Reisetagebuch Sylt 2025, Tag 12 – ein letztes Mal Inselfeeling!

Mit einem tollen Sonnenaufgang ging es in den letzten ganzen Urlaubstag auf der Insel…also ab auf die Friedrichstr. und ins Café de Paris (https://www.cafedeparissylt.de) zum leckeren Frühstück mit warmen Croissants und zum Einstieg in den Tag mit einem Lav’a Belle Sprizz (was für eine tolle Farbe, oder?).

Und dann durften die Räder nochmal bewegt werden – eine schöne Tour nach Morsum an das Morsumer Kliff war geplant mit einem etwas windigen Rückweg über den Deichweg – der gesäumt war von vielen Schafen auf und neben der Strecke! So eine schöne Landschaft!

Nach einer kleinen Stärkung in Westerland bei Rückkehr hieß es dann Räder abgeben und Koffer packen, da unser Sylt-Shuttle jetzt dann in wenigen Minuten (um 7:55 Uhr, um genau zu sein) uns zurück auf das Festland nach Niebüll bringt und wir  – leider – die Rückreise aus einem wunderbaren Urlaub antreten müssen.

Aber am Abend ging es nochmal sehr lecker – endlich – essen im GolfClub Sylt (https://www.golfclubsylt.de/blog/gastronomie-1055.html). Nachdem in den letzten Jahren hier des Öfteren der Besitzer gewechselt hatte und die Qualität des Essens nicht wirklich gut war, hat Jasmin Stump es jetzt geschafft – es war ein hervorragender Abend mit leckerem Essen, tollen Weinen und einer nicht so schlechten Aussicht auf den Golfplatz. Ein schöner Abschluss für diesen Urlaub!

Nun stehen wir in der Schlange vor dem Autozug – mit frischem Cappuccino in der einen Hand und einem Schoko-Croissant in der anderen Hand und einer kleinen Wehmutsträne im Auge. Diese Insel mag man oder man mag sie nicht – wir gehören auf alle Fälle zur ersten Sorte. Diese Insel hat noch so schöne Ecken, die es zum Erfahren, Erleben gibt – und ich freue mich auf meinen nächsten Besuch (der hoffentlich nicht allzu lange warten muss).

In diesem Sinne – Hentö bal!

Eure Nachteule

Reisetagebuch Sylt 2025, Tag 11 – ein Tag bei der Feuerwehr, Teil 2

Schon brechen die letzten Tage bzw. das letzte Urlaubswochenende an…und jetzt könnte ich glatt nochmal eine Woche dranhängen. Das Wetter passt, die richtige Erholungsphase ist gerade eingetreten…aber am Montag früh ist um 7:55 Uhr das Sylt-Shuttle Richtung Festland gebucht und der Arbeitsalltag ruft so langsam wieder. Nun ja, nach dem Urlaub ist ja bekanntlich vor dem Urlaub (wann immer der dann stattfinden wird).

So ging es jetzt am Samstagmorgen um kurz vor 9 Uhr Richtung Strand – vorher noch einen Kaffee bei Coffee-Fellows mitgenommen und dann konnte ich die Ruhe im Strandkorb mit meinem Buch (und ja, einem kleinen bisschen Büroarbeit – aber wer beschwert sich schon bei so einem (Arbeits)Platz darüber 😉…) genießen bis kurz vor 12 Uhr. Nein, da bin ich noch nicht ins Wasser, aber am Nachmittag dann.

Gegen 12:30 Uhr ging es mit den Rädern dann zur Feuerwehr Westerland, die heute ihren großen Tag der offenen Tür hatte und sich wirklich viel Mühe gemacht und ein tolles Programm auf die Beine gestellt hat – für Groß und Klein. Die Rundfahrten mit diesen großen roten Autos mit dem Blaulicht auf dem Dach ist bei den Kindern super angekommen und für alle ab 18 Jahren ging es hoch hinaus, wenn man wollte: eine Fahrt mit einer DLAK 23/12 wurde angeboten…und klar – die Nachteule ist da natürlich vorne mit dabei! Das war schon ein toller Ausblick auf 23 Metern über Sylt!

Danach ging es zurück an den Strand und endlich gab es auch mal einen süßen Crepes – nämlich einen Friesencrepes mit Pflaumenmuss, Zimtsahne und irgendwas mit Alkohol 😉. Das Wasser war herrlich erfrischend, aber man merkt den Wellen immer noch ihre Kraft an, da auch der Wind zwischendurch wieder etwas auffrischte. Aber es war einfach herrlich und erholsam.

Am Abend ging es diesmal in den Weinraum, eine kleine Tapas- und Weinbar in Westerland (https://www.weinraum.co/). Vor lauter Hunger habe ich völlig die Bilder vergessen vom Essen – für die Speckdatteln und Wein hat es noch gereicht. Es war super lecker – auf alle Fälle eine Empfehlung wert und auch der aktuelle Catch of the Day war toll – es gab Ramen!  

Die ersten Überlegungen, wie man den Sonntag als letzten Urlaubstag noch in vollen Zügen genießen kann, laufen schon, und auch wenn es der letzte Tag diesmal ist – wir kommen sicher wieder auf diese wunderbare Insel!

In diesem Sinne – genießt den Tag!

Eure Nachteule

Reisetagebuch Sylt 2025, Tag 10 – ein Tag am Meer

Juhu – es sieht nach Strandtag aus – zumindest auf den ersten Blick. Beim zweiten Blick auf die Fahne am Strand wird aber klar: Baden ist nur eingeschränkt möglich weiterhin, da die Wellen noch zu unberechenbar sind. Aber auch heute war ich wenigstens teilweise in der Nordsee (Spoiler für den Samstag – da klappt es mit dem richtigen Nordsee-Schwimmen wieder 😊)!

Begonnen haben wir den Vormittag mit einem spontanen Frühstück im Café Mateika (https://www.mateika.de/) – viel Rosa und leicht kitschig im Innenbereich – aber auch sehr lecker. Es gibt hier vor allem verschiedene Eggs-Benedict-Variationen 😊…leider sind Nordseekrabben nicht immer erhältlich und so bin ich dann von einem Eggs Schimmelreiter (mit Nordseekrabben) dann auf einen Eggs Hemingway (mit Räucherlachs) umgestiegen…der auch sehr lecker war!

