Auch wenn es in diesem Jahr noch nicht zum Tripple gereicht hat – die zwei Tage und der Bonus-Vormittag in Winterbach waren toll und vor allem – lecker!
Aber von vorne – gestartet haben wir die kulinarische Schlemmerreise im Anjo-Modus am Donnerstagabend beim After Work im Lamm Hebsack auf der Sommerterrasse. Das war wirklich ein perfektes Timing – 5 Minuten nach einem heftigen Regenschauer trafen wir im Lamm ein und konnten dann einen herrlichen Abend auf der Terrasse verbringen – ohne weiteren Regenschauen.
Nach einem alkoholfreien Start mit einem Remstal Prisecco aus der Manufaktur Jörg Geiger aus Schlat (www.nurgutes.de) durften zwei Tapas-Vorspeisen probiert werden: Remstal-Edamame – bestehend aus Erbsenschoten, Minze und Chimichurri und Panko-Garnelen mit Safran-Aioli und Gurke-Kimchi. Man merkt den orientalischen und asiatischen Einfluss hier in jedem Bissen. Warum? Dazu gleich mehr im nächsten Abschnitt.
Im Hauptgang standen auf dem Tisch: ein pochiertes Stundenei auf Kartoffelgnocchi mit Pfifferlingen und Rauch Aprikose (was für eine Geschmacksexplosion) und die „Memories from Koh Samui“ – Körschtal-Lachsforelle auf der Haut gebraten mit einer grünen Curry-Sauce, Thai-Gemüse und Limonenblattreis. Und auch beim „Desserts to share“ gingen die Gaumenfreuden weiter: Frozen Yogurt aus einem griechischen Joghurtsorbet mit Aprikose und Ingwer, ein Mango Lassi mit Kardamom, weißer Schokolade und Vanille und ein Hammer leckerer warmer (!) French Toast – Hefezopf mit Zimt-Zucker-Mantel, Erdbeeren und Mandel….
Ich freue mich, dass ein paar Anjo-Einflüsse auch weiterhin auf der Karte des Lamm zu finden sind und der nächste Besuch zum Testen der neuen Sommerkarte steht auch schon im Terminkalender!
Was ist das besondere beim Anjo-Modus im Lamm? Anjo ist das Pop-up Restaurant von Moritz und Jessica Pollinksi (Restaurantleiterin),die gemeinsam mit seinem Bruder Felix Pollinski, die die nächste Generation im Lamm sind und neben den klassischen Gerichten mit ihren Interpretationen einen besonderen orientalischen und asiatischen Touch in die Speisekarte bringen. Anjo ist im übrigen abgeleitete vom französischen Wort „agneau“ für „Lamm“
Dies konnte man u.a. auch bereits im März bei einem unheimlich tollen Abend im Weingut Klopfer (www.klopfer.de) schon erleben – unter dem Motto: „Anjo meets Klopfer – das Big Plantbased Tapas and Wine Diner“ – charmant auch moderiert von der SWR-Journalistin Petra Kein.



Ich esse gerne Fleisch – ja, aber ich bin immer neugierig auf andere Gerichte und was ich an diesem Abend an vegetarischen und veganen Gerichten probieren durfte – Hammer!
Fünf „Flights“ standen in den Startlöchern – inklusive einem Apero bestehend aus einem 2019 Brut Nature und Ficelles!
Flight 1 bestand aus gleich zwei Leckereien: „Tandoori-Blumenkohl“ mit Moro Blutorange, Mais und Gochujang und einer „Gelbe Bete vom Salzstein“ mit BBQ-Quitte, Meerrettich und Kürbiskernen. Passend dazu gab es einen 2023 Gold Muskateller Grossheppach. Der Wein passte hervorragend zu den vielfältigen Geschmacksnuancen, die hier auf dem Teller zu finden waren.

Flight 2 war ein 2022 Sauvignon Gris kombiniert mit einer „geschmorten Unagi-Aubergine“ mit Tsukemone-Gurke, weißem Sesam und Shokupan und im anschließenden Flight 3 ging es um die „Tales from Anatolia“ – eine heiße Tomatensuppe mit Bulgur Salat Inside-Out und Petersilie mit einem 2022 Modus K rose.




Zwei Doppelflights machten sich dann bereit, um die Gäste noch ein bisschen mehr in neue Geschmackshöhen zu heben: Flight 4 bestand aus einem „knuspriger Rauchsellerie auf Sichuan Art“ mit Bio-Shiitaeḱe, grünem Spargel und Junglauch sowie einer „Frühlingswiese“ mit Miso-Kartoffeln, Honig und Trüffel. Passend dazu gab es einen 2021 Spätburgunder Steingrüble. Und dann kam – begleitet von einer 2018er Riesling Auslese – der Dessert-Flight Nr. 5: „Abate Fetel“ – Birne in verschiedenen Facetten, Nugat, Haselnuss und Melisse und einem „Frozen Joghurt“ mit Rhabarber, Granola und Kokos.







Ich hoffe sehr, dass diese Veranstaltung eine Fortsetzung finden wird – ich bin wieder auf jeden Fall dabei!
Und am Freitag nach dem After Work waren wir dann ein zweites Mal zu Gast im Lamm – diesmal zu einer Veranstaltung von Daniels Weine (www.daniels-weine.de) aus Winterbach, nämlich zu „Riesling in Rheinkultur“, wo das Weingut Robert Weil (https://www.weingut-robert-weil.com/de/) zu Gast war. Ein toll kombiniertes Menu zwischen Essen und tollen Rieslingen sowie sehr witzigen und informativen Erklärungen durften wir dann bis doch relativ spät in die Nacht mit Freunden zusammen genießen.



Was es zu essen gab und die passenden Weine dazu findet ihr hier auf dem Bild…und dann lasse ich einfach mal nur Bilder sprechen… 😉






Noch eine kleine Besonderheit haben wir uns dann noch zum Abschluss dieses kulinarischen Double gegönnt – am Samstag war Dirk Cannova vom Weingut Robert Weil auch noch mit einer weiteren Auswahl an Weinen von ihnen bei Daniel Hasert im Keller von Daniels Weine und es war sehr spannend, die Weine nochmal in Ruhe und teilweise auch noch mit einem anderen Jahrgang probieren zu können. Und lieber Daniel – vielen Dank für die Möglichkeit an diesem Morgen einen Monte Vacano Riesling 2021 vom Weingut Robert Weil probieren zu können.




Ich freue mich schon auf die nächsten kulinarischen Abenteuer! In diesem Sinne – versucht gerne mal was Neues (auch kulinarisch)
Eure Nachteule



