Carpe noctem. Dieser Blog handelt von den Erlebnissen einer "Nachteule", die nachts anstatt zu schlafen lieber Apfelkuchen backt oder sich mit anderen interessanten Dingen beschäftigt, wie z.B. den Themenbereichen (Katastrophen)Medizin, Pädagogik, PSNV, VOST oder auch der Feuerwehr. Und so ein paar kulinarische Abenteuer erlebt diese Nachteule auch immer wieder :-)! Bei den Aussagen handelt es sich um meine eigene Meinung und sind auch so als private Äußerung zu verstehen.
Auch wenn es zwischenzeitlich etwas windig war (selbstverständlich Gegenwind), wurden gestern die Räder aus der Garage geholt. Erster Stopp war Keitum – genauer gesagt der Käseklub (https://www.instagram.com/kaeseklub/ ). Von Mo-Sa 9:30-18:30 Uhr gibt es unter der Adresse Siidik 6, Sylt-Ost 25980 leckeren Käse, tolle Frühstückgerichte und einen phantastischen Cheesecake! Seit Mai 2024 gibt es diese Geheimtipp-Location erst und wer hier ist – unbedingt mal hingehen. Noch ein bisschen über den Käseklub, seine Besitzer und was ihn ausmacht findet ihr auf der folgenden Seite gut beschrieben: https://www.sylt.de/die-insel/news/kaeseklub.
Generell bekommt ihr unter www.sylt.de aktuelle Informationen zu Veranstaltungen, Ausflugszielen oder sonstigen Besonderheiten rund um diese schöne Insel – schaut ruhig gerne mal vorbei und bekommt ein bisschen Fernweh 😉. Nach dem leckeren Frühstück ging es mit dem Rad weiter auf Geocaching-Tour und um das Rantumer Becken herum wieder Richtung Westerland.
Ein Stopp bei den Tetrapoden bzw. Glotzopoden musste natürlich sein und wenn sie schon so perfekt auf dem Weg liegt, gab es noch einen Abstecher zur Strandoase ( https://strand-oase.de/). Erfrischende Cocktails und einen tollen Blick aus dem Strandkorb Richtung Nordsee…was will man mehr.
Am Abend gab es diesmal Burger – aus der Beach Box https://www.instagram.com/explore/locations/706138215/beach-box-westerland/?hl=de Sehr lecker und in einer guten Größe. Leider kann ich diesmal kein Beweisfoto dazu liefern, da ich etwas zu spät zum Essen kam (und weiß aber inzwischen, dass der Lady Cheeseburger auch kalt schon mal sehr gut ist…) – der Grund meines Zuspätkommens: ich war Wein kaufen und auch vorher probieren und irgendwie habe ich dabei die Zeit vergessen (und vielleicht auch das eine oder andere Gläschen mehr getrunken). Welchen Wein wir gekauft haben – das verrate ich morgen.
Heute ist eher ein Tag für Couch, Friesentee und Bücherlesen bzw. Blogartikel weiter vorbereiten, aber ich bin ja im Urlaub, da darf das auch mal sein.
In diesem Sinne – alles sichern auf den Plätzen, damit es nicht zum Sturmwichteln kommt.
Der Freitag startet relativ entspannt – ein kleines bisschen Arbeit hat es zwar in den Urlaub mitgeschafft, aber mit der entsprechenden Aussicht ist das kein Problem. Schon seit unserer Ankunft kann man die Schiffe zur Sandaufspülung in regelmäßigen Abständen beobachten, wie sie herfahren, Sand „da lassen“ und wieder raus auf die Nordsee fahren. Warum das notwendig ist, verrate ich gleich nochmal etwas genauer.
Das Wetter wurde ausgenutzt, um den gemieteten Strandkorb auch endlich mal genießen zu können und um ein erstes, leicht erfrischendes Bad in der Nordsee zu nehmen – war das herrlich! Und nachdem es heute schon wieder einen erfolgreichen Möwenangriff, diesmal auf einen Crêpes vom Sohn einer Freundin gegeben hat, war meine Kreativität geweckt. Warum habe ich auch Tupperboxen dabei im Urlaub 😉…Crêpes-Klau durch Möwen ist was für Anfänger – ich habe die ultimative Lösung gefunden und habe meinen ersten (aber sicher nicht letzten Crêpes von der Crêperie am Meer erfolgreich und möwensicher vom Verkaufsfenster zum Strandkorb und in einen Mund gebracht 😊! Mal sehen, welche Variante ich jetzt als Nächstes probiere (lecker sind sie alle…insbesondere auch der Friesen Crêpes – der hat meistens gute Umdrehungen versteckt 😉…)!
Am Abend ging es Richtung List – diesmal in den Königshafen (https://www.koenigshafen.de/. Der Königshafen ist das Älteste in Familienbesitz geführte Restaurant auf Sylt – nämlich schon seit 1881 und seit 2011 bereits in der 5. Generation. Das Essen hier ist immer wieder ein „Geheimtipp“ – vor allem die Fischgerichte: frischgefangene Nordsee-Zungen (mit unterschiedlichem Gewicht) oder auch – und den hatte ich diesmal: einen superfleischigen Steinbutt. Auch hier immer ein Genuss – die dreierlei Varianten von der Sylter Royal Auster (pur, mit toller Schnittlauch-Vinaigrette und überbacken mit Käse mit Karottengemüse). Dazu gab es – wunderbar passend – einen Grauburgunder Oktav vom Weingut Heger vom Kaiserstuhl (https://www.heger-weine.de/de/).
Gut gefüttert ging es wieder zurück nach Westerland, wo man weiterhin die Schiffe zur Sandaufspülung beobachten konnte, die immer noch am Hin- und Herfahren sind. Hier mal ein paar Fakten dazu: Sylt verliert jährlich rund 1 Mio. m³ Sand durch Sturmfluten und Brandung – diese Mengen müssen künstlich ersetzt werden, um dauerhaften Landverlust zu verhindern. Vor allem die Strand- und Dünenbereiche wie Westerland sind stark betroffen, vor allem nach der Sturmflutsaison im Spätsommer 2024 mit extremem Wasserstand, unter anderem ausgelöst durch Sturm „Ursula“ konnte man die Verluste deutlich sehen.
Zusätzlich gibt es noch die sog. Vorstrandaufspülung, die ein vorgelagertes Sandriff stabilisiert, das als natürlicher Wellenbrecher wirkt. Seit Beginn in den 1970er Jahren sind bereits über 60 Mio. m³ Sand auf die Strände gespült worden, finanziert aus Bundes-, Landes- und EU-Mitteln. . Ohne kontinuierlichen Sandnachschub ginge die Westküste jährlich um 1 Mio. m³ Sand verloren – eine Entwicklung, die nur durch solche umfangreichen Maßnahmen kompensiert werden kann. 2025-2028 geht es in den nächsten Maßnahmenabschnitt: Das Land Schleswig‑Holstein hat beschlossen, in den kommenden vier Jahren etwa 5,6 Millionen m³ Sand aufzuspülen – 3,9 Mio. m³ als Strandaufspülung und ca. 1 Mio. m³ als Vorstrandverklappung. Pro Jahr entspricht das etwa 1,2 Mio. m³
Die Technik dahinter ist bewährt: Über große Saugbagger (sogenannte Hopperbagger), die etwa 8 km vor der Küste in 15–30 m Tiefe Sand entnehmen, wird das Sand-Wasser-Gemisch an Bord gepumpt. Nach Ablauf des Wassers transportiert das Schiff den Sand über eine Rohrleitung direkt an den Strand – typischerweise bis auf rund zwei Kilometer Entfernung – mit hoher Pumpdruckkraft. Dort wird der Sand mit Bulldozern und Planierraupen verteilt und in Kombination mit Dünenbepflanzungen und Fangzäunen stabilisiert. Die Aufspülungen laufen typischerweise von Mitte April bis Ende Oktober immer.