Nach einem kurzen Bummel durch die langsam voller werdende Innenstadt von Westerland ging es für mich an den Strand, wo ich mich endlich meinem nächsten Buch widmen konnte (genauere Buchrezensionen kommen sicher demnächst auch nochmal, wenn die BuchEule wieder etwas mehr Zeit hat 😉…). Ich durfte Nicola Winter in diesem Jahr auf dem TENuK-Symposium in Idstein erleben und bin sehr beeindruckt gewesen und freue mich das Buch.

Dann hieß es fertig machen für einen Abend in List. Zu einem kompletten Sylt-Urlaub gehört unbedingt die Seafood-Platte vom Gosch – unheimlich lecker, aber auch wirklich viel (wir hatten eine Platte für 2 Personen und sind mit 3 Menschen durchaus satt geworden!).

Mit einem wunderschönen Abendrot und einer tollen Stimmung auf der Insel in diesem goldenen Licht ging es zurück. Tatsächlich steigen im Moment die Chancen auf Polarlichter hier auf Sylt – mal sehen, was die nächsten Nächte noch so schaffen.

Heute, am Samstag, hat die Feuerwehr Westerland ihren Tag der offenen Tür ab 12 Uhr – da werden wir sicher mal vorbei anschauen und ansonsten den tollen Tag am Strand, bei Crêpes, kühlen Getränken und guten Büchern verbringen (in zwei Tagen ist der Urlaub ja leider schon wieder vorbei…schade, jetzt könnte ich gerade nochmal eine Woche brauchen…).

In diesem Sinne – auf zur Feuerwehr und an den Strand!

Eure Nachteule

Reisetagebuch Sylt 2025, Tag 9 – die nördlichste Dose Deutschlands 😉

Da der Wetterbericht und auch der Blick in den Himmel weniger Wind und Regen vorausgesagt hatte – ging es wieder auf die Drahtesel und diesmal nochmal Richtung Norden: Endziel Ellenbogen. Der Weg schlängelt sich von Westerland aus an Reetdachhäusern vorbei, durch kleine Kiefernwäldchen und erste Ausläufer der Dünenlandschaft – ein sanfter Einstieg mit Nordseebrise in der Luft. Schon nach wenigen Kilometern erreichten wir das idyllische Kampen und unseren ersten Halt: die Uwe-Düne.

Hier mal ein paar interessante Infos zur Uwe-Düne: Die Uwe-Düne bei Kampen ist nicht nur die höchste Erhebung der Insel Sylt, sondern auch einer der schönsten Aussichtspunkte an der Nordseeküste. Mit ihren 52,5 Metern über dem Meeresspiegel bietet sie den perfekten Panoramablick über die Insel, das Wattenmeer und – bei klarer Sicht – bis hinüber zum dänischen Festland. Die Düne ist ein beliebtes Ziel für Spaziergänger, Naturliebhaber und Fotografen, die hier die raue Schönheit Sylts in ihrer ganzen Weite erleben möchten…deswegen unsere Empfehlung: früh da sein, dann ist noch nicht so viel los!

Benannt wurde die Uwe-Düne nach dem Sylter Freiheitskämpfer Uwe Jens Lornsen, der sich im 19. Jahrhundert für mehr Unabhängigkeit der Herzogtümer Schleswig und Holstein einsetzte. Ihm zu Ehren wurde 1923 ein hölzerner Aussichtsturm auf der Düne errichtet, der heute über eine breite Holztreppe mit rund 110 Stufen erreichbar ist. Oben angekommen, öffnet sich dem Besucher eine beeindruckende 360-Grad-Aussicht: Im Westen sieht man die tosende Brandung der Nordsee, im Osten das ruhige Wattenmeer mit seinen Prielen und Sandbänken. Im Norden liegt das noble Kampen mit seinen Reetdachhäusern, im Süden dehnt sich die Insel bis hinunter nach Hörnum aus. Und die Uwe-Düne ist zudem ein hervorragender Ort, um die charakteristische Dünenlandschaft Sylts kennenzulernen – eine fragile, windgeformte Naturzone, die unter strengem Schutz steht. Der Aufstieg lohnt sich zu jeder Jahreszeit: Im Frühjahr und Sommer blühen rund um die Düne Heide und Strandhafer, im Herbst weht oft ein kräftiger Wind, der die Wolken über den Himmel jagt, und im Winter kann man die klare, frische Luft besonders intensiv genießen.

Nach diesem Aufstieg ging es auf den Lister Dünen Radweg. Dieser rund 17 Kilometer lange, ehemalige Bahndamm verläuft schnurgerade durch die Kernzone des Sylter Naturschutzgebiets. Rechts und links nur Heide, Dünengras, Birken und Kiefern, durchzogen vom silbrig glänzenden Sand – ein beinahe meditativer Abschnitt, bei dem das gleichmäßige Surren der Reifen zur perfekten Begleitmusik wird. Windgeschützt, mit sanften Steigungen und fantastischem Weitblick, bietet dieser Abschnitt einen tiefen Einblick in die fragile Schönheit Sylts. Immer wieder kreuzen Kaninchen unseren Weg, Möwen rufen über den Dünen – Natur pur. Aber es lockte auch unsere erste Belohungsstation auf dieser Radtour: der Stand von Maurice Morell und den „Sylter Suppen“ – und ja, es gibt Menschen die schon eine Stunde vorher bei ihm sitzen und warten…wir standen nur knapp 30 Minuten an (ab 12:01 Uhr…) und ich finde, es hat sich gelohnt. Es gab Möhren-Kartoffel-Kokos-Cremesuppe (die hatte ich), eine Linsensuppe (die hatte Carsten natürlich), eine Erbsensuppe – unser Nachschlag und was zum mit nach Hause nehmen und eine Minestrone (die haben wir dann leider nicht mehr geschafft!). Die Suppen kosten einmalig 10 € pro Person und es gibt soviel Nachschlag, wie man möchte…also theoretisch kann man sich für 10 Euro einmal durch alles durchprobieren – solange es halt was gibt. Denn wenn leer, dann leer!

