Kuhn (https://www.weinshop-philipp-kuhn.de/) bei Daniel Hasert (Daniels Weine in Winterbach https://www.daniels-weine.de/) Cédric und Herbert vom „Cedric“ aus Weinstadt-Beutelsbach kennenlernen.

Unter https://www.restaurant-cedric.de/ kann man die eindrucksvolle Geschichte dieser Fine-Dining-Location und auch den Werdegang von Cédric nachlesen. Leider hatte es im Juli nicht geklappt mit einem Tisch – aber am 23.08.23 hatten wir ganz spontan das Glück für den Abend noch einen Platz zu bekommen – JUHU!

Jeden Monat gibt es ein regional-saisonales Menü mit einer passenden Weinbegleitung und im August hat sich das Menü wie folgt gelesen:

…und wenn es schon zwei Arten der Weinbegleitung gibt, dann nutzen wir die Gelegenheit und noch ein paar mehr neue Weine an diesem Abend kennenzulernen.

Zum Aperitif standen u.a. ein Pino Grigio Brut Rosé von La Jara, einen Chardonnay Sekt von Hasert & Klopfer sowie ein Cremant und Champagner von Alain Suisse zur Auswahl  und dann kam auch schon das Amuse Bouche aus der Küche – eine komprimierte Wassermelone mit Sesam-Mayo Tupfern – was für eine tolle Geschmackskombination und dazu gab es aufgeschlagene französische Salzbutter und noch leicht warmes Kartoffelbrot!

Gang 1 mit den entsprechenden Weinbegleitungen wurde wie folgt angekündigt:

@Weingut Ebner-Ebenauer, Niederösterreich (https://ebner-ebenauer.at/)

@Weingut Heymann-Löwenstein, Mosel (https://www.hl.wine/)

Sehr feine Rotgarnelen kamen da auf dem Teller angeschwommen und der Romanasalat im Reisblattmantel war eine tolle Überraschung und die Koriander-Noten waren sehr passend abgeschmeckt.  Gut, dass noch ein bisschen Brot übrig war, so dass man auch das letzte bisschen Dressing aufnehmen konnte. Die Weinauswahl waren schön gewählt und die Farbe des Hatzenport Kirchberg vom Weingut Heymann-Löwenstein war echt beeindruckend!

Der Abstand zwischen den einzelnen Gängen war auch optimal geplant – es gab Zeit für ein kurzes Schwätzchen zwischendurch mit Herbert und man freute sich schon auf die kompetente Vorstellung des nächsten Ganges…dieser lautet diesmal wie folgt:

@Weingut Dobler, Württemberg (https://weingut-dobler.de/)

@Weingut Tement, Südsteiermark (https://www.tement.at/)

Ich muss gestehen – ich liebe Fregola Sarda und die Kombination – die für mich leider ohne Paprika-Schaum kam, weil ich ja nicht so prickelnd reagiere auf Paprika….- war super! Die frischen Käsechips, der Feta, die abgestimmten Öle und Gewürze – da hätte ich echt gerne noch einen Nachschlag genommen und die Weinauswahl – hervorragend! Hier konnte ich mich nicht entscheiden, welcher der beiden Weine mein Favorit wäre – da beide wirklich lecker waren.

Und Carsten kann bestätigen, dass auch die Original-Kombination MIT Paprika hervorragend geschmeckt hat und ich wirklich was verpasst habe…nun ja, aber so war es auch sehr lecker!

Dann ging es mit folgendem Gang 3 weiter:

@Miles Mossop, Südafrika (https://milesmossopwines.com/)

@Domaine Pavelot, Frankreich (https://www.domainepavelot.com/en/)

Ein toll gebratener Schellfisch mit einem feinen Merguez-Schaum Sößchen und dem leicht würzigem Kaviar on Top! Was für eine harmonische Geschmackskombination und die Weinauswahl …wow. Ich kannte bisher nur SAM und MAX vom Weingut Miles Mossop und war sehr neugierig, wie denn der Chenin Blanc – The Introduction von ihnen schmeckt! Und ich muss sagen – das war ein leckeres Tröpfchen – ebenso wie Savigny-Les-Beaune von der Domaine Pavelot. Beide haben mit ihrem Bouquet den Fisch und auch die super leckere Merguez-Jus wunderbar ergänzt.

