Es gab nasse Füße an Tag 5 – für unsere Strandkörbe!

 War das ein Auftakt an diesem Morgen – die ersten Windböen mit 70-80 km/h waren schon da und es sollte noch mehr werden und auch die Wellen hatten schon eine beeindruckende Höhe.

Heute gab es mal ein etwas anderes Frühstück – nämlich mit Ausblick auf die stürmische See und leckerer Auswahl im Café Extrablatt (https://cafe-extrablatt.de/quicklink/cafe-extrablatt-sylt) und was mich besonders gefreut hatte – mit lieben Freunden aus  Stuttgart, die zufällig hier auch gerade Urlaub machten.

Inzwischen hatte das Wetter weiter aufgefrischt und die Sturmflut fing an, weitere Teile des Strandes für sich einzunehmen. Böen mit teilweise 90 km/h trieben die Wellen  ohne Unterlass Richtung Promenade und unsere Strandkörbe, die man versucht hatte etwas in Sicherheit zu bringen bekamen nun doch nasse Füße (aber sie sind immerhin nicht weggespült worden!).

Das Mittagessen war diesmal etwas kleiner, da am Abend noch ein Besuch in der Sansibar geplant war – aber ich habe mich schon sehr auf das leckere Bratheringsbrötchen vom Gosch und einen Fisch-Bistro Sprizz gefreut. Es war etwas herausfordernd, denn auch in der Friedrichstr. waren die Sturmböen deutlich zu merken.

Die Sansibar tagsüber ist schon ein Erlebnis, aber am Abend ist es nochmal ein bisschen anders – zum Einen was die Promi-Dichte angeht (wobei die im zweiten Slot noch höher ist) aber auch was die Lautstärke angeht (wenn alle Fenster zu sind ;-)..).

Aber das Essen war wieder sehr lecker – diesmal habe ich mich für Folgendes entschieden: ein Pornstar Martini als Aperitif, ein US Beef Tatar im Hauptgang und für zu Hause haben wir uns noch einen Kaiserschmarrn mit allem mitgenommen (davon war leider kein Bild mehr möglich ;-)…).

Der Sonnenuntergang war wieder etwas versöhnlicher nach diesem sehr stürmischen Tag und auch die Strandkonturen waren inzwischen wieder zu sehen.

Mal sehen, was der leider schon letzte Urlaubstag morgen so bringen wird – wasser-, wetter- und shoppingtechnisch!

In diesem Sinne – haltet euch gut fest bei dem Sturm!

Eure Nachteule

Tag 4 – Kite-Surfer und leckere Fische

Auch heute zeigte sich die Insel von ihrer stürmischen Seite – aber mit der richtigen Kleidung ist auch das kein Problem – und dann funktioniert auch die morgendliche Walkingrunde :-)!

Danach ging es auf den Brandenburger Strand von Westerland wo vom 20.-25. August der Defender GKA Kite-Surf World Cup Sylt 2024 stattfindet. Sylt ist der einzige Stopp der Qatar Airways GKA Kite World Tour in Deutschland. Wer hier auf dem Laufenden bleiben möchte – schaut mal hier vorbei: https://www.kitesurfworldcup.de/agenda.

Und da der Tag eindeutig zu Innenaktivitäten zeigte, ging es am Nachmittag nach List und dort in das Erlebniszentrum Naturgewalten (www.naturgewalten-sylt.de).

Es gibt insgesamt drei Bereiche – die klassische Naturgewalten-Ausstellung, wo es um die Geschichte der Insel, die Entstehung und den Küstenschutz geht sowie zwei Themenräume:  „Klima, Wetter, Klimaforschung“ und »Leben mit Naturgewalten«.

Nicht nur für Kinder – auch für Erwachsene eine tolle Einrichtung. Es gibt einen Kopfhörer, mit dem man sich an verschiedenen Stationen verbinden kann und spannende Geschichten und Informationen erfahren kann.

Da wir schon mal in List waren, durfte natürlich auch ein Besuch beim Gosch nicht fehlen und diesmal gab es eine tolle Sea-Food-Platte, Austern, Lachs und weitere Fischleckereien.

Sylt macht auch bei stürmischen Wetter Spaß – diese Insel hat noch so viel zu bieten und ich freue mich schon auf die nächsten Entdeckungen!

In diesem Sinne – auf in den nächsten stürmischen Tag!

Eure Nachteule

Tag 3 – stürmische Nordsee und das kulinarische Highlight am Abend

Die Nordsee war auch heute Morgen ziemlich aufgewühlt und das teilweise so stark, dass sogar unsere Strandkörbe nasse Füße bekommen hatten und deswegen im Laufe des Tages „gerettet“ werden mussten und ins Trockene gebracht wurden.

Zum Mittagessen ging es nochmal in den Golfclub – diesmal wurde die Pizza probiert, die ziemlich lecker war und eine gute Grundlage für den Rest des Tages darstellte.

Nach einer kleinen Shoppingtour zur Sylter-Schokoladenmanufaktur (https://cafe-wien-sylt.de/), wo wir u.a. auch für unsere Briefkasten-Hüter ein Glas Syltella mitnahmen, war noch ein bisschen Entspannung angesagt, bevor es dann zum kulinarischen Highlight des Urlaubs ging.

Nach dem im letzten Jahr leider nicht geklappt hatte mit einem Tisch, habe ich mich umso mehr gefreut, dass es in diesem Jahr mit einem Besuch im Söl’ring Hof (www.soelring-hof.de) geklappt hatte.

Jan-Philipp Berner kocht in diesem 2-Sterne Restaurant ein phantastisches Sommer-Menu – aber nicht nur das Essen war top – sondern auch das drumherum. Ein absolut zuvorkommender Service – von der Begrüßung bis hin zur Möglichkeit bei den verschiedenen Gängen extra Wünsche zu äußern (wie ohne Paprika und gerne kleinere Portionen) oder auch bei der Weinbegleitung der erste Probierschluck und die Erklärung zum Wein und bei Bedarf auch einen Wechsel der Weine. Besonders beeindruckt hat mich aber der Umgang mit Kinder hier – da das Menu nicht unbedingt jedem Kind schmeckt, holt Jan-Philipp Berner die Kinder persönlich ab und geht mit ihnen in die Küche, wo sie probieren dürfen und sich ihr Menü selber raussuchen dürfen – je nachdem, was ihnen gerade schmeckt!…ein bisschen neidisch bin ich ja schon, wer kann schon mal in einer 2-Sterne Küche hinter die Kulissen schauen! ;

Aber jetzt zu unserem „kleinen“ Menü…da die Abfrage nach den Besonderheiten etwas länger dauerte, gab es einen Glas Champagner zum Einstieg…und diesmal war es ein Louis Roederer Collection 244 Champagner und ich muss sagen, ja…ich habe noch einen Champagner gefunden, der mir neben dem Billecart-Salmon sehr gut schmeckt ;-)!