Zu finden ist der Quereinsteiger ins Suppengeschäft in der Dünenstraße 1 in List, direkt hinter der Sylter Eismanufaktur (dazu später mehr 😉..), wo es an drei Tagen in der Woche (Dienstag bis Donnerstag) ab 12 Uhr täglich frisch zubereitete, vegane und glutenfreie Suppen gibt, die meist spätestens gegen 14 Uhr ausverkauft sind. Im lauschigen „Dünengarten“ rund um den Wagen kann man die Suppe in entspannter Atmosphäre – ob im Strandkorb, unter Sonnenschirm oder mitgebrachten Decken genießen und der Nachschlag wird im Übrigen durch die Hintertür serviert 😊! Die Zutaten stammen bevorzugt aus der Region – Braderuper, Morsumer oder Kampener Kartoffeln, Möhren, Lauch, Kohl, Pastinaken oder Rote Bete aus Schleswig-Holstein oder Dänemark. Verfeinert wird mit Sylter Meersalz, Zwiebeln und Kräutern – handverlesen und mit viel Liebe gekocht. Ja, ich finde, für so eine Suppe kann man gerne mal etwas länger anstehen, aber das war nicht einzige Warteschlange, an der wir heute noch anstehen durften!

So gestärkt ging es – wie den ganzen Tag mit Gegenwind – Richtung Ellenbogen und der nördlichste Geocache Dose Deutschlands! Eigentlich standen noch viel mehr Geocaches auf unserer Liste – aber es macht wahrscheinlich mehr Sinn mal außerhalb der Saison zu kommen – da ist es nicht so muggellastig überall 😉! Der Ellenbogen, der nördlichsten Zipfel Deutschlands – ein echtes Naturwunder. Die Straße dorthin führt durch eine wildromantische Landschaft, geprägt von endlosen Sanddünen, salziger Meeresluft und dem Gefühl, langsam ans Ende der Welt zu radeln. Der Ellenbogen ist in Privatbesitz (ein kleines Entgelt wird beim Passieren fällig – aber nur mit dem Auto…Fußgänger und Radfahrer kommen kostenlos rein), dafür bekommt man aber eine der ursprünglichsten Landschaften der Insel zu sehen: kaum Infrastruktur, dafür freilaufende Schafe, windzerzauste Gräser, der tosende Weststrand auf der einen und das ruhige Wattenmeer auf der anderen Seite.

Hier noch ein paar schöne Eindrücke vom Ellenbogen:

Zurück über den Deichweg ging es nach List und jetzt war es Zeit für ein…richtig…Eis 😊. Nächster Halt: Sylter Eismanufaktur. Und jupp…auch hier gibt es eine mehr oder weniger lange Schlange und auch hier muss ich sagen, hat sich das Warten gelohnt: bei waren im Becker Kürbiskern, Kaffee und Mango und bei Carsten Maracuja, Salzkaramel und Schokolade…durch die Bank sehr lecker! In einem charmanten kleinen Gebäude am Hafen zaubert das Team rund um die Gründerfamilie Plaggenborg seit 2013 mit viel Herzblut köstliches Eis – handgemacht, regional und voller Geschmack. Die Philosophie ist so klar wie sympathisch: Keine künstlichen Zusatzstoffe, stattdessen echte Zutaten – frische Milch vom Festland, Bio-Sahne, handverlesene Früchte, feine Nüsse, echtes Karamell oder Zartbitterschokolade. Produziert wird täglich frisch in kleinen Chargen – man schmeckt den Unterschied mit jedem Löffel.

Besonders beliebt sind Sorten wie „Sylter Salzkaramell“, „Friesische Vanille“, „Kaffee-Crunch“ oder saisonale Highlights wie „Sanddorn-Sorbet“ oder „Heidebeere“. Auch vegane Sorbets sind immer wieder im Angebot – fruchtig, leicht und perfekt für heiße Sommertage. Die Auswahl wechselt regelmäßig und sorgt so für immer neue Überraschungen in der Waffel oder im Becher.

Über den wunderschönen Lister-Dünen-Radweg ging es wieder zurück nach Westerland:

Am Ende standen auf dem Tacho: 56 km…das musste dann ebenfalls noch „gefeiert“ werden – bei einem Sundowner (einen Sylter Trii Gin) im Sunset Beach (https://www.sunsetbeach.de/restaurant) – praktischerweise direkt vor dem Bereich wo die California Wingfoil Masters gerade stattfinden. Wir hatten den perfekten Platz und konnten bei den Wettbewerben der U15 ein bisschen mitschauen…echt beeindruckend.

Wenn ihr euch fragt, Wing…was? So ging es mir auch – deswegen hier die kleine Erklärung zu Wingfoil, Surfen etc.:

Surfen (auch Wellenreiten) ist die ursprünglichste Form: Man paddelt mit dem Board ins Meer, wartet auf eine Welle und surft sie dann im Stehen ab. Es braucht keine zusätzliche Ausrüstung wie Segel oder Schirm – nur Board und Wellen. Es ist stark abhängig von den Bedingungen (Wellenhöhe, Brandung, Gezeiten).

Windsurfen kombiniert ein Surfbrett mit einem Segel, das an einem Mast befestigt ist. Der Wind treibt das Board über das Wasser. Es verlangt sowohl Gleichgewicht als auch Technik, da man das Segel in der Hand halten und ausbalancieren muss. Windsurfen ist sehr dynamisch, bietet hohe Geschwindigkeiten und Sprünge – vor allem auf Seen und Küsten mit stabilem Wind.

Kitesurfen nutzt einen großen, lenkbaren Kite (Drachen), der den Sportler über das Wasser zieht. Man steht auf einem kleinen Board, ähnlich einem Wakeboard, und steuert den Kite mit einer Bar. Der Wind ist hier der entscheidende Faktor. Kitesurfen bietet spektakuläre Sprünge und Tricks, erfordert aber sorgfältiges Erlernen und Sicherheitstraining.

Stand Up Paddling (SUP) ist dagegen eher entspannt: Man steht auf einem großen, stabilen Board und bewegt sich mit einem Paddel fort. Es eignet sich hervorragend für Seen, ruhige Flüsse oder das Meer an windstillen Tagen. SUP kann auch sportlich betrieben werden (z. B. als Fitness- oder Wettkampf-Variante), wird aber oft für entspannte Touren oder Yoga auf dem Wasser genutzt.