Mit einem kleinen roten Leuchten verabschiedet sich die Sonne an diesem Freitag und wenn das Wetter so mitmacht, dann werden die Räder morgen mal zum Einsatz kommen!
In diesem Sinne – immer genügend Sand vor der Küste haben!
Das war doch gestern ein ganz versöhnlicher Einstieg nach diesem kleinen Sturmintermezzo am Mittwoch. Bei angenehmen Temperaturen, leichtem Wind und Sonnenschein hat es mich – wie viele andere auch – an die Promenade bzw. den Strand gezogen am frühen Morgen, um eine Runde Sport zu machen. Die einen waren bereits im Wasser unterwegs – schwimmend oder surfend, die meisten aber joggend oder wie ich nordicwalkend. Schön, wenn man so weit im Norden dann plötzlich „The Länd“ entdeckt an den Flaggenmasten. 😊
Zum Frühstück ging es einmal kurz zur Bäckerei Raffelhüschen ( https://raffelhueschen-sylt.de/), um eine leckere Dinkel-Vollkorn-Stange mitzunehmen, und dann zurück auf den Balkon mit Möwe- und Meerblick. Tatsächlich muss man selbst auf dem eigenen Balkon ein genaues Auge auf sein Essen und dem Möwenkommando auf Beutezug haben. Am Morgen ging es noch gut…am Mittag beim Fischbrötchen etwas weniger (aber dazu gleich mehr)! Neben den kulinarischen Genüssen gab es noch eine Buchlektüre – und selten habe ich so schmunzeln und lachen müssen, beim Lesen von solchen Büchern. Also eine witzige Lesemepfehlung und der erste Haken auf der Lese-To-Do-Liste:
Relativ spontan ging es dann auf eine knapp 3-stündige Bustour über die Insel mit dem Start in Westerland und durch fast alle Wetterzonen 😉. Über „Get your Guide“ (https://www.getyourguide.de/) habe ich schon des Öfteren tolle Ausflüge und Erlebnisse gefunden – schaut gerne mal rein, wenn ihr irgendwo seid und lasst euch inspirieren. Mit Busfahrer Uwe – einem echten Sylter, der sogar noch hier geboren wurde, was inzwischen leider nicht mehr möglich ist, da die Geburtenstation bzw. der Kreissaal auf das Festland verlegt worden sind seit einigen Jahren – ging es los vom ZOB Westerland nach List, zum ersten Halt. Zwei Erkenntnisse gab es gleich auf dieser ersten Strecke – am häufigsten zu sehen auf der Insel ist der Syltkäfer – aka ein Porsche 911 – und die Möwen am Lister Hafen sind perfekt organisiert 😉. Ich konnte mein Bratheringsbrötchen vom Gosch erfolgreich verteidigen – Carsten war einen Hauch zu langsam und musste ein halbes Stremellachsbrötchen dem gierigen Schlund der Möwe überlassen, die eine Sekunde Unaufmerksamkeit gnadenlos ausnutzte.
Dann ging es einmal wieder komplett zurück an das andere Ende von Sylt – nämlich nach Hörnum. Hier ist der Aufbau des ab heute beginnenden Hafenfestes schon im vollen Gange und wir nutzten unseren Aufenthalt dort für eine knapp 45 minütige Schiffstour durch die Hörnumer Odde. Anschließend ging es zum Ausgangspunkt unserer Tour – dem ZOB Westerland zurück. Wir hatten bei unseren Stopps immer das Glück, dass es nicht geregnet hat – dazwischen war so mancher Bilderversuch aus dem Bus heraus etwas „vertröpfelt“.
Den Abend konnten wir bei einer schönen Abendstimmung gemütlich angehen und haben mit leckerem Essen aus dem To Gao (https://togao.de/) die Ankunft von Freunden begehen können (und vor lauter Hunger und Entspannung doch glatt vergessen, Bilder zu machen) – aber schaut einfach auf der Homepage, in den Sozialen Medien oder direkt vor Ort beim To Gao vorbei – dann seht ihr, was es alles Tolles gab. 😉 Für heute gelobe ich wieder Besserung.
Mal sehen, was es heute so alles gibt – da die Strandkörbe soweit organisiert sind, wäre heute Mittag eine Idee, diese auch mal einzuweihen und vielleicht mal eine Fußspitze in die Nordsee zu halten (und endlich einen Crêpes von der Crêperie am Meer essen zu können). Heute Vormittag werde ich die Zeit mal nutzen, um die Friedrichstr. etwas unsicher zu machen, ein zwei Kleinigkeiten wie u.a. Postkarten (ja, dieses Jahr gibt es postalische Urlaubsgrüße und keine WhatsApp-Grüße) einzukaufen und eine erste Geocaching-Liste für die nächsten Tage zu erstellen – bevor es heute Abend wieder kulinarisch wird – nämlich im Königshafen in List.
In diesem Sinne – ein Hoch auf die Sandaufspüler von Sylt, damit diese Insel noch ein kleines bisschen länger erhalten bleibt!
Na, das war ja ein stürmischer Empfang an diesem Mittwoch – aber wie schrieb Uwe Schmale (von Sylter Sekunden) gestern: „Nur mal so zur Info: Ein „Herbststurm“ wie heute ist auch mitten im Sommer nichts Ungewöhnliches für uns auf Sylt. Er ist mit Ende Juli nur recht früh dran dieses Mal, meistens kommt er erst im August.“ Wer einen kleinen Eindruck haben möchte – hier das Reel von ihm https://www.facebook.com/reel/1056020299974947 und schaut doch gerne bei Sylter Sekunden by Uwe Schmale mal direkt vorbei und lasst ein Like da oder folgt hier ruhig. Hier gibt es immer tolle Bilder und Infos: https://www.facebook.com/Sylter.Sekunden.by.Uwe.Schmale.
Aber so ein Tag lässt sich auch gut nutzen – nämlich zur weiteren Planung der nächsten Tage und der Lesestoff-Überlegung! Da es zeitweise so nass und stürmisch war, dass man fast nichts gesehen hat, haben wir die Besorgung von Museumstickets, Fahrradabholung und Strandkorborganisation auf heute verlegt und waren tatsächlich gestern nur einmal „vor der Tür“ – nämlich zum Abendessen, aber dazu später mehr!
Die Inspiration, was man alles so auf Sylt machen kann, kann man sich auf diversen Seiten z.B. Sylter Journal (FB), Sylt – Die Insel (FB), Sylt kulinarisch (FB) oder wie ich auch in verschiedenen Büchern (und bei Tipps von anderen Sylt-Urlaubern) holen. Meine zwei liebsten „Schmöker“ sind diese hier:
Auf alle Fälle stehen diesmal auf der Wunschliste ein paar Museen, nämlich das Heimatmuseum Keitum (und danach vielleicht einen kleinen Abstecher in Nielsens Kaffeegarten), das Feuerwehrmuseum in Keitum und auch das Altfriesische Haus dort. Die Empfehlung zum Friedhof der Heimatlosen in Westerland und den Besuch auf dem Wochenmarkt in Westerland sind zwei Tipps von Freunden, die ich diesmal sehr gerne mit auf die Wunschliste packe.
