Heute ist in manchen Ländern der Nationale Marmeladentag, aber ich finde, es ist ein Tag für alle Schleckermäule, die wie ich gerne Marmelade in den verschiedensten Varianten gerne mögen.
Befragt man ChatGPT, was er zu diesem Tag schreiben würde, liest man: „Es gibt Leidenschaften, die sich still und leise entwickeln. Eine davon ist die Liebe zur Marmelade. Was auf den ersten Blick wie eine banale Zutat auf dem Frühstückstisch wirkt, ist in Wahrheit ein Glas voller Erinnerungen, Kreativität und saisonaler Magie. Marmelade ist nicht einfach nur Frucht + Zucker = Aufstrich. Nein, sie ist ein Ausdruck von Lebensfreude, von Tradition und von Experimentierfreude. Schon beim Öffnen eines Gläschens entfaltet sich ein Duft, der einen direkt in Omas Küche versetzt. Ob Erdbeere, Aprikose oder Johannisbeere – jede Sorte erzählt ihre eigene Geschichte.“
Ich finde – so schlecht ist diese Erklärung gar nicht und ich freue mich einen „GMV“ – einen „Gsälz-Maker des Vertrauens“ zu haben, der mich regelmäßig mit den verschiedensten Kreationen versorgt. Eine kleine Auswahl seht ihr im folgenden Bild – wenn ihr davon mal was probieren wollt – meldet euch einfach bei mir.

Schauen wir mal einen Blick zurück – nämlich in die Geschichte der Marmelade
Der Begriff „Marmelade“ stammt ursprünglich vom portugiesischen Wort „marmelada“ ab, dass eine süße Quittenpaste bezeichnete. Diese Zubereitung verbreitete sich im Laufe der Zeit in Europa, bis sie in Schottland ihren modernen Durchbruch erlebte. Dort soll Ende des 18. Jahrhunderts Janet Keiller in Dundee aus bitteren Orangen die erste Orangenmarmelade hergestellt haben – eine Delikatesse, die bald europaweit Furore machte. In Frankreich unterscheidet man bis heute streng zwischen „confiture“ (alle Früchte) und „marmelade“ (nur Zitrusfrüchte). Diese Regelung übernahm später auch die EU. In Deutschland wird Marmelade im Volksmund oft als Sammelbegriff für Fruchtaufstriche verwendet, obwohl laut Lebensmittelrecht „Konfitüre“ die korrekte Bezeichnung für die meisten Sorten wäre.
Eine Marmelade, die ich schon des Öfteren gemacht habe – hauptsächlich im Winter – ist eine Bananenmarmelade und die geht super einfach:
- 1 kg Bananen (ohne Schale)
- 1 kg Gelierzucker 2:1 / geht auch mit 500 g
- 3 Zitronen (Saft und Schale)
- Je ½ TL Nelken und Zimt
- Je 2 cl Rum und Eierlikör
Bananen kleinschneiden und alle Zutaten zusammenmischen und ca. 4 min kochen lassen – Voilá!
Ansonsten hier auch noch ein schnelles Rezept für eine klassische Erdbeermarmelade mit Vanille:
- 1 kg frische Erdbeeren
- 500 g Gelierzucker 2:1
- 1 Vanilleschote (Mark)
- Saft einer halben Zitrone
Erdbeeren putzen und klein schneiden. Zusammen mit Zitronensaft und Vanillemark vermengen. Gelierzucker einrühren, zum Kochen bringen und 4 Minuten sprudelnd kochen lassen. Heiß in Gläser füllen und verschließen.
Jetzt kann man die Marmelade nicht nur pur oder auf einem Brot oder Stück Zopf genießen, es gibt auch tolle Rezepte damit. Meine Highlights sind u.a. diese hier:
Gefüllte Hefeschnecken mit Marmelade
Hier ist ein einfaches, bewährtes und sicher gelingendes Hefeteig-Rezept, das sich ideal für Zimtschnecken, aber auch für andere süße Hefegebäcke eignet:
🥣 Grundrezept für süßen Hefeteig (für ca. 12 Zimtschnecken)
Zutaten:
- 500 g Weizenmehl (Typ 550 oder 405)
- 1 Würfel frische Hefe (42 g) oder 1 Päckchen Trockenhefe
- 250 ml lauwarme Milch
- 80 g Zucker
- 80 g weiche Butter
- 1 Ei (Größe M)
- 1 Prise Salz
👩🍳 Zubereitung:
1. Vorteig (bei frischer Hefe empfohlen):
- Die Milch leicht erwärmen (handwarm, ca. 37 °C – nicht heiß!).
- Die frische Hefe hineinbröckeln, 1 TL Zucker dazugeben, umrühren.
- Ca. 10 Minuten stehen lassen, bis die Hefe Blasen bildet.
(Bei Trockenhefe entfällt dieser Schritt: einfach mit Mehl und Zucker mischen – so mache ich es am Liebsten – geht einfach und schnell!)
2. Teig herstellen:
- Mehl in eine große Schüssel geben.
- Zucker, Salz, Ei und weiche Butter dazugeben.
- Vorteig (oder Trockenhefe) zugeben.
- Alles mit den Knethaken eines Handrührgeräts oder einer Küchenmaschine ca. 5–8 Minuten zu einem glatten, elastischen Teig kneten.
3. Teig gehen lassen:
- Teig mit einem feuchten Tuch abdecken und an einem warmen Ort mindestens 1 Stunde gehen lassen, bis er sich sichtbar verdoppelt hat.
4. Weiterverarbeitung (z. B. für Zimt- oder Marmeladenschnecken):
- Teig auf einer leicht bemehlten Fläche rechteckig ausrollen.
- Mit weicher Butter bestreichen, Zucker und Zimt (z. B. 100 g Zucker + 1 EL Zimt) oder Marmelade darüberstreuen.
- Aufrollen, in ca. 12 Scheiben schneiden, auf ein Blech legen.
- Weitere 20–30 Minuten abgedeckt gehen lassen.
5. Backen:
- Im vorgeheizten Ofen bei 180 °C Ober-/Unterhitze ca. 20–25 Minuten backen, bis die Schnecken goldgelb sind.
Linzertorte á la Mama Waltraud
Zutaten:
- 250 g Mehl
- 1/ 2 Päckchen Backpulver
- 200 g gemahlene Haselnüsse
- 200 g Butter
- 200 g Zucker
- 2 Eier
- 2 El Kakao
- 25 g geriebene Halbbitterschokolade
- 1 gehäufter Kaffeelöffel Zimt
- 1/2 Messerspitze gemahlene Nelken
- ½ Schnapglas Himbeergeist
- 200 g Himbeermarmelade
Zubereitung:
Alle Teigzutaten verkneten, gerne einmal über Nacht kühlstellen und dann ca. ½ Teig in eine gefettete Springform drücken. Marmelade darauf verteilen. Aus dem restlichen Teig Streifen mit dem Messer schneidne, gitterförmig verteilen und eine Randrolle formen, mit Eigelb-Milch einpinseln.
Bei Heißluft 160°C oder Ober-Unterhitze 200 °C etwa 60 Minuten backen. Abkühlen lassen – und am besten 1–2 Tage durchziehen lassen für vollen Geschmack.
So, jetzt habe ich euch hoffentlich genug Lust und Hunger gemacht – in diesem Sinne – guten Appetit!
Eure Nachteule