Wingfoilen ist eine neuere Disziplin: Man steht auf einem Board mit Foil (Unterwasserflügel) und hält ein frei bewegliches Hand-Wing in der Hand. Der Wind treibt einen an, und bei genügend Geschwindigkeit hebt das Board aus dem Wasser – man „schwebt“ förmlich darüber. Es verbindet Elemente von Windsurfen, Kitesurfen und Foiling. Wingfoilen ist leichter zu erlernen als Kitesurfen, da der Wing ungefährlicher und leichter zu kontrollieren ist.

Foilen selbst ist eine Technik, die in verschiedenen Sportarten zum Einsatz kommt (z. B. Kitefoil, SUP-Foil, Surf-Foil). Hierbei hebt ein Unterwasserflügel das Board bei Tempo aus dem Wasser, was für weniger Widerstand und ein schwebendes Fahrgefühl sorgt.

Wakeboarden oder Wasserski gehören ebenfalls zur Familie der „Board-Sportarten“, sind aber motorisiert: Man wird von einem Boot oder einer Seilbahn gezogen. Hier steht der sportliche Aspekt im Vordergrund, mit Tricks und Geschwindigkeit.

So, ich hoffe, ihr seid jetzt auch wie ich auf dem aktuellen Stand der Wassersportarte mit Brett und Wind / Wellenunterstützung!

Auf der Promenade gab der Sylter Shanty Chor noch ein Konzert, was wir bei Cocktails und Essen aus dem Extrablatt (und noch ein paar Suppenresten vom Tag) und einem schönen Sommeruntergang genießen konnten.

Der Freitag verspricht noch mehr Sonne – und die Chance auf einen Strandkorb- und Badetag steigen also!

In diesem Sinne – packt die Badehose sein!

Eure Nachteule

Reisetagebuch Sylt 2025, Tag 8 – der nördlichste Weinberg Deutschlands

Wir waren da – am nördlichsten Weinberg und am nördlichsten Sektanbaugebiet Deutschlands – in Keitum auf Sylt. Aber dazu gleich etwas mehr.

Der Tag startete mit etwas Wind und Sonne, so dass es erstmal auf den Westerländer Wochenmarkt ging – vorbei an langen Bäckerschlangen im Innenstadtbereich von Westerland. Immer mittwochs und samstags findet auf dem Rathausplatz in Westerland von 7-13 Uhr der Wochenmarkt statt ,wo man sich mit leckerem Obst, Gemüse, Käse, Honig und Wurst auch mit anderen Besonderheiten eindecken kann…und das war auch mein Ziel an diesem Morgen.

Die Sylter Rose, botanisch Rosa rugosa genannt, ist eine robuste Wildrosenart, die ursprünglich aus Ostasien stammt und sich seit Jahrzehnten erfolgreich auf der Nordseeinsel Sylt angesiedelt hat. Aufgrund ihrer widerstandsfähigen Natur – sie ist wind-, salz- und frostresistent – gedeiht sie prächtig in der rauen Küstenlandschaft und prägt heute das charakteristische Landschaftsbild vieler Dünen und Wegesränder. Die auffälligen, meist dunkelrosa Blüten erscheinen von Juni bis September und verströmen einen dezenten Duft. Im Herbst entwickeln sich daraus leuchtend rote, dicke Hagebutten. Die Blätter sind typisch runzelig und gaben der Pflanze den Namen „rugosa“, was so viel wie „runzelig“ bedeutet.

Obwohl sie ursprünglich nicht heimisch ist, wurde sie im Laufe der Zeit zu einem Symbol für die Insel – geschätzt nicht nur für ihre Schönheit, sondern auch für ihren Nutzen. Denn die Blüten der Sylter Rose finden vielfältige Verwendung, insbesondere in der regionalen Manufaktur-Küche. Auf dem Wochenmarkt werden zahlreiche Produkte aus der Sylter Rose angeboten. Besonders beliebt ist der Stand „Sylt-Mari im Rosenglück“ von Mareike de Buhr (https://www.instagram.com/rosengluecksylt/ ) . Hier gibt es liebevoll handgemachte Spezialitäten wie Rosenmarmelade, Rosensirup, Rosenchutney oder Rosenkandis – alles aus selbst gesammelten Blüten, ganz ohne künstliche Zusatzstoffe. Die Erntezeit für die duftenden Rosenblätter ist kurz und konzentriert sich auf die Wochen im Mai und Juni, wenn die Blüten in voller Pracht stehen….und das war auch mein Ziel!

Ich konnte mich durch vier verschiedene Rosenmarmeladen und das Chutney durchprobieren und hab dann eine kleine Auswahl mit heimgenommen. Insbesondere bei den Marmeladen hatte man ab und zu das Gefühl, ich stehe in einem Blumenladen inmitten von Rosenbergen – wow, was für ein Geruch und vor allem was für eine Geschmacksexplosion teilweise im Gaumen!

Auf dem Rückweg ging es noch an der Sylter Schokoladenmanufaktur neben dem Café Wien vorbei und auch hier durfte eine kleine Auswahl an Leckeren und Urlaubspräsenten bzw. Urlaubsmitbringsel mit in meine Tasche wandern. https://cafe-wien-sylt.de/. Die Sylter Schokoladenmanufaktur ist ein echtes Genussparadies. Gegründet wurde sie im Jahr 2001 von dem Konditormeister und Chocolatier Jan Christiansen. Seitdem hat sich die kleine, feine Manufaktur in Tinnum – einem Ortsteil von Westerland – zu einem beliebten Anlaufpunkt für Insulaner und Touristen entwickelt, die das Besondere suchen. Hier dreht sich alles um handgefertigte Schokoladenkunst, bei der Qualität, Nachhaltigkeit und Geschmack an erster Stelle stehen.