Diverse Radtouren, u.a. durch die 5 Naturschutzgebiete sowie einmal rund um das Rantumbecken sowie den Dünenradweg nach List sind auch geplant (und entsprechende Wetterkleidung natürlich auch – nur so arg stürmen sollte es nicht)!
Aber auch die Entspannung und die Kulinarik sollen nicht zu kurz kommen. Der Kindle ist vollgefüllt mit den verschiedensten Büchern, aber auch was für das haptische Gefühl ist dabei (der Vorteil, wenn man mal nicht mit der Bahn, sondern mit dem eigenen, großen Auto unterwegs ist – da passt mehr rein 😉..):
Und dieses kleine, witzige Buch ist mir vor ein paar Tagen auch noch in die Hände gefallen:
Mal sehen, ob es dieses Mal klappt, bei Maurice eine Sylter Suppe zu essen und danach in der Sylter Eismanufaktur ein leckeres Eis zum Nachtisch zu bekommen. Ein paar abendliche Essensspots sind schon geplant und mal schauen, ob uns eine unserer Radtouren noch zur Kaffeerösterei, dem Käseklub oder auch zur Teestube in Keitum führt. Wir lassen uns überraschen!
Ach ja, gestern Abend war es schonmal ein fantastischer kulinarischer Einstieg – wir waren in der Reblaus in Keitum (https://reblaus-sylt.de/). Im Reblaus Wine & Dine tritt man ein und hat sofort dieses cozy feeling – superklein, nur knapp 7 Tische, aber sofort ein warmes Gefühl, dass es ein wunderbarer Abend wird. So bekamen wir auch gleich den „Lieblingsplatz“. Kreative Küche wird hier großgeschrieben und durch die Verwendung von Zutaten, die fast alle nur auf der Insel hergestellt werden, schmeckt man diese Naturbelassenheit auch. Es gab eine tomatisierte Bouillabaisse mit Garnele und Lachs, dazu einen Sauvignon blanc 2022 aus der Pfalz von Emil Bauer (www.bauerwein.de) und ich hatte von der Tagesempfehlung eine super knusprig gebratene Dorade, mit grünem Spargel, Pfifferlingen und Kräuterpüree und vom gleichen Weingut den Riesling „No Sex Drugs % Rock’n Roll – just Riesling, 2023. Toller Duft nach Aprikose, Pfirsich, Limette und ein perfekter Begleiter für die Dorade. Und da noch ein bisschen Platz war, gab es zum Abschluss zwei Affogato mit „Schuss“ – einmal mit einem Walnuss-Liqueur und einmal mit Kaffee-Liqueur von Lantenhammer (www.lantenhammer.de). Ein absoluter Tipp für alle, die gerne gemütlich und lecker essen gehen wollen!
Jetzt geht es erstmal ein bisschen mit meinen Nordic-Walking-Stöcken auf die Westerländer Promenade und Richtung California Surf Cup-Gelände – mal schauen, ob da schon was los ist, und dann über einen Bäcker mit frischem Brot zurück in die Ferienwohnung und dann lassen wir uns mal in diesen wunderschönen Vormittag treiben!
Es ist endlich soweit – die kulinarische Nachteule ist unterwegs in den Urlaub! Hurra! Wer Lust hat darf mich gerne hierbei begleiten und in den Reiseberichten allerhand Kulinarisches, aber auch Kulturelles und sicher noch so den einen oder anderen Tipp für sich mitnehmen.
Anreisetag Teil 1 – die erste Etappe auf dem Weg in den Norden
Der Montagmorgen startete doch relativ entspannt – nämlich mit einem Termin bei der PMV – Physio meines Vertrauens – Diana Lutz. „Deine Zeit für Dich“ ist nicht nur ein Satz, sondern mit der Hauptgrund, warum ich mich hier so wohlfühle und die Behandlungen und die Gespräche so sehr genießen kann. Schaut doch gerne mal bei ihr auf der Seite vorbei und lasst euch gerne mal von ihren Yoga-Angeboten oder Physiotherapien begeistern (https://www.dianalutz.com/ ). Kulinarisch gab es tatsächlich auch noch was Interessantes zum Mittagessen – Cevapcici auf den Plüderhäuser Feststagen.
So gestärkt ging es dann – nach etwas Autotetris – Richtung Hamburg, wo der erste Übernachtungsstopp im Leonardo Hotel Hamburg-Stillhorn geplant war. Die Fahrt war super entspannt – so gut wie kein Verkehr, allerdings war beim Wetter fast alles dabei 😉(okay – Schnee gab es keinen).
Endlich war auch mal wieder Zeit unserer Podcast-Lust zu frönen – es gab einen Podcast-Marathon von „Geschichten aus der Geschichte“. Hier mal ein paar interessante Fakten zu diesem spannenden Podcast:
„Geschichten aus der Geschichte“ ist ein deutschsprachiger Geschichtspodcast, in dem sich zwei Historiker – Daniel Meßner aus Deutschland und Richard Hemmer aus Österreich – gegenseitig historische Geschichten erzählen. Das Besondere dabei: Einer der beiden kennt das Thema im Voraus, der andere nicht – was für einen spannenden und unterhaltsamen Erzählstil sorgt. Die Themen reichen von unbekannten Ereignissen und faszinierenden Persönlichkeiten bis hin zu skurrilen Randgeschichten der Weltgeschichte und sind teilweise aufgrund von Tipps oder Vorschlägen von Hörern inspiriert. Der Podcast erscheint wöchentlich seit Oktober 2015 und dauert pro Folge etwa 45 Minuten. Ursprünglich trug er den Namen „Zeitsprung – Geschichten aus der Geschichte“, wurde aber ab Folge 270 im November 2020 auf den heutigen Namen gekürzt, aufgrund von Markenrechten.
Der Podcast ist für seine abwechslungsreiche Themenwahl und seinen lockeren, aber fundierten Stil bekannt. Neben den regulären Folgen gibt es monatliche Sonderepisoden, in denen die beiden auf Rückmeldungen und zusätzliche Informationen von Hörerinnen und Hörern eingehen. Das Projekt wurde über die Jahre mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Ö3-Podcast-Award, dem Preis „Goldener Blogger“ sowie Platzierungen in den Apple-Podcast-Charts. 2023 erschien im Piper Verlag ein Buch mit ausgewählten Episoden, und 2024 starteten die beiden mit „Plus Ultra“ ein aufwendig produziertes Podcast-Spin-off zum Dreißigjährigen Krieg – was ich sehr empfehlen kann.
Mittlerweile umfasst der Podcast über 500 Episoden und hat sich zu einem der beliebtesten Formate im deutschsprachigen Raum entwickelt. Mit ihrer Kolumne „Hemmer und Meßner erzählen“ sind die beiden Historiker außerdem regelmäßig im Magazin „Spektrum der Wissenschaft“ vertreten. Wer Freude an unterhaltsam und klug erzählten Geschichten aus allen Epochen der Weltgeschichte hat, wird bei „Geschichten aus der Geschichte“ sicher fündig. Hier geht es zu Homepage mit weiteren Informationen: https://www.geschichte.fm/ und zur Übersicht der Liveauftritte. Wir freuen uns schon auf den 07.10. und dem Auftritt in Stuttgart!
