Am Samstagabend ging dies diesmal nach Stuttgart-Münster zum Weingut Zaißerei (www.zaisserei-weingut.de) und zu einer sehr außergewöhnlichen kulinarischen Weinprobe.
Warum außergewöhnlich? Nun ja – das Motto lautet ja „Alles steht Kopf“ und tatsächlich war alles nicht in der Reihenfolge, wie man es sonst so von einem Essen kennt!
Angefangen von der Deko und der Besteckanordnung bis hin zur Speisenfolge war alles in der „verkehrten“ Reihenfolge. Hier mal eine kleine Übersicht über das Menü:
Angefangen haben wir dann auch mit dem Käsegang – Trollingerkäse mit Rucolapesto, Perlen und einem Dattel-Zwiebelchutney und Baguette – natürlich auch auf dem Kopf serviert – und einem fruchtigen RoSecco. (linkes Bild)
Danach ging es dann zum Dessert über…. Ein selbstgemachtes Printen Parfait aus Aachener Printen auf Orangenscheiben mit Granatapfel und Pistazienkernen kam aus der Küche und es gab zwei passende Weine dazu: als Empfehlung zu den Orangenscheiben mit den Granatapfel und Pistazienkernen wurde ein 2022 Riesling feinherb und zum Printen Parfait ein 2022 Samtrot ins Glas geschenkt. (rechtes Bild oben).
Und dann kam der Hauptgang bzw. der Fleischgang – passend zur Jahreszeit gab es eine Entenbrut mit Polentasterne, Rotkraut und einem Blaukraut-Cappucino (auch als Soße für den Schwaben verwendbar 😊!)…und was passt zu einer Ente? Richtig – ein 2021 Merlot Reserve trocken oder auch ein 2018 Spätburgunder Reserve trocken. Von den Polentatsterne hätte ich noch viel mehr essen können – die waren super lecker und mit der Soße – ein Traum!
Auch der dann folgende Zwischengang war winterlich angehaucht – es gab einen sehr leckeren weißen Glühwein (und ich nahm ich das Angebot eines möglichen Refill sehr gerne an 😊!) – warm serviert und dazu einen Glühwein on the Rocks: der gleiche weiße Glühwein, kalt auf Eis serviert mit Zitronenscheibe und Zitronenthymian und dazu eine frische Auster mit etwas Zitrone.
Eine sehr tolle Kombination – und der Glühwein on the Rocks hätte auch als etwas anderes Gin Tonic durchgehen können – sehr lecker und auch die Auster war außergewöhnlich lecker.
Der „Fischgang“ war dann eine Hummersuppe mit kleinen Hummerstückchen, Safran und etwas Erdbeerstaub und im linken Glas gab es einen 2022 Rosé und im rechten Glas einen 2022 Weißer Burgunder trocken, der sehr gut das Aroma der Suppe unterstützt und unterstrichen hat. (linkes Bild).
Dann kam der eigentliche 1. Gang – eine Fois gras mit Brioche, Bratapfelespuma und Kürbisstreifen und passend dazu im großen Glas einen 2022 Gewürztraminer Reserve und im kleinen, separat servierten Glas eine hervorragende 2020 Cannstatter Zuckerle Riesling Beerenauslese (und auch da durfte ich nach einem kleinen Auffüllschluck fragen 😊). (rechts Bild oben)

Den Abschluss machte dann der „Gruß aus der Küche“ – Ganz schwäbisch gab es auf dem Löffel serviert Saitenwürstle und Kartoffelsalat, Ziegenkäse und Feigen sowie ein kleines Geschenkpäckle mit gebrannten Mandeln. Dazu gab es einen 2021 Cannstatter Zuckerle Riesling Reserve trocken und einen 2020 Cannstatter Zuckerle Trollinger Reserve trocken (aus über 70 Jahre alten Reben).
Also so eine Weinprobe hatte ich tatsächlich noch nie mitgemacht – aber eine spannende Erfahrung, so „verkehrt herum“ mal ein Menü zu essen. Sehr schön war auch die jazzige Saxophon-Begleitung zu Beginn und zwischen / während den Gängen von Sabine von Rosen SaXrose (https://www.sabinevonrosen.de/).
Und wir durften auch ein paar sehr nette Menschen an unserem Tisch kennenlernen und so war der Abend nicht nur lecker sondern auch sehr unterhaltsam (und ich freue mich schon auf die nächste Zufahrt nach Hamburg 😉!).
Zusammenfassen kann ich sagen – sehr lecker, sehr schöne Atmosphäre – auch durch die tollen Tischnachbarn – und ich würde mir schon mal den November 2024 vormerken wollen!
In diesem Sinne – euch noch einen schönen Sonntag und bis demnächst wieder!
Eure Nachteule