Die Schokoladen werden in liebevoller Handarbeit hergestellt, und das schmeckt man mit jedem Bissen. Ob klassische Tafeln, feine Pralinen, Trüffel oder saisonale Spezialitäten – in der Sylter Schokoladenmanufaktur findet man eine große Vielfalt an süßen Köstlichkeiten. Besonders beliebt sind die Produkte mit maritimen Bezügen, etwa die „Sylter Meersalz-Schokolade“, die das raue Nordseeklima geschmacklich aufgreift und perfekt mit edler Zartbitterschokolade harmoniert. Auch optisch ist vieles ein Hingucker – viele Pralinen und Tafeln sind kunstvoll verziert oder in liebevoll gestalteten Verpackungen erhältlich, die sich auch ideal als Geschenk eignen. Und man findet immer andere Sorten, die man unbedingt mal probieren muss 😉

Besucher können die Produktion durch eine gläserne Wand beobachten in Tinnum und sich vor Ort im Laden beraten und verführen lassen. Die Manufaktur legt großen Wert auf hochwertige Rohstoffe, bevorzugt aus fairem Handel und möglichst in Bio-Qualität. Zudem wird weitgehend auf künstliche Zusatzstoffe verzichtet – der natürliche Geschmack der Schokolade steht im Vordergrund. Auch immer wieder schön – der süße Adventskalender  – nur hier ist wichtig: rechtzeitig vorbestellen!

Die restliche Zeit bis zu unserem Weinbergerlebnis auf Sylt habe ich mein „Büro“ in unseren Strandkorb verlegt. Heute war er wieder trocken und begehbar und so konnte ich entspannt Urlaubskarten schreiben, ein paar anstehende Mails und Büroarbeiten erledigen und ab und zu in meinen Büchern weiterlesen. Um für später eine gute Grundlage zu schaffen, gab es um die Mittagszeit noch einen weiteren Crêpe – diesmal mit Schinken, Käse, einem Morsumer Ei und japanischer Mayo – auch wieder möwensicher in Alufolie verpackt, damit ich den Weg zurück in den Strandkorb unbehelligt gehen konnte – denn die ersten Späher saßen schon wieder ganz in der Nähe auf der Lauer.

Und dann ging es endlich los Richtung Keitum – zum nördlichsten Weinberg Deutschlands. Eigentlich schon letzte Woche am Mittwoch geplant, aber aufgrund des doch etwas arg stürmischen und nassen Wetters musste es letzte Woche ausfallen und dafür konnten wir diese Woche bei Sonnenschein diese kleine Tour mit Nils Lackner genießen.

Der Weinbau auf Sylt ist eine faszinierende Erfolgsgeschichte: Seit 2009 wird im beschaulichen Keitum der nördlichste Weinberg Deutschlands betrieben – eine Vision, die aus Mut, Experimentierfreude und dem Wunsch nach regionaler Exzellenz entstand. Auf einer Rebfläche von rund 0,3–0,7 ha wachsen robuste PIWI-Rebsorten, allen voran Solaris, ideal angepasst an das salzhaltige Nordseeklima . Weinrechtlich gehört Sylt zu Schleswig-Holstein – einem offiziell genehmigten Landweingebiet mit spezifischen Sortenzulassungen wie Solaris, Johanniter, Rivaner u. a.

Die charakteristischen Sylter Weine

  • Söl’vin: Dieser elegante Weißwein aus Solaris zeigt sich frisch und trocken, mit klarer Säure, Aromen von grünem Apfel, Zitrus und einer feinen, salzigen Note – perfekt für Fischgerichte oder als Aperitif. Zu finden ist dieser Wein bei jörg Müller – nicht auf der Karte, sondern auch in seinem Shop – ihm gehört nämlich dieser Weinberg. Allerdings ist der Wein fast immer ausverkauft – auch hier heißt es schnell sein. Aber noch eine Besonderheit gibt es hier – nämlich das „Täfelchen“  – der Monopol Solaris von seinem Weinberg (und hier gibt es immer mal wieder noch ein paar Flaschen. Schaut doch einfach mal hier vorbei: https://jm-weinshop.de/
  • Söl’ring: Ein toller Solaris Sekt mit floralen, exotischen Früchten und weicher Säure. Sein Name leitet sich vom Sylter Dialekt ab – Ausdruck sil­ty­cher Identität . Zu finden ist er hier auf Sylt oder dann im traditionsreichen Weingut Balthasar Ress aus dem Rheingau (gegründet 1870), der Kooperations- und Namensgeber für die Sylter Rebflächen unter der Bezeichnung „55 Grad Nord“ ist – als direkte Referenz zur Breitengradlage der Insel. https://shop.balthasar-ress.de/2022-Soel-ring-Solaris-Sekt-extra-brut-aus-Sylt/17019-2022-M-EU?gQT=1
  • Strandkorb: Ein leichter, unaufgeregter Sommerwein – fruchtig mit Noten von Birne, Pfirsich und Zitrus, zugänglich und ideal für den Genuss direkt am Meer. Zwei Küstenkinder und ein Winzer machen einen Rosé, der zum Sonnenuntergang am Strand passt. Zu langen Nächten auf dem Balkon. Zum ersten Date. Zur Gartenparty. By Nils Lackner / Christian Gehrke / Leon Gold https://nilslackner.com/strandkorb-rose/

Als stilvoller Gastgeber bringt Nils Lackner, Sylter Sommelier und Tourguide, Genuss und maritimes Flair zusammen. Seit 2015 lädt er mit seinen beliebten Sylter Weinerlebnistouren ein: Auf einem kulinarisch-kulturellen Spaziergang durch die Reben erzählt er spannende Anekdoten zur Geschichte des Weinbaus an der Nordsee – inklusive Verkostung der Sylter Weine, kleiner Jause und nordischer Leckereien . Die Touren sind regelmäßig von Frühjahr bis Herbst buchbar (z. B. mittwochs um 14:30 Uhr) und dauern ca. 2–2,5 Stunden. Weitere Infos und Buchung findest du direkt auf seiner Webseite: nilslackner.com/sylt .

Und zum Abendessen ging es diesmal nach Hörnum ins Landfein (https://www.landfein-sylt.de) – eine Empfehlung von mir von einem meiner letzten Besuche hier auf Sylt mit einer Freundin, die mir hiervon vorgeschwärmt hat. Und es war wieder sehr gut und man fühlt sich einfach wohl hier. Eine tolle Auswahl an Speisen, super Weine und ein herzlicher, zuvorkommender Service! Gerne jederzeit wieder! Und heute durften es auch bei mir einmal die Trüffelspaghetti sein mit einem tollem Rotwein dazu!

