Das Oktober/November-Menü im Restaurant Cedric – Kulinarisches aus dem Remstal

Mitte des Oktober stand wieder das Restaurant „Cedric“ auf der kulinarischen To-Do-Liste  (www.restaurant-cedric.de) und wir durften den Start des aktuellen Menüs mitmachen.

Auch wenn ich Gefahr laufe, mich zu wiederholen – ich bin echt begeistert, dass Cedric es auch dieses Mal wieder geschafft hat, die Geschmacksexplosionen nochmal steigern zu können…und deswegen – hier das aktuelle Oktober-November Menü:

Da neben den tollen Gerichten auch immer eine sehr spannende Weinauswahl in zwei Varianten zur Verfügung steht, wird es die aktuelle Weinbegleitung in einer separaten Podcast-Folge des Nachteuleblog in Zukunft gewürdigt werden. Hier spreche ich mit Cedric und Herbert über ihre Überlegung zur Weinauswahl und entlocke ihnen auch noch so die eine oder andere spannende Information. Und auch Daniel von Daniels Weine wird in ein paar Folgen zur Wort kommen – mein Weinhändler und Sommelier des Vertrauens. Seid also gespannt – sobald die Folgen abrufbar sind gibt es einen kleinen Sonderbeitrag dazu!

Zum Aperitif gab es diesmal einen spritzigen Crémant von der Loire – bevor das Amuse Bouche kam: ein Traum in Sellerie – ein Selleriesüppchen mit oben drauf etwas schwarzem Pfeffer und Mandeln … und dazu gab es frisch aufgeschlagene französische Salzbutter und warmes toll duftendes Sauerteigbrot! …ich könnte mich allein am frischen Brot und der Butter jedes Mal satt essen :-)!

Gang 1 mit den entsprechenden Weinbegleitungen wurde wie folgt angekündigt:

Bei der Weinbegleitung gab es einmal 2022 Hand in Hand, Grauburgunder, trocken vom Weinprojekt Mayer-Näkel & Klumpp (https://www.meyer-naekel.de/) aus Bruchsal (Baden) und in der Exklusivbegleitung einen 2020 Ried Sauberg Grüner Veltliner Reserve vom Weingut Ebner-Ebenauer (https://ebner-ebenauer.at/) aus Poysdorf (Österreich) [mehr dazu im Podcast-Beitrag, der demnächst erscheinen wird]

Bünderfleisch – das Wort verursacht bei mir meistens ein Grinsen, weil ich sofort an ein legendäres Video aus Österreich erinnert (hier der Link dazu – viel Spaß: https://www.youtube.com/watch?v=E5agWxzWTsc ) und die „Praline“ bzw. der Mantel aus Bündnerfleich, der gefüllt war mit Bulgur, getrockneten Tomaten, Kapern und Pinienkerne  – daneben etwas Schmand und Rucola, Pinienkerne und frittierte Kapern und Kräutern. Und als Untergrund eine Rinder-Vinaigrette und Kräuteröl. Was für eine tolle Geschmackkomposition und die Weine brachten nochmal den extra Kick bei diesem Gang.

Mein absoluter Highlight Gang tatsächlich – die frittierten Kapern dazu…da war ich kurz davor nach einem Nachschlag zu fragen bei diesem 1. Gang…

Zwischen den Gängen bleibt immer etwas Zeit sich in Ruhe über den Gang oder auch ganz allgemein zu unterhalten oder einfach mal die gemütliche Einrichtung zu betrachten. Und auch wenn es vielleicht etwas ungewöhnlich ist – es lohnt sich der Besuch ein Stockwerk tiefer in den Toilettenräumen 😉

Gang 2 – ganz klassisch vegetarisch stand jetzt auf der Karte:

Bei der Weinbegleitung gab es eigentlich zwei exklusive Weine – 2021 Aus den Lagen (aus allen seinen vier Lagen), Riesling, trocken, vom Weingut A. Christmann (https://weingut-christmann.de/) aus Gimmeldingen in der Pfalz und einen 2019 Gottesfuß Alte Reben (130 Jahre…um genau zu sein!), Riesling GG vom Weingut van Volxem (https://vanvolxem.com/) aus  Wiltlingen an der Mosel…im übrigen gerade Winzer des Jahres!

Hier kam einmal die Kartoffel obendrauf als Schaum bzw. Espuma und darunter waren versteckt zwei Bratkartoffeltaler und ein Kräutersaitling-Zwiebel Confit, sowie eingelegter grüner Pfeffer und für die restliche gab es oben noch etwas Harissa gestreut!