Was fehlt noch – ach ja…Gang 4 und „das Fleisch“ kündigten sich an:

@Sieur d’Arques, Frankreich (https://www.sieurdarques.com/)

@Weingut Reyter, Südtirol (https://www.reyter.it/)

Nun ja…was soll ich sagen…die Frage, ob es denn geschmeckt hat, beschreibt glaube ich ganz gut das folgende Bild:

Dieser Ochse war so butterzart – nach mehreren Stunden schmoren war eigentlich fast kein Messer nötig und die Jus erst…da hätte ich am Liebsten noch eine Flasche extra mitgenommen und war kurz davor den Teller einmal komplett mit der Zunge sauber zu machen! Die Röstzwiebeln und die Knusperüberraschung waren ein tolle Ergänzung und die Pflaume war ein spannendes Geschmackserlebnis. Und es gab natürlich Rotwein zum Ochsen:

Und der krönende Abschluss war dann Gang 5 …und eigentlich besteht dieser aus drei Teilen einem Pre-Dessert, dem eigentlichen Nachtisch und dann noch einem süßem Abschluss.

Das Pre-Dessert war ein Jasmintee-Espuma, darunter versteckt ein Aprikosensorbet und gebackene weiße Schokolade…und auf dem rechten Bild ist der süsse Abschluss zu sehen…

„Bienenstich“ etwas anders interpretiert – Honig-Milch-Creme, Mascarpone-Honigeis, Honig-Mandel-Knusper..mmmhhh!

Da ich inzwischen auch eine kleine Leidenschaft für die diversesten Süßweine entwickelt haben – also (Trocken)Beerenauslesen, Eiswein, Portwein, Madeira etc. liesen wir uns zum Abschluss – also passend zum Dessert – noch irgendwas in diese Richtung empfehlen und Herbert uns diesen Wein sehr empfohlen, der wunderbar zum Dessert passte:

Einen Treintjiewyn Hanepoot Jerepigo vom Weingut Villiersdorp aus Südafrika (https://www.villiersdorpwinery.co.za/)….mein erste Fortified Wine aus Südafrika und dann gleich so eine Bombe: Muskattrauben, die nach dem Portweinverfahren zu diesem Süßwein verarbeitet werden…mit einer Lagerfähigkeit von 100 Jahre (niemals würde so eine Flasche bei mir soooo alt werden)!

Das Dessert bestand aus einem Kirschmousse mit flüssigem Kern, Sorbet vom weißen Pfirsich, gelber Pfirsich gewürfelt und mariniert, Pfirsichgel mit Balsamico. Schokoladencreme mit Kirschwasser, Schokoerde und Atsinakresse.

Eine wirklich tolle Empfehlung – vielen Dank dafür und für das nächste Mal gab es auch schon einen Tipp – da stand nämlich noch ein Eiswein in der Reihe der Dessertweine :-)!

Wir freuen uns schon sehr auf den nächsten Termin und natürlich ist schon reserviert für September ;-)!

In diesem Sinne – genießt das Leben!

Eure Nachteule

Berlin, Berlin – wir fahren nach Berlin – auf Reisen mit der Nachteule

Kurz nach 9 Uhr rollte der rote Autozug von Westerland wieder los Richtung Niebüll – also dem Festland und es hieß nun wirklich Abschied nehmen von dieser schönen Insel…Faarwel – erstmal (wie der eingefleischte Sylter wohl sagen würde 😉…).