Und dann ging es auch schon los mit den Vorspeisen: gestartet wurde mit roter Beete, Sauerrahm und Mandel, anschließend einer Kombination aus Rauchboullion, Saiblingsrogen und Schnittlauch und dann als Trio anrichtet einmal eine Fjordforelle / Malz / Kartoffel / Petersilie, ein Zackenbarsch mit Nordseekrabben und Senf und ein filigranes Gebilde aus Rindertatar, Kieler Sprotte und Gartenkresse.

Eigentlich waren diese Kunstwerke fast zu schade zum Essen – aber dann wäre einem diese Geschmacksexplosion wirklich entgangen. Ja, das Auge isst wirklich mit!

Bevor es dann mit dem ersten Gang offiziell los ging, gab es noch Kartoffelbrot und Sauerrahmbutter….zum Reinlegen lecker!

Bei dem Menü besteht immer noch die Möglichkeit, weitere Gänge dazu zu nehmen und so wurde auch bei uns am Tisch ein Gang dazu genommen: Makrele als Tatar und am Stück geräuchert mit Holunder und Kopfsalat (ich durfte probieren – und es war eine sehr geniale Kombination – gerade auch mit dem Kopfsalat im Dressing u.a.). Da wir die Weinbegleitung dazu bestellt hatten, konnten wir auch bei diesem Gang den Wein mitprobieren – einen 2023 Pietranera von Marco de Bartoli aus Sizilien (https://www.marcodebartoli.com/en/wines/pietranera/) . Dieser Wein besteht aus 100 % Zibibbo-Trauben werden in den nach Norden ausgerichteten Weinbergen von Contrada Cufurà und Contrada Ghirlanda angebau. Zibibbo ist eines der vielen Synonyme für die weiße Rebsorte Muscat d’Alexandrie, das vor allem in Italien gebraucht wird.

Und dann ging es endlich los mit „unserem“ ersten Gang mit der Überschrift: Kaisergranat / Gurke / Rose / Ziegenfrischkäse. Sehr faszinierend fand ich das Gurkensorbet und die Ziegenfrischkäseluft – diese Mischung mit dem Kaisergranat- wow! Und dazu gab es diesmal einen 2020 Barbeito & Rocim A Meias Verdelho aus Madeira, ein Cuvee aus 92 % Verdelho und 8 % Sercial vom Weingut Barbeito ( https://www.vinhosbarbeito.com/en/).

Dann kam ein sehr spannender Fisch, wie ich finde – nämlich Stör (als Tatar) mit Karotte / Tagetes und Sonnenblumenkernen (als süßer Cracker dazwischen). Tagetes wird auch Studentenblume genannt und kommt in diesem Fall aus dem eigenen Garten des Söl’ring Hofes, wo sie als Gewürzblume angebaut wurde und hier in Verbindung mit den Karotten einen tollen Geschmack abgab. Dazu gab es diesmal einen 2017 Riesling Ried Gaisberg vom Weingut Hirsch aus dem Kamptal (https://www.weingut-hirsch.at/).

Auch im dritten Gang blieben wir im Meer – diesmal mit einem Kabeljau / Salzwiese / Kohlrabi / Apfel. Ich wiederhole mich zwar aber – was war das für eine Geschmacksexplosion und auch der Wein war hier für mich ein absolutes Highlight: ein 2020 Nikteri von Mikra Thira aus Santorini (https://shop.weinamlimit.de/winzer/mikra-thira).

 Ich zitiere einfach mal von Seite „Wein am Limit“, was über diesen Wein geschrieben wird: „Assyrtiko, Aidani und Athiri, drei weiße autochthone Rebsorten, beginnen ihre Reise nach der Lese im Edelstahltank. Fortgesetzt und beendet wird die Gärung in gebrauchten Barriques, in welchen die Cuvée noch für 4 Monate verweilen darf. Nach der Abfüllung bleiben die Flaschen für ein Jahr im Weingut, bevor sie ihre Reise zu uns antreten können. Das mineralische Rückgrat und die Konzentration des Assyrtiko harmonieren großartig mit dem weichen und zarten Charakter der Athiri und der blumig, aromatisch komplexen Sorte Aidani. Viele Zitrusnoten, Pfirsich, Kamille und eine subtile Mineralität. Vollmundig, mit straighter Säure und einem langen Nachklang.“…besser hätte ich es auch nicht beschreiben können ;-)!

Dann wurde es fleischig…im ursprünglichen Gericht stand hier Kalbsbries auf dem Programm, was wir aber bis auf einen Esser in Kalbskotelett umtauschen durften. Aber ein Probehäppchen Bries durfte ich probieren und muss sagen-  ja, sehr interessant, hätte ich so nicht erwartet, aber trotzdem fand ich mein zartes Stück Fleisch mit Bohnen / Cassis / Pfifferlingen auch sehr gut!

Zum Trinken wurde ins Glas ein 2020 Mareisa del Atlantico von Azul Perdidi aus La Palma eingeschenkt: https://shop.weinamlimit.de/winzer/azul-perdido. Die Trauben waren hier Listan Blanco und Albillio Criollo.

Der vorletzte Gang war dann eine Hubbeltaube – die einmal als Bein mit Tomate und als Bruststück mit Erbsen, Lauch und Honig serviert wurde. Dazu einen 2022 Langhe Nebbiolo von Giovanni Almondo aus dem Piemont (https://giovannialmondo.com/en/prodotto/langhe-nebbiolo-doc-eng/).

Bevor es zum offiziellen Dessert kam, bekam ich noch meinen Extra-Dessertgang serviert: Johannisbeerblüte und Moosbeere und dazu einen 2022 Poiré Granit von Eric Bordelet  – ein erfrischender und leckerer Birnen-Cidre aus der Normandie (https://ericbordelet.com/).

Als Dessert war dann zu lesen: Himbeere / Lavendel / Zitronenthymian / Amarant und auch hier kam ein kleines Kunstwerk an den Tisch – und passend dazu einen Moscatel do Douro von Niepoort aus dem Dourotal (https://www.niepoort.pt/).

Und dann kam noch der süße Abschluss – in 5 Gängen…

  • Aprikose / Joghurt / Verjus (ein relativ saurer Saft, der aus grünen Weinbeeren gepresst wird)
  • Heidelbeere / Minze / Schokolade
  • Rantumer Kranz / Johannisbeere / Karamell
  • Brombeere / Whisky / dunkle Schokolade
  • Herzkirsche / Blütensirup / Baiser

…und bei uns noch einen Espresso (mit Schokopralinen).