Anreisetag Teil 2 – über Dänemark auf die Insel
Nachdem der Kaffeeautomat im Hotel überlistet werden konnte, ging es gemütlich um Hamburg herum Richtung Rømø – vorbei an der Ausfahrt „Wacken“ – da muss irgendwie auch was sein, da uns einige Autos mit Aufklebern „W.O.A.“ begleitet haben und wir einfach fröhlich immer wieder ins (An)Hupen eingestiegen sind 😉
Und hier der kleine Exkurs für alle Wacken-Fans: Das Wacken Open Air 2025 findet vom 30. Juli bis 2. August im schleswig-holsteinischen Wacken statt und lockt auch in diesem Jahr wieder über 85.000 Metal-Fans aus aller Welt an. Bereits seit 1990 ist das Festival ein fester Bestandteil der internationalen Rock- und Metal-Szene und zählt heute zu den größten und bekanntesten seiner Art. Auf insgesamt neun Bühnen treten über 1.300 Bands auf – darunter große Namen wie Guns N’ Roses, Machine Head, Saltatio Mortis, Dimmu Borgir, Papa Roach und viele mehr. Die musikalische Bandbreite reicht dabei von Heavy und Death Metal über Folk und Pagan bis hin zu modernen Crossover-Acts.
Wer nicht selbst vor Ort sein kann, muss dennoch nicht auf das Erlebnis verzichten: Der komplette Livestream des Wacken Open Air 2025 wird kostenlos über MagentaMusik und MagentaTV übertragen. Neben zahlreichen Konzertübertragungen gibt es exklusive Interviews, Backstage-Einblicke und spannende Festivalmomente zu sehen. Im Anschluss stehen viele Inhalte auch als Video-on-Demand zur Verfügung. Zusätzlich bietet der offizielle YouTube-Kanal „WackenTV“ regelmäßig neue Konzertmitschnitte, Interviews und Rückblicke – perfekt für alle, die das Festival digital miterleben möchten.
Fast zwei Stunden vor dem eigentlichen geplanten Zeitslot auf der Sylt-Fähre (https://www.frs-syltfaehre.de/ ) kamen wir am Anleger in Havneby an und haben tatsächlich noch einen Platz auf der Fähre um 11:30 Uhr bekommen – Juhu – zwei Stunden früher ankommen auf „meiner“ Insel!
Erster Halt war dann List – und die „Alte Tonnenhalle“, wo es an der Canapés-Bar ein paar leckere Canapés vom Gosch (https://gosch.de/) gab zum Urlaubseinstieg. Die Auswahl an Fischspezialitäten ist einfach toll hier – mal sehen, ob wir es nicht nochmal spontan hierher zum Essen schaffen 😉.
Neben Fisch gibt es auch andere leckere Dinge beim Gosch – u.a. einen GOSCH Jünnes Absacker Sanddornlikör und einen 67 Stint Gin. Der Gin hat Zutaten wie Wacholder, Sanddorn, Hagebutte, Fenchel, Koriander, Cubenpfeffer und Gurke – und daher hat er auch seinen Namen. Der kleine Stint wird wegen seines speziellen Geruchs auch „Gurkenfisch“ genannt. Lecker ist er pur oder als Gin Tonic und auch mit Jünnes Absacker gemischt. Der Sandornlikör erinnert mich auch noch an einen weiteren Urlaub – allerdings an der Ostsee (genauer gesagt an Kühlungsborn und den Sandorn-Sprizz vom „edel und scharf“ (https://www.edel-und-scharf.com/karte/ ). Und ich musste diesem kleinen Hummer Jünne ein neues Zuhause geben!
Nach den Regenschauern und um die restliche Zeit bis zur Wohnungsübernahme zu überbrücken gings nach Morsum zur Bäckerei Ingwersen (www.ingwersen-sylt.de) und mit Friesentorte und Ostfriesentee konnte der Nachmittag noch weiter genossen werden.
Am Abend kam – bevor der Regen und das Gewitter angekommen sind – nochmal toll die Sonne raus und so konnten wir die „kleine“ Pizza ganz entspannt bei uns in der Ferienwohnung genießen.
Der heutige Tag (Mittwoch, den 30.07.) wird etwas umgeplant werden müssen, da bei diesem Sturm und Regen nicht alles so wie geplant stattfinden kann. Aber Sylt ist immer für eine Überraschung gut – also mal sehen, was dieser Tag so bringen wird!
Seid gespannt und dann gerne bis morgen früh!
In diesem Sinne – Regen ist erst, wenn die Fische auf Augenhöhe vorbeischwimmen!
Ein Abend voller Aromen, Charakter und Leidenschaft: Bei einem exklusiven Dinner im Restaurant Bachofer wurden die Gäste auf eine außergewöhnliche Genussreise mitgenommen – kuratiert von Daniel Hasert von Daniel’s Weine und begleitet von der renommierten österreichischen Winzerin Marion Ebner-Ebenauer aus Poysdorf, die nicht umsonst zur „Winzerin des Jahres 2022“ gekürt wurde.
Marion Ebner-Ebenauer – Charakterweine mit Seele
Die charismatische Winzerin steht für klare, elegante und kompromisslos hochwertige Weine, die das Terroir ihrer Lagen in Niederösterreich authentisch widerspiegeln. Mit nachhaltiger Arbeit im Weingarten und minimaler Intervention im Keller entstehen Weine mit Profil – puristisch, aber voller Ausdruck. Besonders bekannt sind ihre Grünen Veltliner, Chardonnays und Burgundersorten – trocken, kraftvoll und zugleich fein ziseliert.
Ein Menü, sieben Gänge, perfekte Harmonie
Bernd Bachofer präsentierte ein 7-Gänge-Menü, das asiatische Einflüsse gekonnt mit regionalen Zutaten verband. Jeder Gang wurde durch einen perfekt abgestimmten Wein begleitet – ein kulinarisches Gipfeltreffen, das zeigte, wie Wein und Küche sich gegenseitig auf ein neues Niveau heben können.
Aperitif & Amuse Bouche
Radieschenschaumsuppe mit Börek-Strudel
Poke Bowl mit Melone, Thunfisch und Gurke-Wasabi-Eis – was super lecker, leicht scharf und frisch war
Wein:Sekt Cuvée Courage, Zero Dosage Ein eleganter, trockener Sekt ohne Dosage – kompromisslos klar, mit feiner Perlage. Die Frische und Mineralität passte perfekt zu den leichten, fruchtigen und würzigen Noten der Amuse und zurecht der Sekt des Jahres 2025 bei Gault & Millau. Spannend waren die Informationen zu diesem tollen Sekt: ein Cuvée von Grundweinen aus den Jahren 2007, 2008 und 2009 die gemeinsam im gebrauchten Holzfass auf der Feinhefe ausgebaut wurden, bevor es 2011 für die zweite Gärung in die Flasche ging. 12 Jahre blieb die Cuvée Courage dann auf der Hefe und wurde währenddessen alle drei Monate in die Hand genommen, um die Hefe aufzurütteln! Für mich ein wunderbarer Einstieg in diesen tollen Abend – einer mehr drei Favoriten heute ;-)!
Gang 1 – See-Viche und geräuchertes vom Seesaiblingmit Kaviar-Creme, Daikon-Eis und Senfkörner;
See-Viche steht hier für ein Wortspiel auf Ceviche, das peruanische Fischgericht mit mariniertem rohem Fisch, der diesmal mit Seesaibling in zwei spannenden Variationen serviert wurde für mich waren die geräucherten, warmen Saiblingspralinen ein Highlight. Das Daikon-Eis, ein Eis aus japanischem Rettich war eine ungewöhnlich aber perfekt passende Begleitung zum Fisch.
