Heute gibt es mal wieder einen kleinen Beitrag aus der Rubrik „Essen und Trinken mit der Nachteule“ – und zwar gleich mit einem hammermäßigen (noch) Geheimtipp!
Vor einigen Wochen durften wir während einer kleinen Weinprobe mit dem Weingut des Jahres 2023 Philipp Kuhn (https://www.weinshop-philipp-kuhn.de/) bei Daniel Hasert (Daniels Weine in Winterbach https://www.daniels-weine.de/) Cédric und Herbert vom „Cedric“ aus Weinstadt-Beutelsbach kennenlernen.

Unter https://www.restaurant-cedric.de/ kann man die eindrucksvolle Geschichte dieser Fine-Dining-Location und auch den Werdegang von Cédric nachlesen. Leider hatte es im Juli nicht geklappt mit einem Tisch – aber am 23.08.23 hatten wir ganz spontan das Glück für den Abend noch einen Platz zu bekommen – JUHU!
Jeden Monat gibt es ein regional-saisonales Menü mit einer passenden Weinbegleitung und im August hat sich das Menü wie folgt gelesen:

…und wenn es schon zwei Arten der Weinbegleitung gibt, dann nutzen wir die Gelegenheit und noch ein paar mehr neue Weine an diesem Abend kennenzulernen.
Zum Aperitif standen u.a. ein Pino Grigio Brut Rosé von La Jara, einen Chardonnay Sekt von Hasert & Klopfer sowie ein Cremant und Champagner von Alain Suisse zur Auswahl und dann kam auch schon das Amuse Bouche aus der Küche – eine komprimierte Wassermelone mit Sesam-Mayo Tupfern – was für eine tolle Geschmackskombination und dazu gab es aufgeschlagene französische Salzbutter und noch leicht warmes Kartoffelbrot!

Gang 1 mit den entsprechenden Weinbegleitungen wurde wie folgt angekündigt:

@Weingut Ebner-Ebenauer, Niederösterreich (https://ebner-ebenauer.at/)
@Weingut Heymann-Löwenstein, Mosel (https://www.hl.wine/)
Sehr feine Rotgarnelen kamen da auf dem Teller angeschwommen und der Romanasalat im Reisblattmantel war eine tolle Überraschung und die Koriander-Noten waren sehr passend abgeschmeckt. Gut, dass noch ein bisschen Brot übrig war, so dass man auch das letzte bisschen Dressing aufnehmen konnte. Die Weinauswahl waren schön gewählt und die Farbe des Hatzenport Kirchberg vom Weingut Heymann-Löwenstein war echt beeindruckend!


Der Abstand zwischen den einzelnen Gängen war auch optimal geplant – es gab Zeit für ein kurzes Schwätzchen zwischendurch mit Herbert und man freute sich schon auf die kompetente Vorstellung des nächsten Ganges…dieser lautet diesmal wie folgt:

@Weingut Dobler, Württemberg (https://weingut-dobler.de/)
@Weingut Tement, Südsteiermark (https://www.tement.at/)

Ich muss gestehen – ich liebe Fregola Sarda und die Kombination – die für mich leider ohne Paprika-Schaum kam, weil ich ja nicht so prickelnd reagiere auf Paprika….- war super! Die frischen Käsechips, der Feta, die abgestimmten Öle und Gewürze – da hätte ich echt gerne noch einen Nachschlag genommen und die Weinauswahl – hervorragend! Hier konnte ich mich nicht entscheiden, welcher der beiden Weine mein Favorit wäre – da beide wirklich lecker waren.
Und Carsten kann bestätigen, dass auch die Original-Kombination MIT Paprika hervorragend geschmeckt hat und ich wirklich was verpasst habe…nun ja, aber so war es auch sehr lecker!
Dann ging es mit folgendem Gang 3 weiter:

@Miles Mossop, Südafrika (https://milesmossopwines.com/)
@Domaine Pavelot, Frankreich (https://www.domainepavelot.com/en/)
Ein toll gebratener Schellfisch mit einem feinen Merguez-Schaum Sößchen und dem leicht würzigem Kaviar on Top! Was für eine harmonische Geschmackskombination und die Weinauswahl …wow. Ich kannte bisher nur SAM und MAX vom Weingut Miles Mossop und war sehr neugierig, wie denn der Chenin Blanc – The Introduction von ihnen schmeckt! Und ich muss sagen – das war ein leckeres Tröpfchen – ebenso wie Savigny-Les-Beaune von der Domaine Pavelot. Beide haben mit ihrem Bouquet den Fisch und auch die super leckere Merguez-Jus wunderbar ergänzt.

Was fehlt noch – ach ja…Gang 4 und „das Fleisch“ kündigten sich an:

@Sieur d’Arques, Frankreich (https://www.sieurdarques.com/)
@Weingut Reyter, Südtirol (https://www.reyter.it/)

Nun ja…was soll ich sagen…die Frage, ob es denn geschmeckt hat, beschreibt glaube ich ganz gut das folgende Bild:

Dieser Ochse war so butterzart – nach mehreren Stunden schmoren war eigentlich fast kein Messer nötig und die Jus erst…da hätte ich am Liebsten noch eine Flasche extra mitgenommen und war kurz davor den Teller einmal komplett mit der Zunge sauber zu machen! Die Röstzwiebeln und die Knusperüberraschung waren ein tolle Ergänzung und die Pflaume war ein spannendes Geschmackserlebnis. Und es gab natürlich Rotwein zum Ochsen:

Und der krönende Abschluss war dann Gang 5 …und eigentlich besteht dieser aus drei Teilen einem Pre-Dessert, dem eigentlichen Nachtisch und dann noch einem süßem Abschluss.
Das Pre-Dessert war ein Jasmintee-Espuma, darunter versteckt ein Aprikosensorbet und gebackene weiße Schokolade…und auf dem rechten Bild ist der süsse Abschluss zu sehen…
„Bienenstich“ etwas anders interpretiert – Honig-Milch-Creme, Mascarpone-Honigeis, Honig-Mandel-Knusper..mmmhhh!


Da ich inzwischen auch eine kleine Leidenschaft für die diversesten Süßweine entwickelt haben – also (Trocken)Beerenauslesen, Eiswein, Portwein, Madeira etc. liesen wir uns zum Abschluss – also passend zum Dessert – noch irgendwas in diese Richtung empfehlen und Herbert uns diesen Wein sehr empfohlen, der wunderbar zum Dessert passte:

Einen Treintjiewyn Hanepoot Jerepigo vom Weingut Villiersdorp aus Südafrika (https://www.villiersdorpwinery.co.za/)….mein erste Fortified Wine aus Südafrika und dann gleich so eine Bombe: Muskattrauben, die nach dem Portweinverfahren zu diesem Süßwein verarbeitet werden…mit einer Lagerfähigkeit von 100 Jahre (niemals würde so eine Flasche bei mir soooo alt werden)!
Das Dessert bestand aus einem Kirschmousse mit flüssigem Kern, Sorbet vom weißen Pfirsich, gelber Pfirsich gewürfelt und mariniert, Pfirsichgel mit Balsamico. Schokoladencreme mit Kirschwasser, Schokoerde und Atsinakresse.
Eine wirklich tolle Empfehlung – vielen Dank dafür und für das nächste Mal gab es auch schon einen Tipp – da stand nämlich noch ein Eiswein in der Reihe der Dessertweine :-)!
Wir freuen uns schon sehr auf den nächsten Termin und natürlich ist schon reserviert für September ;-)!
In diesem Sinne – genießt das Leben!
Eure Nachteule