Mit ein paar wunderschönen Abend/Sonnenuntergangsimpressionen ging es zurück nach Westerland und heute werden die Räder wieder rausgeholt – der Lister Dünenradweg, der Ellenbogen sowie Suppe und Eis stehen neben ein paar Geocaches auf dem Programm heute – es wird also sportlich!

In diesem Sinne – gut eincremen und dann los!

Eure Nachteule

Reisetagebuch Sylt 2025, Tag 7 – einen Tag bei der Feuerwehr – Teil 1

Da der Wind doch noch etwas mehr vorhanden war, durften die Räder gestern Vormittag erstmal Pause machen und das Auto wurde mal wieder etwas bewegt – nämlich nach Keitum ins Feuerwehrmuseum.

Das Feuerwehrmuseum in Keitum auf Sylt ist ein kleines, aber liebevoll gestaltetes Museum, das im ehemaligen Spritzenhaus der Feuerwehr Keitum untergebracht ist. Das Backsteingebäude aus dem Jahr 1906 diente fast neun Jahrzehnte lang als Feuerwehrhaus, bevor es 1998 in ein Museum umgewandelt wurde. Die Idee dazu entstand, als ein Sammler seine umfassende Sammlung historischer Feuerwehrutensilien anbot. Seitdem präsentieren die Freiwilligen Feuerwehren von Sylt-Ost und später alle Sylter Wehren die Exponate und dokumentieren auf rund 60 Quadratmetern über 100 Jahre Feuerwehrgeschichte der Insel. Die Ausstellung umfasst historische Uniformen, Helme, Löschgeräte sowie zahlreiche Fotografien und Dokumente aus den Orten Archsum, Keitum, Morsum und Tinnum. Besonders beeindruckend ist ein Feuerwehrhelm aus New York, der bei den Einsätzen am 11. September 2001 getragen wurde und als Symbol für die Verbindung zwischen den Inselwehren und der New Yorker Feuerwehr steht. Auch die Entwicklung der Schutzkleidung und der Löschtechnik wird anschaulich dargestellt – von handbetriebenen Geräten bis hin zu moderneren Ausrüstungen.

Das Museum ist von April bis Oktober jeden Dienstag zwischen 10:30 und 13:00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei, Spenden zur Unterstützung der ehrenamtlichen Arbeit sind jedoch willkommen. Oft führen ehemalige Feuerwehrleute die Besucher persönlich durch die Ausstellung, erzählen Anekdoten aus dem Einsatzalltag und geben Tipps zur Brandvermeidung. Zu finden ist das Feuerwehrmuseum in der C.-P.-Hansen-Allee, nur wenige Gehminuten vom Bahnhof Keitum entfernt. Kostenfreie Parkplätze stehen in der Nähe zur Verfügung, etwa gegenüber dem Friesensaal…aber gut aufpassen, wo man genau hinparkt…unser Besuch wird uns wahrscheinlich noch 25 Euro mehr kosten aufgrund Parken im eingeschränkten Halteverbot 😉.

Dann ging es zurück nach Westerland – gebt zu, ihr habt das auch gerade gesungen 😉 – und auf die Promenade und ein bisschen den Wingfoil Surfern zu zuschauen und ein bisschen sich den Wind um die Nase wehen lassen. Und dann hat man eine glückliche Nachteule erlebt – nämlich beim Milchreis essen (mit Zimt-Zucker und roter Grütze) bei Friends am Meer! https://www.sylt.de/gastro/friends

Auf der Flucht vor dem kurzen Regenschauer ging es schnell Postkarten kaufen, die heute noch beschrieben werden wollen, damit die Urlaubsgrüße noch vor uns zu Hause bei unseren Freunden ankommen können. Und dann ging es am Abend Richtung Sansibar (https://www.sansibar.de/sansibar/de/) – mit einem tollen Servicemitarbeiter, einer Top-Weinempfehlung und leckerem Essen und noch einer tollen Aussicht – aber seht selbst:

Der Kaiserschmarrn musste natürlich auch noch mit – für zu Hause und da er ruckzuck weg war – habe ich kein Bild für euch 😉! Aber er war wieder sehr lecker!

Der Sturm hat heute Nacht nochmal ein bisschen was hergegeben und heute Morgen sieht man schon deutlich mehr blauen Himmel wieder und nur noch leichtere Wellen – dann schauen wir mal, was dieser Tag so alles bringt (es stehen zumindest ein zwei spannende Termine auf dem Plan)!

In diesem Sinne – passt auf euch auf!

Eure Nachteule

Reisetagebuch Sylt 2025 – Tag 6 – Alltagsmenschen

Nachdem uns der Montagmorgen mit trockenem, sonnigem und leicht windigem Wetter begrüßt hat, ging es nach einem spontanen Frühstück im Café Wien auf eine kleine Radtour Richtung Wenningstedt und rotem Kliff.

Erster Halt – Minigolf Wenningstedt 😊 Eine durchaus anspruchsvolle Bahngestaltung war das an einigen Bahnen – die den einen oder die andere von uns etwas straucheln ließ. Am Ende hieß es: Platz 1 geht an Alex 😊! Gut, an dem Handicap lässt sich noch arbeiten, aber ich habe jetzt auch viel zu lange Pause gehabt, seit meinem letzten Minigolf-Erlebnis. Das sollten wir, glaube ich, wieder öfters mal machen!

Nächster Halt – Dorfteich Wenningstedt und die ersten Alltagsmenschen bestaunen (https://www.alltagsmenschen.de/sylt-ausstellung) – Christel und Laura Lechner – das sind die zwei Künstlerinnen hinter den Alltagsmenschen, die nicht auf Sylt zu bestaunen sind.

Auch wenn so langsam der Wind etwas zugenommen hat – weiter ging es zum Roten Kliff und ein bisschen entlang des Dünensteges wandern und die herrliche Luft und die Aussicht genießen.