Wein:2023 Grüner Veltliner Ried Bürsting Ein klassischer Grüner Veltliner mit Würze und mineralischer Tiefe. Die salzige Frische des Fisches wurde durch die pikanten Veltliner-Aromen wunderbar ergänzt….und war mein zweiter Favorit des Abends. Aus über 50-jährigen Rebstöcken und auf schwerem Lehmboden angebaut macht er wirklich Spaß im Glas. Ein tolles Aroma und eine wunderbare Würzigkeit!
Gang 2 – Confiertes Eigelb mit Ziegenkäse & Pfifferlingen, verfeinert mit Estragon, Holunder-Ponzu und Aprikose. Ponzu finde ich persönlich eine tolle Frucht – sie ist eine japanische Zitrusvariante mit einem tollen frischen Geschmack.
Wein:2023 Grüner Veltliner Sauberg Ein Wein mit mehr Struktur und Fruchtspiel. Die Kombination aus erdigen Pilzen, cremigem Käse und süßlich-fruchtigen Komponenten haben super harmoniert zusammen.
Gang 3 – Soufflierte Seezunge mit Waldpilz-Dashi, knusprige Hühnerhaut, Gochujang-Hollandaise & Mizuna; Gochujang ist eine koreanische scharfe Chili-Paste, die in der Hollandaise verarbeitet wurde – ich finde diese Kombinationen sehr lecker und kenne es oft aus dem Sushi-Bereich. Die dünne Schicht auf der Seezunge ist eine weitere Seezungen-Farce mit einer tollen Würzung. Gebettet war der Fisch auf Mizuna – einem japanischen Blattsalat.
Wein:2023 Weißer Burgunder Alte Reben Ein dichter, komplexer Burgunder, der der Umami-Tiefe der Pilzbrühe und der cremigen Schärfe der Sauce Paroli bot und nach ein bisschen Luft entfalteten die 50-70 Jahre alten Reben hier ihre ganze Stärke!
Gang 4 – Bluefin Thunfisch mit Tomaten-Dashi, Thai-Basilikum, Laab Gai Crisp & Taboulé. Das Röllchen ist gefüllt mit Laab Gai – einem thailändischen Hackfleischsalat. Tolle Geschmacksexplosionen waren das auf diesem Teller – und der Thunfisch war perfekt angeflämmt!
Wein:2022 Chardonnay Black Edition Ein Chardonnay mit Schmelz und Holznoten – kraftvoll genug für den Thunfisch und fein genug, um mit asiatischer Frische zu spielen. Mein dritter Favorit an diesem Abend 😉 – generell gehören die Weine der Black Edition zu meinen generellen Favoriten von diesem Weingut. Das Besondere? Ganztraubenpressung, über 48h Maischestandzeit, 500 l Fass aus französischen Barriques mit monatelanger Batonnage (Aufrühren der Hefe) und schlussendlich lange Flaschenreife….das schmeckt man hier absolut raus!
Gang 5 – Iberico Papada mit BBQ Romana & Kimchi-Sud, Kartoffel-Topinambur-Creme & Rauchpaprika (linkes Bild). Papada ist eine Schweinebacke, die grandios geschmeckt hat und eingelegt in Teriyaki-Sauce und Kimchi-Sud.
Wein:2020 Pinot Noir Black Edition Der Pinot Noir – kühl, elegant, mit feiner Würze – passte ideal zur rauchigen Note und zur Tiefe des Gerichts. Ein Paradebeispiel für Food & Wine Pairing.
Dessert – Raffaelo 2.0 mit Kafir-Limette, Ananas, Passionsfrucht & Kokos (rechtes Bild) Ein tropischer Abschluss mit exotischem Geschmack und einem tollen Spiel von Säure und Frucht!
Der Abend war ein Paradebeispiel für gelungene kulinarische Symbiose. Die Weine von Marion Ebner-Ebenauer bildeten nicht nur Begleitung, sondern Dialogpartner der Gerichte. Ihre Präzision, Tiefe und Charakterstärke machten jeden Gang zu einem Erlebnis. Das Restaurant Bachofer zeigte erneut, dass Sterneküche nicht abgehoben sein muss – sondern kreativ, zugänglich und voller Seele.
Ein echtes Gipfeltreffen von österreichischer Weinexzellenz und asiatisch inspirierter Haute Cuisine.
Das aktuelle Wochenende stand ganz im Zeichen der Kulinarik – am Sonntag, den 06. Juli fand wieder die White Küchenparty im Lamm Hebsack (https://lamm-hebsack.de/) und vom 05.-07.07. das Brunnenfest in Winterbach statt.
Im Lamm haben Moritz und Markus Polinski und das ganze Lamm-Team wieder richtig aufgefahren:
🥂 Aperitif
Hausmarke Sekt (Kessler Sekt, Esslingen, extra brut) – frisch, trocken, klassisch deutscher Sekt mit feiner Perlage – ein sehr eleganter Auftakt.
🍽️ 1. Küchengang (Vorspeisen-Stationen)
Hier gibt es eine kreative Vielfalt – sehr modern & fusion-orientiert.
1. Wassermelonen-Gazpacho
Mit Rauchlachs-Yakitori & Ingwer – spannender Twist auf den spanischen Klassiker. Süßlich, pikant, leicht rauchig.
2. Geröstetes Sesam-Focaccia
Mit Yuzu-Avocado & Sashimi-Thunfisch – japanisch inspiriert, leicht asiatisch-mediterran.
3. Austern »Marie Morgane«
Mit Steves Gemüsesalat – roh & frisch, ein Klassiker unter den Fine-Dining-Austern – der Salat war eines meiner Highlights!
4. Miso-Aubergine
Mit Joghurt, Panko & Amba-Mango – israelisch-japanischer Fusion-Style, Amba ist eine fermentierte Mango-Sauce, leicht säuerlich-würzig – auch ein Top-Platz bei meinen Highlights!
5. Special: Handgeschnittenes Rindertatar
Aus dem Bauchladen serviert – klassisch & handwerklich, mit Show-Effekt.
🍜 Zwischengang (wird serviert)
Thai-Bouillabaisse
Mit Seeteufel, Wolfsbarsch, Garnelen, Fenchel & Tomate
Französisch-thailändische Fusion – kräftige Brühe mit asiatischer Frische, tolle Meeresfrüchte-Kombination.
🍖 2. Küchengang (Hauptgang)
Chef’s geschmorte Kalbshaxe mit Pfifferlingrahmsauce – klassisch, zart, saisonal.
Saltimbocca vom Iberico-Filet mit Zitronen-Pfeffer-Jus – italienisch inspiriert, aber mit hochwertigem spanischem Fleisch.
Bio-Stundenei (vegetarisch): Mit Carbonara, Petersilie & Fregola – Stundenei = bei niedriger Temperatur gegartes Ei mit cremiger Textur…zwei meiner Favoriten: Fregola und Stundenei – ein toller Gang!
Als Beilagen gab es Ratatouille, Kartoffelgnocchi sowie Serviettenknödel.
Dann ging es wieder in die Küche für das Dessert:
Tiramisu 2.0 mit Cassissorbet – fruchtig-frisch und kreativ.
Cremiges Joghurteis mit Beeren & Minze – leicht, sommerlich.
Oma Ruths Blechkuchen mit halbgeschlagener Vanillesahne – nostalgisch und charmant.
Weinbergspfirsich³: Panna Cotta, gegrillt & cremig – raffinierte Kombination aus Süße und Röstaromen.