Erster (und letzter Stopp vor Berlin) war eine kleine Bäckerei in Niebüll, wo wir uns mit Kaffee und belegten Weckle eingedeckt haben und ich habe seit ewigen Zeiten mal wieder ein „Schaumkussbrötchen“ – so stand es auf dem Schild  – essen dürfen!

Am späten Nachmittag erreichten unser blaues Reisemobil und wir die Außenbezirke von Berlin – es ist schon faszinierend hier. Du kannst 30 Minuten durch herrlich grüne Wohnbezirke fahren, bis du zum sehr häuserbetonten Stadtzentrum von Berlin kommst und bist aber schon seit 30 Minuten eigentlich schon in Berlin.

Ich gebe zu, ich fühle mich in Hamburg deutlich heimischer, wie in Berlin – aber hier gibt es noch so einiges, wo ich unbedingt (teilweise auch nochmal) hinmöchte: das Spionagemuseum steht hierbei noch ganz oben auf der Bucketliste, einen ausführlichen Besuch auf der Museumsinsel auch noch und ich hoffe sehr, dass „unser“ Häppies bald eine neue und größere Location gefunden hat, damit wir wieder mal unsere leckeren Germknödel-Varianten genießen können!

Aber ein kleines bisschen „Touri-Programm“ musste es dann gestern Abend auch noch sein – mit der besten Buslinie, um Berlin möglichst kostengünstig anzuschauen, der M100, ging es Richtung Brandenburger Tor. Und nicht nur dort habe ich im Übrigen einen „Nett hier“ Aufkleber gefunden 😅

 Hier noch ein zwei Informationen zur Buslinie 100, die vom Bahnhof Zoologischer Garten bis hin zum Alexanderplatz fährt (und zurück natürlich).

Man kommt hier fast an allen wichtigen Sehenswürdigkeiten vorbei und bekommt eine unkommentierte Stadtrundfahrt mit einem Fahrschein AB und einer Stunde Zeit Investition.

Mehr zu den Stationen findet ihr hier: https://www.berlin.de/tourismus/touren/5704967-956960-berlin-mit-dem-100er-bus.html

Wer es gerne kommentiert haben möchte – live oder per Audio-Kopfhörer – dem sei eine Fahrt in einem der Hop on-Hop off Busse empfohlen, die hier zu Hauf rumfahren. Eine gute Quelle für solche Unternehmungen oder Ausflugstipps ist die Seite bzw. App „getyourguide“.

Der Nachteule-Blog ist ja auch bekannt für seinen kulinarischen Schwerpunkt und deswegen möchte ich euch heute gerne die „Freundschaft“ in Berlin vorstellen, wo wir gestern Abend noch eingekehrt sind: www.istdeinbesterfreund.com

Seit September 2018 findet sich in der Mittelstr. 1 die kleine aber sehr feine Weinbar „Freundschaft“ von Willi Schlögl und Johannes Schellhorn. Im Sommer kann man draußen Platz nehmen und bei schlechtem oder kalten Wetter findet man drinnen an einem 26m langen und ovalen Tresen aus Deutscher Eiche sicher auch ein Plätzchen und ganz wichtig – man kann nicht reservieren!

Die große Weinkarte ist klasse, aber auch die Auswahl an offenen Weinen und vor allem das kleine Speisenangebot ist super – ich liebe den Toast Freundschaft mit seiner tollen Cocktailsauce und endlich konnten wir die legendären Spinat-Knödel mal probieren….ein wirklich leckerer Tipp!

Kommt vorbei, lasst euch gerne beraten und genießt ein paar Stunden hier in netter Gesellschaft!

Nach der heftigen Gewittersession heute Nacht empfing uns jetzt ein strahlender Sonnenmorgen und jetzt genießen wir noch ein kleines Motel One Frühstück zu zweit, bevor Carsten wieder zurück ins Ländle fährt und ich mich noch an die letzten Vorbereitungen für die morgige Vorlesung an der Akkon Hochschule mache (das ist nämlich der Hauptgrund, warum wir von Sylt noch einen Zwischenstopp hier in Berlin eingelegt haben) und muss auch noch ein weiteres PSNV-Seminar fertigerstellen und an die weiteren Bearbeitenden schicken. Aber sicher bleibt heute auch noch etwas Zeit einmal durch Berlin zu fahren und heute Abend teste ich mal einen neuen Italiener hier ;-).