Um zu den Skulpturen „Dancing on the beach“ zu gelangen, ging es zurück Richtung Strandpromenade und auch um den restlichen Alltagsmenschen mal einen Besuch abzustatten. Da der Strandhafer (https://strandhafersylt.de/de/)  direkt daneben liegt, gab es eine Wildbratwurst mit leckeren Pommes und Sauce und einem Strandhafer Sprizz mit Maracuja zum Mittagessen, bevor es dann wieder zurück nach Westerland ging.

Leider hat das Wetter etwas zugemacht, so dass es mit einem Strandkorbmittag leider nichts mehr wurde, dafür aber mit einem gemütlichen Lesenachmittag und später einem spontanen Gosch-Besuch mit leckerem Pannfisch und einem Matjesfilet Brötchen Nordischer Art.

Am Dienstag ist noch etwas Sturm angesagt, der gerade von England herüberbraust, aber da primär Museen auf dem Plan stehen, ist das nicht ganz so schlimm und mal abwarten, vielleicht klappt ja doch ein bisschen Strandkorb-Feeling – auf Sylt ist alles möglich!

In diesem Sinne – lasst euch ordentlich die Sorgen wegpusten!

Eure Nachteule

Reisetagebuch Sylt 2025: Tag 5 – Urlaubsbergfest

Der Sonntag startete etwas windig und nass – also die Zeit nutzen, um zum einen lecker zu frühstücken mit Leckereien vom Feinkost Meyer, der auch am Sonntag von 11-13 Uhr geöffnet und zum anderen etwas die Planungen der nächsten Tage anzugehen und einfach etwas auszuspannen.

Auf dem Frühstückstisch standen typische Sachen für den Norden – frisches Mett mit Zwiebeln, diverse Fischspezialitäten, Käseauswahl und etwas Gänseleberpastete…also habe ich mir mal meinen eigenen Canapé-Teller zusammengestellt 😉:

Ich hatte ja gestern von der kleinen Wein-Experience erzählt…hier mal die Ausbeute:

Die WineBank Sylt ist der perfekte Ort, um nicht nur lecker zu essen, sondern sich auch noch mit viel guter Beratung durch die verschiedenen Weine probieren zu können. https://www.winebank.de/clubs/sylt.  Für Clubmitglieder gibt es noch weitere Bereiche – für Nicht-Mitglieder, wie mich z.B. – gibt es aber noch die VITIS Wein- und Champagnerbar, wo man ausgewählte Weine und kleine Snacks genießen kann. Und was muss ich da entdecken – einen Wein von zu Hause 😊. Bei der Auswahl der Rosé-Weine wurde uns der Gold Strandkorb empfohlen…zusammengestellt  von u.a. Niels Lackner (Sommelier auf Sylt und unser Weinerlebnisführer am kommenden Mittwoch) https://nilslackner.com/wer-ist-nils-lackner/  und Leon Gold  – vom Weingut Gold aus Gundelsbach (wo wir ja fast nebendran wohnen und auch schon dort waren für die eine oder andere Weinverkostung 😊 https://www.weingut-gold.de/de.

Gegen Mittag hat sich dann doch die Sonne wieder rausgetraut und passend zum Sundowner Start am der Musikmuschel ihr Bestes gegeben.

Wir haben den Abend aber erstmal woanders starten lassen – nämlich beim Essen in der Vogelkoje! Und das war ein echtes Erlebnis – nicht nur, weil die Weinkarte eine eigene Bibel war, sondern weil das Essen wirklich hervorragend war. Normalerweise steht im Sylt-Urlaub am Dienstagabend die Seekiste und die dortige Ente auf der Essens-ToDo-Liste. Da es in diesem Jahr nicht klappt (weil wir dienstags immer schon woanders das Abendessen geplant hatten), dachte ich mir, ich probiere meine „klassische Urlaubsente im Sommer“ diesmal hier. Und ehrlich gesagt – das war die beste Entscheidung – sie schmeckt hier in der Vogelkoje sogar für meinen Geschmack noch besser. Das Rotkraut dazu perfekt abgeschmeckt  und die Sauce – wow! Also wirklich ein Tipp, wer hier einmal herkommen kann!

Ein Nachtisch hat leider nicht mehr reingepasst, dafür habe ich mir für Montag mal vorgenommen, irgendwo meinen geliebten Milchreis mit roter Grütze zu essen…ein paar gute Locations habe ich da schon im Auge! Da das Wetter so langsam wieder deutlich trockener wird, schauen wir mal, ob wir heute schon mit den Radtouren starten oder doch mal das Auto für die eine oder andere Besorgung nutzen.

In diesem Sinne – auf in eine neue Woche!

Eure Nachteule

Reisetagebuch Sylt 2025 Tag 4 – Käse, Rad und Geocaching

Auch wenn es zwischenzeitlich etwas windig war (selbstverständlich Gegenwind), wurden gestern die Räder aus der Garage geholt. Erster Stopp war Keitum – genauer gesagt der Käseklub (https://www.instagram.com/kaeseklub/ ). Von Mo-Sa 9:30-18:30 Uhr gibt es unter der Adresse Siidik 6, Sylt-Ost 25980 leckeren Käse, tolle Frühstückgerichte und einen phantastischen Cheesecake! Seit Mai 2024 gibt es diese Geheimtipp-Location erst und wer hier ist – unbedingt mal hingehen. Noch ein bisschen über den Käseklub, seine Besitzer und was ihn ausmacht findet ihr auf der folgenden Seite gut beschrieben: https://www.sylt.de/die-insel/news/kaeseklub.

Generell bekommt ihr unter www.sylt.de aktuelle Informationen zu Veranstaltungen, Ausflugszielen oder sonstigen Besonderheiten rund um diese schöne Insel – schaut ruhig gerne mal vorbei und bekommt ein bisschen Fernweh 😉. Nach dem leckeren Frühstück ging es mit dem Rad weiter auf Geocaching-Tour und um das Rantumer Becken herum wieder Richtung Westerland.

Ein Stopp bei den Tetrapoden bzw. Glotzopoden musste natürlich sein und wenn sie schon so perfekt auf dem Weg liegt, gab es noch einen Abstecher zur Strandoase ( https://strand-oase.de/). Erfrischende Cocktails und einen tollen Blick aus dem Strandkorb Richtung Nordsee…was will man mehr.

