Das war doch gestern ein ganz versöhnlicher Einstieg nach diesem kleinen Sturmintermezzo am Mittwoch. Bei angenehmen Temperaturen, leichtem Wind und Sonnenschein hat es mich – wie viele andere auch – an die Promenade bzw. den Strand gezogen am frühen Morgen, um eine Runde Sport zu machen. Die einen waren bereits im Wasser unterwegs – schwimmend oder surfend, die meisten aber joggend oder wie ich nordicwalkend. Schön, wenn man so weit im Norden dann plötzlich „The Länd“ entdeckt an den Flaggenmasten. 😊

Zum Frühstück ging es einmal kurz zur Bäckerei Raffelhüschen ( https://raffelhueschen-sylt.de/), um eine leckere Dinkel-Vollkorn-Stange mitzunehmen, und dann zurück auf den Balkon mit Möwe- und Meerblick. Tatsächlich muss man selbst auf dem eigenen Balkon ein genaues Auge auf sein Essen und dem Möwenkommando auf Beutezug haben. Am Morgen ging es noch gut…am Mittag beim Fischbrötchen etwas weniger (aber dazu gleich mehr)! Neben den kulinarischen Genüssen gab es noch eine Buchlektüre – und selten habe ich so schmunzeln und lachen müssen, beim Lesen von solchen Büchern. Also eine witzige Lesemepfehlung und der erste Haken auf der Lese-To-Do-Liste:

Relativ spontan ging es dann auf eine knapp 3-stündige Bustour über die Insel mit dem Start in Westerland und durch fast alle Wetterzonen 😉. Über „Get your Guide“ (https://www.getyourguide.de/) habe ich schon des Öfteren tolle Ausflüge und Erlebnisse gefunden – schaut gerne mal rein, wenn ihr irgendwo seid und lasst euch inspirieren. Mit Busfahrer Uwe – einem echten Sylter, der sogar noch hier geboren wurde, was inzwischen leider nicht mehr möglich ist, da die Geburtenstation bzw. der Kreissaal auf das Festland verlegt worden sind seit einigen Jahren – ging es los vom ZOB Westerland nach List, zum ersten Halt. Zwei Erkenntnisse gab es gleich auf dieser ersten Strecke – am häufigsten zu sehen auf der Insel ist der Syltkäfer – aka ein Porsche 911 – und die Möwen am Lister Hafen sind perfekt organisiert 😉. Ich konnte mein Bratheringsbrötchen vom Gosch erfolgreich verteidigen – Carsten war einen Hauch zu langsam und musste ein halbes Stremellachsbrötchen dem gierigen Schlund der Möwe überlassen, die eine Sekunde Unaufmerksamkeit gnadenlos ausnutzte.


Dann ging es einmal wieder komplett zurück an das andere Ende von Sylt – nämlich nach Hörnum. Hier ist der Aufbau des ab heute beginnenden Hafenfestes schon im vollen Gange und wir nutzten unseren Aufenthalt dort für eine knapp 45 minütige Schiffstour durch die Hörnumer Odde. Anschließend ging es zum Ausgangspunkt unserer Tour – dem ZOB Westerland zurück. Wir hatten bei unseren Stopps immer das Glück, dass es nicht geregnet hat – dazwischen war so mancher Bilderversuch aus dem Bus heraus etwas „vertröpfelt“.


Den Abend konnten wir bei einer schönen Abendstimmung gemütlich angehen und haben mit leckerem Essen aus dem To Gao (https://togao.de/) die Ankunft von Freunden begehen können (und vor lauter Hunger und Entspannung doch glatt vergessen, Bilder zu machen) – aber schaut einfach auf der Homepage, in den Sozialen Medien oder direkt vor Ort beim To Gao vorbei – dann seht ihr, was es alles Tolles gab. 😉 Für heute gelobe ich wieder Besserung.

Mal sehen, was es heute so alles gibt – da die Strandkörbe soweit organisiert sind, wäre heute Mittag eine Idee, diese auch mal einzuweihen und vielleicht mal eine Fußspitze in die Nordsee zu halten (und endlich einen Crêpes von der Crêperie am Meer essen zu können). Heute Vormittag werde ich die Zeit mal nutzen, um die Friedrichstr. etwas unsicher zu machen, ein zwei Kleinigkeiten wie u.a. Postkarten (ja, dieses Jahr gibt es postalische Urlaubsgrüße und keine WhatsApp-Grüße) einzukaufen und eine erste Geocaching-Liste für die nächsten Tage zu erstellen – bevor es heute Abend wieder kulinarisch wird – nämlich im Königshafen in List.

In diesem Sinne – ein Hoch auf die Sandaufspüler von Sylt, damit diese Insel noch ein kleines bisschen länger erhalten bleibt!
Eure Nachteule