Das „Petit bonheur“ – mehr als nur ein bisschen Freude! Kulinarisches Hamburg im Winter

Kann man dem letzten Streik der Bahn was Gutes für sich als Kunden abgewinnen? Tatsächlich würde ich in meinem Fall sagen – ja! Hätte ich wegen dem Streik nicht mit dem Auto einen Tag früher nach Hamburg fahren müssen, hätte ich wahrscheinlich nicht so bald dieses wunderbare französische Restaurant entdeckt, was sich in Laufweite meines oft bewohnten Hotels befindet.

Das „Petit bonheur“  – www.petitbonheur-restaurant.de  – zu finden in der Straße Hütten 85-86  gibt es seit Oktober 2012 und bietet gehobene französische Küche und eine sehr schöne und erlesene Weinauswahl. Patron Ergün M. Uysal und der Chef de Cuisine David Rohlfing verwöhnen die Gäste mit einer herzlichen Atmosphäre und verdienten Auszeichnungen für das Essen – so hat das Petit Bonheur seit 2016 im Gault & Millau 13 Punkte und ein Doppelbesteck im Guide Michelin sowie eine Haube, was sie weiterhin auch erfolgreich halten!

Es gibt jeden Monat ein 5-Gänge Menü mit passenden Weinempfehlungen oder man holt sich Appetit auf der normalen Karte – was ich die letzten Male getan habe 😊

Ich gehe ja wirklich oft essen, aber was ich hier bei meinem ersten Besuch erlebt habe, kenne ich sonst nicht und zwar im positiven Sinne! Die Begrüßung erfolgte von Herrn Uysal persönlich (und zwar nicht nur beim ersten Mal – sondern auch danach immer) und vor allem direkt mit meinem Namen – was mich sehr gefreut hat und auch das Servicepersonal war sehr zuvorkommend – von der Abnahme der Jacke bis hin zur Beratung, welcher Apéritif zur Auswahl steht bis hin auch zum Baguette (und Salami)-Service – hier kommt man an und fühlt sich sofort wohl und vor allem direkt als „Stammgast“. Allein auch die Frage, wie der Tag bzw. die Anreise war und man in ein kleines Gespräch einsteigen kann, ist sehr angenehm.

Beim ersten Blick in die Karte war mir klar – da muss ich ganz sicher nochmal hin, denn da stehen so viele tolle Gerichte drauf – die möchte ich gerne unbedingt probieren, und zwar am Liebesten alle 😊!

Als Apéritif wurde mir beim ersten Besuch ein sehr leckerer Rosé-Champagner (Veuve Duray Prestige Brut Rosé) empfohlen, den ich ebenso wie die zwei frischen Fines de Claire Austern mit einer phantastischen Radieschen-Schalotten-Vinaigrette bis jetzt bei jedem Besuch sein musste! Und ich liebe französische Salami und frisches Baguette zum Einstieg 🙂

Bei den Vorspeisen durfte ich – neben den Austern – jetzt auch die gebratene Entenleber mit Leberpastete und Brioche an einer Cassis-Creme probieren…oh ja, das war eine sehr leckere und vor allem sehr feine Kombination. Tatsächlich hatte ich das erste Mal eine gebratene Entenleber auf dem Teller und war überrascht, wie fein und zart diese Stück schmeckte! Die Empfehlung dazu war ein Sauternes: 2016 Les Carmes de Rieussec– eine sehr gute Wahl – die Süße des Weines passte hervorragen zu dem feinen Lebergeschmack!

Als Hauptspeise gab es beim ersten Mal meine kleine Schwäche – nämlich Tartare de boeuf. Ein sehr schön angerichtetes Tatar vom Rinderfilet mit Sauce tartare, einem gebratenen Wachtelei oben aufliegend und einmal extra bestellt eine Portion frisch gehobelten Wintertrüffel wurde – garniert mit Baby-Leaf-Salat und einer Portion Pommes Frites stilvoll serviert. Dazu gab es  auf Empfehlung einen Côtes du Rhône – Saint Esprit 2021 – Maison Delas Freres – eine tiefrote Cuvee aus 70% Syrah und 30% Grenache – ein toller vollmundiger Rotwein.

Da es beim ersten Mal zu einem Nachtisch nicht mehr hungermäßig gereicht hat, gab es diesmal nach ein bisschen überlegen, neben einem sehr guten Espresso,  die Île flottante – Schneeeier mit Crème anglaise und oben garniert mit Mandelstiften und Karamellschokolade. Was für eine Zuckerbombe – auch wenn Hauptkomponente „nur“ aus gesüßtem Eischnee stammt – ich habe es nicht geschafft, sie komplett aufzuessen!

Mein Fazit lautet: wer stilvoll und authentisch eine feine französische Küche genießen möchte mit einem sehr herzlichen Service und einer Wohlfühlatmosphäre  – der ist bei Herr Uysal und seinem Team auf alle Fälle richtig und ich freue mich auf hoffentlich einen baldigen nächsten Besuche im Petit bonheur – weil da stehen noch ein paar sehr lecker klingende Gerichte auf der Karte (u.a. Crêpes Suzette, Steinpilzravioli oder auch eine französische Zwiebelsuppe) 😊

In diesem Sinne – Bon Appétit!

Eure Nachteule!

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