Und ein – okay zwei – Besuche auf dem Brunnenfest in Winterbach in der Wein-Lounge von Daniel’s Weine (www.daniels-weine.de) waren an diesem Wochenende auch auf der To-Do-Liste.
Wer noch etwas von der leckeren Weinkarte (auch aus der Big Bottle) oder auch die Flammkuchen (mein Tipp: nach griechischer Art) probieren möchte – am morgigen Montag habt ihr nochmal die Gelegenheit dazu.
Wir haben es heute fast auf den Punkt genau mit den Rädern nach Hause geschafft, bevor die nächsten Regentropfen runterkamen, und jetzt heißt es noch, das Wochenende gemütlich ausklingen lassen und eine kleine Planung für die anstehenden Termine in den nächsten Tagen anfertigen!
In diesem Sinne – schnappt euch eure Freunde und genießt das Leben!
Heute ist in manchen Ländern der Nationale Marmeladentag, aber ich finde, es ist ein Tag für alle Schleckermäule, die wie ich gerne Marmelade in den verschiedensten Varianten gerne mögen.
Befragt man ChatGPT, was er zu diesem Tag schreiben würde, liest man: „Es gibt Leidenschaften, die sich still und leise entwickeln. Eine davon ist die Liebe zur Marmelade. Was auf den ersten Blick wie eine banale Zutat auf dem Frühstückstisch wirkt, ist in Wahrheit ein Glas voller Erinnerungen, Kreativität und saisonaler Magie. Marmelade ist nicht einfach nur Frucht + Zucker = Aufstrich. Nein, sie ist ein Ausdruck von Lebensfreude, von Tradition und von Experimentierfreude. Schon beim Öffnen eines Gläschens entfaltet sich ein Duft, der einen direkt in Omas Küche versetzt. Ob Erdbeere, Aprikose oder Johannisbeere – jede Sorte erzählt ihre eigene Geschichte.“
Ich finde – so schlecht ist diese Erklärung gar nicht und ich freue mich einen „GMV“ – einen „Gsälz-Maker des Vertrauens“ zu haben, der mich regelmäßig mit den verschiedensten Kreationen versorgt. Eine kleine Auswahl seht ihr im folgenden Bild – wenn ihr davon mal was probieren wollt – meldet euch einfach bei mir.
Schauen wir mal einen Blick zurück – nämlich in die Geschichte der Marmelade
Der Begriff „Marmelade“ stammt ursprünglich vom portugiesischen Wort „marmelada“ ab, dass eine süße Quittenpaste bezeichnete. Diese Zubereitung verbreitete sich im Laufe der Zeit in Europa, bis sie in Schottland ihren modernen Durchbruch erlebte. Dort soll Ende des 18. Jahrhunderts Janet Keiller in Dundee aus bitteren Orangen die erste Orangenmarmelade hergestellt haben – eine Delikatesse, die bald europaweit Furore machte. In Frankreich unterscheidet man bis heute streng zwischen „confiture“ (alle Früchte) und „marmelade“ (nur Zitrusfrüchte). Diese Regelung übernahm später auch die EU. In Deutschland wird Marmelade im Volksmund oft als Sammelbegriff für Fruchtaufstriche verwendet, obwohl laut Lebensmittelrecht „Konfitüre“ die korrekte Bezeichnung für die meisten Sorten wäre.
Eine Marmelade, die ich schon des Öfteren gemacht habe – hauptsächlich im Winter – ist eine Bananenmarmelade und die geht super einfach:
1 kg Bananen (ohne Schale)
1 kg Gelierzucker 2:1 / geht auch mit 500 g
3 Zitronen (Saft und Schale)
Je ½ TL Nelken und Zimt
Je 2 cl Rum und Eierlikör
Bananen kleinschneiden und alle Zutaten zusammenmischen und ca. 4 min kochen lassen – Voilá!
Ansonsten hier auch noch ein schnelles Rezept für eine klassische Erdbeermarmelade mit Vanille:
1 kg frische Erdbeeren
500 g Gelierzucker 2:1
1 Vanilleschote (Mark)
Saft einer halben Zitrone
Erdbeeren putzen und klein schneiden. Zusammen mit Zitronensaft und Vanillemark vermengen. Gelierzucker einrühren, zum Kochen bringen und 4 Minuten sprudelnd kochen lassen. Heiß in Gläser füllen und verschließen.
Jetzt kann man die Marmelade nicht nur pur oder auf einem Brot oder Stück Zopf genießen, es gibt auch tolle Rezepte damit. Meine Highlights sind u.a. diese hier:
Gefüllte Hefeschnecken mit Marmelade
Hier ist ein einfaches, bewährtes und sicher gelingendes Hefeteig-Rezept, das sich ideal für Zimtschnecken, aber auch für andere süße Hefegebäcke eignet:
🥣 Grundrezept für süßen Hefeteig (für ca. 12 Zimtschnecken)
Zutaten:
500 g Weizenmehl (Typ 550 oder 405)
1 Würfel frische Hefe (42 g) oder 1 Päckchen Trockenhefe
250 ml lauwarme Milch
80 g Zucker
80 g weiche Butter
1 Ei (Größe M)
1 Prise Salz
👩🍳 Zubereitung:
1. Vorteig (bei frischer Hefe empfohlen):
Die Milch leicht erwärmen (handwarm, ca. 37 °C – nicht heiß!).
Die frische Hefe hineinbröckeln, 1 TL Zucker dazugeben, umrühren.
Ca. 10 Minuten stehen lassen, bis die Hefe Blasen bildet.
(Bei Trockenhefe entfällt dieser Schritt: einfach mit Mehl und Zucker mischen – so mache ich es am Liebsten – geht einfach und schnell!)
2. Teig herstellen:
Mehl in eine große Schüssel geben.
Zucker, Salz, Ei und weiche Butter dazugeben.
Vorteig (oder Trockenhefe) zugeben.
Alles mit den Knethaken eines Handrührgeräts oder einer Küchenmaschine ca. 5–8 Minuten zu einem glatten, elastischen Teig kneten.
3. Teig gehen lassen:
Teig mit einem feuchten Tuch abdecken und an einem warmen Ort mindestens 1 Stunde gehen lassen, bis er sich sichtbar verdoppelt hat.
4. Weiterverarbeitung (z. B. für Zimt- oder Marmeladenschnecken):
Teig auf einer leicht bemehlten Fläche rechteckig ausrollen.
Mit weicher Butter bestreichen, Zucker und Zimt (z. B. 100 g Zucker + 1 EL Zimt) oder Marmelade darüberstreuen.
Aufrollen, in ca. 12 Scheiben schneiden, auf ein Blech legen.
Weitere 20–30 Minuten abgedeckt gehen lassen.
5. Backen:
Im vorgeheizten Ofen bei 180 °C Ober-/Unterhitze ca. 20–25 Minuten backen, bis die Schnecken goldgelb sind.
Linzertorte á la Mama Waltraud
Zutaten:
250 g Mehl
1/ 2 Päckchen Backpulver
200 g gemahlene Haselnüsse
200 g Butter
200 g Zucker
2 Eier
2 El Kakao
25 g geriebene Halbbitterschokolade
1 gehäufter Kaffeelöffel Zimt
1/2 Messerspitze gemahlene Nelken
½ Schnapglas Himbeergeist
200 g Himbeermarmelade
Zubereitung: Alle Teigzutaten verkneten, gerne einmal über Nacht kühlstellen und dann ca. ½ Teig in eine gefettete Springform drücken. Marmelade darauf verteilen. Aus dem restlichen Teig Streifen mit dem Messer schneidne, gitterförmig verteilen und eine Randrolle formen, mit Eigelb-Milch einpinseln.