Es war ein unfassbar leckerer Abend und auch das ganze Drumherum machte es zu etwas Besonderen. Ein herzliches Dankeschön auch an Niklas Müller, unseren Servicemitarbeiter, der mit viel Geduld, Witz und super Fachwissen uns durch diesen Abend begleitet hat und das Essen von Jan-Philipp Berner und seinem Team noch runder gemacht hat!

Danke!

In diesem Sinne – lasst es euch auch mal gut gehen!

Eure Nachteule

Tag 2 auf Sylt – ein bisschen Arbeit und ein „feuriger“ Abschluss

Mit ein bisschen mehr Wind empfing uns der zweite Urlaubstag – aber das ist das Schöne an Sylt: das Wetter macht hier seine eigenen Gesetze. Morgens kann es grau und stürmisch sein und dann plötzlich ist die Sonne wieder da. Für einen Urlaub auf Sylt gilt eigentlich nur: nimm für jedes Wetter etwas mit zum Anziehen – dann passt das schon!

Nach dem der Vormittag mit ein bisschen Recherchearbeit und Podcast hören verbracht wurde, war es an der Zeit was zum Mittagessen bzw. zum Frühstück zu suchen – diesmal durfte der nächste Crêpes mit von der Crêperie am Meer. Ihr „Ganztagesfrühstück“: ein Crêpes mit Schinken, Käse, Schnittlauch, Morsumer Ei (als Spiegelei) und heute noch mit Japan-Mayo – sehr lecker und wirklich eine komplette Mahlzeit!

Dann ging es später noch in den Golf-Club Sylt, wo es ein Pächterwechsel gegeben hatte und wir nach unseren etwas durchwachsenen Erlebnis im letzten Jahr hier dem Restaurant nochmal eine Chance geben wollten – nämlich dem Alessia (https://www.alessiasrestaurant.de/). Die Mittagskarte ist nicht zu überladen und die Currywurst groß, die Suppen lecker und auch die Pizzavarianten sind durchaus essbar. Durch mein spätes Frühstück und denn gleich im Anschluss noch anstehenden „beruflichen“ Termin, gab es nur was zur Flüssigkeitsaufnahme ;-)!

Wenn ich schon mal die Gelegenheit habe, einen unserer Ausbilder in Action zu sehen, dann mache ich das auch gerne im Urlaub. Und so war ich am Nachmittag für ein paar Stunden bei einer Erste-Hilfe-Fortbildung auf Sylt zu Gast und konnte mal schauen, ob meine Entwicklungen der Unterlagen auch von anderen (und nicht nur von mir) praktisch umsetzbar sind und ob unsere Ausbilder damit zurechtkommen. Vielen Dank lieber Heiko, dass ich dabei sein durfte!

Nach einem kleinen Stadtbummel ging es dann in die Seekiste (https://seekiste-sylt.de/). Seit 1971 ist das gemütliche Restaurant – mit seinen klassischen Friesenfliegen – ein Tipp für alle, die insbesondere am Dienstag einmal sehr lecker Ente essen möchte (und zwar das ganze Jahr über)!

Da für mich eine ganz Portion Ente doch ein bisschen zu viel ist, habe ich mich für ein leckeres Lachstartar und ein Glas Roederer Champagner entschieden. Und die Räubergabel – so dass ich von der Ente unbedingt probieren konnte. Da es auch eine Portion Trüffelspaghetti zu probieren gab, kam ich auch in diesen Genuss…und zum Abschluss gab es einen sehr leckeren, noch leicht warmen Schokopudding von der Valrhona Schokolade mit Eierlikör.

Gegen später wurde es nochmal „heiß“ und „feurig“ in unserer Unterkunft – verbranntes Essen in einer Wohnung auf einem anderen Stockwerk sorgte für einen kleinen Feuerwehr-Einsatz vor der Tür.

In der Nacht kam dann der angekündigte Regen und auch der Wind ist inzwischen durchaus böiger geworden. Heute Morgen war es noch ein bisschen bewölkt, aber der Wind sorgt dafür, dass es schon wieder etwas sonniger wird.

Dann schauen wir mal, was der heutige Tag so alles bringen wird!

In diesem Sinne – einen stürmischen Gruß an euch!

Eure Nachteule

Sylt 2024 – die kulinarische Urlaubstour der Nachteule – Anreise und Tag 1

Nach einem kleinen kulinarischen Ausflug nach Aachen (gerne auch nachzulesen im folgenden Blogartikel: https://nachteuleblog.com/2024/08/20/kaiserliches-geback-aus-aachen-und-ein-paar-flussige-besonderheiten/) ging es endlich weiter Richtung Norden  – auf die Insel Sylt.

Nach einer wirklich entspannten Fahrt mit vielen Podcastfolgen habe ich es tatsächlich einmal geschafft auf der Pole-Position auf dem Sylt-Shuttle zu stehen…was für eine tolle Aussicht – wobei man das Gewackel da oben nicht unterschätzen darf ;-)!

Der Sonntagabend wurde gemütlich angegangen – Musik vom Sundowner Rhythm & Beats (https://www.insel-sylt.de/sundowner/) aus der Musikmuschel und ein paar kleinere Snacks aus dem Café Extrablatt (www.https://cafe-extrablatt.de/standorte/details/cafe-extrablatt-sylt).

Dazu einen schön gekühlten Weisswein: einen Pinot Grigio Delle Venezie von Casetto (https://www.agricolacasetto.it/de/weine) Gewinner der Silver Medal und 90 IWC – International Wine Challenge 2024.

Der nächste Morgen begrüßte uns mit Sonne und angenehmen Wind, so dass ich noch vor dem Frühstück eine erste Walking-Runde auf der Promenade unternahm und dabei bei den Aufbauten zum ab dem 20.8. beginnenden Surf World Cup vorbei gekommen bin. Da bin ich mal gespannt, was man hier so mitbekommt!

Da das Wetter immer besser wurde, konnten wir diesmal bereits am ersten Tag unseren Strandkorb einweihen – mit einem bzw. zwei guten Büchern (endlich mal wieder „normaler“ Lesestoff) und einem erfrischenden Bad in der Nordsee.

Für den kleinen Hunger gab es einen Friesen-Crêpes von der Crêperie am Meer (https://www.instagram.com/creperie_am_meer_sylt/) – und das war sicher nicht der letzte Crêpes in diesem Urlaub :-)!

Das Abendessen führte uns nach einem kleinen Spaziergang in die Web Christel (https://webchristel.de/) nach Westerland.

Nach einem sehr leckeren St.Germain-Cocktail mit Holunderblütenlikör und Taittinger Champagner gab es bei mir ein perfektes Pfifferlingrisotto und als Dessert ein gebackenes Walnusseis.