In diesem Sinne – einen schönen Gruß aus der Hauptstadt und dann bis erstmal 😉

Eure Nachteule

…und schon kam der letzte Urlaubstag auf Sylt – Reisetagebuch Tag 8

Nachdem es am Morgen ja noch etwas unbeständig war auf Sylt an unserem letzten Urlaubstag, wurde es dann aber noch deutlich besser und das Wetter zeigte sich von seiner schönen Seite wieder.

Am Morgen konnte man ein spannendes Schauspiel beobachten direkt im Wasser vor dem Westerländer Strand…ein relativ großes Schiff kam sehr nah herangefahren, blieb einige Zeit stehen und drehte dann wieder ab um wieder raus auf die Nordsee zu fahren. Und diese Aktion konnte man den ganzen Tag und auch die ganze Nacht hindurch beobachten.

Mittels der Seite www.vesselfinder.com ließ sich schnell rausfinden, um welches Schiff es hier handelte und warum es diese Aktion betreibt:

Die „Embla R“ sorgt mit weiteren Schiffen dafür, dass Sylt nicht kleiner wird – die vergangenen Jahre mit ihren Herbstfluten und den dadurch entstandenen Sandverlusten haben zu einer deutlichen Abnahme der Küstensubstanz geführt. Direkt vor Westerland handelt es sich wahrscheinlich nicht im reine Sandaufspülungen, die klassischerweise mittels Spülleitungen, den Laderauminhalt mit Wasser verdünnt an Land spülen und dann nach dem Abfließen ins Meer per Planierraupe der neue Strand bzw. der neue Landabschnitt befestigt werden kann, sondern um Vorstrandaufspülungen, die die Wellendynamik der Nordsee abmildern sollen.

Entnommen wird der Sand ca. 8 Kilometer VOR Sylt aus 15-30 Meter Tiefe und wird dann Richtung Landmasse gebracht.

Und neu ist dieses Phänomen übrigens nicht – seit 1972 wird bereits Sand wieder aus dem Meer geholt und an die Strände zurück gespült! Wer noch ein bisschen mehr wissen möchte: www.insel-sylt.de/nachhaltigkeit/sandaufspuelungen/

Bevor es zum etwas verspäteten Frühstück/Brunch mit Blick auf das Wasser kam, wurde noch ein bisschen kreativ gearbeitet, um auch in und für die VOSTacademy ein Stück weiterzukommen (und wann kann ich schon mal mit so einem Ausblick arbeiten!)

Leider ging es dann schon an die erste Runde Koffer packen, da der Autozug morgen bzw. nachher um 9:30 Uhr Richtung Niebüll losfährt und Carsten hat wieder dem obligatorischen Auto-Koffer-Tetris begonnen – und ich werde das Gefühl nicht los, das wir irgendwie mehr Sachen wieder mit zurück nehmen, wie wir hergebracht haben :-)!

Liegt vielleicht auch an dem schönen Blumenstrauß, den ich am Morgen von meinem Mann zu unserem 20. Hochzeitstag bekommen habe.

Und natürlich wäre dieser Bericht nicht vollständig, wenn es nicht noch einen Hinweis auf das sehr leckere Abendessen geben würde und für unseren Hochzeitstag haben wir einen Tisch bei Jörg Müller reservieren können (www.jmsylt.de/restaurant) und es war wirklich noch ein sehr schöner Abschluss mit einem tollen Menü und phantastischen Weinen!

Mit einem schönem Sonnenaufgang starten wir in unseren Abreisetag und ich genieße noch eine letzte Tasse Kaffee mit Nordseeblick, bevor es nachher Richtung Festland und zu unserem nächsten Zwischenstopp – nämlich Berlin geht. Was wir da wollen – das würde ich morgen nochmal verraten 😉

In diesem Sinne – auf in eine neue Woche voller spannender Geschichten!