Bei Heißluft 160°C oder Ober-Unterhitze 200 °C etwa 60 Minuten backen. Abkühlen lassen – und am besten 1–2 Tage durchziehen lassen für vollen Geschmack.
So, jetzt habe ich euch hoffentlich genug Lust und Hunger gemacht – in diesem Sinne – guten Appetit!
Heute am 28.06. ist der Tag des deutschen Whiskys, der jährlich am letzten Samstag im Juni begangen wird. Initiiert wurde dieser Tag vom Verband Deutscher Whiskybrenner (VDW)(https://www.deutsche-whiskybrenner.de/) 2017. Unter der Leitung des Brennmeisters Hans‑Gerhardt Fink wurde der letzte Juni‑Samstag als Aktionstag festgelegt, um die Bekanntheit von Whisky „Made in Germany“ zu steigern und einheitlich zu feiern.
Schauen wir mal ein bisschen auf die Geschichte des Whiskys: Whisky, auch als „Wasser des Lebens“ bekannt, hat seine Ursprünge in Irland und Schottland. Erste schriftliche Belege reichen bis ins 15. Jahrhundert zurück. Die Destillation selbst war schon im Mittelalter bekannt – ursprünglich zur Herstellung von Parfums und Heilmitteln. Im Laufe der Zeit perfektionierte man die Technik zur Herstellung von hochprozentigen Getreidespirituosen. Die Schotten und Iren gelten als die klassischen Pioniere, doch längst hat sich Whisky weltweit etabliert – von Japan über die USA bis nach Deutschland. Zwar reicht die Brenntradition in Deutschland Jahrhunderte zurück – vor allem für Obstbrände –, doch Whisky spielte lange keine Rolle. Erst in den 1980er- und 1990er-Jahren begannen findige Brennmeister, sich an Single Malts und Grain Whiskys zu wagen. Heute gibt es über 150 deutsche Whiskybrennereien, viele davon mit internationalem Renommee.
Noch kurz zur „richtigen“ Schreibweise – „Whisky“ ist die offizielle und korrekte Schreibweise und wird vor allem in Schottland, Kanada, Japan und Deutschland verwendet. Whiskey findet man eher in Irland oder den USA bei den Bezeichnungen.
Was macht deutschen Whisky besonders?
Regionale Rohstoffe: Viele Brennereien verwenden heimische Gerste, Quellwasser und lagern in regionalen Holzfässern (z. B. Weinfässern aus der Pfalz).
Tradition trifft Innovation: Deutsche Brennereien kombinieren handwerkliche Präzision mit Experimentierfreude.
Vielfalt: Vom rauchigen Torfwhisky über süßliche Sherryfass-Abfüllungen bis zu fruchtigen Varianten ist alles vertreten.
Und meine zwei persönlichen Empfehlungen – schaut mal Richtung Bodensee – diese Brennereien lohnen sich für Genießer und Ausflügler gleichermaßen:
🥃 Brände aus dem Hause Senft (Salem)
Bekannt für Wein und Edelbrände, doch der Senft Whisky wird immer beliebter.
Lagerung in Rotwein- und Bourbonfässern, weicher Stil mit regionalem Charakter.
🥃 Deutsche Bodensee Whisky-Destillerie Steinhauser (Kressbronn)
Einer der Vorreiter am Bodensee.
Brigantia Single Malt: gereift in Sherry- und Portweinfässern, sehr komplex.
Ein Muss für Whiskyfans, die Genuss mit Erlebnis verbinden wollen – war in den letzten Jahren die Bodensee-Whisky-Tour, die von der Silberburg am Markt in Tübingen organisiert wurde. Aktuelle Infos findet ihr auf der Homepage www.silberburg-am-markt.de
Wir haben 2016 diese Tour gemacht und hier ein kleiner Bericht dazu:
Nach einem schönen Sonnenaufgang und leckerem Frühstück mit Seeblick geht es jetzt gleich los…auf zur Bodensee-Whisky-Tour. Start der fast 10-stündigen Tour war in Überlingen am Bodensee mit den beiden Edelbrand-Sommelièren Silke Senft und Angela V. Weiss (Schwäbische Whiskybotschafteri)
Nächster Halt…Kressbronn…in der 1. Bodensee Whisky Destillerie. ….ach…lasst mich einfach hier und holt mich auf dem Rückweg wieder ab!
Destillerie Senft (Salem) Brenner Herbert Senft präsentiert die Brennanlage, das Fasslager und bietet ein erstes Whisky‑Tasting (frisch, voll, mit sanftem Torf). (https://www.senft-destillerie.de/)
Zweiter Halt – Wallfahrtskirche Kloster Birnau mit ihrem wunderschönen Ausblick auf den See und die tolle Ausstattung im Inneren der Kirche. Nur wenige Meter unterhalb, auf der großen Seeterrasse des Rebmannshofes, gab es zur Mittagszeit ein paar kulinarische Bodenseegenüsse zur Stärkung bevor es Richtung Kressbronn ging. https://www.hotel-pilgerhof.de/hotel-rebmannshof/
Nämlich zur „1. Whisky-Destillerie am Bodensee“ – Steinhauser – in Kressbronn. Hier präsentiert sich ein beeindruckendes Fasslager, in welchem mit großem Aufwand und viel Feingefühl der Whisky „Brigantia“ zu phänomenaler Aromentiefe ausgebaut wird. Üppige Vanille-Noten, schmeichelnde Mandel- und Röstaromen, Trockenfrucht-Aroma und ein exotischer Touch betören die Sinne. https://steinhauser-bodensee.de/
Die dritte Whisky-Station – die Destillerie Alfred Waibel – liegt in Überlingen. Alfred Waibel ist der wohl älteste Whisky-Destillateuer Deutschlands und entführt seine Zuhörer mit Humor und enormem Fachwissen in seine Welt der Destillierkunst. Sein limitierter Whisky nennt sich „Keyne Eyle“, denn guter Whisky braucht viel Zeit, Geduld und Gelassenheit. Mit einem tollen Whisky endet die Station 3 in Überlingen….6 Jahre, 53 %… und jetzt ratet mal wie teuer dieses Fläschen wäre ; -)?! https://www.keyne-eyle.com/home/
Im Bus durfte noch ein Whisky aus der Schweiz probiert werden – der „Säntis Malt“ – der auch sehr lecker war (https://www.saentismalt.com/
Zum Abschluss der Bodensee-Whisky-Tour bietet sich die Möglichkeit ein abendliches Whisky Menü im Salemer Landgasthof Apfelblüte zu genießen, was wir auch gemacht haben: https://landgasthof-apfelbluete.de/
Wer jetzt Lust auf ein eigenes Whisky-Menu zum deutschen Whisky tag – hier eine kleine Empfehlung von mir:
Whisky-Menü zum Deutschen Whisky-Tag
🥃 Vorspeise: Lachs-Tatar mit Whisky-Senf-Marinade
Marinade aus Slyrs Whisky, Honig, Dijon-Senf, Zitrone.
Serviert auf Pumpernickel oder Gurkenscheiben.
🥩 Hauptgang: Rinderfilet mit Whisky-Pfeffersoße
Sauce aus dunklem Fond, Sahne, grüner Pfeffer und einem rauchigen Finch-Whisky.
Dazu: Rosmarinkartoffeln und grüne Bohnen.