Die Weinbegleitung war an diesem Abend ein Saint-Emillion – und zwar ein Chateau Brun und nachdem wir auf dem Rückweg noch spontan der wineBANK Sylt einen Besuch abgestattet haben, gab es zu Hause noch einen Spätburgunder  Aus den Lagen vom Weingut Christmann aus der Pfalz (https://weingut-christmann.de/spaetburgunder/)…Wein Nummer 2 gibt es dann die nächsten Tage mal 😉

Polarlichter ließen sich nachts leider nicht sehen, aber ein bisschen was vom Vollmond lies sich erkennen. Mal schauen – vielleicht klappt es ja in einer der nächsten Nächte.

Der Dienstagmorgen ist noch ein bisschen grau…aber die ersten hellblauen Flecken lassen sich erahnen – mal sehen, was der Tag so alles bringen wird!

In diesem Sinne – einen schönen Start euch in diese Woche!

Eure Nachteule

Kaiserliches Gebäck aus Aachen und ein paar flüssige Besonderheiten!

Vor einiger Zeit war die kulinarische Eule für zwei Tage in Aachen und neben der Arbeit stand natürlich auch ein bisschen was an Kulinarik auf dem Programm.

Aachen kennt sicher der eine oder die andere unter dem Begriff Kaiserstadt – von Kaiser Karl dem Großen kommend. Aber auch der Aachener Dom – das erste Unesco-Weltkulturerbe und seine Printen sind weltberühmt.

Zwei Gebäckstücke bzw. Backwaren hat man uns während der vergangenen  Tage vorgestellt – natürlich die weltberühmten Printen und ein mit Butterstreusel-getränktes und überzogenes Hefegebäck – das Streuselbrötchen!

Das Streuselbrötchen gehört zu den ganz speziellen Erfindungen der Region Aachen, Düren, Monschau und Heinsberg ..und ist nichts für jemand der auf Kalorien und Fett achten möchte!

Bei den Aachener Printen handelt sich um eine spezielle Sorte brauner Lebkuchen und als original Aachener Printen gelten ausschließlich die ab circa 1820 in der Stadt Aachen selbst sowie in den Nachbarorten Alsdorf, Baesweiler, Eschweiler, Stolberg und Würselen nach neuer Rezeptur produzierten Printen.

Die Eigenschaft der Kräuterprinte in ihrer einfachen Form, sich beim Kochen in Sud aufzulösen und dabei den angenehmen süß-herben würzigen Geschmack zu verbreiten, führt zur Verwendung in diversen meist deftigen Gerichten, die vor allem in der Herbst- und Winterzeit serviert werden – und das musste natürlich auch probiert werden und zwar als Sauerbraten mit Nudeln und Printensauce sowie Apfelmus.

Die würzige Sauce passte super zum hier verwendeten Rindfleisch – klassisch wäre ja beim rheinischen Sauerbraten eigentlich Pferdefleisch! Unbedingt mal probieren!

Aber auch die typischen Gerichte mit Senfsauce muss man unbedingt probieren – denn eine weitere Spezialität aus der Region Aachen ist der Monschauer Senf. Ich habe ihn mit Hähnchenstreifen und Nudeln probiert – auch sehr lecker!

Den Abschluss machten an beiden Abenden jeweils ein Gin Tonic aus der Region – zuerst einen Linden No. 4 Dry Gin von den beiden Kölner Malte Böttges und Dennis Busch aus der Kölschbar im Belgischen Viertel Köln. Ein toller, milder und floraler Gin mit Holunder- und Rosenblüten.

Und am letzten Abend einen Charlies Dry Gin von der Destillerie Wilhelmi (https://destillerie-wilhelmi.de/) aus Aachen- ein wirklich harmonischen Gin mit präsenter Wacholdernote und als Botanicals schmeckt man Süßholzwurzel, Kardamom und Limette.

Dazu esse ich sehr gerne Lisas Bio-Kesselchips Sauerrahm & Frühlingszwiebel 🙂

Beim letzten DGKM-Forum hat der Kollege aus Aachen noch einen besonderen Gin dabei – einen KARL Aachener Printen Gin (https://shop.nobis-printen.de/) – der einzige Gin mit einem Destillat aus mazerierten Aachener Schokoladen-Printen. Schön mit Tonic gemixt und dazu ein paar Kräuterprinten – was für eine geniale Kombi!

In diesem Sinne – immer neugierig bleiben!

Eure Nachteule

Ein Abend ganz unter dem Motto „Steak only“ :-)

Wer Lust hat, einmal einen Abend mit leckerem, frisch gegrilltem Fleisch und einer fachkundigen und witzigen Betreuung erleben zu wollen – dem kann ich den Kurs „Steak only“ in der Grillworld Schorndorf sehr an Herz legen!

Der Burner – Peter Amann – war am gestrigen Abend der Grillmeister und begrüßte pünktlich um 18 Uhr 20 hungrige und wissbegierige Menschen in der Grillschule der Grillworld in Schorndorf. Die Kursbeschreibung versprach: „Steak ‚Only‘ – Das perfekte Steak ist eigentlich ganz einfach, wenn man weiß wie es geht. In diesem Kurs wird ausschließlich Steak gegrillt.“…oha…und da lagen dann auch auch 11 kg leckeres Fleisch auf dem Vorbereitungstisch.

Nach einer kurzen Einheit, was versteht man unter „Vorwärts grillen“, „Rückwärts grillen“ und was ist eigentlich die Caveman-Methode gab es ein erstes kleines, dünnes Versucherle vom Grill – denn die richtige Dicke eine Steak sind mind. 3 Finger ;-)!

Nach einer kurzen Einheit, was versteht man unter „Vorwärts grillen“, „Rückwärts grillen“ und was ist eigentlich die Caveman-Methode gab es ein erstes kleines, dünnes Versucherle vom Grill – denn die richtige Dicke eine Steak sind mind. 3 Finger ;-)!

Es wurde gefachsimpelt, Steaks im 45-Grad-Winkel auf den unterschiedlichsten Grillgeräte hin und hergelegt – immer mit der ausreichenden Zeit und und anschließender Nachruhe – und nachdem dann auch die letzten Beilagen vorbereitet waren, ging es in den Verköstigungsmodus.

Neben 21-Tagen gereiften Dry Age Schwein gab es leckeres Ribeye in den verschiedenen Grillmethoden zu probieren und auch die Variante mit einmal Mayo außen drum zum Schluss wurde ausprobiert. Eine selbstgemachte Chimichurri, Kräuterbaguette – mit und ohne Käse, gefüllte Ochsenherztomaten und ein weiteres Highlight – im Ganzen gegrillter Lauch – rundeten das Essvergnügen ab!

Ich lasse einfach mal ein paar Bilder sprechen…um euch ein bisschen Lust zu machen, was man alles probieren konnte:

Aber auch Fragen rund um´s Grillen, Grillmethoden, Grillgeräten oder auch Schleifgeräten – wie z.B. von der Firma Horl (www.horl.com) – konnten gestellt werden und wurden ausführlich und kompetent von Peter beantwortet.