Eure Nachteule

Ein Samstag auf Sylt im Herb….ähm Sommer!  – Reisetagebuch einer Nachteule – Tag 7

Eigentlich waren die Vorhersagen nicht so schlecht für diesen Samstag, aber ich bin froh gewesen, dass ich mein „Touri-Programm“ gestern schon gemacht hatte. Zur Mittagszeit klarte es kurzfristig auf und voller Zuversicht wurde die Friedrichsstr. nochmal unsicher gemacht – ein kleines bisschen Sylt in Form einer Tasse und ein kleines Dankeschön für u.a. unsere tollen Haussitter wollten noch mit nach Hause.

Es hat auch ungefähr eine halbe Stunde gehalten und dann war ich froh über den blauen Friesennerz, den ich mitgenommen hatte – denn ab da wurde es ziemlich nass von oben. Aber es gibt ja kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung :-)!

Und bevor einer fragt, ja – die Punks sind wirklich im Moment auf Sylt. Gerade gestern haben wir sie im Regen einmal durch die Friedrichstr. ziehen sehen, mit einer größeren Polizeibegleitung – wohin sie gingen oder was sie genau riefen, lies sich nicht feststellen. Ansonsten bekommt man hier fast nichts mit von ihnen.

Ein Besuch in der Sylter Tee Company (www.syltertee.de) stand noch auf der Liste und auch hier was der Duft hervorragen beim Eintreten in den Laden – das lag allerdings auch daran, dass man hier essbaren Tee in verschiedenen Sorten direkt vor Ort probieren kann. Auch wenn ich nicht der wirkliche Früchtetee-Liebhaber bin, da sie mir oft zu sauer und mit wenig Tee versetzt sind ;-)….aber hier fand ich die essbare Variante mit Aronia sehr lecker und bin gespannt, wie sie mir dann daheim nochmal schmeckt.

Ein essbarer Tee besteht eigentlich fast nur aus getrockneten Früchten, die mit Wasser aufgegossen werden. Der Sylter Aronia Früchtetee beinhaltet: Apfelstücke, kandierte Ananas-, Mango- und Papayastücke, Aronia und schwarze Johannisbeeren.

Auch eine tolle Empfehlung ist die Crêperie am Meer  – hier gab es diesmal zum Mittagessen einen Mexican-Crêpes mit Sylter Rind, Käse, Kräutern, Creme fraiche und etwas scharfer Sauce  – ihr findet sie auf Instagram https://www.instagram.com/creperie_am_meer_sylt/ – lasst doch da gerne mal ein Like da. Und wer wissen möchte, wie das Wetter auf Sylt ist: www.surfcam-sylt.de!

Am vorletzten Abend ging es nochmal Richtung Strand zum Abendessen – nämlich ins Samoa Seepferdchen nach Rantum (www.samoa-seepferchen.com).  Hier gilt – wie auch in fast allen anderen Restaurants aktuell auf Sylt – dass man reservieren sollte, wenn man irgendwo hinmöchte, insbesondere wenn man mehr wie zwei Personen ist. Und was hier so gut wie überall gemacht wird, sind zwei Essensslots – i.d.R. von 18-20 Uhr und von 20-22 Uhr – und man wird auch kurz vor 20 Uhr auf den Wechsel hingewiesen.

Und auch das Wetter hat es sich nochmal überlegt und sich für den Abend eine kleine Überraschung zurecht gemacht – nämlich einen wunderbaren Sonnenuntergang:

Heute ist schon wieder der letzte Tag des Urlaubs…auch wenn es im Moment wieder ziemlich stürmisch und etwas nass ist, ich freue mich auf diesen Tag. Zum einen habe ich durchaus Gefallen an dieser Insel gefunden und hoffe sehr, dass es nicht das letzte Mal hier oben war und zum anderen ist heute ja auch ein ganz besonderer Tag – nämlich unser 20. Hochzeitstag – oder auch Porzellan Hochzeit genannt.