Und zwei tolle Rieslingen gab es dazu…und das aus meinem Mund! Ich, die bis vor einem Jahr so gut wie keinen Weißwein getrunken hat und sich jetzt wie ein kleines Kind auf die nächsten Weinreise an die Mosel im November freut. Hierzu wird es noch einen separaten kulinarischen Bericht geben (in mehreren Teilen voraussichtlich, um euch hier auch ein bisschen auf meine „Reise zu den Weißweinen“ mitzunehmen – wer Lust hat!)

Auch Gang 3 besteht traditionell im Fine Dining Bereich aus Fisch und meiner Lieblings-Zusatzoption Imperial Kaviar:

Beim Wein gab es folgende zwei Schätzchen zum Probieren: 2022 Crasto Superior, D.O.C., Vinho branco von Quinta do Crasto (https://www.quintadocrasto.pt/) aus dem Douro-Tal (Portugal) und einen 2020 Viognier von Pago Vallegarcia (https://vallegarcia.com/) aus Toledo (Spanien).

Ein auf der Haut gebratener Zander auf einem Lauchpüree und roh mariniertem Weisskohl-Salat wurde aufgetragen…drumherum ein feines Specksößchchen sowie Schnittlauchöl und oben drauf gab es gepuffte Schwarte und bei mir etwas Imperial Kaviar!

Und hier muss ich doch kurz was zu den Weinen direkt erzählen…beim Lesen „Viognier“ auf der Karte bei der Exklusiv-Weinbegleitung hatte ich den ersten Impuls zu sagen – Hm, ich glaube da werden wir den Wein wohl tauschen müssen, da ich bis auf einen Viognier (Le Viogn vom Tröpfltaler Hof https://www.bioweinhof.it/de/le-viogn.html ) eigentlich nicht so begeistert bin. Irgendwie hat dieser Wein es schwer mich abzuholen…und dann kam dieser Spanier ins Glas. Okay – ich ergänze den nächsten Viognier in meinem Geschmacksportfolio, den ich tatsächlich mag. Sehr spannend, wie sich auch der Wein mit dem Zander in eine tolle Harmonie eingefunden haben, der wirklich toll dazu passt! Danke für diese tolle Erweiterung meiner Weinliste 😉!

Nach einer kurzen Pause kommt dann der Fleischgang – als Gang 4 um die Ecke und auch diesmal wurde es „schweinisch“:

Und jetzt wird die Weinbegleitung rot…oder zumindest röter 😉: ein 2022 Rot, Cuveé, trocken wurde vom Weingut Schüle (https://weingut-schuele.de/) aus Murr (Württemberg) gereicht, sowie in der Exklusivbegleitung ein 2022 Bakkanali Rosa, Rosato IGT, Toscana (Italien) (https://bakkanali.com/en/bakkanali-rosa/).

Eine Scheibe gegrillter Spanferkelrücken lag neben einer phantastischen Kombination aus gebratenem Butternut-Kürbis, Birnen-Chutney und Gorgonzola eingebettet auf eine phantastische Spanferkel-Jus. Allein die Kombination Kürbis, Birne und Gorgonzola ist super…und habe ich schon mal erwähnt, dass die Jus immer der Hammer sind 😉?!

…und auch hier seien mir ein zwei Worte zur exklusiven Weinbegleitung erlaubt. Was war das für ein Rosé…ja, richtig gelesen. Der Bakkanali ist eigentlich ein Rosé-Wein aber er hat eine tolle rote Farbe und ein tolles Bouquet nach…

Und zum Schluss kommt immer noch das nächste Highlight – der dreiteilige 5. Gang  – bestehend aus einem Pre-Dessert, dem eigentlichen Nachtisch und dann noch einem süßem Abschluss und diesmal gab es dazu eine Rieslaner Auslese von Philipp Kuhn (https://www.weinshop-philipp-kuhn.de/) – auch wieder eine tolle Empfehlung!

Das Pre-Dessert bestand aus einem Quittensorbet,Honig-Mascarpone-Espuma und Orangensud außen rum…vor lauter lecker, fast das Bild vergessen…

Der eigentliche 5. Gang war ein Eis von der gebackenen weißen Schokolade, Caramelia-Schokocreme und Apfelgel und Apfelrosen / Scheibchen und eine Zimtschnecke sowie Muskovado-Zucker Crumb

Und dann noch der süße Abschluss…Zwetschgensorbet mit einer weißen Schoko-Vanille Creme und Vanille-Crumble!

Okay – ich würde auch nur für das Amuse Bouche, das Brot, das Bündnerfleich und den 5. Gang herkommen…aber diese Menüs sind einfach was, was man selber einmal probiert haben muss.

Wer also etwas Lust bekommen hat – das obenstehende Menü und die passende Weinbegleitung gibt es noch bis Ende November bevor es dann das Dezember-Menü zu probieren gilt!

In diesem Sinne – genießt die tollen Herbsttage!

Eure Nachteule

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