Wer mehr von ihm wissen will – hier geht es zu seiner Homepage: www.derburner.com und wer jetzt Lust auf einen Grillkurs in Schorndorf hat (es gibt nicht nur Steak-Kurse, sondern noch ganz viele andere tolle Kursangebote) – hier geht es zur Kursübersicht: https://grillworld.de/grill-termine/

Danke für den tollen, informativen und leckeren Abend – ich freue mich schon auf das nächste Mal :-)!

In diesem Sinne – lasst es euch gut gehen!

Eure Nachteule


Zwei Tage volle Anjo-Power im Lamm in Hebsack, Kultrieslinge aus dem Rheingau und eine kleine vegetarische Nachlese

Auch wenn es in diesem Jahr noch nicht zum Tripple gereicht hat – die zwei Tage und der Bonus-Vormittag in Winterbach waren toll und vor allem  – lecker!

Aber von vorne – gestartet haben wir die kulinarische Schlemmerreise im Anjo-Modus am Donnerstagabend beim After Work im Lamm Hebsack auf der Sommerterrasse. Das war wirklich ein perfektes Timing – 5 Minuten nach einem heftigen  Regenschauer trafen wir im Lamm ein und konnten dann einen herrlichen Abend auf der Terrasse verbringen – ohne weiteren Regenschauen.

Nach einem alkoholfreien Start mit einem Remstal Prisecco aus der Manufaktur Jörg Geiger  aus Schlat (www.nurgutes.de) durften zwei Tapas-Vorspeisen probiert werden: Remstal-Edamame – bestehend aus Erbsenschoten, Minze und Chimichurri und Panko-Garnelen mit Safran-Aioli und Gurke-Kimchi. Man merkt den orientalischen und asiatischen Einfluss hier in jedem Bissen. Warum? Dazu gleich mehr im nächsten Abschnitt.

Im Hauptgang standen auf dem Tisch: ein pochiertes Stundenei auf Kartoffelgnocchi mit Pfifferlingen und Rauch Aprikose (was für eine Geschmacksexplosion) und die „Memories from Koh Samui“ – Körschtal-Lachsforelle auf der Haut gebraten mit einer grünen Curry-Sauce, Thai-Gemüse und Limonenblattreis. Und auch beim „Desserts to share“ gingen die Gaumenfreuden weiter: Frozen Yogurt aus einem griechischen Joghurtsorbet mit Aprikose und Ingwer, ein Mango Lassi mit Kardamom, weißer Schokolade und Vanille und ein Hammer leckerer warmer (!) French Toast – Hefezopf mit Zimt-Zucker-Mantel, Erdbeeren und Mandel….

Ich freue mich, dass ein paar Anjo-Einflüsse auch weiterhin auf der Karte des Lamm zu finden sind und der nächste Besuch zum Testen der neuen Sommerkarte steht auch schon im Terminkalender!

Was ist das besondere beim Anjo-Modus im Lamm?  Anjo ist das Pop-up Restaurant von Moritz und Jessica Pollinksi (Restaurantleiterin),die  gemeinsam mit seinem Bruder Felix Pollinski, die die nächste Generation im Lamm sind und neben den klassischen Gerichten mit ihren Interpretationen einen besonderen orientalischen und asiatischen Touch in die Speisekarte bringen. Anjo ist im übrigen abgeleitete vom französischen Wort „agneau“ für „Lamm“

Dies konnte man u.a. auch bereits im März bei einem unheimlich tollen Abend im Weingut Klopfer (www.klopfer.de) schon erleben – unter dem Motto: „Anjo meets Klopfer – das Big Plantbased Tapas and Wine Diner“ – charmant auch moderiert von der SWR-Journalistin Petra Kein.

Ich esse gerne Fleisch  – ja, aber ich bin immer neugierig auf andere Gerichte und was ich an diesem Abend an vegetarischen und veganen Gerichten probieren durfte – Hammer!

Fünf „Flights“  standen in den Startlöchern – inklusive einem Apero bestehend aus einem 2019 Brut Nature und Ficelles!

Flight 1 bestand aus gleich zwei Leckereien: „Tandoori-Blumenkohl“ mit Moro Blutorange, Mais und Gochujang und einer „Gelbe Bete vom Salzstein“ mit BBQ-Quitte, Meerrettich und Kürbiskernen. Passend dazu gab es einen  2023 Gold Muskateller Grossheppach. Der Wein passte hervorragend zu den vielfältigen Geschmacksnuancen, die hier auf dem Teller zu finden waren.

Flight 2 war ein 2022 Sauvignon Gris kombiniert mit einer „geschmorten Unagi-Aubergine“ mit Tsukemone-Gurke, weißem Sesam und Shokupan und im anschließenden Flight 3 ging es um die „Tales from Anatolia“ – eine heiße Tomatensuppe mit Bulgur Salat Inside-Out und Petersilie mit einem 2022 Modus K rose.

Zwei Doppelflights machten sich dann bereit, um die Gäste noch ein bisschen mehr in neue Geschmackshöhen zu heben: Flight 4 bestand aus einem „knuspriger Rauchsellerie auf Sichuan Art“ mit Bio-Shiitaeḱe, grünem Spargel und Junglauch sowie einer „Frühlingswiese“ mit Miso-Kartoffeln, Honig und Trüffel. Passend dazu gab es einen 2021 Spätburgunder Steingrüble. Und dann kam  – begleitet von einer 2018er Riesling Auslese – der Dessert-Flight Nr. 5: „Abate Fetel“ – Birne in verschiedenen Facetten, Nugat, Haselnuss und Melisse und einem „Frozen Joghurt“ mit Rhabarber, Granola und Kokos.

Ich hoffe sehr, dass diese Veranstaltung eine Fortsetzung finden wird – ich bin wieder auf jeden Fall dabei!

Und am Freitag nach dem After Work waren wir dann ein zweites Mal zu Gast im Lamm – diesmal zu einer Veranstaltung von Daniels Weine (www.daniels-weine.de) aus Winterbach, nämlich zu „Riesling in Rheinkultur“, wo das Weingut Robert Weil (https://www.weingut-robert-weil.com/de/) zu Gast war. Ein toll kombiniertes Menu zwischen Essen und tollen Rieslingen sowie sehr witzigen und informativen Erklärungen durften wir dann bis doch relativ spät in die Nacht mit Freunden zusammen genießen.

Was es zu essen gab und die passenden Weine dazu findet ihr hier auf dem Bild…und dann lasse ich einfach mal nur Bilder sprechen… 😉

Noch eine kleine Besonderheit haben wir uns dann noch zum Abschluss dieses kulinarischen Double gegönnt – am Samstag war Dirk Cannova vom Weingut Robert Weil auch noch mit einer weiteren Auswahl an Weinen von ihnen bei Daniel Hasert im Keller von Daniels Weine und es war sehr spannend, die Weine nochmal in Ruhe und teilweise auch noch mit einem anderen Jahrgang probieren zu können. Und lieber Daniel – vielen Dank für die Möglichkeit an diesem Morgen einen Monte Vacano Riesling 2021 vom Weingut Robert Weil probieren zu können.