In diesem Sinne – seid lieb zueinander  – auch in stürmischen Zeiten ;-)!

Eure Nachteule

Tag 6 – Einmal Sansibar und zurück – das kleine Touriprogramm auf der Insel

Der Vormittag war geprägt von einem kleinen bisschen Arbeit (wobei bei solch einem Ausblick das ein ganz anderes Gefühl ist) und einem tollen Walk entlang der Westerländer Promenade.

Noch ein kleines bisschen Kultur heute mal wieder – wenn man vor der Musikmuschel steht und sich dann einmal weg vom Meer dreht, entdeckt man mehrere Figuren. Rechts und links der Sitzbereiche sieht man  „Triton auf dem Hippokamen“ und „Europa auf dem Stier“. Ein aus Charlottenburg stammender Kurgast hat diese vom Bildhauer Ludwig Manzel aus Muschelkalk gefertigten Figuren 1914 gestiftet. Am oberen Ende steht eine Bronzeskulptur mit dem Titel „S.O.S. – Save our Seas“ des Münchner Bildhauers Serge D. Mangnin. Diese Skulptur zeigt eine Frau, die als Symbol der Erde von einer Möwe, als Symbol für die Luft, und einem Seehund, als Symbol für das Wasser, umgeben ist und uns zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit der Natur erinnern soll.

Zum Mittagessen musste ich noch einen weiteren Punkt auf meinem „Touri-Programm“ abhaken – nämlich einen Besuch in der legendären Sansibar (www.sansibar.de). Das Wetter war ja hervorragend und die Sansibar entsprechend stark frequentiert – was allerdings auch an der zeitgleich stattfindenden Hochzeit hier liegen könnte. Auf alle Fälle habe ich es auf eine Currywurst in das Innere geschafft und konnte dem emsigen Treiben des Servicepersonals in Ruhe zuschauen, was in einer unglaublich hohen Anzahl wie die Ameisen hin- und her wuselten. Eine super Organisation wie ich finde! Die Erdbeerbowle gab es dann draußen in der Sonne auf der Terrasse  – herrlich!

Während mir nur Menschenmassen begegnet sind, hatte Carsten Gesellschaft von mehreren Vierbeinern, die ihm bei seinem Lauf rund um das Rantumer Becken „im Weg lagen“ 😄

Nach soviel „Aufregung“ war dann der direkte Weg in den Strandkorb, wo bereits zwei weitere Bücher auf mich warten und dann habe ich nochmal den Sprung in die Nordsee gewagt. Jupp – auch Eulen lieben ein Bad im Wasser :-)!

Was für ein Urlaubsfeeling!

Am Abend stand ein Essen mit Freunden an – und zwar mal nicht in einem Fischrestaurant, sondern in der „Butcherei – Grill und Bar“ (www.butcherei-sylt.de). Und es gab eine klasse Auswahl an leckersten Fleischgerichten – wer Lust auf Fleisch und guten Wein hat – schaut hier vorbei und lasst es euch schmecken!

Der heutige, leider schon vorletzte, Urlaubstag ist wettermäßig etwas durchwachsen, aber wir finden sicher ein paar gute Aktivitäten und mir fällt gerade ein, ein paar Postkarten wollte ich noch schreiben.

In diesem Sinne – genießt das Wochenende und lasst es euch gut gehen!

Eure Nachteule

Tag 5 – Sommer, Sonne, Strand und Harry Potter (und ein kleines bisschen Wein)

War das ein Wetterchen gestern hier oben auf Sylt – warm, sonnig, ein bisschen Wind – so darf das sein im Urlaub!