Am Abend gab es diesmal Burger – aus der Beach Box https://www.instagram.com/explore/locations/706138215/beach-box-westerland/?hl=de Sehr lecker und in einer guten Größe. Leider kann ich diesmal kein Beweisfoto dazu liefern, da ich etwas zu spät zum Essen kam (und weiß aber inzwischen, dass der Lady Cheeseburger auch kalt schon mal sehr gut ist…) – der Grund meines Zuspätkommens: ich war Wein kaufen und auch vorher probieren und irgendwie habe ich dabei die Zeit vergessen (und vielleicht auch das eine oder andere Gläschen mehr getrunken). Welchen Wein wir gekauft haben – das verrate ich morgen.

Heute ist eher ein Tag für Couch, Friesentee und Bücherlesen bzw. Blogartikel weiter vorbereiten, aber ich bin ja im Urlaub, da darf das auch mal sein.

In diesem Sinne – alles sichern auf den Plätzen, damit es nicht zum Sturmwichteln kommt.

Eure Nachteule

Reisetagebuch Sylt 2025 Tag 3 – Sonne, Strand und (keine) Möwen auf Futterklau

Der Freitag startet relativ entspannt – ein kleines bisschen Arbeit hat es zwar in den Urlaub mitgeschafft, aber mit der entsprechenden Aussicht ist das kein Problem. Schon seit unserer Ankunft kann man die Schiffe zur Sandaufspülung in regelmäßigen Abständen beobachten, wie sie herfahren, Sand „da lassen“ und wieder raus auf die Nordsee fahren. Warum das notwendig ist, verrate ich gleich nochmal etwas genauer.

Das Wetter wurde ausgenutzt, um den gemieteten Strandkorb auch endlich mal genießen zu können und um ein erstes, leicht erfrischendes Bad in der Nordsee zu nehmen – war das herrlich! Und nachdem es heute schon wieder einen erfolgreichen Möwenangriff, diesmal auf einen Crêpes vom Sohn einer Freundin gegeben hat, war meine Kreativität geweckt. Warum habe ich auch Tupperboxen dabei im Urlaub 😉…Crêpes-Klau durch Möwen ist was für Anfänger – ich habe die ultimative Lösung gefunden und habe meinen ersten (aber sicher nicht letzten Crêpes von der Crêperie am Meer erfolgreich und möwensicher vom Verkaufsfenster zum Strandkorb und in einen Mund gebracht 😊! Mal sehen, welche Variante ich jetzt als Nächstes probiere (lecker sind sie alle…insbesondere auch der Friesen Crêpes – der hat meistens gute Umdrehungen versteckt 😉…)!

Am Abend ging es Richtung List – diesmal in den Königshafen (https://www.koenigshafen.de/. Der Königshafen ist das Älteste in Familienbesitz geführte Restaurant auf Sylt – nämlich schon seit 1881 und seit 2011 bereits in der 5. Generation. Das Essen hier ist immer wieder ein „Geheimtipp“ – vor allem die Fischgerichte: frischgefangene Nordsee-Zungen (mit unterschiedlichem Gewicht) oder auch – und den hatte ich diesmal: einen superfleischigen Steinbutt. Auch hier immer ein Genuss – die dreierlei Varianten von der Sylter Royal Auster (pur, mit toller Schnittlauch-Vinaigrette und überbacken mit Käse mit Karottengemüse). Dazu gab es – wunderbar passend –  einen Grauburgunder Oktav vom Weingut Heger vom Kaiserstuhl (https://www.heger-weine.de/de/).

Gut gefüttert ging es wieder zurück nach Westerland, wo man weiterhin die Schiffe zur Sandaufspülung beobachten konnte, die immer noch am Hin- und Herfahren sind. Hier mal ein paar Fakten dazu: Sylt verliert jährlich rund 1 Mio. m³ Sand durch Sturmfluten und Brandung – diese Mengen müssen künstlich ersetzt werden, um dauerhaften Landverlust zu verhindern. Vor allem die Strand- und Dünenbereiche wie Westerland sind stark betroffen, vor allem nach der Sturmflutsaison im Spätsommer 2024 mit extremem Wasserstand, unter anderem ausgelöst durch Sturm „Ursula“ konnte man die Verluste deutlich sehen.

Zusätzlich gibt es noch die sog. Vorstrandaufspülung, die ein vorgelagertes Sandriff stabilisiert, das als natürlicher Wellenbrecher wirkt. Seit Beginn in den 1970er Jahren sind bereits über 60 Mio. m³ Sand auf die Strände gespült worden, finanziert aus Bundes-, Landes- und EU-Mitteln. . Ohne kontinuierlichen Sandnachschub ginge die Westküste jährlich um 1 Mio. m³ Sand verloren – eine Entwicklung, die nur durch solche umfangreichen Maßnahmen kompensiert werden kann. 2025-2028 geht es in den nächsten Maßnahmenabschnitt: Das Land Schleswig‑Holstein hat beschlossen, in den kommenden vier Jahren etwa 5,6 Millionen m³ Sand aufzuspülen – 3,9 Mio. m³ als Strandaufspülung und ca. 1 Mio. m³ als Vorstrandverklappung. Pro Jahr entspricht das etwa 1,2 Mio. m³

Die Technik dahinter ist bewährt: Über große Saugbagger (sogenannte Hopperbagger), die etwa 8 km vor der Küste in 15–30 m Tiefe Sand entnehmen, wird das Sand-Wasser-Gemisch an Bord gepumpt. Nach Ablauf des Wassers transportiert das Schiff den Sand über eine Rohrleitung direkt an den Strand – typischerweise bis auf rund zwei Kilometer Entfernung – mit hoher Pumpdruckkraft. Dort wird der Sand mit Bulldozern und Planierraupen verteilt und in Kombination mit Dünenbepflanzungen und Fangzäunen stabilisiert. Die Aufspülungen laufen typischerweise von Mitte April bis Ende Oktober immer.

Mit einem kleinen roten Leuchten verabschiedet sich die Sonne an diesem Freitag und wenn das Wetter so mitmacht, dann werden die Räder morgen mal zum Einsatz kommen!

In diesem Sinne – immer genügend Sand vor der Küste haben!

Eure Nachteule