Ich freue mich schon auf die nächsten kulinarischen Abenteuer! In diesem Sinne – versucht gerne mal was Neues (auch kulinarisch)

Eure Nachteule

Das Symposium „Hilfe für Helfer“ in Fulda 2024

Nach Regen kommt Sonnenschein – und genau das traf am Donnerstag in Fulda zu! Dort fand sich ein Teil der PSNV-Familie beim 10. Symposium der Stiftung „Hilfe für Helfer“ ein, um sich mit dem Schwerpunkt „Zeitenwende in der PSNV-E“ zu beschäftigen und auszutauschen.

Die Stiftung  „Hilfe für Helfer“ des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV) hat als primäre Anliegen die Unterstützung von Einsatzkräften der Feuerwehr bei der Bewältigung besonders belastender Einsatzerfahrungen. Darunter ist zu verstehen:

  • die Förderung geeigneter Präventionsmaßnahmen (zum Beispiel durch konsequente Einbindung der Thematik in die Ausbildung der Einsatzkräfte),
  • geeignete kurz und längerfristige Nachsorgeangebote, die auch das soziale Umfeld der Einsatzkräfte einbeziehen.

Besonderes Anliegen der Stiftung „Hilfe für Helfer“ ist es, durch ihre Maßnahmen zur Qualitätssicherung im Bereich der psychosozialen Einsatzvorbereitung und Nachsorge beizutragen und die Entwicklung von Qualitätsstandards zu fördern. Dazu gehört auch die Förderung interdisziplinärer Forschung durch ausgewiesene Hochschuleinrichtungen.

Wer mehr wissen möchte – schaut mal hier vorbei: https://www.feuerwehrverband.de/dfv/hfh-vorstellung/

Um 10.30 Uhr eröffneten Karl-Heinz Banse, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes, Prof. Dr. Peter Sefrin, Vorsitzender des Beirates der Stiftung Hilfe für Helfer und Ralph Tiesler, Präsident des Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe das gut besuchte Symposium und es wurde deutlich, wie sich die Zeiten auch verändert haben. Wir sind die Guten und nicht die Bösen, aber die Gewalt gegen Einsatzkräfte nimmt zu und auch das Thema „Stärkung des Zivilschutz“ und das Bewusstsein, dass man sich Vorbereiten sollte, um nicht nachher von den Ereignissen überrollt zu werden.

Die Moderation und fachliche Einführung wurde von Erneli Martens (Landesfeuerwehrpastorin und Leitung der Notfallseelsorge in Hamburg) und Volker Harks (Referent an der BABZ) wieder professionell durchgeführt.

Der erste Vortrag kam von Thomas Wittschurky (Leiter des Fachausschusses Sozialwesen im DFV), der das Ergebnis einer Umfrage zum Thema „Gewalt gegen Einsatzkräfte“ vorstellte. Vom 04.11.23 bis 14.12.23 gab es eine bundesweiten Online-Befragung zum Thema Gewalt gegen Einsatzkräfte – flankierende zum #GewaltAngehen. Das Ziel war eine Befragung die Aufschluss darüber geben soll, in welchem Maße Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren von Gewalterfahrungen betroffen sind und welch Formen von Gewalt am meisten verbreitet sind. Fast 50 % haben Gewalterfahrungen bestätigt in den letzten zwei Jahren – und mit am Abstand am häufigsten wurde die Befragten mit Beschimpfungen und Beleidigungen mit Worten und Gesten beleidigt (mehr als 90 Prozent). Das ist auch wahrscheinlich die Erklärung, warum es nur eine geringe Anzahl von Unfallanzeigen gibt – es war ja „nur“ psychische Gewalt und keine körperliche Gewalt. Und ein interessanter Punkt – nur 13 Prozent berichteten, dass Täterinnen oder Täter erkennbar unter Alkohol- oder Drogeneinfluss standen – also ist den Tätern durchaus bewusst, was sie da tun! Was kann man nun tun…auf den Seiten des DFV gibt es u.a. Linklisten zu aktuellen Kampagnen und es wird durch Fortbildungsangebote u.a. aus dem Bereich der Deeskalation versucht hier weitere Möglichkeiten zu schaffen.

Und Claudia Schedlich (psychologische Psychotherapeutin und wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Forschungsprojekten in der PSNV) stellte psychosozialen Maßnahmen nach gewalttätigen Übergriffen im Einsatzkontext vor. Ein wichtiger Punkt sind die Risikofaktoren am Arbeitsplatz – man ist der Erste am Einsatzort, die EK haben ein höheres Risiko dem Tod zu begegnen und sind aggressiven Vorfällen (körperlichen und verbalen ) Angriffen ausgesetzt…sie riskieren ihr Leben um andere zu schützen. Ein besonderer Punkt sind die moralischen Aspekte bzw. Konflikte – Hilflosigkeit, das Bezeugen von Tod und Sterben und vor allem eine geringe Anerkennung oder Desinteresse für das Geleistete! Aber auch der Verlust des Erlebens der Sinnhaftigkeit des eigenen Tuns. Was sind nun die psychosozialen Maßnahmen, die wir hier tun können? Null Toleranz bei Gewalt – keine Bagatellisierung: das war doch nicht so schlimm / das gehört eben zum Job dazu….und auch nicht Wegsehen: Ignorieren der Gewalt und Belastung der Kolleg:innen oder Schweigen. Kein nicht eingreifen – wenn man mitbekommt, dass es vorgefallen ist oder man was mitbekommt.

Es bedarf eine Veränderung oder Erweiterung der Organisationskultur – Zugang zu niederschwelligen Angeboten und die Möglichkeit geben, dass man das offen ansprechen kann und ernstgenommen wird.

In der Aus- und Fortbildung sollten Themen angesprochen werden wie:

  • Sensibilisierung für die Notwendigkeit einer Meldung (auch verbale und nonverbale Gewalt)
  • Rechtliche Ausgangssituation / Notwehrregularien
  • Vorbereitung auf Konfliktsituationen im Einsatz
  • Gewaltprävention und Deeskalationstrainings
  • Selbstverteidigung
  • Interkulturelle Kompetenz

Insbesondere das Thema „moralische Konflikte“ muss mehr angesprochen und beachtet werden – Was sind Werte und was ist moralspezifische  Prävention; was ist die Bedeutung von Werteorientierung und was tun bei Veränderungen und Wandel von Werten.