Und auch der Sonnenuntergang hat sich diesmal nicht versteckt, sondern nochmal ein bisschen aufgefahren:

Am Vormittag ging es diesmal zu ein paar Erledigungen wie Post wegbringen – inkl. Sightseeing-Tour (bis man die richtige Poststation gefunden hat), eine neue Fleecejacke durfte mit nach Hause und dann mussten noch die Angebote ausgenutzt werden, die man im Sansibar Wein Outlet (www.sansibar.de) bekommt diese Woche.

Und nachmittags ging es dann endlich mal so richtig an den Strand – Strandkorb einrichten, Leselektüre für später hinrichten und dann ging es ab in die Nordsee. So herrlich – nicht zu kalt (okay 17°C im Wasser ist nicht ganz warm) und einfach nur toll! Es war spannend mitzuerleben, welche Kraft die Wellen hatten, bei einsetzender Flut.

Neben ein paar neuen Büchern auf dem Kindle musste ich auch unbedingt ein paar klassische, haptische Bücher mitnehmen und bin endlich seit längerer Zeit mal wieder in Ruhe zum Lesen gekommen. Auch wenn Buch #1 eher was zum „Lernen“ war – man muss sich ja schließlich auf die nächsten Runden „Alleswisser“ vorbereiten – freue ich mich auf die nächsten Stunden in unserem Strandkorb und meinem neuen Lesefutter.

Das Buch „Das ultimative Harry Potter Fan Quiz – mit 300 Fragen“ wurde u.a. von Sebastian Jacoby, dem einen oder anderen sicher bekannt als der „Quizgott“ von „Gefragt – Gejagt“ bekannt, geschrieben und umfasst 25 verschiedene Themengebiete mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Die Filme reichen definitiv nicht, um die Fragen zu beantworten – man muss die Bücher genau gelesen haben und selbst dann, sind ein paar echt schwere Fragen dabei. Mir hat es super gut gefallen und ich bin wieder um einige Facts schlauer, was das Harry Potter Universum angeht! :-)!

Das Abendessen war (wieder) ein richtiges Highlight – etwas dezimiert von der Gästeanzahl waren wir in kleiner Runde im Königshafen in List (www.koenigshafen.de).

Seit 5 Generationen  verwöhnt die Familie Hansen hier ihre Gäste und serviert klassische Norddeutsche Küche. Das Lamm war super zart, die Jus der absolute Hammer und auch der Rotbarsch war spitze. Für mich aber mit am Besten waren die zwei Vorspeisen – saisonaler Blattsalat mit hauseingelegtem, warmen Schafskäse und gerösteten Kernen mit Avocadocreme und Gemüsechips und dann das Rote Beete Carpaccio mit Keitumer Ziegenkäse und karamellisierten Nüssen und Salat…eigentlich hätte ich nur diese zwei Teller gebraucht! Sooo lecker!

Noch einen kleinen Extra-Tipp habe ich diesmal für euch – was ich in den letzten Tagen wieder sehr zu schätzen gelernt habe (neben der Tatsache, dass Milchreis und Schokopudding einfach tolle und einfache Nachtische sind und ich diese wieder öfters mal selber machen sollte), ist, dass gemeinsame Spielerunde einfach toll sind und wir so was unbedingt wieder öfters machen sollten.

Zwei neue Kartenspiele werden gerade von uns hier getestet – „DINGSI – die Wilde Zahlenpyramide“ und „SKYJO“ – zwei spannende kleine Kartenspiele die durchaus Technik und Taktik verlangen, aber auch mit Kindern gut zu spielen sind!

Heute morgen ist es noch etwas wolkig und ein paar Tropfen haben sich aktuell hier an den Strand verirrt – aber das Regenradar verspricht gegen 11 Uhr eine deutliche Wetterverbesserung – also der perfekte Zeitpunkt um noch ein kleines bisschen was zu arbeiten (hier schläft eh noch alles um mich herum) – eine kurze Vorlesung halten zur Prüfungsvorbereitung und noch ein paar Vorlesungsunterlagen für nächste Woche fertigstellen :-)!