🍨 Dessert: Schokoladenmousse mit Whisky-Karamell
Mousse mit dunkler Schokolade, Topping aus St. Kilian Whisky und Karamell.
Und hier die entsprechenden Rezepte:
🧑🍳 Vorspeise: Lachs-Tatar mit Whisky-Senf-Marinade auf Pumpernickel
Zutaten (für 4 Personen):
300 g frisches Lachsfilet (Sushi-Qualität)
1 TL Dijon-Senf
1 TL Honig
1 EL Zitronensaft
1,5 EL milder Whisky (z. B. Slyrs Classic)
1 TL fein gehackter Dill
1 Schalotte (sehr fein gewürfelt)
Salz, Pfeffer
4 Scheiben Pumpernickel oder dünne Gurkenscheiben
Zubereitung:
Lachs in feine Würfel schneiden.
Senf, Honig, Zitrone, Whisky und Dill zu einer Marinade verrühren.
Schalottenwürfel und Lachs unterheben, 10 Minuten ziehen lassen.
Mit Salz & Pfeffer abschmecken.
Auf Pumpernickel oder Gurkenscheiben anrichten.
Begleit-Whisky:
👉 Slyrs Classic – mild, fruchtig, passt wunderbar zur Frische des Fisches.
🧑🍳 Hauptgang: Rinderfilet mit Whisky-Pfefferrahmsauce, Rosmarinkartoffeln & grünen Bohnen
Zutaten (für 4 Personen):
Für das Filet:
4 Rinderfilets à 180–200 g
Salz, Pfeffer, Öl zum Braten
Für die Sauce:
1 EL grüne Pfefferkörner (in Lake)
100 ml kräftiger Whisky (z. B. Finch Barrel Proof)
200 ml Rinderfond
150 ml Sahne
1 TL Butter
Beilagen:
500 g kleine Kartoffeln
2 Zweige Rosmarin
2 EL Olivenöl
300 g grüne Bohnen
1 TL Butter, Salz
Zubereitung:
Kartoffeln:
Halbieren, mit Öl, Salz und Rosmarin mischen.
Bei 200 °C ca. 30 Minuten im Ofen backen.
Bohnen:
Kurz in Salzwasser blanchieren, dann in Butter schwenken.
Filets:
In heißem Öl 2–3 Minuten pro Seite scharf anbraten.
Im Ofen bei 100 °C ca. 10 Minuten ruhen lassen (medium).
Sauce:
Pfefferkörner in Butter anschwitzen.
Mit Whisky ablöschen, kurz flambieren (optional).
Fond und Sahne zugeben, einkochen bis cremig.
Anrichten:
Filet mit Sauce überziehen, Kartoffeln und Bohnen dazu.
Am Freitagabend wurde es heiß – im wahrsten Sinne des Wortes! Wir sind zu Gast in der Grillworld Schorndorf (www.grillworld.de) beim aktuellen Plancha-Grillkurs mit den zwei besten Planchistas – Mona (früher Leone) und Chris Sandford 😊
Was ist Plancha-Grillen eigentlich? Plancha-Grillen ist eine aus Spanien und Frankreich stammende Grillmethode, bei der Speisen auf einer glatten, sehr heißen Metallplatte (meist aus Edelstahl oder Gusseisen) zubereitet werden. Der Begriff „Plancha“ kommt aus dem Spanischen und bedeutet „heiße Platte“ oder „heißes Blech“. Im Gegensatz zum klassischen Grillen mit Rost liegt das Grillgut direkt auf der heißen Fläche auf. Die Grillplatte wird auf etwa 250–300 °C erhitzt, wodurch eine gleichmäßige, sehr hohe Hitze entsteht. Diese intensive Hitze sorgt für eine schnelle Versiegelung der Oberfläche der Lebensmittel – ideal für eine schöne Kruste, intensives Aroma und saftiges Inneres. Da kein direkter Kontakt mit Flammen besteht, entstehen beim Plancha-Grillen kaum gesundheitsschädliche Stoffe wie bei manchem offenen Holzkohlegrill.
Nach einer kurzer Einstiegsbegrüßung und einem ersten Begrüßungscocktail (bestehend aus O’Donnells Granatapfel und Sekt) wurden wir von den beiden humorvoll in deutsch und englisch in die Grundlagen des Planchagrillens eingeführt und konnten dabei sehen, wie schnell es gehen kann. Auf der Plancha wurden so nebenher Aufbackbrötchen kleingeschnitten und beidseits angeröstet und dünne Orangenscheiben daneben und ruckzuck hatte man ein erstes Versucherle in der Hand und im Mund. Dann wanderten vier tolle Rip-Eye-Steaks auf die Plancha und man konnte „hören“ wie das Fleisch anfing zu brutzeln und ein paar Nüsse durften auf der zweiten Plancha mit Zucker und anschließend etwas Zitrone und Pfeffer rösten…was für ein Geruch!
Dann stand die „Arbeit“ für alle an – das Vorbereiten der weiteren Zutaten für die nächsten Gänge. Was nämlich beim Plancha-Grillen nicht funktioniert, ist das nebenher schnell was fertig machen – so viel Zeit hat man nicht. Deswegen alles als Mis en Place vorbereiten und dann loslegen.
Mein Highlight war – neben dem Dessert – der erste Gang: Pilze mit Safran, Frischkäse und Kräuter auf einer Scheibe Baguette….so lecker und so schnell gemacht.
Der nächste Gang war für die meisten ziemlich überraschend – es gab Pasta von der Plancha: Linguini mit Lachs und Kardamon. Der Lachs wurde schön knusprig angebraten und dann kamen Zwiebeln, Gemüse und für den besonderen Geschmack – ein bisschen vorbereitetes Zitronengras mit den Nudeln auf die Platte. Alles gut vermischen, Gemüsebrühe drüber, wieder vermischen und den Lachs drunter zerkleinern. Sehr lecker – beim nächsten Mal probieren mal noch einen Schluck Sahne dazu aus 😉
Wer schnell einmal etwas Brot braucht – Burrito-Fladen lassen sich – sobald der Teig fertig ist und das geht auch schnell – in knapp 30 Sekunden pro Seite auf der Plancha hervorragend frisch herstellen und schmecken wunderbar!
Aber auch der Inhalt hatte es in sich: es gab in der Fleischvariante eine Rinderhack-Paprika-Chili-Mischung als Füllung und für die vegetarische Variante wurde anstatt Hackfleisch einfach ein Brokkolie entsprechend zubereitet. Tolle Idee und beide Varianten waren sehr lecker.
Das Dessert kam bei allen super an – Flambierte Ananas mit Granatapfel-Konfetti mit Torrone (also den vorbereiteten Nüssen). Das Besondere: die Ananas wurde zuerst geröstet, dann mit Zucker betreut und Gin begossen und dann gab es ein bisschen Feuer zum Flambieren. Aber den absoluten Schmelz gab die Sahne, die dann anschließend dazu gegeben wurde und nochmal kurz mit der Ananas verteilt wurde! Wow – das müsst ihr unbedingt mal probieren.
Ein rundum gelungener Abend war das mal wieder in der Grillworld in Schorndorf! Vielen Dank an Familie Christ für diesen tollen Grillkurs wieder und wir freuen uns schon auf den nächsten Abend!
Wer die Grillworld einmal kennenlernen möchte (und nicht nur auf der Homepage sich begeistern lassen möchte) – am 05.07. ist Sommerfest in und um die Grillworld. Kommt doch gerne vorbei – ich bin auch da und freue mich auf einen spannenden Tag dort.