Eine gute Übersicht gibt folgendes Schaubild zum multimodalen Vorgehen zur Förderung seelischer Gesundheit:

Mark Overhagen nahm sich dann nach der Mittagspause der Thematik „Zivilschutz als Herausforderung für die Gefahrenabwehr – Folgen für die PSNV-E“ an. Was ist eigentlich Zivilschutz?

Betrachten wir zuerst mal den Begriff „Bevölkerungsschutz“  – der eng mit dem Begriff Zivilschutz verbinden ist. Der Begriff Bevölkerungsschutz bezeichnet zusammenfassend alle Aufgaben und Maßnahmen des Bundes im Zivilschutz sowie die Aufgaben und Maßnahmen der Kommunen und Länder im Katastrophenschutz. Das Gesetz über den Zivilschutz und die Katastrophenhilfe des Bundes (ZSKG) setzt den gesetzlichen Rahmen für die unterschiedlichen Aufgaben (https://www.gesetze-im-internet.de/zsg/BJNR072610997.html).
Der Zivilschutz ist also Aufgabe des Bundes. Dies ist in § 1 ZSKG sowie Artikel 73 des Grundgesetzes geregelt. Damit soll die Zivilbevölkerung vor kriegsbedingten Gefahren geschützt werden, d.h. die Aufgaben des Zivilschutzes sind:

  • Selbstschutz
  • Warnung der Bevölkerung
  • Schutzbaum
  • Aufenthaltsregelung
  • Katastrophenschutz nach Maßgabe des § 11 ZSKG
  • Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit
  • Maßnahmen zum Schutz von Kulturgut

Für die Durchführung der Maßnahmen im Zivilschutz arbeitet der Bund mit den Ländern eng zusammen.

Was ist denn der NATO-Bündnisfall? Mit Verteidigungsfall wird der festgestellte rechtliche Status der BRD bezeichnet, wenn deren Staatsgebiet mit „Waffengewalt“ von außen angegriffen wird oder ein solcher Angriff unmittelbar droht. Mit dem Bündnisfall regelt Art. 5 des Nordatlantikvertrag (https://www.bpb.de/themen/internationale-organisationen/nato/547054/der-nordatlantikvertrag/ ) in Verbindung mit Art. 115a GG eine weitere Einsatzmöglichkeit des Verteidigungsfalles der Bundesrepublik Deutschland.

Ein paar Zahlen – 90% der militärischen Transporte werden durch zivile Unternehmen durchgeführt und 85 % des militärischen Bedarfs an Nahrungs- und Wasserressourcen.

Warum sind solche Informationen wichtig – es gab in den letzten Jahren immer wieder größere Übungen und in diesem Jahr steht wieder so eine Übung an – nämlich die Quadriga 2024. Nähere Informationen hierzu gibt es hier: https://www.bundeswehr.de/de/organisation/heer/aktuelles/heer-und-nato-partner-starten-2024-ein-grossmanoever-5710094

Herausforderungen in den nächsten Jahren werden sein

  • Terrorismus und Sonderlagen
  • Cyberattacken
  • Sicherheit
  • Sabotage
  • Spionage
  • Wirtschaftskrise Kriegswirtschaft
  • Flüchtlingskrisen
  • Großhavarien
  • Versorgungskrisen

Ein interessanter Begriff in diesem Zusammenhang das ROC. ROC steht für Resistance Operating Concept. Das ROC zeigt Maßnahmen auf, die ein Staat ergreifen kann, um sich in einem Konflikt gegen einen teilweisen oder vollständigen Verlust seiner nationalen Souveränität vorzubereiten. Es wurde von den Spezialeinheiten des Europäischen Kommandos der Vereinigten Staaten in Zusammenarbeit mit den schwedischen, lettischen, estnischen und litauischen Spezialeinheiten sowie der Führungsakademie der Schwedischen Streitkräfte entwickelt. Im August 2022 wurde erstmals darüber berichtet, dass die Ukraine das Konzept im Russisch-Ukrainischen Krieg einsetzt

Was bedeutet das jetzt für die PSNV?

Es geht um einen langfristigen Krisenzustand und auch die psychosozialen Belastungen werden steigen. Es gilt darum die Einsatzfähigkeit zu erhalten und auch sich der Gefahr von größeren Betreuungslagen bewusst machen, die evtl. durch Sabotage auf (kritische) Infrastrukturen entstehen kann? Was ist mit PSNV im Krankenhaus und dem Fachkräftemangel der in allen Bereichen herrscht? Wir brauchen spezielle Fortbildungen gerade in diesem Bereich – ist in Planung (z.B. PSNV im Zivilschutz – erster Lehrgang 2025 geplant).

Wer es nicht schafft sich vorzubereiten, ist vorbereitet es nicht zu schaffen!

Und dann gab einen Ausflug in Richtung Wasser – Christoph Sommer (Militärdekan und Beauftragter für Marineseelsorge) stellt die PSNV-E in der Deutschen Marine vor.

Wer mal etwas mehr zur Militärseelsorge wissen will – schaut mal hier: https://www.bundeswehr.de/de/betreuung-fuersorge/militaerseelsorge

Besonderheit bei der Marine – es gibt strukturierte Abläufe, ohne die es nicht gehen würde (z.B. den Tagesbefehl)  und es ist eine technisierte Welt.  Es ist auf See ein „autarkes“ System und es gibt eine sehr eingeschränkte Bewegungsmöglichkeit. Die Militärseelsorge ist der einzige zivile Anteil auf einem Schiff und ist dann aber auch Teil der Mannschaft – deswegen auch Teilnahme an Übungen, Arbeiten etc.

Aufgaben eines Militärgeistlichen an Bord: Gottesdienst, Seelsorge Unterricht, Teil der Besatzung, Repräsentant der Kirche, Talisman, Ethische Berater des Kommandanten im Rollendienst oder auch im Einsatzfall.

Was ist der Rollendienst: Abarbeitung  eines  Schadensereignis an Bord(Brand, Bergung etc.). Das Peersystem bei der Bundeswehr ist natürlich auch an Bord zu finden. 

Die Pausen konnten wieder zum Netzwerken ausführlich genutzt werden und auch für uns als PSNVonline war es toll ein paar unserer Teilnehmenden mal nicht als Kachel sondern als „echte“ Menschen erleben und kennenlernen zu dürfen!

Dr. Frank Conrads (Landesfeuerwehrpastor in SH) stellte im letzten Vortragsblock ein paar Vorschläge vor für Qualitätsstandards in der PSNV-E.

Es gibt ja bereits ein paar Unterlagen zu diesem Thema – z.B. DGUV- 205-038 (https://publikationen.dguv.de/regelwerk/dguv-informationen/3846/leitfaden-psychosoziale-notfallversorgung-fuer-einsatzkraefte).