In diesem Sinne – sucht euch ein gutes Buch und genießt die Zeit!

 …und ich bin immer auf der Suche nach guten Buchempfehlungen – also wer hier noch einen guten Tipp hat – meldet euch gerne!

Eure Nachteule!

Tag 4 auf der Insel – freche Möwen und endlich Strandkorbfeeling

Die Wochenmitte war jetzt tatsächlich so ein bisschen der Wechseltag, was das Wetter angeht – es war überwiegend trocken und der heftige Wind ließ im Laufe des Tages deutlich nach und jetzt würde ich ihn fast als „normal“ für die Insel bezeichnen.

Auch anhand der Wellenhöhe sieht man deutlich einen Unterschied:

Dazu habe ich eine ganz interessante Seite gefunden, die vielleicht auch für andere Urlauber ganz interessant sein könnte: Wind-, Wellen-, Wetter- und Gezeitenvorhersage https://de.windfinder.com/forecast/list_sylt

Den Vormittag habe ich dann etwas sportlich nutzen können – meine Stöckchen durften zwar zur Sicherheit nochmal im Auto bleiben, aber so konnte ich entlang der Promenade ein bisschen Jogg-Walking ausprobieren (was Dank Rückenwind auch gar nicht so schlecht bzw. schlimm war :-)..).

Dazwischen sind ein paar tolle Bilder entstanden:

Am Nachmittag war das Wetter dann so gut, dass ich mich auf die Suche nach unserem gemieteten Strandkorb gemacht habe und dann dort meinen erfolgreich verteidigten Crêpes gegen sehr freche und anscheinend sehr hungrige Möwen verteidigen konnte. Ich war immerhin erfolgreich, aber der eine oder andere Tourist machte Bekanntschaft mit einer Möwe und war dann um einen Crêpes ärmer! Die Crêperie am Meer – direkt an der Promenade kann ich echt empfehlen – die Variante mit Käse, Schinken, Sylter Ei, Japan Mayo, Salz, Pfeffer und etwas Schnittlauch war super lecker! Hier probiere ich bestimmt die nächsten Tage auch mal eine süße Variante!

Und am frühen Abend ging es dann mal in die andere Richtung – nämlich zum nördlichsten Ende der Insel – nach List und damit auch zum nördlichsten Ende von Deutschland. Ein kurzer Stopp war vorher im Hafen in List, wo wir diverse Fischspezialitäten beim Gosch durchprobierten und sogar den Chef persönlich am Schiffstresen haben sitzen sehen…und nein, ich wollte ihn nicht bei seinen Gesprächen stören, um ein „Fanfoto“ zu machen!

Der Verdauungsspaziergang führte uns dann zum Ende des Ellenbogens mit verschiedenen Schafbegegnungen auf der Straße …schade, dass sich der Sonnenuntergang für gestern eine Auszeit genommen hatte. Hier wäre es wahrscheinlich traumhaft gewesen…nun gut, dann müssen wir vielleicht einfach irgendwann nochmal hier auf die Insel kommen!

Warum heißt das nördliche Ende eigentlich Ellenbogen? Nun ja, die Form der viertgrößten deutschen Insel verändert sich ständig, aber seit ungefähr vierhundert Jahren sieht diese Insel von oben betrachtet wie eine Tänzerin aus und der Ellenbogen würde genau dieser Stelle auch entsprechen. Die Geschichte dieser Insel liest sich sehr spannend und ich hätte euch zwei weiterführende Lesetipps dazu: die Seite des Sylt Tourismus-Service: www.insel-sylt.de sowie die Seite über Deutsche Städte: www.deutsche-staedte.de/sylt/ .

Mal sehen, was sich heute hier alles so entdecken lässt – das Wetter sieht schon mal sehr gut aus! Dann will ich mal eine kleine Strandrunde drehen und warte, bis der Rest hier einmal alles wach ist!

In diesem Sinne – genießt den Tag und bis morgen!

Eure Nachteule