In der PSNV-E gilt es zu fragen – was willst Du, das ich dir tue (Auftragsklärung). Zur Beschreibung der Wirkung von PSNV-E Maßnahmen kann man die Begriffe Salutogenese, Prävention und Peerprinzip einmal genauer betrachten – das sind die drei Schlagworte der Wirkfaktoren. Aber auch Sicherheit geben, Normalisieren, Psychoedukation, Kohärenz, Resonanz, Narrativität; Verlusterfahrungen bearbeiten: durch Selbstwert und Selbstwirksamkeit, Kommunikation und Bindung, Orientierung, Gestaltung, Erkenntnis Wertschätzung und auch Kontrolle und Autonomie spielen eine Rolle in diesem Bereich!

Die Voraussetzungen von Wirksamkeit sind: Vertrauen, Vertraulichkeit und Vertrauenswürdigkeit aber auch Feldkompetenz und Handlungssicherheit!

Psychosozialen Notfallversorgung für Einsatzkräfte vs. Psychosozialen Prävention im Einsatzwesen…um was geht es eigentlich genau? Es geht eigentlich nicht darum Personen zu versorgen, sondern ihnen was an die Hand geben, damit sie vielleicht nicht in die Lage kommen, dass sie Hilfe brauchen. Natürlich aber auch bei Belastungen Unterstützung und Hilfe zu geben.

Wirklichkeit besteht immer aus Fakten, aus Gedanken und aus Emotionen – deswegen gehören solchen Punkte auch ins Einsatznachgespräch und sollten berücksichtigt werden.

Was gehört in die Ausbildung? Hier gehören so Themen wie Organisationsstrukturen PSNV, psychologische Grundlagen, Psychoedukation, rechtliche Grundlagen und noch vieles mehr.

Der Wunsch für die Zukunft: gemeinsame Sprache – gemeinsame Standards – gemeinsam gut Handeln – Interoperabilität – in den Feuerwehren in Deutschland

Ein Erfahrungsbericht von der Amoktat in Hamburg bei den Zeugen Jehovas von Martin Timmler (kommissarischer Leiter Zentraldirektion Einsatzdienst der Feuerwehr Hamburg) rundete dann das diesjährige Symposium eindrucksvoll ab.

Zum Einstieg mal die kurze Erklärung was versteht denn unter dem Begriff LebEL? Eine Lebensbedrohliche Einsatzlage (abgekürzt LebEL) ist eine polizeiliche Lage mit hohem Gefährdungspotenzial für das Leben von Opfern, Unbeteiligten und Einsatzkräften.

Eine Lebensbedrohliche Einsatzlage liegt bereits dann vor, wenn Anhaltspunkte ein Täterverhalten unmittelbar erwarten lassen, bei dem mittels Waffen, Sprengmitteln, gefährlichen Werkzeugen bzw. Stoffen oder außergewöhnlicher Gewaltanwendung gegen Personen vorgegangen wird, insbesondere wenn Personen verletzt oder sogar getötet werden. Es handelt sich oft um dynamische und unübersichtliche Situationen wie z. B. Brand- und Terroranschläge oder Amokläufe. Die Feststellung einer solchen Lage erfolgt durch die örtliche Polizei. Für die Einsatzkräfte besteht meist ein Interessenkonflikt zwischen der notwendigen Hilfe für die etwaigen Opfer und dem Eigenschutz.

Wer noch ein bisschen mehr zu den einzelnen Themen wissen möchte – hier geht es zu den gesamten Vorträgen der Referenten: https://www.feuerwehrverband.de/dfv/hfh-vorstellung/hfh-symposien/

Vielen Dank für die spannende Veranstaltung und ich bzw. wir von PSNVonline freuen uns schon auf nächstes Jahr!

In diesem Sinne – passt auf euch auf!

Eure Nachteule

Das Jahreszeiten-Menü „Sommer“ im Lamm in Hebsack

Wer ein leckeres Spargelmenü in den nächsten Wochen noch genießen möchte, dem kann ich das Jahreszeitenmenü im Lamm in Hebsack (www.lamm-hebsack.de)  sehr empfehlen.

Auch wenn die Weinbegleitung ein Tipp ist, den man unbedingt dazu nehmen sollte – probiert gerne einmal den ViSecco mit Sauvignon Blanc von der Manufaktur Jörg Geiger (https://www.manufaktur-joerg-geiger.de/Alkoholfrei/PriSecco-Alkoholfrei-Prickelnd/) .

Aber zurück zum Menü – gestartet haben wir mit einem ganz speziellem „Vitello tonnato“ – nämlich bestehend aus zartem Milchkalb und Thunfisch-Tataki zusammen serviert mit grünem Spargel, Kapernmayonaisse und roter Shiso-Kresse. Dazu gab es einen 2022 Sauvignon blanc trocken vom Weingut Maier aus Schwaikheim  – das auch für die restliche Weinbegleitung zuständig war (www.maier-weingut.de/). Eine sehr tolle Geschmackskomposition war das gleich zu Beginn 😊.

Und auch die Schaumsuppe von weißem Spargel mit Frankfurter grüner Kräuter, Bärlauchöl und einen Krustentier-Dim Sum in der Mitte war ein Erlebnis. Sehr passend auch hier die Weinbegleitung – einen 2023 Weißburgunder trocken vom Weingut Maier.

Der Hauptgang bestand aus einem auf den Punkt perfekt medium gebratenem Filetsteak vom deutschen Weiderind mit Schmidener Stangenspargel, einer sehr geschmackvollen Trüffelbearnaise und leckeren hausgemachten Kräuterflädle. Dazu passend einen 2020 Cabernet franc „vom Stein“, Neustadt Söhrenberg trocken.

Beim Nachtisch konnte man zwischen Käse und einer „Himbeere Hoch 3“ wählen und da wir praktischerweise zu zweit da waren, durften beide Nachtische probiert werden: es gab eine kräftige Auswahl an französischem Rohmilchkäse, gerösteten Haselnüssen und Feigenmarmelade und ein Traum aus Himbeeren. Himbeeren als Sorbet, Eis und weißer Schokolade mit karamellisierter Schokoladenganache, Erdnusshippe und Melisse. Und dazu gab es ein kleines Gläschen Moscato D’Asti (Bricco Quaglia Moscato D’Asti 2022) von La Spinetta (www.la-spinetta.com/).

Und du weißt, dass du im richtigen Restaurant angekommen bist, wenn plötzlich als unerwarteter Zwischengang eine kleines Stück hausgerauchte Körschtal-Lachsforelle auf meinem geliebten Fregola Sarda in Basilikumpesto als Gruß aus der Küche serviert wird! War das lecker – vielen lieben Dank lieber Moritz für diese tolle Überraschung!

Ich freue mich schon auf die nächsten kulinarischen Erlebnisse im Lamm Hebsack!

In diesem Sinne – guten Appetit!

Eure Nachteule